DE4330516C2 - Schachtabdeckung - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schachtabdeckung, welche
insbesondere zur Abdeckung von Schächten in befahrenen
Verkehrsflächen Anwendung findet. Die Schachtabdeckung
besteht aus einem Schachtdeckel, aus einem Gußeisenkörper mit
oder ohne Betonfüllung und einem Rahmen aus Gußeisen oder
Gußeisen und Beton.
Eine derartige Schachtabdeckung ist beispielsweise aus dem
deutschen Gebrauchsmuster DE 82 23 404 bekannt. Gemäß der
dort offenbarten Lehre wird die Schachtabdeckung von einem
Rahmen gebildet, auf dessen Auflagefläche, der mit einer
Dämpfungseinlage versehen ist, ein Deckel ruht. Nachteilig
bei dieser Schachtabdeckung ist, daß der Schacht durch
einfallende Schmutzteilchen verschmutzt werden kann, da keine
Vorrichtung vorgesehen ist, diese zurückzuhalten.
Eine ähnliche Lehre ist der DE 38 14 322 zu entnehmen, bei
der der Deckel der Schachtabdeckung mit einer dämpfenden
Einlage zur Auflage auf im Rahmen angeordneten Auflagestegen
vorgesehen ist. Zwischen den Auflagestegen befinden sich
vertiefte und schräg nach innen abfallende Schmutztaschen.
Nachteilig bei dieser Lehre ist, daß die Schmutztaschen
lediglich zwischen den Auflagestegen am Rahmen der
Schachtabdeckung vorgesehen sind. Ein zentraler
Schmutzfängereinsatz zur Aufnahme auch größerer
Schmutzteilchen ist wie in dem vorgenannten Gebrauchsmuster
auch in der DE 38 14 322 nicht vorgesehen.
Eine weitere Schachtabdeckung wird in der DE 21 24 482
beschrieben, bei der der Deckel der Schachtabdeckung auf
einer Auflagefläche ruht, die durch Aussparungen mehrfach
unterbrochen ist. Diese Aussparungen dienen der Aufnahme von
Tragnocken, durch welche ein unterhalb des Deckels
angeordneter Schmutzfängereinsatz gehalten wird. Nachteilig
an dieser bekannten technischen Lösung ist, daß durch die
Aussparungen zur Aufnahme der Tragnocken des
Schmutzfängereinsatzes die dämpfenden und/oder dichtenden
Einlagen an diesen Stellen aus ihrer Führungsnut
herausrutschen können und damit eine sichere Dämpfung bzw.
Dichtung der Schachtabdeckung nicht mehr gewährleistet ist.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine
kostengünstig herstellbare Schachtabdeckung zu schaffen,
welche sowohl eine einfache und sichere Anordnung von
Schmutzfängern ermöglicht als auch eine zuverlässig dämpfende
bzw. dichtende Auflage des Schachtdeckels im Rahmen
gewährleistet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale im
kennzeichnenden Teil des Hauptanspruches 1 gelöst.
Zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung sind in den
Unteransprüchen enthalten.
Der besondere Vorteil der Erfindung besteht darin, daß durch
die im Rahmen angeordnete durchgehend umlaufende
Auflagefläche für den Schachtdeckel und die davon unterhalb
angeordnete Auflageebene zur Aufnahme eines Schmutzfängers
eine sichere Halterung des Schmutzfängers gewährleistet ist,
ohne die Auflagefläche für den Schachtdeckel zu durchbrechen.
Hierdurch wird es möglich, in die Auflagefläche mindestens
eine durchgehende umlaufende Nut einzubringen und in dieser
eine dämpfende Einlage anzuordnen. Bei einer Verschiebung der
dämpfenden Einlage in Längsrichtung, beispielsweise durch
periodische mechanische Einwirkung über den Schachtdeckel,
kann diese nun nicht mehr aus der Nut herausrutschen.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß nur eine ein
zelne dämpfende Einlage von entsprechender Länge ge
mäß der Länge der durchgehenden Nut eingeführt werden
muß und nicht eine Vielzahl derartiger dämpfender
Einlagen.
Ein zusätzlicher Vorteil der Erfindung resultiert
daraus, daß zusätzlich oder anstelle der umlaufenden
Nut zur Aufnahme der dämpfenden Einlage hinter der
Auflagefläche eine durchgehend umlaufende Vertiefung
zur Aufnahme eines Dichtungsringes angeordnet ist.
Der Dichtungsring ist in die Vertiefung eingepreßt
und wird somit beim Herausnehmen des Schachtdeckels
nicht mit herausgezogen.
Für gasdichte Ausführungen der Schachtabdeckung kön
nen je nach Anforderung verschiedene Dichtungswerk
stoffe verwendet werden, so daß die Schachtabdeckung
auch als Abdeckung für Abschalter und andere Sonder
ausführungen geeignet ist.
Für rückstausichere oder aus anderem Grund ver
schraubte Varianten der Schachtabdeckung sind am
Schachtdeckel und am Rahmen Gußaugen angebracht, in
welche Öffnungen für die Verschraubung von Rahmen mit
dem Schachtdeckel und/oder von Rahmen und Schachtun
terbau eingebracht sind.
Wahlweise werden bei den verschraubten Ausführungen
der Schachtabdeckung am Rahmen zur Schachtinnenseite
Aussparungen offen gelassen, die eine Reinigung der
Öffnungen bei Verschmutzung nach dem Einbau der
Schachtabdeckung erleichtern.
Die durchgehende Schachtdeckelauflagefläche ermög
licht auch das Einarbeiten von umlaufenden metalli
schen Dichtflächen mit erhöhtem Rand zur Schachtin
nenseite hin. Diese sogenannten Sandverschlüsse kön
nen wahlweise konisch oder auch konzentrisch verlau
fen.
Für Schachtabdeckungen mit einer lichten Weite größer
650 mm können die Ausschnitte für die Verdrehsiche
rungsnocken so vergrößert werden, daß Öffnungen für
das Einbringen einer Einsteighilfe, vorzugsweise ein
entsprechend ausgearbeiteter Bedienungsschlüssel,
angebracht werden können. Durch den Verdrehsiche
rungsnocken wird die Öffnung abgedeckt und so vor
Verschmutzung geschützt.
Die Erfindung soll nachstehend anhand von teilweise
in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert werden. Es zeigen:
Fig. 1 - einen senkrechten Schnitt durch
die Schachtabdeckung entlang der
Achse C-C,
Fig. 2 - eine Draufsicht auf eine Hälfte
des Rahmens,
Fig. 3 - eine Detailansicht der Schacht
abdeckung als Schnittdarstellung
entlang der Achse B-B,
Fig. 4 - eine Detailansicht der Schacht
abdeckung als Schnittdarstellung
entlang der Achse D-D,
Fig. 5 - eine Detailansicht der Schacht
abdeckung als Schnittdarstellung
entlang der Achse A-A,
Fig. 6 - einen Schnitt durch eine ver
schraubbare Schachtabdeckung ent
lang der Achse E-E,
Fig. 7 - eine Draufsicht auf eine Hälfte
des Rahmens einer verschraubbaren
Schachtabdeckung,
Fig. 8 - eine Detailansicht der ver
schraubbaren Schachtabdeckung als
Schnittdarstellung entlang der
Achse F-F,
Fig. 9 - eine Detailansicht der ver
schraubbaren Schachtabdeckung als
Schnittdarstellung entlang der
Achse G-G, und
Fig. 10 - eine Detailansicht der ver
schraubbaren Schachtabdeckung als
Schnittdarstellung entlang der
Achse H-H.
Wie in Fig. 1 und Fig. 6 dargestellt, besteht die
Schachtabdeckung aus einem Schachtdeckel 1 und einem
Rahmen 2. Der Rahmen 2 weist eine durchgehend umlau
fende Auflagefläche 3 zur Aufnahme des Schachtdeckels
1 auf.
Gemäß der Fig. 1 bis 5 ist in die Auflagefläche 3
eine umlaufend durchgehende Nut 4 mittels mechani
scher Bearbeitungsmaschinen eingearbeitet. Die Nut 4
ist schwalbenschwanzförmig ausgebildet und dient der
Aufnahme einer dämpfenden Einlage. Durch die schwal
benschwanzförmige Ausbildung der Nut wird die dämp
fende Einlage, welche aus elastischem Material be
steht, sicher gehalten. Dadurch, daß die Auflageflä
che 3 nicht unterbrochen ist, kann die dämpfende Ein
lage bei Verschiebungen in Längsrichtung nicht aus
der Nut 4 herausrutschen.
Im Übergangsbereich von der Auflagefläche 3 zum Rah
menteil 5 ist eine durchgehend umlaufende Vertiefung
6 angeordnet, welche der Aufnahme eines Dichtungsrin
ges dient.
Die Fig. 1 bis 5 zeigen eine Ausführungsform, bei
welcher sowohl die Nut 4 als auch die Vertiefung 6
vorhanden ist. In den Fig. 6 bis 10 ist ein Ausfüh
rungsbeispiel dargestellt, welches nur die Vertiefung
6 aufweist und speziell bei verschraubbaren Schacht
abdeckungen Anwendung findet.
Der Dichtungsring ist im vorliegenden Ausführungsbei
spiel ein Gummirundschnurring. Die Verwendung von
Profilgummiringen ist ebenfalls möglich. Auch können
in Abhängigkeit der jeweiligen Anforderungen weitere
Dichtungswerkstoffe eingesetzt werden.
Wie in den Fig. 1 bis 10 dargestellt, weist der Rah
men 2 unterhalb der Auflagefläche 3 eine Auflageebene
7 auf, welche der Aufnahme eines Schmutzfängers
dient.
Die Auflageebene 7 ist in den vorliegenden Ausfüh
rungsbeispielen als durchgehend umlaufender Gußrand
ausgebildet. Ebenso ist es möglich, lediglich zweck
mäßig verteilte Gußrandsegmente anzuordnen. Die Auf
lage der Schmutzfänger im Rahmen 2 ist somit ohne
jeglichen Eingriff in die Auflagefläche 3 des
Schachtdeckels 1 realisiert.
Für beispielsweise rückstausichere oder gasdichte
Ausführungsformen der Schachtabdeckung sind am
Schachtdeckel 1 und am Rahmen 2, wie aus Fig. 7 er
sichtlich ist, Gußaugen 8 angeordnet, in welchen sich
Öffnungen 9, im vorliegenden Ausführungsbeispiel Boh
rungen, befinden. Durch diese Öffnung 9 ist eine Ver
schraubung von dem Rahmen 2 mit dem Schachtdeckel 1
und/oder von dem Rahmen 2 und dem Schachtunterbau
möglich.
Am Rahmen 2 zur Schachtinnenseite hin sind, wie in
Fig. 8 dargestellt, Aussparungen 10 offengelassen,
welche eine Reinigung der Öffnung 9 bei Verschmutzung
nach dem Einbau der Schachtabdeckung erleichtern.
In einem weiteren, in den Figuren nicht dargestellten
Ausführungsbeispiel weist die durchgehend umlaufende
Auflagefläche 3 eine nachträglich eingearbeitete me
tallische Dichtfläche auf, welche zur Schachtinnen
seite hin einen erhöhten Rand besitzt. Hierdurch wird
ein sogenannter Sandverschluß realisiert. Die metal
lischen Dichtflächen können konisch oder konzentrisch
verlaufen.
Zur Erhöhung der Sicherheit beim Einstieg in den
Schacht können bei Schachtabdeckungen mit einer lich
ten Weite größer 650 mm die Ausschnitte 11 für die
Verdrehsicherungsnocken mit in den Figuren nicht dar
gestellten Öffnungen für die Aufnahme einer Einsteig
hilfe, beispielsweise ein entsprechend ausgebildeter
Bedienungsschlüssel, vorgesehen werden. Durch den
Verdrehsicherungsnocken des Schachtdeckels 1 wird die
Öffnung abgedeckt und so vor Verschmutzung geschützt.
Die Erfindung ist nicht auf die hier beschriebenen
Ausführungsformen und Anwendungsfälle beschränkt.
Vielmehr sind weitere Ausgestaltungen und Anwendungs
gebiete möglich, ohne den Rahmen der Erfindung zu
verlassen.
Claims (9)
1. Schachtabdeckung, bestehend aus einem Schachtdeckel mit
einem Gußeisenkörper und einem den Schachtdeckel auf
nehmenden Rahmen, bei dem unterhalb einer Auflagefläche
für den Schachtdeckel eine Auflageebene zur Aufnahme
eines Schmutzfängers angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet
daß die Auflagefläche (3) für den Schachtdeckel (1)
durchgehend umlaufend ist und entweder mindestens eine
durchgehend umlaufende Nut (4) aufweist, in welcher eine
dämpfende Einlage angeordnet ist oder im Übergangsbe
reich zum angrenzenden Rahmenteil (5) eine durchgehend
umlaufende Vertiefung (6) zur Aufnahme eines Dichtungs
ringes enthält.
2. Schachtabdeckung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Nut (4) schwalben
schwanzförmig ausgebildet ist.
3. Schachtabdeckung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die dämpfende Einlage aus
elastischem Material besteht.
4. Schachtabdeckung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtungsring ein
Gummirundschnurring oder ein Profilgummiring ist.
5. Schachtabdeckung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Auflageebene (7) durch
einen umlaufenden Rand oder umlaufend angeordnete
Randsegmente gebildet ist.
6. Schachtabdeckung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Schachtdeckel (1) und
der Rahmen (2) jeweils mindestens zwei Gußaugen (8)
aufweisen, in welchen Öffnungen (9) für die Ver
schraubung von Rahmen (2) mit dem Schachtdeckel (1)
und/oder von Rahmen (2) und Schachtunterbau angeordnet
sind.
7. Schachtabdeckung nach Anspruch 1 oder 6,
dadurch gekennzeichnet, daß am Rahmen (2) zur
Schachtinnenseite hin Aussparungen (10) angeordnet
sind.
8. Schachtabdeckung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Auflagefläche (3)
durchgehend umlaufend metallische Dichtflächen mit
erhöhtem Rand zur Schachtinnenseite hin aufweist.
9. Schachtabdeckung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß Ausschnitte (11) im Rahmen zur
Aufnahme der Verdrehsicherungsnocken des Schachtdeckels
(1) Öffnungen zur Aufnahme einer Einsteighilfe
aufweisen.
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