DE4331994C2 - Zündanlage für Brennkraftmaschinen mit ruhender Hochspannungsverteilung und Mehrfach-Datenübertragung - Google Patents
Zündanlage für Brennkraftmaschinen mit ruhender Hochspannungsverteilung und Mehrfach-DatenübertragungInfo
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Description
Bekannte Kfz-Spulenzündsysteme erzeugen durch Unterbre
chung des Primärzündspulenstromes IPR, etwa durch Steue
rung eines mit der Primärseite der Zündspule in Reihe ge
schalteten Zünddarlington in den nichtleitenden Zustand,
eine steil ansteigende Induktionsspannung, die proportio
nal zu der zeitlichen Änderung des Primärstroms dIPR/dt
und zu der Primärinduktivität LPR ist. Dieser Induktions
spannungsstoß auf der Primärseite des Zündtransformators
wird mit seinem Übersetzungsverhältnis auf sekundärsei
tige Werte hochtransformiert, die sicher zu einem Funken
überschlag in der im Sekundärkreis liegenden Zündkerze
führen.
Die Verteilung der Zündhochspannung auf die einzelnen
Zündkerzen geschieht über einen rotierenden Verteiler.
Die Zuordnung der Hochspannungsverteilung wird über eine
mit der Motorkurbelwelle mechanisch fest gekoppelte Ein
richtung gesteuert, die gewährleistet, daß der Hochspan
nungsimpuls immer zu der Zündkerze geleitet wird, deren
Zylinder für eine Zündung vorbereitet ist, d. h. in dem
ein komprimiertes Benzin/Luftgemisch vorliegt.
Nachteilig bei diesen Konzepten ist, daß die beweglichen
Teile des rotierenden Verteilers verschleißanfällig sind
und daher regelmäßig gewartet werden müssen. Die Anfäl
ligkeit für Nebenschlüsse bei Feuchtigkeit erhöhen das
Risiko von Zündaussetzer. Außerdem geht durch den notwen
digen Vorfunkenüberschlag innerhalb des Hoch
spannungsverteilers Zündenergie verloren. Diese Energie
steht dann beim Zündkerzenüberschlag nicht mehr zur Ver
fügung.
Deshalb geht man bei neueren Zündsystemen zu einer ruhen
den Hochspannungsverteilung über. Hierbei wird jeder
Zündkerze bzw. jedem Zylinder eine eigene Spule nebst ei
gener Ansteuerung zugeordnet. Die teils überlappende d. h.
gleichzeitige Ansteuerung der verschiedenen Endstufen ge
schieht über unabhängige Schaltungen.
Die Fig. 8 zeigt Konzeptbild eines Zündsystems für Vier
zylindermotoren mit ruhender Hochspannungsverteilung und
Doppelfunkenspulen mit paralleler Ansteuerung und mehre
ren Verbindungsleitungen nach dem Stand der Technik. Eine
Ansteuereinheit (1), deren Kern ein Mikrocomputer sein
kann, erzeugt die Steuersignale für eine Zündendstufe
(2). Diese besteht aus einem Zündtreiber (3) und den zwei
Zündleistungsendstufen (4) mit zwei sog. Doppelfunkenspu
len. Die Anordnung beinhaltet zwei autarke Zündzweige, da
jedem Zweig eine separate Treiberstufe, eine separate
Zündleistungsendstufe mit separatem Stromshunt RS zuge
ordnet ist. Dieses redundante System wird über die
Eingangsleitungen UH1, UH2 angesteuert. Die Steuerleitun
gen ZD10 und ZD20 stehen für Signalleitungen, über die
ein zusätzlicher Datenaustausch pro Endstufe stattfindet,
z. B. Rückmeldungen über den Zustand des Primärzündspulen
stromes IPR und/oder Steuerungsvorgaben für den maximalen
Wert des Primärzündspulenstromes IPR.
Derartige Konzepte mit autarken Zündzweigen, bieten dem
Entwickler einen großen Gestaltungsspielraum für die
Zündsystemauslegung. Ein solches Konzept ist beispiels
weise in der DE-OS 41 16 077 beschrieben.
Ein Nachteil dieser Konzeption ist die Redundanz in den
Zündtreiberschaltungen, die dadurch entsteht, daß für je
den Zweig jeweils gleichartige Schaltungen eingesetzt
werden müssen. Bedenkt man, daß in den
Zündtreiberschaltungen neben dem Ein- und Ausschalten des
Primärstroms IPR auch noch viele andere Funktionen - wie
z. B. Regelkreise für den Primärstrom IPR und die Begren
zung der Primärspannung UPR und/oder Einrichtungen zum
zusätzlichen Datenaustausch mit der Ansteuereinheit -
beinhalten, dann multiplizieren sich die durch die
Redundanz verursachten Kosten mit der steigender Anzahl
von Zylindern.
Zudem werden für den über die bloße Ansteuerung hinausge
henden zusätzlichen Datenaustausch zwischen Zündendstufe
und Ansteuereinheit eigene, zusätzliche Verbindungs
leitungen benötigt, die insbesondere dann kostenträchtig
sind, wenn sie über längere Strecken durch das Fahrzeug
geführt werden müssen. Dies ist insbesondere dann der
Fall, wenn die Ansteuerstufe mit dem empfindlichen Mikro
prozessor in der Fahrgastzelle und die Zündendstufe an
der Zündspule im Motorraum verbaut werden.
Handelsübliche Zündspulen für den Einsatz in Zündsystemen
mit ruhender Hochspannungsverteilung benötigen keine
überlappende Ansteuerung für die verschiedenen Zünd
zweige. Bei ihnen betragen die Anstiegszeiten des Primär
stroms nur noch einigen ms bis die gewünschten Endwerte
des Primärstroms IPR erreicht sind. So ist für alle
Arbeitspunkte zumindest eine Zusammenfassung jeweils
zweier Zündzweige möglich. Da die zusammengefaßten Zünd
zweige seriell angesteuert werden, können die oben be
schriebenen Regelkreise mehrfach in den Zündzweigen ge
nutzt werden. Daraus resultieren Einsparungen an Schal
tungsaufwand und Peripherie.
Bei serieller Ansteuerung zweier Zündendstufen können die
Leitungen UH1 und UH2 zu einer Leitung zusammenfaßt wer
den, etwa gemäß Fig. 2. Eine nicht näher beschriebene Lo
gik im Schaltkreis IC 4 sorgt dafür, daß vor der Lei
stungsendstufe das serielle Eingangssignal wieder in eine
Ansteuerung für die einzelnen Zündtransistoren
aufgesplittet wird. Dieser Umstand ist durch den Umschal
ter S im Schaltkreis IC 4 angedeutet. Für diese Variante,
die keinen zusätzlichen Datenaustausch zuläßt, liegt das
Einsparpotential bei einer Verbindungsleitung und der
Aufwandsreduzierung im Schaltkreis IC 3, verursacht durch
die Redundanzvermeidung in den Schaltkreisen IC 1 und IC 2
gemäß Fig. 8.
Aus der DE-A-41 05 399 ist eine Zündanlage für eine Vierzylinder-Brennkraft
maschine mit einer ruhenden Hochspannungsverteilung nach dem Oberbe
griff des Anspruchs 1 bekannt. Die Steuersignale für beide Zündspulen wer
den über eine einzige Steuerleitung zwischen der Zündendstufe und der An
steuereinheit übertragen und mit zusätzlichen binären Daten, die für die je
weils ausgewählte Zündspule gelten, überlagert.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Zündanlage für Brennkraft
maschinen mit ruhender Hochspannungsverteilung zu be
schreiben, bei dem der Aufwand an Verbindungsleitungen
zwischen der Ansteuereinheit und der Zündendstufe re
duziert ist. Diese Aufgabe wird durch eine Zündanlage mit
den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Die
vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung erfolgt gemäß
den Merkmalen der abhängigen Ansprüche.
Vorteilhaft ist hierbei:
die Möglichkeit der Mehrfachnutzung vorhandener Schal tungsteile wie z. B. Regel- und Steuerkreise, Störschutz schaltungen, Diagnoseschaltungen, Ruhestromabschaltung usw., womit Kosten reduziert werden;
die Möglichkeit mehrere Verbindungsleitungen einzusparen, insbesondere wenn neben der notwendigen Steuerung des Zündspulenstromes auch noch ein zusätzlicher Datenaus tausch zwischen Ansteuereinheit und Zündendstufe statt finden soll;
der Umstand, daß bei Verringerung der Verbindungsleitun gen auch deren EMV-Entstörmaßnahmen wegfallen, was die Wirtschaftlichkeit weiter erhöht;
der Umstand, daß bei dem vorgeschlagenen Übertragungspro tokoll eine Eigensynchronisation erfolgt, dergestalt, daß Fehlfunktionen vermieden werden;
der Umstand, daß bei serieller Ansteuerung zweier Zünd darlington deren Emitter vorteilhafter Weise auf einen gemeinsamen Stromshunt geführt werden können, was neben dem Shuntwiderstand auch einen der beiden üblicherweise vorgenommenen Funktionsabgleiche erspart.
die Möglichkeit der Mehrfachnutzung vorhandener Schal tungsteile wie z. B. Regel- und Steuerkreise, Störschutz schaltungen, Diagnoseschaltungen, Ruhestromabschaltung usw., womit Kosten reduziert werden;
die Möglichkeit mehrere Verbindungsleitungen einzusparen, insbesondere wenn neben der notwendigen Steuerung des Zündspulenstromes auch noch ein zusätzlicher Datenaus tausch zwischen Ansteuereinheit und Zündendstufe statt finden soll;
der Umstand, daß bei Verringerung der Verbindungsleitun gen auch deren EMV-Entstörmaßnahmen wegfallen, was die Wirtschaftlichkeit weiter erhöht;
der Umstand, daß bei dem vorgeschlagenen Übertragungspro tokoll eine Eigensynchronisation erfolgt, dergestalt, daß Fehlfunktionen vermieden werden;
der Umstand, daß bei serieller Ansteuerung zweier Zünd darlington deren Emitter vorteilhafter Weise auf einen gemeinsamen Stromshunt geführt werden können, was neben dem Shuntwiderstand auch einen der beiden üblicherweise vorgenommenen Funktionsabgleiche erspart.
Die Schaltung eignet sich besonders für die monolithische
Integration innerhalb eines - in moderneren Zündendstufen
bereits vorhandenen - Zündtreiber-IC′s.
Kurze Beschreibung der Figuren:
Fig. 1 Konzeptbild eines Zündsystems für Vierzylinder
motoren mit ruhender Hochspannungsverteilung und
Doppelfunkenspulen mit serieller Ansteuerung auf zwei
Verbindungsleitungen mit Mehrfachdatenübertragung nach
der Erfindung.
Fig. 2 Konzeptbild eines Zündsystems für Vierzylinder
motoren mit ruhender Hochspannungsverteilung und
Doppelfunkenspulen mit serieller Ansteuerung auf einer
Verbindungsleitung.
Fig. 3 Blockschaltbild zur Erzeugung eines
Schnittstellenprotokolles zwischen Ansteuereinheit und
Zündendstufe nach Fig.
Fig. 4 Strom/Spannungsverläufe nach Fig. 3 ohne
Mehrfachdatenübertragung bei UBatt : 12V.
Fig. 5 Strom/Spannungsverläufe nach Fig. 3 mit Mehr
fachdatenübertragung bei UBatt : 12V.
Fig. 6 Blockschaltbild zur Erzeugung eines zweiten
Schnittstellenprotokolles zwischen Ansteuereinheit und
Zündendstufe nach Fig. 2b.
Fig. 7 Strom/Spannungsverläufe nach Fig. 6 mit Mehr
fachdatenübertragung.
Fig. 8 Konzeptbild eines Zündsystems für Vierzylinder
motoren mit ruhender Hochspannungsverteilung und
Doppelfunkenspulen und paralleler Ansteuerung und
mehreren Verbindungsleitungen nach dem Stand der
Technik.
Die Fig. 1 zeigt das Blockschaltbild einer Zündanlage
für Vierzylindermotoren mit ruhender Hochspannungsvertei
lung und Doppelfunkenspulen mit serieller Ansteuerung auf
zwei Verbindungsleitungen mit Mehrfachdatenübertragung.
Über die Verbindungsleitungen werden neben der Zündungs
steuerung der beiden Endstufen auch zusätzliche
Informationen übertragen. Dies führt zu einem höheren
Einsparpotential gegenüber dem in der Fig. 8 beschriebe
nen Konzept, da die Anzahl der Verbindungsleitungen zwi
schen Ansteuereinheit 1 und RHV-Endstufe 2 (RHV = ruhende
Hochspannungsverteilung) um die Kontrolleitungen
reduziert sind. Durch die mehrfach Nutzung der beiden
Verbindungsleitungen ist es möglich neben den
Ansteuersignalen für die beiden Leistungsendstufen 4 noch
weitere Daten auf den Leitungen zu Übertragen. Vorteil
haft ist insbesondere, wenn wie weiter unten beschrieben
auf der einen Leitung zusätzlich die Rückmeldung des Pri
märstroms an die Ansteuereinheit 1 für beide Zündspulen
und auf der anderen Leitung die maximale Zündenergie
ebenfalls für beide Zündspulen von der Ansteuereinheit 1
zur RHV-Endstufe 2 übertragen wird.
Zur Erläuterung der Funktion dienen die Fig. 3, welche
ein Ausführungsbeispiel der beiden Schnittstellen zwi
schen der Ansteuereinheit (1) und dem Eingang des Zünd
treibers (3) aufzeigt, sowie die in Fig. 4 und Fig. 5
dargestellten Spannungs- und Stromverläufe.
Mit dem Transistor T1 wird über den Pull-up Widerstand R1
durch Ein- und Ausschalten auf der UH1-Leitung ein
Spannungsverlauf gemäß Fig. 4a erzeugt. Der Spannungspe
gel variiert zwischen UBatt und Masse. Der Komparator K1
im Zündtreiber (3) erkennt diesen Spannungssprung und
schaltet für die Zeitdauer, für die gilt UH1 < US1, die
Endstufe ZD1 aus Fig. 1 leitend. Das hat zur Folge, daß
über die Primärinduktivität LPR der Zündspule ein Strom
fluß möglich wird. Ein nicht näher beschriebener Stromre
gelbegrenzungskreis im IC 3 des Zündtreibers (3) aus Fig.
1 sorgt dafür, daß für den Fall der Spannungsgleichheit
am gemeinsamen Stromshunt RS3 und einer intern vorgegebe
nen Referenzspannung URef eine Strombegrenzung ein
geregelt wird. Es ergibt sich ein Verlauf des Primär
stroms IPR1 an der ersten Zündspule gemäß Fig. 4c.
Mit dem Transistor T3 wird über den Pull-up Widerstand
R3 auf der Leitung UH2 ein Spannungsverlauf gemäß Fig. 4b
erzeugt d. h. der Pegel variiert ebenfalls zwischen UBatt
und Masse. Der Komparator K3 erkennt diesen Spannungs
sprung und schaltet ähnlich wie K1 den Stromfluß über die
Endstufe ZD2 ein. Es ergibt sich ein Primärstromverlauf
IPR2 in der zweiten Zündspule gemäß Fig. 4d. Dabei ist es
vorteilhaft, daß es eine feste, leitungsgebundene Zuord
nung zwischen Ansteuerleitung und Zündendstufe bzw. Mo
torzylinder gibt, die eine störungsarme Übertragung er
möglicht, bei der die Gefahr, daß aufgrund einer Störung
z. B. der falsche Zylinder angesteuert wird, gering ist.
Ein zusätzlicher Datenaustausch kann notwendig oder
zweckmäßig sein, wenn die Ansteuereinheit die Zündend
stufe aufgrund motorspezifischer Belange gezielt für
einen bestimmten Zeitraum in einen anderen Betriebszu
stand umschalten möchte. Erfindungsgemäß wird hierzu, wie
in Fig. 3 dargestellt, z. B. auf der Eingangsleitung UH1
mittels eines gesteuerten Spannungsteilers, bestehend aus
den Teilen R1, R2 und T2 eine Spannungspegeländerung ver
ursacht, indem gleichzeitig zu T1 auch T2 leitend ge
schaltet wird, worauf sich ein abgesenkter Spannungspegel
UH1-B auf der UH1-Leitung gemäß Fig. 5a nach der Zeitach
senaufsplittung ergibt. Varianten zu einer solchen Pegel
absenkung sind in der DE OS 42 31 954 beschrieben.
Vor der Zeitachsenaufsplittung sind die Verhältnisse wie
derholt mit T2 im nichtleitenden Zustand gemäß der Fig.
4a. Der abgesenkte Pegel liegt näherungsweise bei
UH1-B = UBatt * 1/(R1/R2))
Die Schwelle US2 des Komparators K2 ist so gewählt, daß
diese Pegeländerung zu einem Spannungsverlauf am Ausgang
von K2 gemäß Fig. 5c führt. Aus diesem Signal ist nun
eine Umschaltinformation innerhalb der Zündendstufe abzu
leiten, welche die Zündendstufe in einen anderen Zustand
bringt z. B. eine abweichende Endwertvorgabe für den
Regelkreis zur Begrenzung des Primärstroms verursacht,
dergestalt, daß für den ersten Pegel auf der Verbindungs
leitung UH1 der Primärstrom-Endwert auf z. B. 7A und beim
zweiten Pegel z. B. auf 5A begrenzt wird. Mit einer sol
chen Funktion kann das Zündenergieangebot für die Zünd
kerze für Kaltstart und Normalbetrieb unterschiedlich be
einflußt werden. Weiterhin wird damit Einfluß auf die Le
bensdauer der Zündkerze genommen. Eine solche Umschalt
auslösung betrifft beide Endstufen gleichermaßen d. h. die
Stromabsenkung wird in beiden Endstufen gleichzeitig
vorgenommen. Es wird aber nur eine Eingangsleitung mit
dieser Pegelabsenkung beaufschlagt und diese Information
so zwischengespeichert, daß beide Endstufen von der IPR-
Endwertumschaltung betroffen sind.
Hierzu wird in einfacher Weise ein FF gemäß Fig. 3 vorge
schlagen, welches mit der Lo/Hi-Flanke des UK2-Signales
aus Fig. 5c gesetzt wird und mit der Hi/Lo-Flanke des
UK3-Signales aus Fig. 5d zurückgesetzt wird. Der resul
tierende Verlauf der Spannung UFF am Ausgang des FF ist
in Fig. 5e wiedergegeben. Mit einem derart aufbereiteten
Signal läßt sich nun die Referenzspannung eines
Strombegrenzungsregelkreises, umschalten.
Dieser Sachverhalt ist in Fig. 3 durch den von FF gesteu
erten Schalter S1 angedeutet, der zwischen den beiden Re
ferenzspannungen Uref1, Uref2 umschaltet.
Vorteilhaft ist hierbei, daß eine asynchron angeforderte
Pegeländerung auf der UH1-Leitung, die zeitlich nach der
Set-Flanke auftritt, durch das Flip Flop FF unterdrückt
wird, denn mit einer asynchronen IPR-Absenkung - z. B. von
einem Momentanwert 6A auf eine IPR-Endwertvorgabe von 5A
hin - hätte die damit verbundene dIPR/dt-Änderung eine
unerwünschte Fehlzündung zur Folge. Umgeschaltet werden
kann frühestens mit der nächsten regulären Periode auf
der UH1-Leitung.
Dadurch, daß die zusätzliche Information für die IPR-End
wertumschaltung nicht auf beiden Eingangsleitungen über
lagert werden muß, kann ein weiterer Datenaustausch auf
der UH2-Leitung stattfinden, ohne daß die Informations
dichte auf den beiden Leitungen überstrapaziert werden
muß.
Die im Spannungspegel der UH2-Leitung vorgeschlagene,
eingebettete IPR-Zustandsrückmeldung von der Zündendstufe
zur Ansteuereinheit könnte eine solche weitere In
formation sein. Eine solche Rückmeldeeinrichtung kann -
gemäß der DE OS 38 00 932 - zu einer sog. Schließwinkel
regelung mit Hilfe eines Mikrocomputers in der An
steuereinheit ausgenutzt werden. Dies ist von Interesse
bei den heute üblichen Schließwinkelsteuerungen, bei
denen - aus in Kennfeldern abgespeicherten typischen
Spulenanstiegszeiten - die erforderliche Einschaltdauer
ausgegeben werden. Aufgrund nicht erfaßter Chargenstreu
ungen und Temperaturdaten der Zündspule, stimmen die
Kennfelder nicht optimal, was zu erheblich erhöhten
Betriebstemperaturen bis hin zur thermischen Zerstörung
führen kann.
Zur Rückmeldung vergleicht der Komparator K4 aus Fig. 3
einen mit einem Spannungsteiler R4 und R5 festgelegten
Bruchteil der Referenzspannung URef1 oder URef2 mit der
Spannung UF am Stromfühlershunt RS3, welche ein Abbild
des aktuellen IPR-Stromwertes darstellt. Die Spannungen
URef1 bzw. URef2, welche den jeweils vorgewählten IPR-
Endwert festlegen, repräsentieren die weiter oben er
wähnte Spannungsreferenz eines nicht näher beschriebenen
Strombegrenzungsregelkreises. Hat also bei dieser Dimen
sionierung der aktuelle IPR in der Zündspule z. B. 95%
seines jeweils vorgegebenen Endwertes erreicht, schaltet
der Komparator K4 einen Stromflußzweig über R3, die
Klemmeinrichtung Z und den Schalter S2 ein. Hierbei steht
Z exemplarisch für ein spannungspegelveränderndes Bau
teil, welches in Verbindung mit R3 wirkt. Bei anliegendem
Spannungspegel auf der UH2-Leitung wird durch diese Maß
nahme eine Spannungspegelabsenkung von dem Wert UH2-A auf
den IPR-Rückmeldepegel UR eingeleitet, wie dies in der
Fig. 5b dargestellt ist. Zur Auswertung dieser Span
nungspegelabsenkung dient auf der Ansteuerseite der Kom
parator K5 mit der Schaltreferenz US3 gemäß Fig. 3. Aus
den Zeitinformationen, wann 0.95 IPRmax erreicht sind,
die aus dem am Ausgang von K5 entstehendem Signal gewon
nen werden kann und dem für diese Zündperiode in der
Ansteuereinheit festgelegten Zündzeitpunkt, kann der Mi
krocomputer Korrektursignale für die Spulenan
stiegszeitsteuerung errechnen im Sinne einer Schließwin
kelregelung.
Die nach Fig. 3 vorgeschlagene Schnittstelle arbeitet mit
Pull-up Widerständen R1 und R3, d. h. die Pegel auf den
Verbindungsleitungen UH1 und UH2 sind abhängig von UBatt.
Dementsprechend wird es, je nach Dimensionierung,
notwendig werden, zumindest einige der Referenzschwellen
US1, US2, US3 auch abhängig von UBatt auszulegen.
Nach dem erfindungsgemäßen Gedanken läßt sich eine Vari
ante der Schnittstelle zwischen Ansteuereinheit (1) und
Zündendstufe (2) ableiten, welche bei gleichem Funktions
umfang mit festen Pegeln und Schwellen auskommt. Hierzu
werden gemäß Fig. 6 die Spannungspegel UH1-A, UH1-B und
UH2-A aus einer stabilisierten Spannung abgeleitet z. B.
der bei MC-Systemen üblichen 5V-Versorgung. Die zu Fig. 5
äquivalenten Strom-Spannungsverläufe zeigt Fig. 7. Glei
che Bezugszeichen in Fig. 6 haben dieselbe Funktion wie
in Fig. 3. Die Pull-up Widerstände R1 und R3 aus der
Schaltungsanordnung nach der Fig. 3 werden hier ersetzt
durch die Pull-down Widerstände R11 und R12. Die Span
nungspegelabsenkung auf der UH1-Leitung für die IPR-End
wertvorgabe wird nunmehr über den gesteuerten Spannungs
teiler R8/R10/T2 gebildet. Die Schwelle US3 des Kompara
tors K5 wird mittels des Spannungsteilers R6/R7 so ge
wählt, daß die durch Z ausgelöste Spannungspegeländerung
auf der UH2-Leitung bei der IPR-Zustandsrückmeldung er
kannt wird. Die Schwellen US1 und US2 im Zündtreiber (3)
haben von UBatt unabhängige, Schaltschwellen.
Claims (4)
1. Zündanlage für Brennkraftmaschinen mit einer ruhenden
Zündspannungsverteilung mit mindestens zwei seriell ange
steuerten Zündspulen, wobei jede Zündspule in ihrem Pri
märstromkreis einen Leistungstransistor (ZD1, ZD2) auf
weist, durch den der Primärstrom (IPR) der entsprechenden
Zündspule gemäß eines von einer Ansteuereinheit (1) für
jede Zündspule erzeugten Steuersignals (UH1, UH2) gesteu
ert wird, wobei die Zündanlage einen Zündtreiber (3) auf
weist, dessen Eingangsstufe (5) die Steuersignale (UH1,
UH2) für jede Zündspule zugeführt werden und dessen Aus
gänge je einen Leistungstransistor ansteuern, dadurch ge
kennzeichnet,
daß den Steuersignalen (UH1, UH2) jeweils ein zusätzli
ches binäres Datensignal überlagert ist, das jeweils für
alle Zündspulen Gültigkeit besitzt.
2. Zündanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß auf dem ersten Steuersignal (UH1), ein zusätzliches
Datensignal zur Steuerung des Endwertes des Primärstromes
(IPR) aller Zündspulen von der Ansteuereinheit (1) zur
Endstufe (2) übertragen wird.
3. Zündanlage nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß auf dem zweiten Steuersignal (UH2)
ein zusätzliches Datensignal von der Endstufe (2) zur An
steuereinheit (1) übertragen wird, das zur Rückmeldung
des Pegels des Primärstroms (IPR) dient.
4. Zündanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß zur Zwischenspeicherung der aus dem
ersten Steuersignalverlauf (UH1) gewonnenen Information
ein Flip-Flop (FF) verwendet wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934331994 DE4331994C2 (de) | 1993-09-21 | 1993-09-21 | Zündanlage für Brennkraftmaschinen mit ruhender Hochspannungsverteilung und Mehrfach-Datenübertragung |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19934331994 DE4331994C2 (de) | 1993-09-21 | 1993-09-21 | Zündanlage für Brennkraftmaschinen mit ruhender Hochspannungsverteilung und Mehrfach-Datenübertragung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE4331994A1 DE4331994A1 (de) | 1995-03-23 |
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| DE19934331994 Expired - Fee Related DE4331994C2 (de) | 1993-09-21 | 1993-09-21 | Zündanlage für Brennkraftmaschinen mit ruhender Hochspannungsverteilung und Mehrfach-Datenübertragung |
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| Country | Link |
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-
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- 1993-09-21 DE DE19934331994 patent/DE4331994C2/de not_active Expired - Fee Related
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