DE4324558C2 - Induktivgeber - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Induktivgeber mit einem in etwa
rohrförmigen Spulenträger, in dem nach dem Spritzen des Spu
lenträgers zwei Kontaktfahnen jeweils in einer Aufnahme ange
ordnet sind, welche jeweils ein Abbiegeende aufweisen, das
sich beim Verbinden mit einem Spulendrahtende quer zur Längs
achse der Spule weg erstreckt und danach in die Kontur des
Spulenträgers hinein abbiegbar ist und deren entgegen
gesetztes Ende ein Anschlußende für eine elektrische Ver
bindung mit einem Anschlußkabel des Induktivgebers bildet.
Ein solcher Induktivgeber ist Gegenstand der DE 41 06 104 A1.
Induktivgeber der vorstehenden Art werden beispielsweise in
Automobilen zur Überwachung der Drehzahl der Fahrzeugräder
eingesetzt, um einen beginnenden Bremsschlupf oder Antriebs
schlupf festzustellen und durch Stelleinrichtungen ein Blo
ckieren der Bremsen oder beim Beschleunigen ein Durchdrehen
der Antriebsräder zu vermeiden. Bei den bekannten Induktivge
bern werden die Kontaktfahnen, welche als relativ komplizier
te Stanzteile ausgebildet sind, nach dem Spritzen des Spulen
trägers in eine Aufnahme eingesetzt und anschließend mit der
Wicklung verbunden. Der Arbeitsgang des Ausstanzens der Kon
taktfahnen ist relativ aufwendig, so daß er für die Herstel
lungskosten des Induktivgebers bedeutsam ist. Hinzu kommt,
daß es beim Stanzen zwangsläufig zu Stanzgrat kommt, wodurch
es beim Anwickeln der Spulenenden zu einer Beschädigung oder
sogar zu einem Durchtrennen des Drahtes der Spulenenden kom
men kann.
Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, einen Induktivgeber
der eingangs genannten Art so auszubilden, daß er möglichst
kostengünstig herstellbar ist.
Dieses Problem wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die
beiden Kontaktfahnen (10, 11) jeweils aus Drahtstücken gebil
det sind und daß die Kontaktfahnen (10, 11) zur Bildung der
Anschlußenden jeweils in einer Ebene zwei in etwa rechtwink
lige Abknickungen (17, 18) aufweisen und die Anschlußenden
(8, 9) deshalb jeweils in gleiche Richtung und entge
gengesetzt zu den Abbiegeenden (19, 20) weisen.
Bei einem solchen Induktivgeber kann man für die Herstellung
der Kontaktfahnen einheitliches Ausgangsmaterial verwenden,
welches lediglich von einer Drahtrolle abgewickelt, in pas
sende Längen abgeschnitten und anschließend mit den erforder
lichen Abknickungen versehen werden muß. Dank der Erfindung
entfällt der Vorgang des Ausstanzens von Kontaktfahnen völ
lig. Da Draht durch Ziehen hergestellt wird, weisen die
Drahtstücke keine scharfen Kanten und keinen Grat auf, so daß
es nicht zu einer Beschädigung oder Durchtrennung des Spulen
drahtes kommen kann. Die Erfindung ermöglicht es zudem, für
unterschiedliche Induktivgeber mit geringem Aufwand unter
schiedliche Kontaktfahnen herzustellen. Weiterhin ist ein au
tomatischer Ablauf des Fertigens und Fügens möglich. Durch
das zweifach Abknicken der Anschlußenden können sie an einer
gemeinsamen Seite kontaktiert werden.
Die Ausrichtung der Kontaktfahnen kann auf sehr einfache Wei
se festgelegt werden, wenn die Kontaktahnen im Querschnitt
rechteckig sind und die Aufnahmen jeweils eine im Querschnitt
den Kontaktfahnen angepaßte Durchführung aufweisen.
Die als Drahtstücke ausgebildeten Kontaktfahnen werden in ih
rer Endstellung in der jeweiligen Aufnahme des Spulenkörpers
in Einsteckrichtung und entgegengesetzt dazu auf einfache
Weise fixiert, wenn gemäß einer anderen Ausgestaltung der Er
findung die Kontaktfahnen eine Querschnittsverjüngung aufwei
sen, in die im montierten Zustand dei Kontaktfahnen ein Fe
derarm des Spulenträgers greift.
Konstruktiv mit besonders geringem Aufwand erfolgt diese Fi
xierung in Einschieberichtung und entgegengesetzt dazu, wenn
der Federarm zum Einklemmen der Querschnittsverjüngung zwi
schen sich und einer Haltefläche am Spulenträger ausgebildet
ist.
Besonders vorteilhaft für das Verbinden der Abbiegeenden der
Kontaktfahnen mit jeweils einem Ende des Spulendrahtes ist
es, wenn die Aufnahmen an zwei gegenüberliegenden Seiten ei
nes Endes des Spulenträgers angeordnet sind und die Kontakt
fahnen deshalb mit ihrem Abbiegeende vor dem Abbiegen in eine
Richtung weisen, da dann bei der automatischen Fertigung die
erforderlichen Werkzeuge von einer Seite her arbeiten können.
Die Abbiegeenden der Kontaktfahnen verbleiben auch dann zu
verlässig nach dem Abbiegen in der vorgesehenen Ausnehmung,
wenn sie aufgrund ihrer Elastizität noch die Tendenz haben,
nach außen zu federn, wenn gemäß einer anderen Weiterbildung
der Erfindung die Ausnehmung an zu mindest einer stirnseiti
gen Begrenzungswand für jedes Abbiegeende eine in die Ausneh
mung ragende Haltenase zum Festhalten des in sie hineingebo
genen Abbiegeendes der Kontaktfahne aufweist.
Das Einlegen der abgebogenen Abbiegeenden in die Ausnehmung
ist besonders einfach, wenn die Ausnehmung an beiden stirn
seitigen Begrenzungswänden jeweils eine Haltenase aufweist.
Der Gefahr, daß durch das Umbiegen der Abbiegeenden diese
sich mit ihren Enden in der Ausnehmung berühren und es da
durch zu einem Kurzschluß kommt, kann mit geringem baulichen
Aufwand dadurch begegnet werden, daß in der Mitte der Ausneh
mung zwischen den beiden in sie hineingebogenen Abbiegeenden
ein in die Ausnehmung ragender Trennsteg vorgesehen ist.
Die beiden jeweils durch ein Drahtstück gebildeten Kon
taktfahnen können unmittelbar, das heißt ohne Zwischen
schaltung eines Kontaktbleches, mit dem Anschlußkabel des Induktivgebers
verbunden werden, wenn die Drahtenden des
Anschlußkabels durch Druck und Wärme zu im Querschnitt recht
winkligen Kontaktenden geformt und jeweils unmittelbar mit
einem Anschlußende der Drahtstücke verbunden sind.
Die Erfindung läßt zahlreiche Ausführungsformen zu. Zur wei
teren Verdeutlichung ihres Grundprinzips ist eine davon in
der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend beschrieben.
In ihr zeigen die
Fig. 1 eine Seitenansicht eines Spulenträgers mit
Spule und Kontaktfahnen eines Induktivgebers
nach der Erfindung,
Fig. 2 einen horizontalen Schnitt durch den Spulen
träger entlang der Linie II-II in Fig. 1,
Fig. 3 einen gegenüber Fig. 1 um 90° verdrehten
Längsschnitt durch den Spulenträger.
Die Fig. 1 zeigt einen Spulenträger 1 mit einem Wick
lungsbereich 2 und einem Anschlußbereich 3. Auf dem Wick
lungsbereich 2 ist eine Spule 4 gewickelt. Der Anschluß
bereich 3 wird von zwei flanschartigen Begrenzungswänden 5, 6
begrenzt, zwischen denen sich eine Anschlußausnehmung 7 be
findet. In ihr erkennt man zwei Anschlußenden 8, 9 zweier
Kontaktfahnen 10, 11, welche beide quadratischen Querschnitt
aufweisen und aus gezogenem Draht bestehen. Die genaue Ges
taltung dieser Kontaktfahnen 10, 11 ist der Fig. 2 zu ent
nehmen.
Die Fig. 2 zeigt, daß der Spulenträger 1 im Querschnitt
rechteckig ist. An beiden Schmalseiten des Spulenträgers 1
ist jeweils eine Aufnahme 12, 13 in Form einer Durchführung
quadratischen Querschnitts vorgesehen, durch die jeweils eine
der Kontaktfahnen 10, 11 gesteckt ist. Jede Kontaktfahne 10,
11 hat eine durch Prägen erzeugte Querschnittsverjüngung 14,
gegen die ein Federarm 15 mit Vorspannung anliegt und diese
dadurch gegen eine Haltefläche 16 des Spulenträgers 1 drückt.
Auf diese Weise werden die Kontaktfahnen 10, 11 axial fi
xiert. Der Fig. 1 ist zu entnehmen, daß dieser Federarm 15
von der unteren Begrenzungswand 5 senkrecht nach oben führt.
Die beiden Kontaktfahnen 10, 11 weisen jeweils zwei recht
winklige Abknickungen 17, 18 auf, wodurch in der An
schlußausnehmung 7 die beiden Anschlußenden 8, 9 parallel zu
einander und in gleiche Richtung weisend verlaufen. Die ent
gegengesetzten Enden der Kontaktfahnen 10, 11 verlaufen zu
nächst ebenfalls parallel zueinander und bilden in dieser
Ausrichtung strichpunktiert dargestellte Abbiegeenden 19, 20.
Diese werden jeweils mit einem Drahtende der in Fig. 1 ge
zeigten Spule 4 verbunden und dann in eine Ausnehmung 21 des
Spulenträgers 1 hineingebogen. Haltenasen 22, 23 verhindern
dabei, daß die Abbiegeenden 19, 20 aus der Ausnehmung 21 her
ausfedern können. Ein Trennsteg 24 in der Ausnehmung 21 ver
hindert, daß sich die beiden Abbiegeenden 19, 20 gegenseitig
berühren können, wodurch es zu einem Kurzschluß käme.
Zum Kontaktieren der Anschlußenden 8, 9 können die nicht ge
zeigten Drahtenden eines Anschlußkabels durch Wärme und Druck
zu im Querschnitt quadratischen oder rechteckigen Kontakten
den 25, 26 verdichtet werden, die dann unmittelbar an die
Anschlußenden 8, 9 geschweißt oder gelötet werden können.
Die Fig. 3 zeigt zwischen den beiden Begrenzungswänden 5, 6
des Spulenträgers 1 die Anschlußausnehmung 7 und ge
genüberliegend die Ausnehmung 21. Zu erkennen ist, daß von
der oberen Begrenzungswand 6 und von der unteren Be
grenzungswand 5 jeweils eine Haltenase 23, 23a in die Ausneh
mung 21 ragt. Weiterhin ist der Trennsteg 24 zu sehen.
Claims (9)
1. Induktivgeber mit einem in etwa rohrförmigen Spulenträ
ger, in dem nach dem Spritzen des Spulenträgers zwei
Kontaktfahnen jeweils in einer Aufnahme angeordnet
sind, welche jeweils ein Abbiegeende aufweisen, das
sich beim Verbinden mit einem Spulendrahtende quer zur
Längsachse der Spule weg erstreckt und danach in die
Kontur des Spulenträgers hinein abbiegbar ist und deren
entgegengesetztes Ende ein Anschlußende für eine elekt
rische Verbindung mit einem Anschlußkabel des Induktiv
gebers bildet, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
Kontaktfahnen (10, 11) jeweils aus Drahtstücken gebil
det sind und daß die Kontaktfahnen (10, 11) zur Bildung
der Anschlußenden jeweils in einer Ebene zwei in etwa
rechtwinklige Abknickungen (17, 18) aufweisen und die
Anschlußenden (8, 9) deshalb jeweils in gleiche Rich
tung und entgegengesetzt zu den Abbiegeenden (19, 20)
weisen.
2. Induktivgeber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kontaktfahnen (10, 11) im Querschnitt recht
eckig sind und die Aufnahmen (12, 13) jeweils eine im
Querschnitt den Kontaktfahnen (10, 11) angepaßte Durch
führung aufweisen.
3. Induktivgeber nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Kontaktfahnen (10, 11) eine Quer
schnittsverjüngung (14) aufweisen, in die im montierten
Zustand der Kontaktfahnen (10, 11) ein Federarm (15)
des Spulenträgers (1) greift.
4. Induktivgeber nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Federarm (15) zum Einklemmen der Querschnitts
verjüngung (14) zwischen sich und einer Haltefläche
(16) am Spulenträger (1) ausgebildet ist.
5. Induktivgeber nach zumindest einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmen
(12, 13) an zwei gegenüberliegenden Seiten eines Endes
des Spulenträgers (1) angeordnet sind und die Kontakt
fahnen (10, 11) deshalb mit ihrem Abbiegeende (19, 20)
vor dem Abbiegen in eine Richtung weisen.
6. Induktivgeber nach zumindest einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmung
(21) an zumindest einer stirnseitigen Begrenzungswand
(5, 6) für jedes Abbiegeende (19, 20) eine in die Aus
nehmung (21) ragende Haltenase (22, 23) zum Festhalten
des in sie hineingebogenen Abbiegeendes (19, 20) der
Kontaktfahne (10, 11) aufweist.
7. Induktivgeber nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausnehmung (21) an beiden stirnseitigen Begren
zungswänden (5, 6) jeweils zwei Haltenasen (23, 23a)
aufweist.
8. Induktivgeber nach zumindest einem der vorangehenden
Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß in der Mitte
der Ausnehmung (21) zwischen den beiden in sie hinein
gebogenen Abbiegeenden (19, 20) ein in die Ausnehmung
(21) ragender Trennsteg (24) vorgesehen ist.
9. Induktivgeber nach zumindest einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Drahtenden
des Anschlußkabels durch Druck und Wärme zu im Quer
schnitt rechtwinkligen Kontaktenden (25, 26) geformt
und jeweils unmittelbar mit einem Anschlußende (8, 9)
der Kontaktfahnen (10, 11) verbunden sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934324558 DE4324558C2 (de) | 1993-07-22 | 1993-07-22 | Induktivgeber |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934324558 DE4324558C2 (de) | 1993-07-22 | 1993-07-22 | Induktivgeber |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4324558A1 DE4324558A1 (de) | 1995-01-26 |
| DE4324558C2 true DE4324558C2 (de) | 2002-10-17 |
Family
ID=6493412
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19934324558 Expired - Fee Related DE4324558C2 (de) | 1993-07-22 | 1993-07-22 | Induktivgeber |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4324558C2 (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3310289A1 (de) * | 1983-03-22 | 1984-09-27 | Berger Lahr GmbH, 7630 Lahr | Elektrische spule sowie verfahren zum anschliessen von spulenenden |
| DE4106104A1 (de) * | 1991-02-27 | 1992-09-03 | Bosch Gmbh Robert | Verfahren zur herstellung eines sonsors, insbesondere eines drehzahlfuehlers, und ein danach hergestellter sensor |
-
1993
- 1993-07-22 DE DE19934324558 patent/DE4324558C2/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3310289A1 (de) * | 1983-03-22 | 1984-09-27 | Berger Lahr GmbH, 7630 Lahr | Elektrische spule sowie verfahren zum anschliessen von spulenenden |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4324558A1 (de) | 1995-01-26 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: MANNESMANN VDO AG, 60326 FRANKFURT, DE |
|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: SIEMENS AG, 80333 MUENCHEN, DE |
|
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: CONTINENTAL AUTOMOTIVE GMBH, 30165 HANNOVER, DE |
|
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee | ||
| R119 | Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee |
Effective date: 20110201 |