DE4332247C2 - Elektronisch gesteuerte Servolenkung und Verfahren zu deren Steuerung - Google Patents
Elektronisch gesteuerte Servolenkung und Verfahren zu deren SteuerungInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine elektronisch gesteuerte
Servolenkung, bei der der Lenkunterstützungsanteil einer
Lenkeinrichtung eines Fahrzeugs gesteuert wird, und insbeson
dere eine Servolenkung, bei der Lenkunterstützungsanteil in
Abhängigkeit von der lateralen Beschleunigung des Fahrzeugs
nach einer Fuzzy-Logik gesteuert wird.
Servolenkungen zur Herabsetzung der Kraft, die zur Bedienung
eines Lenkrades erforderlich ist (im folgenden kurz als Lenk
kraft ezeichnet), sind inzwischen weit verbreitet und vari
ieren sehr. Insbesondere werden hydraulische Servolenkungen,
die einen hydraulischen Zylindermechanismus zur hydraulischen
Herabsetzung der Lenkkraft benutzen, oft eingesetzt. Auch wur
den elektrisch betriebene Servolenkungen, bei denen die Lenk
kraft durch einen Elektromotor unterstützt wird, entwickelt.
Die genannten Servolenkungen gestatten die Steuerung von Fahr
zeugen, die eine hohe Lenkkraft erfordern, wie z. B. große
Fahrzeuge oder Fahrzeuge mit breiten Reifen an den gelenkten
Rädern. Die Servolenkung reduziert die erforderliche Lenkkraft
und eliminiert so die sogenannte Schwergängigkeit des Lenkra
des.
Wenn die Fahrzeuggeschwindigkeit niedrig ist, wie beim Einpar
ken, ist es generell wünschenswert, daß mit einer geringen
Lenkkraft gelenkt werden kann. Wenn das Fahrzeug andererseits
mit hoher Geschwindigkeit fährt, wird das Fahrverhalten insta
bil, wenn die Lenkung leichtgängig ist, so daß dann eine ziem
lich schwergängige Lenkung wünschenswert ist. Daher wurde be
reits eine geschwindigkeitsabhängige Servolenkung entwickelt,
bei der die Lenkradbedienung in Abhängigkeit von der Fahrzeug
geschwindigkeit so gesteuert wird, daß bei einer niedrigen Ge
schwindigkeit des Fahrzeugs der Lenkunterstützungsanteil auf
einen relativ hohen Wert festgelegt wird, um die Lenkradbedie
nung leichter zu machen, wobei jedoch bei einer mittleren oder
hohen Fahrzeuggeschwindigkeit der Lenkunterstützungsanteil auf
einen vergleichsweise niedrigen Wert festgelegt wird, um die
Lenkradbedienung schwerer zu machen.
Bei einer solchen, von der Fahrzeuggeschwindigkeit abhängigen
Servolenkung ist ein Geschwindigkeitssensor am Fahrzeug vorge
sehen. Weiter ist ein Ventil zur Anpassung des Hydrauliköl
flusses zu einem Hydraulikzylinder in einem hydraulischen Sy
stem der hydraulischen Servolenkung vorgesehen. Das Ventil wird
in Abhängigkeit von der mittels des Geschwindigkeitssensors
gemessenen Fahrzeuggeschwindigkeit gesteuert, um den Len
kunterstützungsanteil anzupassen. Diese geschwindigkeitsab
hängige Servolenkung wird als elektronisch gesteuerte Servo
lenkung bezeichnet.
Nachfolgend wird der Aufbau eines Ausführungsbeispiels einer
konventionellen elektronisch gesteuerten Servolenkung anhand
der Fig. 14 bis 16 beschrieben.
Nach den Fig. 14 bis 16 ist eine Eingangswelle 11 drehbar
in einem Gehäuse 25 gelagert und mit einem Lenkrad (nicht dar
gestellt) verbunden, um Lenkkräfte aufzunehmen. Am unteren Ende
der Eingangswelle 11 ist ein relativ verdrehbares Ritzel 12 mit
einer dazwischen angeordneten Hülse oder einem ähnlichen
Element (nicht dargestellt) vorgesehen.
Ein Torsionsstab 15 ist im hohlen Innenraum der Eingangswelle
11 angeordnet. Der Torsionsstab 15 ist an einem oberen Ende
mittels eines Stiftes oder eines ähnlichen Elementes drehfest
mit der Eingangswelle 11 gekoppelt, während er am unteren Ende
nicht durch die Eingangswelle 11 eingespannt ist.
Das Ritzel 12 steht in einem verzahnten Eingriff mit dem unte
ren Ende des Torsionsstabes 15, so daß eine an der Eingangs
welle 11 angreifende Lenkkraft über den Torsionsstab 15 auf das
Ritzel 12 übertragen wird. Das Ritzel 12 greift in eine
Zahnstange 13 ein, so daß die Lenkkraft über das Ritzel 12 auf
die Zahnstange 13 übertragen wird, um dieselbe in ihrer axialen
Richtung (in einer Richtung senkrecht zur Ebene der Fig. 14)
zur Steuerung nicht dargestellter Räder eines Fahrzeugs zu
bewegen.
Ein hydraulischer Lenkzylinder 14 weist einen an der Karosserie
des Fahrzeugs angeordneten Zylinder 14A und einen Kolben 14B
auf, der dazwischen auf der Zahnstange 13 für eine Bewegung in
axialer Richtung in dem Zylinderabschnitt 14A zusammen mit der
Zahnstange 13 angeordnet ist. Das Innere des Zylinders 14A wird
durch den Kolben 14B in eine linksseitige und eine
rechtsseitige Ölkammer 14C und 14D aufgeteilt.
Ein Drehschieber 16 ist zur Betätigung des Hydraulikzylinders
14 vorgesehen. Antriebsöl wird in oder aus der linken oder
rechten Ölkammer 14C oder 14D des Hydraulikzylinders 14 durch
Öffnen oder Schließen des Drehschiebers 16 gefördert, um eine
Lenkunterstützungskraft in der Zahnstange 13 hervorzurufen.
Der Drehschieber 16 ist zwischen der Eingangswelle 11 und dem
Ritzel 12 angeordnet. Er wird in Abhängigkeit von einer Pha
sendifferenz (Winkelposition; Differenz im Drehwinkel) zwischen
der Eingangswelle 11 und dem Ritzel 12 geöffnet oder ge
schlossen. Wenn eine Lenkkraft auf die Eingangswelle 11 wirkt,
zeigt die Eingangswelle 11 nur eine kleine Verdrehung, da diese
starr ist, aber der Torsionsstab 15 überträgt die Lenkkraft auf
das Ritzel 12, wobei dieser sich verwindet, und folglich das
Ritzel 12 eine Phasendifferenz zur Lenkungsseite bezüglich der
Eingangswelle 11 zeigt. Der Drehschieber 16 wird so geöffnet
oder geschlossen, daß die erforderliche Lenkunterstützungskraft
in Lenkrichtung in Abhängigkeit von der Phasendifferenz erzeugt
wird.
Eine Vielzahl von Reaktionskraftkolben 17 sind an der äußeren
Peripherie in einem unteren Abschnitt der Eingangswelle 11 so
angeordnet, daß sie die äußere Peripherie der Eingangswelle 11,
wie in Fig. 16 dargestellt, umgeben. Die Kolben 17 sind
vorgesehen, um beim Lenken eine Reaktionskraft zur Erhöhung der
Lenkkraft (dies ist die Lenkreaktion) zu erzeugen. Die Re
aktionskraftkolben 17 werden von rückwärtig angeordneten Kam
mern 17A mit Hydrauliköl unter der Kontrolle eines Hydraulik
druckbegrenzungsventils 18 beaufschlagt, um die Eingangswelle
11 einzuspannen, um eine Reaktionskraft beim Lenken in Abhän
gigkeit vom Hydraulikdruck zu erzeugen. Die Kammern 17A sind
mit einem Ölreservoir 24 über entsprechende Auslauföffnungen 22
verbunden.
Das Ventil 18 zur Begrenzung des Hydraulikdrucks bzw. zur Re
gelung des Hydraulikdrucks ist in der Nähe der Eingangswelle 11
angeordnet und erstreckt sich parallel zu dieser im Gehäuse 25,
wie in Fig. 15 dargestellt. Das Ventil 18 weist einen Kolben
15A, der in dem Gehäuse 25 auf- und abwärts gleitend gelagert
ist, eine Topfspule (Solenoid) 19, die auf den Kolben 18A mit
einer aufwärts gerichteten axialen Kraft wirkt, und eine Feder
20 auf, die den Kolben 18A normalerweise nach unten vorspannt.
Der Kolben 18A weist zwei Öldurchlässe 18B und 18C auf, die mit
dem Ölreservoir 24 verbunden sind. Weiter weist der Kolben 18A
einen ringförmigen Öldurchlaß 18D, der mit der Ölpumpe 23
verbunden ist, einen anderen ringförmigen Öldurchlaß 18E, der
mit den Kammern 17A der Reaktionskraftkolben 17 verbunden ist,
und einen Öldurchlaß 18F auf, der die ringförmigen Öldurchlässe
18D und 18E miteinander verbindet. Kurz gesagt, Hydrauliköl
wird von der Ölpumpe 23 unter hohem Druck zu den Kammern 17A
der Reaktionskraftkolben 17 über den ringförmigen Öldurchlaß
18D, den Öldurchlaß 18F und den ringförmigen Öldurchlaß 18E
gefördert.
Beim Lenken, während das Fahrzeug beispielsweise anhält oder
mit einer geringen Geschwindigkeit fährt, wird der Topfmagnet
19 mit maximalem Strom versorgt. Folglich ist der Kolben 18A
aufwärts in seine höchste Position geschoben, in der der ring
förmige Öldurchlaß 18D nicht mit der Ölpumpe 21 verbunden und
die Ölversorgung der Kammern 18A mit den Reaktionskraftkolben
17 unterbrochen ist. Folglich spannen die Reaktionskraftkolben
17 die Eingangswelle 11 nicht ein und das Lenken kann mit ge
ringer Kraft erfolgen.
Andererseits, wenn das Fahrzeug beispielsweise mit einer mitt
leren oder hohen Geschwindigkeit fährt, wird die Versorgung des
Topfmagneten 19 mit Strom in Abhängigkeit von einer Steigerung
der Fahrzeuggeschwindigkeit verringert. Folglich wird, wenn
sich das Lenkrad in seiner neutralen Position befindet, die
Axialkraft des Topfmagneten 19 auf den Kolben 18A entsprechend
einer Verringerung des Stromes verringert und, da sich die
Axialkraft verringert, bewegt sich der Kolben 18A nach unten,
so daß der ringförmige Öldurchlaß 18D mit der Ölpumpe 23
verbunden wird, um eine Versorgung der Kammern 17A der Reak
tionskraftkolben 17 mit Öl zu gestatten.
In diesen Zustand spannen die Reaktionskraftkolben 17 die Ein
gangswelle ein, um das Lenkrad in seiner neutralen Position zu
halten. Wenn das Lenkrad ein bißchen aus seiner neutralen Po
sition bewegt wird, versucht der Ausstoß der Ölpumpe 23 anzusteigen.
In diesem Moment wirkt der Ausgangsdruck der Ölpumpe
23 auf die Kammern 17A der Reaktionskraftkolben 17 im wesent
lichen ohne durch das Hydraulikdruckregelventil 18 kontrolliert
zu werden. Entsprechend wird die Lenkkraft in der Nähe der
neutralen Position des Lenkrades erhöht und eine hinreichende
Reaktion des Lenkrades in seiner neutralen Position wird
erhalten, die in einem Gefühl der Stabilität des Lenkrades in
einer neutralen Position resultiert.
Wenn das Fahrzeug mit einer mittleren oder hohen Geschwindig
keit fährt, steigert sich der Ausstoß der Ölpumpe 23 beim Len
ken innerhalb eines normalen Lenkbereiches, um den Lenkunter
stützungsanteil in Abhängigkeit von einer Betätigung des Lenk
rades, dies bedeutet in Abhängigkeit von einer Steigerung der
Lenkkraft, zu steigern. Zwischenzeitlich wirkt der Ausgangs
druck der Ölpumpe 23 auf die Kammern 17A der Reaktionskraft
kolben 17 unter der Kontrolle des Hydraulikdruckbegrenzungs
ventils 18. Demzufolge spannen die Reaktionskraftkolben 17 die
Eingangswelle 11 ein, um die Lenkreaktion (Lenkkraft) zu er
höhen.
Dies führt dazu, daß sich, wenn das Fahrzeug beim Lenken mit
mittlerer oder hoher Geschwindigkeit fährt, die Lenkkraft um
einen Betrag erhöht, der der Betätigung der Reaktionskraftkol
ben 17 entspricht, im Gegensatz zu der Lenkkraft beim Lenken,
wenn das Fahrzeug hält oder mit niedriger Geschwindigkeit
fährt. Kurz gesagt, die Lenkreaktion wird erhöht und ein sta
biles Lenkgefühl erreicht. Im einzelnen, wenn die Versorgung
des Topfmagneten 19 mit Strom in Abhängigkeit von einer Stei
gerung der Fahrzeuggeschwindigkeit verringert wird, da sich die
Fahrzeuggeschwindigkeit erhöht, wird der Lenkunterstüt
zungsanteil verringert und die Lenkkraft (Lenkreaktion) steigt
und folglich entsteht das Gefühl einer größeren Lenkstabilität.
Die Lenkunterstützungscharakteristik kann auf diese Weise durch
eine Anpassung der Stromzufuhr zu dem Topfmagneten 19 geregelt
werden. Wie in Fig. 16 dargestellt, wird die Stromzufuhr zu
dem Topfmagneten 19 durch eine Kontrolleinheit (Steuereinheit)
30 in Abhängigkeit von der Fahrzeuggeschwindigkeit, gemessen
von einem Geschwindigkeitssensor 31, und zusätzlich in
Abhängigkeit von beispielsweise einer Modusinformation von
einem EPS- (elektronisch gesteuerte Servolenkung)
Modusumschalter 32 und von der Motorendrehzahl, gemessen von
dem Drehzahlsensor 33 oder einem ähnlichen Element, zur Steue
rung des Topfmagneten 19 bestimmt.
Mit dem EPS-Modusumschalter 32 kann zwischen einem Normalmodus
und einem Sportmodus gewählt werden, bei welchem die Kraft
ausgehend von einer niedrigeren Geschwindigkeit als im Normal
modus erhöht wird. Wenn einer der Modi gesetzt ist, steuert die
Kontrolleinheit 30 die Lenkunterstützungscharakteristik der
Servolenkung entsprechend dem gewählten Modus. Wenn bei
spielsweise der Sportmodus gewählt wurde, wird die Stromzufuhr
zu dem Topfmagneten 19 in Abhängigkeit von der Fahrzeugge
schwindigkeit so angepaßt, daß sich eine Unterstützungscha
rakteristik ergibt, daß sich der Unterstützungsanteil graduell
mit einem Ansteigen der Fahrzeuggeschwindigkeit von einem
mittleren Geschwindigkeitsbereich der Geschwindigkeit V1 ver
ringert, wie dies Fig. 17 zu entnehmen ist. Wenn andererseits
der Normalmodus gesetzt ist, wird die Stromzufuhr zu dem
Topfmagneten 19 in Abhängigkeit von der Fahrzeuggeschwindigkeit
so angepaßt, daß sich eine solche Unterstützungscharakteristik
ergibt, daß der Unterstützungsanteil mit graduell zunehmender
Fahrzeuggeschwindigkeit von einer etwas höheren Geschwindigkeit
V2 (< V1) abnimmt.
Wenn eine Panne mit einer Erkennungseinheit von den Fahrge
schwindigkeitsinformationen, der Motorendrehzahl oder dergleichen
festgestellt wird, wird der Topfmagnet 19 abgeschal
tet, um eine Fehlsteuerung zu vermeiden.
Eine andere Überlegung ist die, daß die erforderliche Lenkkr
aftcharakteristik aktuell mit dem Fahrzustand des Fahrzeugs
variiert, d. h. es kommt darauf an, ob das Fahrzeug geradeaus
oder entlang einer Kurve fährt oder ob das Fahrzeug beschleu
nigt oder abgebremst wird. Jedoch ist es konventionellen elek
tronisch gesteuerten Servolenkungen bisher nicht gelungen, im
mer ein optimales Lenkgefühl zu erzeugen, da diese die Lenk
kraft lediglich in Abhängigkeit von der Fahrzeuggeschwindig
keit, wie oben beschrieben, steuern.
Wenn das Fahrzeug beispielsweise eine Ecke erreicht, sollte die
Lenkkraftcharakteristik eine etwas höhere Lenkkraft hervor
rufen, so daß der Fahrer den Fahrzustand des Fahrzeugs zu
diesem Zeitpunkt von einer angemessenen Variation der Lenkkraft
erfassen kann.
Wenn das Fahrzeug eine Ecke erreicht, während es beschleunigt
wird, sollte die Lenkkraftcharakteristik zu einer etwas höheren
Lenkkraft führen, so daß der Fahrer den Fahrzustand des
Fahrzeugs in diesem Moment entsprechend erfassen kann. Jedoch
wird mit den konventionellen elektronisch gesteuerten Servo
lenkungen in den meisten Fällen keine ausreichend schwergängige
Lenkung erreicht, obwohl die Lenkkraftcharakteristik zu einer
geringen Erhöhung der Lenkkraft infolge der Beschleunigung
führt.
Wenn das Fahrzeug andererseits eine Ecke erreicht und dabei
abgebremst wird, sollte die Lenkkraftcharakteristik zu einer
ziemlich hohen Lenkkraft führen, so daß der Fahrer den Fahrzu
stand des Fahrzeugs dann entsprechend erfassen kann. Jedoch
wird bei den konventionellen elektronisch gesteuerten Servolenkungen
die Lenkkraftcharakteristik entsprechend der Verzö
gerung leichter.
Wenn das Fahrzeug eine Ecke mit konstanter Geschwindigkeit er
reicht, sollte: die Lenkkraftcharakteristik zu einer noch etwas
höheren ("noch etwas höher" ist hier als höher gegenüber
"ziemlich hohen" zu verstehen) Lenkkraft führen, so daß der
Fahrer den Fahrzustand des Fahrzeugs dann entsprechend erfassen
kann. Bei den konventionellen elektronisch gesteuerten
Servolenkungen zeigt die Lenkkraftcharakteristik in diesem Fall
jedoch keine Änderung.
Neben den beschriebenen elektronisch gesteuerten Servolenkungen
wurden bereits mehrere Servolenkungen vorgeschlagen, wie die
in der JP 2-41104 U veröffentlichte,
bei welcher der Unterstützungsanteil verändert wird, wenn die
Fahrzeuggeschwindigkeit und die Beschleunigung einen
vorbestimmten Wert überschreiten. In der
JP 4-230472 A wird eine andere Servolenkung beschrieben,
bei der der Lenkunterstützungsanteil verändert wird, wenn vom
Wert der Lateralbeschleunigung und dem Straßen
reibungskoeffizienten erkannt wird, daß die Drehbewegung des
Fahrzeugs einen kritischen Zustand erreicht. Bei einer weiteren
Servolenkung, beschrieben in der JP 2-
182576 A, wird der Lenkunterstützungsanteil mittels einer Fuzzy-
Logik in Abhängigkeit von der Fahrzeuggeschwindigkeit und der.
Unebenheit der Straße verändert.
Jedoch gelingt es auch diesen Servolenkungen nicht, den Lenk
unterstützungsanteil für das Lenkrad so zu steuern, daß eine
optimale Lenkcharakteristik in Abhängigkeit vom Fahrzustand des
Fahrzeugs erreicht wird, und insbesondere gelingt es nicht
immer, wie bei den beschriebenen konventionellen elektronisch
gesteuerten Servolenkungen, ein optimales Lenkgefühl zu erzeugen.
In der DE 41 34 390 A1 wird bereits eine Steuereinrichtung für die Lenkanlage
eines Fahrzeugs beschrieben, bei welcher das Übersetzungsverhältnis zwischen
Lenkrad und Vorderrädern in Abhängigkeit von der Querbeschleunigung gesteuert
wird. Dies bezieht sich jedoch nicht auf eine Servolenkung.
In der DE 37 28 678 A1 wird eine Steuerung eines Fahrzeug-Vierradlenksystems
beschrieben, in welchem die Lenkung der Vorderräder im Verhältnis zum
Einschlag der Hinterräder so geändert wird, daß der Änderungswinkel als
Reaktion auf eine Zunahme der Querbeschleunigung des Fahrzeugs erhöht wird.
Dies bezieht sich jedoch nicht auf eine Servolenkung.
In der US 4,858,134 wird eine Servolenkung beschrieben, bei der der
Lenkunterstützungsanteil als Funktion der Querbeschleunigung gesteuert wird.
Dies ist so zu verstehen, daß der Lenkunterstützungsanteil als Funktion der
Querbeschleunigung abnimmt.
In der JP 4-24 36 65 A wird eine Servolenkung beschrieben, deren Charakteristiken
mit Hilfe einer Fuzzy-Logik bestimmt werden. Dies schließt jedoch die
Querbeschleunigung nicht ein.
In der DE 35 25 543 A1 wird eine elektronisch gesteuerte Servolenkungsvorrichtung
beschrieben, die den Lenkunterstützungsanteil eines Lenkmechanismus eines
Fahrzeugs bis zu einem Wert gleich einem Sollunterstützungsanteil steuert, mit:
einer Fahrzeuggeschwindigkeitserfassungseinrichtung zum Erfassen einer Fahrgeschwindigkeit des Fahrzeugs;
einer Querbeschleunigungserfassungseinrichtung zum Erfassen einer Querbeschleunigung des Fahrzeugs; und
eine Sollwertunterstützungsanteilfestsetzungseinrichtung zum Festsetzen des Sollwertunterstützungsanteils gemäß der Fahrgeschwindigkeit, die von der Fahrzeugsgeschwindigkeitserfassungseinrichtung erfaßt ist, und der Querbeschleunigung, die von der Querbeschleunigungserfassungseinrichtung erfaßt ist, als Eingangsvariablen.
einer Fahrzeuggeschwindigkeitserfassungseinrichtung zum Erfassen einer Fahrgeschwindigkeit des Fahrzeugs;
einer Querbeschleunigungserfassungseinrichtung zum Erfassen einer Querbeschleunigung des Fahrzeugs; und
eine Sollwertunterstützungsanteilfestsetzungseinrichtung zum Festsetzen des Sollwertunterstützungsanteils gemäß der Fahrgeschwindigkeit, die von der Fahrzeugsgeschwindigkeitserfassungseinrichtung erfaßt ist, und der Querbeschleunigung, die von der Querbeschleunigungserfassungseinrichtung erfaßt ist, als Eingangsvariablen.
Bei dieser bekannten elektronisch gesteuerten Servolenkungsvorrichtung wird der
Sollwertunterstützungsanteil um so geringer sein, je höher die
Querbeschleunigung ist. Dies führt dazu, daß im Wendegrenzbereich der
Sollwertunterstützungsanteil sehr klein ist, so daß die Lenkung schwergängig ist
und der Fahrer das Gefühl hat, daß stets Bodenhaftung vorliegt, auch wenn dies
nicht mehr der Fall ist.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine elektronisch gestützte gesteuerte
Servolenkvorrichtung zu schaffen, bei welcher dieser Nachteil vermieden wird.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die
Sollwertunterstützungsanteilfestsetzungseinrichtung den
Sollwertunterstützungsanteil verringert, wenn die Querbeschleunigung in einem
ersten Bereich anwächst, in dem die Querbeschleunigung niedriger als ein
vorbestimmter Wert ist, und den Sollwertunterstützungsanteil vergrößert, wenn die
Querbeschleunigung in einem zweiten Bereich anwächst, in dem die
Querbeschleunigung höher als in dem ersten Bereich ist.
Dadurch hat der Fahrer das Gefühl, daß im Wendegrenzbereich die Bodenhaftung
verloren geht, was auch den Tatsachen entspricht. Hiermit wird ein adäquates
Lenkgefühl geschaffen.
Vorzugsweise weist die Sollwertunterstützungsanteilfestsetzungseinrichtung Mittel
zur Festsetzung des Sollwertes des Unterstützungsanteils mittels einer Fuzzy-
Logik auf, unter Benutzung einer Membership-Funktion, die eine vorher bestimmte
Funktion ist, bei der Fahrzeuggeschwindigkeitsparameter in eine Vielzahl von
Bereichen unterteilt ist, und wie viel der gegenwärtigen Fahrzeuggeschwindigkeit
jeden der Bereiche entspricht (Anpassung) numerisch im Bereich von 0 bis 1
dargestellt wird, bezüglich jeder der Vielzahl von Bereichen, zur Bewertung der
Fahrgeschwindigkeit des Fahrzeugs und einer anderen Membership-Funktion, die
eine vorherbestimmte Funktion ist, bei der der Querbeschleunigungsparameter in
eine Vielzahl von Bereichen unterteilt ist, und wie viel von der gegenwärtigen
Querbeschleunigung jedem der Bereiche entspricht, numerisch im Bereich von 0-
1 dargestellt ist, bezüglich jeder der Vielzahl von Bereichen, zur Bewertung der
Querbeschleunigung des Fahrzeugs aufweist, wodurch der angestrebte
Unterstützungsanteil erhöht oder erniedrigt wird in Abhängigkeit von dem Betrag
der Fahrgeschwindigkeit und erhöht oder erniedrigt wird in Abhängigkeit vom
Betrag der Querbeschleunigung.
Ebenfalls vorzugsweise weist die
Sollwertunterstützungsanteilfestsetzungseinrichtung Mittel zur Festsetzung des
Sollwertes des Unterstützungsanteils mittels einer Fuzzy-Logik auf, wodurch der
angestrebte Unterstützungsanteil in Abhängigkeit von einem Anstieg der
Fahrgeschwindigkeit verringert wird und in Abhängigkeit von einem Anstieg der
Querbeschleunigung verringert wird, wenn die Querbeschleunigung in einem
ersten Bereich anwächst, in dem die Querbeschleunigung niedriger ist als ein
vorbestimmter Wert, und in Abhängigkeit von einem Anstieg der
Querbeschleunigung vergrößert wird, wenn die Querbeschleunigung in einem
zweiten Bereich anwächst, in dem die Querbeschleunigung höher als in dem
ersten Bereich ist.
Fernerhin vorzugsweise weist die
Sollwertunterstützungsanteilfestsetzungseinrichtung Mittel zur Festsetzung des
angestrebten Unterstützungsanteils mittels einer Fuzzy-Logik auf, unter
Benutzung
einer Membership-Funktion, mit welcher der angestrebte Unterstützungsanteil von
einer Anpassung, berechnet für die Fahrgeschwindigkeit des Fahrzeugs, bestimmt
wird, und unter Benutzung einer anderen Membership-Funktion, mit welcher der
angestrebte Unterstützungsanteil von einer Anpassung, berechnet für die
Querbeschleunigung des Fahrzeugs bestimmt wird, wodurch der angestrebte
Unterstützungsanteil mit steigender Anpassung der Fahrgeschwindigkeit verringert
wird und mit steigender Anpassung der Querbeschleunigung verringert wird, wenn
die Querbeschleunigung in einem ersten Bereich anwächst, in dem die
Querbeschleunigung niedriger als ein vorbestimmter Wert ist, und mit steigender
Anpassung der Querbeschleunigung vergrößert wird, wenn die
Querbeschleunigung in einem weiteren Bereich anwächst, in dem die
Querbeschleunigung höher als in dem ersten Bereich ist.
Bevorzugt verringert die zweite Membership-Funktion zum Berechnen der
Querbeschleunigung den Sollunterstützungsanteil, wenn die Querbeschleunigung
in einem ersten Bereich anwächst, wo die Querbeschleunigung niedriger als ein
vorbestimmter Wert ist, vergrößert den Sollunterstützungsanteil, wenn die
Querbeschleunigung in einem zweiten Bereich anwächst, wo die
Querbeschleunigung höher ist als der erste vorbestimmte Wert, und setzt den
Sollunterstützungsanteil auf einen festen Wert fest, ungeachtet der Größe der
Querbeschleunigung, in einem dritten Bereich, wo die Querbeschleunigung
zwischen dem ersten vorbestimmten Wert und dem zweiten vorbestimmten Wert
ist.
Ebenfalls bevorzugt weisen die Mittel zur Erfassung der Querbeschleunigung
einen Fahrzeuggeschwindigkeitssensor zur Erfassung der Fahrgeschwindigkeit
des Fahrzeugs, einen Lenkwinkelsensor zur Erfassung des Lenkwinkels des
Fahrzeugs und Mittel zur Berechnung der Querbeschleunigung durch eine
Berechnung basierend auf den Ergebnissen der Erfassung des
Fahrzeuggeschwindigkeitssensors des Lenkwinkelsensors auf.
Fernerhin bevorzugt weisen die Mittel zur Erfassung der Querbeschleunigung
einen Sensor zum direkten Erfassen von Querbeschleunigungskräften auf.
Vorzugsweise erniedrigt die Sollwertunterstützungsanteilfestsetzungseinrichtung
den Sollunterstützungsanteil, wenn die Querbeschleunigung in einem ersten
Bereich anwächst, wo die Querbeschleunigung niedriger als ein vorbestimmter
Wert ist, erhöht den Sollunterstützungsanteil, wenn die Querbeschleunigung in
einen zweiten Bereich anwächst, wo die Querbeschleunigung höher als der erste
vorbestimmte Wert ist, und setzt den Sollunterstützungsanteil auf einen festen
Wert fest, ungeachtet der Größe der Querbeschleunigung, in einem dritten
Bereich, wo die Querbeschleunigung zwischen dem ersten vorbestimmten Wert
und dem zweiten vorbestimmten Wert ist.
Die Aufgabe wird ebenfalls gelöst durch ein Verfahren für ein Fahrzeug mit einer
Servolenkung zur Erzeugung einer Lenkkraftunterstützung, wobei der Anteil der
Lenkkraftunterstützung in Abhängigkeit von der Fahrzeuggeschwindigkeit variiert
und verringert wird, wenn die Querbeschleunigung in einem ersten Bereich
anwächst, in dem die Querbeschleunigung niedriger als ein vorbestimmter Wert ist
und vergrößert wird, wenn die Querbeschleunigung in einem zweiten Bereich
anwächst, in dem die Querbeschleunigung höher als in dem ersten Bereich ist.
Vorzugsweise wird der Anteil der Lenkkraftunterstützung erhöht, wenn die
Fahrzeuggeschwindigkeit abnimmt, und erniedrigt, wenn die
Fahrzeuggeschwindigkeit zunimmt.
Ebenfalls vorzugsweise wird der Kraftunterstützungsanteil mit steigender
Querbeschleunigung des Fahrzeugs verringert, wenn die Querbeschleunigung
gleich oder kleiner als ein erster Wert ist, wobei der Kraftunterstützungsanteil
konstant gehalten wird, wenn die Querbeschleunigung größer als der erste Wert,
aber kleiner als ein größerer zweiter Wert ist, und wobei der
Kraftunterstützungsanteil erhöht wird, wenn die Querbeschleunigung des
Fahrzeugs über den zweiten Wert ansteigt.
Fernerhin vorzugsweise wird der angestrebte Kraftunterstützungsanteil bei einer
bis zu einer vorgewählten Geschwindigkeit variierenden Fahrzeuggeschwindigkeit
konstant gehalten, und der Kraftunterstützungsanteil erhöht, wenn die
Fahrzeuggeschwindigkeit über die vorgewählte Geschwindigkeit ansteigt.
Bevorzugt ist ein erster Betriebsmodus und ein zweiter Betriebsmodus
vorgesehen, wobei die vorgewählte Geschwindigkeit im zweiten Modus größer als
im ersten Modus ist.
Ebenfalls bevorzugt sind Schritte vorgesehen zum Erfassen der
Fahrzeuggeschwindigkeit und der Querbeschleunigung des Fahrzeugs.
Ebenfalls vorzugsweise beinhalten die Schritte zum Erfassen der
Querbeschleunigung des Fahrzeugs das Erfassen der Fahrzeuggeschwindigkeit
und das Erfassen eines Lenkwinkels des Fahrzeugs.
Fernerhin bevorzugt wird der Kraftunterstützungsanteil mit einer Fuzzy-Logik
bestimmt.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Zeichnungen näher erläutert:
Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Teils einer
elektronisch gesteuerten Servolenkung des Fuzzy-Kontroll-
Typs, welche eine bevorzugte Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung darstellt.
Fig. 2A und 2B zeigen Diagramme, die beispielhaft die mitgliedschaftlichen
Funktionen, die für die Fuzzy-Steuerung der elektronisch
gesteuerten Servolenkung nach Fig. 1 verwendet werden,
darstellen.
Fig. 3 zeigt ein Diagramm mit einem Beispiel eines trapezförmigen
Sets, mit welchem die Lenkkraftunterstützung von einer
Anpassung zur Benutzung für die Fuzzy-Steuerung der
elektronisch gesteuerten Servolenkung nach Fig. 1 berechnet
wird.
Fig. 4 zeigt eine vergleichbare Darstellung mit jedoch einem anderen
Beispiel eines trapezförmigen Sets, mit welchem
die Lenkkraftunterstützung von einer Anpassung zur
Benutzung für die Fuzzy-Steuerung der elektronisch ge
steuerten Servolenkung nach Fig. 1 berechnet wird.
Fig. 5 zeigt das Diagramm eines spezifischen Beispiels einer
Berechnung der Lenkkraftunterstützung von einer Anpas
sung zur Benutzung für die Fuzzy-Steuerung der elek
tronisch gesteuerten Servolenkung nach Fig. 1.
Fig. 6 zeigt eine ähnliche Darstellung mit einem anderen Bei
spiel einer Berechnung der Lenkkraftunterstützung von
einer Anpassung zur Benutzung für die Fuzzy-Steuerung
einer elektronisch gesteuerten Servolenkung nach Fig.
1.
Fig. 7 zeigt ein Flußdiagramm, welches die aufeinanderfolgen
den Schritte der Steuerung der elektronisch gesteuerten
Servolenkung nach Fig. 1 darstellt.
Fig. 8 zeigt ein Diagramm, das den Effekt der elektronisch
gesteuerten Servolenkung nach Fig. 1 hinsichtlich der
Linearität der Lenkung darstellt.
Fig. 9 zeigt ein Diagramm, das den Effekt der elektronisch
gesteuerten Servolenkung nach Fig. 1 hinsichtlich der
Lenkinformation darstellt.
Fig. 10 zeigt eine vergleichbare Darstellung, die den Effekt
der elektronisch kontrollierten Servolenkung nach Fig.
1 hinsichtlich der Steuerbarkeit des Fahrzeugs dar
stellt.
Fig. 11 zeigt eine ähnliche Darstellung, bei der der Effekt der
elektronisch gesteuerten Servolenkung nach Fig. 1
hinsichtlich der Effektivität der Lenkung dargestellt
wird.
Fig. 12 zeigt ein Diagramm mit einem anderen Beispiel mit
gliedschaftlicher Funktionen der Fahrzeuggeschwindig
keit zur Benutzung für die Fuzzy-Steuerung und ein
Beispiel eines trapezförmigen Sets zur Berechnung des
Lenkunterstützungsanteils.
Fig. 13 zeigt ein Diagramm, in dem ein weiteres Beispiel einer
mitgliedschaftlichen Funktion der lateralen Beschleu
nigung zur Benutzung für die Fuzzy-Steuerung darge
stellt wird.
Fig. 14 zeigt einen Schnitt durch eine konventionelle elektro
nisch gesteuerte Servolenkung unter Darstellung einer
Eingangswelle, einer Welle eines Ritzels und zugehöri
ger Elemente zusammen mit einem hydraulischen Lenkzy
linder.
Fig. 15 zeigt einen querverlaufenden Schnitt entlang der Linie
A-A gemäß Fig. 14 unter Darstellung der Eingangswelle
und zugehöriger Elemente einer gewöhnlichen elektro
nisch gesteuerten Servolenkung nach Fig. 14.
Fig. 16 zeigt einen schematischen Schnitt entlang der Linie C-C
nach Fig. 15 unter Darstellung eines hydraulischen
Steuerventils, welches längs der Eingangswelle der
konventionellen elektronisch gesteuerten Servolenkung
nach Fig. 14 angeordnet ist, wobei ein Reaktionskraft
kolben im Schnitt längs der Linie B-B nach Fig. 14
dargestellt ist.
Fig. 17 zeigt ein Diagramm, das die Charakteristik des Unterstützungsanteils
einer konventionellen elektronisch
gesteuerten Servolenkung nach Fig. 14 darstellt.
Eine elektronisch gesteuerte Servolenkung des fuzzy-gesteuerten
Typs in einer bevorzugten Ausführungsform nach der vorliegenden
Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Fig. 1 bis
11 beschrieben.
Die elektronisch gesteuerte Servolenkung 1 weist einen mecha
nischen Teil auf, der im wesentlichen dem einer konventionellen
elektronisch gesteuerten Servolenkung, wie bereits oben unter
Bezugnahme auf die Fig. 14 bis 16 beschrieben, entspricht,
wobei nun der mechanische Teil detailliert beschrieben wird.
Nach den Fig. 1, 15 und 16 ist im Inneren einer Eingangswelle
11 ein Torsionsstab 15 an seinem oberen Ende mit der Welle 11
drehfest gekoppelt, während er an seinem unteren Ende mit der
Eingangswelle 11 nicht verspannt ist.
Ein Ritzel 12 steht in Zahneingriff mit dem unteren Ende des
Torsionsstabes 15, so daß eine Lenkkraft, die auf die Ein
gangswelle 11 wirkt über den Torsionsstab 15 auf das Ritzel 12
übertragen wird. Das Ritzel 12 steht in Zahneingriff mit einer
Zahnstange 13, so daß die Lenkkraft über das Ritzel 12 auf die
Zahnstange 13 übertragen und diese in ihrer axialen Richtung
bewegt wird, um die Lenkung der Räder zu verursachen.
Ein Hydraulikzylinder 14 ist auf der Zahnstange 13 vorgesehen.
Es weist einen Zylindermantel 14A, der an einem Teil der Ka
rosserie des Fahrzeugs befestigt ist, und einen Kolben 14B
auf, der zwischendrin auf der Zahnstange 13 zur Bewegung in
einer axialen Richtung im Zylindermantel 14A zusammen mit der
Zahnstange 13 angeordnet ist. Der hohle Innenraum des Zylinders
14A wird durch den Kolben 14B in zwei Ölkammern 14C und 14D
geteilt.
Ein Drehschieberventil 16 ist zwischen der Eingangswelle 11 und
dem Ritzel 12 angeordnet. Der Drehschieber 16 wird in Ab
hängigkeit einer Phasendifferenz (Winkelposition) zwischen der
Eingangswelle 11 und dem Ritzel 12 geöffnet oder geschlossen,
und je nachdem, wie der Drehschieber 16 geöffnet oder ge
schlossen wird, wird Betätigungsöl in oder aus der linken oder
rechten Ölkammer 14C oder 14D des Hydraulikzylinders 14 geför
dert, so daß eine Lenkunterstützungskraft auf die Zahnstange 13
wirkt.
Eine Vielzahl von Reaktionskraftkolben 17 zum Erzeugen einer
Lenkreaktionskraft beim Lenken, die die Lenkkraft erhöht (dies
ist die Lenkantwort), sind an der äußeren Peripherie eines un
teren Abschnitts der Eingangswelle 11 so angeordnet, daß sie
die äußere Peripherie der Eingangswelle 11 umgeben. Die Reak
tionskraftkolben 17 erhalten von rückwärtigen Kammern 17A Öl
unter Druck unter der Kontrolle eines Hydraulikdruckkontroll
ventils 18 zugeführt, um die Eingangswelle 11 einzuspannen und
so in Abhängigkeit vom Hydraulikdruck eine Lenkreaktionskraft
zu zeigen. Die Kammern 17A sind über Auslaßöffnungen 22 mit
einem Ölreservoir 24 verbunden.
Das Hydraulikdruckregelventil 18 ist in der Nähe der Ein
gangswelle 11 im Gehäuse 25 angeordnet und erstreckt sich par
allel zu dieser. Das Ventil 18 weist einen Kolben 18A auf, der
für eine auf- und abwärts gleitende Bewegung im Gehäuse 25 an
gepaßt ist. Weiterhin weist das Ventil 18 einen Topfmagneten
(Solenoid) 19, der mit einer aufwärts gerichteten Axialkraft
auf den Kolben 18A wirkt, und eine Feder 20 auf, die den Kolben
18A nach unten vorspannt.
Der Kolben 18A weist Öldurchlässe 18B und 18C, die mit dem Ölreservoir
24 verbunden sind, einen ringförmigen Öldurchlaß 18D,
der mit einer Ölpumpe 23 verbunden ist, einen weiteren
ringförmigen Öldurchlaß 18E, der mit den Kammern 17A der Reak
tionskraftkolben 17 verbunden ist, und einen Öldurchlaß 18F
auf, der die ringförmigen Öldurchlässe 18D und 18E miteinander
verbindet. Kurz gesagt, es wird Öl unter hohem Druck von der
Ölpumpe 23 vom ringförmigen Öldurchlaß 18D über den Öldurchlaß
18F und den ringförmigen Öldurchlaß 18E zu den Kammern 17A der
Reaktionskraftkolben 17 gefördert.
Im Hydraulikdruckkontrollventil 18 der oben beschriebenen Kon
struktion wird die Höhe des Stromes, mit dem der Topfmagnet 19
versorgt wird, mittels einer Steuereinheit (Kontrollmitteln) 30
in Abhängigkeit von der Information über die Fahrzeugge
schwindigkeit von einem Fahrzeuggeschwindigkeitssensor 31, der
Information über den Lenkwinkel von einem Lenkwinkelsensor 34
und einigen anderen Informationen zur Kontrolle des Topfmagne
ten 19, wie in Fig. 1 dargestellt, festgelegt.
Die Steuereinheit 30 weist eine Untereinheit 30A zur Berechnung
der lateralen Beschleunigung und Mittel (Fuzzy-Berechnungs-
Untereinheit) 30B zur Festlegung des angestrebten Unter
stützungsanteils mittels Fuzzy-Berechnung auf. Die Steuerein
heit 30 berechnet die Untereinheit 30A zur Bestimmung der la
teralen Beschleunigung eine laterale Beschleunigung Gy, die auf
das Fahrzeug wirkt, von einer Fahrzeuggeschwindigkeit V und
einem Lenkwinkel ha, und die Fuzzy-Kontroll-Untereinheit 30B
führt eine Fuzzy-Berechnung unter Benutzung der lateralen
Beschleunigung Gy und der Fahrzeuggeschwindigkeit V aus.
In der Fuzzy-Berechnungs-Einheit 30B wird eine Anpassung
(adaptation) oder eine Güte der Anpassung (goodness of fit) des
Fahrzustands und eine Anpassung oder Güte der Anpassung der
lateralen Beschleunigung Gy mit einer solchen mitgliedschaftlichen
Funktion berechnet, mit der eine Applikation oder
eine Güte der Anpassung (Einstufung [grade]) des Fahrzustands
von der Fahrzeuggeschwindigkeit V, wie aus Fig. 2A zu ersehen,
berechnet wird, und es wird eine andere solche mitgliedschaft
liche Funktion verwendet, mit der eine Applikation oder Güte
der Anpassung der lateralen Beschleunigung Gy berechnet wird,
wie dies in Fig. 2B dargestellt ist. Dann wird von den Anpas
sungen ein Steueranteil (dies ist der Anteil, um den der Un
terstützungsanteil reduziert wird) unter Benutzung des Verfah
rens des elastischen Zentrierens (method of elastic center) be
stimmt, wie dies in Fig. 3 dargestellt ist, wobei ein trapez
förmiges Set gezeigt wird, um den Anteil des Stromes zu kon
trollieren, mit dem der Topfmagnet 19 versorgt wird.
In der vorliegenden Ausführungsform sind als Fahrzustand vier
Modi vorgesehen, die einen Parkmodus (Lenken beim Halten oder
Fahren mit geringer Geschwindigkeit), einen Stadtmodus
(mittlerer Fahrgeschwindigkeitsmodus), einen Kurvenmodus und
einen Hochgeschwindigkeitsmodus umfassen und es wird eine An
passung bzw. eine Applikation für jeden dieser Modi in Abhän
gigkeit von der Fahrzeuggeschwindigkeit bestimmt. Prinzipiell
wird nun die Regelung hinsichtlich des Kurvenmodus beschrieben.
Die Bewertung des Unterstützungsabnahmekontrollanteils ist in
fünf Stufen von S (klein/small), MS (mittelklein/medium small),
M (mittel/medium), MB (mittelgroß/medium big) bis B (groß/big)
eingeteilt, wie in Fig. 4 dargestellt. Es ist anzumerken, daß
der Unterstützungsanteil auf 100% mit der Bewertung S, jedoch
auf 0% bei der Bewertung B gesetzt wird.
Die Lenkmodi und die Unterstützungsabnahmekontrollanteile sind
so gestaltet, daß sie zueinander korrespondieren, so daß z. B.
der Parkmodus (Lenken beim Anhalten oder Niedergeschwindig
keitsmodus) S entspricht; der Modus mittlerer Geschwindigkeit M
entspricht; der Kurvenmodus MB entspricht; und der Hochgeschwindigkeitsmodus
B entspricht.
Die mitgliedschaftliche Funktion hinsichtlich des lateralen
Beschleunigungswertes Gy wird so gesetzt, daß in einem Bereich,
in dem der laterale Beschleunigungswert Gy von einem niedrigen
Level (0 g) bis zu einem mittleren Level (0,6 g) variiert, die
Anpassung bzw. Applikation linear in Abhängigkeit zu einem An
stieg des lateralen Beschleunigungswertes Gy ansteigt. In einem
anderen Bereich, in dem der laterale Beschleunigungswert Gy von
einem mittleren Level (0,6 g) zu einem höheren Level (0,8 g)
variiert, wird die Anpassung unabhängig von einem Anstieg des
lateralen Beschleunigungswertes Gy konstant gehalten. In einem
weiteren Bereich, in dem der laterale Beschleunigungswert Gy
größer als das höhere Level (0,8 g) ist, nimmt die Anpassung in
dem Maße ab wie die laterale Beschleunigung Gy ansteigt.
Die Steuerung hinsichtlich des lateralen Beschleunigungswertes
Gy verringert den Unterstützungverringerungskontrollanteil zu B
(groß/big) in Übereinstimmung mit der Anpassung.
Von einer Anpassung hinsichtlich des Fahrmodus und einer ande
ren Anpassung hinsichtlich des lateralen Beschleunigungswertes
Gy wird ein angestrebter Unterstützungsanteil unter Benutzung
des Verfahrens des elastischen Zentrierens berechnet.
Da eine elektronisch gesteuerte Servolenkung des Fuzzy-Kon
troll-Typs nach der vorliegenden Erfindung in einer Weise auf
gebaut ist, wie dies oben beschrieben ist, erfolgt die elek
tronische Steuerung der Servolenkung beispielsweise in einer
Art und Weise, wie dies in Fig. 7 dargestellt ist.
Nach Fig. 7 werden in einem Schritt S1 die Sensorsignale von
dem Fahrzeuggeschwindigkeitssensor 31 und dem Lenkwinkelsensor
34 zuerst gelesen, anschließend werden die Sensorsignale in die
Steuereinheit 30 eingegeben, in welcher sie nachfolgend von
Analogsignalen in Digitalsignale umgewandelt werden, und dann
wird eine laterale Beschleunigung Gy, die auf das Fahrzeug
wirkt, berechnet mittels der Untereinheit 30A zur Berechnung
der lateralen Beschleunigung in Abhängigkeit von der
Fahrzeuggeschwindigkeit V und einem Lenkwinkel ha, die bei der
Analog/Digital-Wandlung erhalten werden (Schritt S2).
Weiter berechnet die Fuzzy-Berechnungs-Einheit 30B eine Anpas
sung hinsichtlich des Fahrzustands des Fahrzeugs in Abhängig
keit von der Fahrzeuggeschwindigkeit V unter Benutzung einer
solchen mitgliedschaftlichen Funktion, wie in Fig. 2 darge
stellt, und berechnet eine andere Anpassung hinsichtlich der
lateralen Beschleunigung Gy in Abhängigkeit von der lateralen
Beschleunigung Gy (Schritt S3).
Dann wird in Abhängigkeit von den so berechneten Anpassungen
ein angestrebter Unterstützungsanteil unter Benutzung der Me
thode des elastischen Zentrierens berechnet (Schritt S4). Wei
ter wird der Sollwert des Unterstützungsanteils in einen ent
sprechenden Anteil des Stromes zur Versorgung des Topfmagneten
19 umgewandelt (Schritt S5), und der Anteil des Versorgungs
stromes wird mittels einer Treiberschaltung zu dem Topfmagneten
des Hydraulikdruckkontrollventils 18 ausgegeben (Schritt S6).
Es wird nun eine Situation erläutert, bei der das Fahrzeug zu
Beginn eine Fahrzeuggeschwindigkeit V von 60 km/h fährt und
sich das Fahrzeug geradlinig vorwärts bewegt (die laterale Be
schleunigung ist 0), und sich dann der Fahrzustand dahingehend
ändert, daß das Fahrzeug eine Fahrzeuggeschwindigkeit von 50 km/h
fährt und eine laterale Beschleunigung von etwa 0,4 g er
fährt. Diese Situation entspricht einer Situation, wenn das
Fahrzeug längs einer gekurvten Straße fährt und eine Ecke er
reicht, während es verzögert wird.
Wenn die Fahrzeuggeschwindigkeit V 60 km/h beträgt, wie in Fig.
5 dargestellt, ist die Anpassung im Fahren längs einer gekurv
ten Straße 1, jedoch ändert sich die Anpassung im Fahren längs
einer gekurvten Strecke (Kurvenmodus) zu 0,5 und die Anpassung
des Fahrens im Stadtgebiet (Stadtmodus) zu 0,5, wenn sich die
Fahrzeuggeschwindigkeit auf 50 km/h erniedrigt. Weiter ist beim
Fahren längs einer gekurvten Straße der Unterstützungs
erniedrigungskontrollanteil MB und für Fahren im Stadtgebiet
ist der Unterstützungserniedrigungskontrollanteil M. Wenn die
laterale Beschleunigung 0 ist, ist auch die Adaption (Anpas
sung) 0, jedoch ist die Anpassung 0,67, wenn die laterale Be
schleunigung 0,4 ist.
Folglich ist, wenn die Fahrzeuggeschwindigkeit V 60 km/h be
trägt und die laterale Beschleunigung 0 ist, der Unterstüt
zungserniedrigungskontrollanteil MB (dies entspricht einem Un
terstützungsanteil von 25%), wie dies durch Punkt P1 in Fig. 6
angedeutet wird. Jedoch, wenn die Fahrzeuggeschwindigkeit V 50 km/h
beträgt und die laterale Beschleunigung 0,6 ist, verändert
sich der Unterstützungsverringerungskontrollanteil von MB zu B,
wie durch Punkt P2 in Fig. 6 dargestellt. Kurz gesagt, wenn das
Fahrzeug eine Ecke erreicht, während es verzögert wird, wird
das Lenkrad relativ schwer bedienbar.
Wenn das Fahrzeug eine Ecke erreicht, während es beschleunigt
wird, überlappen sich natürlich eine Reduktion des Unterstüt
zungsanteils verursacht durch ein Ansteigen der lateralen Be
schleunigung mit einer Reduktion des Unterstützungsanteils
verursacht durch eine solche Beschleunigung des Fahrzeugs und
folglich wird die Bedienbarkeit des Lenkrades schwer.
Da der Unterstützungsanteil in Abhängigkeit von dem lateralen
Beschleunigungswert Gy zusätzlich zu einem Ansteigen oder Abnehmen
der Fahrzeuggeschwindigkeit in der Weise gesteuert wird,
daß wenn das Fahrzeug eine Ecke erreicht und der Lenkwinkel
ansteigt, folglich der Erniedrigungsunterstützungsanteil
ansteigt und das Lenkrad schwerer zu bedienen wird um einen
Betrag, der dem Abnahmemaß entspricht. Folglich kann der Fahrer
vom Lenkrad das Erreichen einer Ecke fühlen, sogar wenn die
Fahrzeuggeschwindigkeit unterschiedlich ist.
Weiterhin, da die mitgliedschaftliche Funktion bezüglich des
lateralen Beschleunigungswertes Y einen linearen Lenkbereich
umfaßt, in welchem die Anpassung linear bezüglich des lateralen
Beschleunigungswertes Gy variiert, wird eine Lenklinearität
sichergestellt. Da ein kritischer Lenkbereich, in dem die An
passung in Abhängigkeit zu einem Anstieg des lateralen Be
schleunigungswertes Gy abnimmt, in einem Bereich vorgesehen
ist, in dem der laterale Beschleunigungswert Gy hoch ist, kann
leicht die Lenkgrenze erkannt werden.
Wenn die elektronisch gesteuerte Servolenkung des Fuzzy-Kon
troll-Typs eine solche Konstruktion wie oben beschrieben auf
weist und in einem frontgetriebenen Fahrzeug eingesetzt wird,
wird nachfolgend die Verbesserung des Lenkgefühls unter ver
schiedenen Gesichtspunkten auf der Grundlage von einem Experi
ment erläutert.
Hinsichtlich der Linearität der Lenkcharakteristik wurde ein
Ergebnis erhalten, wie in Fig. 8 dargestellt. Fig. 8 zeigt
eine Liissajous-Kurve für etwa eine Periode, wenn das Fahrzeug
mit einer Geschwindigkeit von etwa 40 bis 60 km/h (bei einer
maximalen lateralen Beschleunigung von etwa 0,4 g bis 0,9 g)
längs einer Bergstraße, entlang der Kurven mit einem Radius von
etwa 30 bis 60 m nacheinander auftauchen, fährt. Bei Fig. 8 ist
auf der Abszisse der Lenkwinkel und auf der Ordinate die
Lenkkraft aufgetragen. Die durchgezogene Kurve zeigt die Charakteristik
der elektronisch gesteuerten Servolenkung des Fu
zzy-Kontroll-Typs der vorliegenden Ausführungsform und die ge
strichelte Kurve zeigt die Charakteristik einer konventionellen
elektronisch gesteuerten Servolenkung.
Wie der durchgezogenen Kurve von Fig. 8 zu entnehmen ist, zeigt
die elektronisch gesteuerte Servolenkung des Fuzzy-Kontroll-
Typs der vorliegenden Ausführungsform eine vergleichsweise
lineare Lenkcharakteristik über einen weiten Bereich bis in
eine Region, in welcher der Lenkwinkel groß ist (etwa ±80 Grad)
und folglich bis in eine Region, in welcher die laterale
Beschleunigung, die auf das Fahrzeug wirkt, sehr hoch ist, im
Gegensatz zu einer konventionellen elektronisch gesteuerten
Servolenkung. Eine solche vergleichsweise lineare Lenkcharak
teristik wird in dem linearen Lenkbereich der mitgliedschaft
lichen Funktion bezüglich des lateralen Beschleunigungswertes
Gy erhalten.
Mit der vorliegenden elektronisch gesteuerten Servolenkung des
Fuzzy-Kontroll-Typs zeigt der Graph einen steilen Gradienten in
einem Bereich, in dem der Lenkwinkel vergleichsweise klein ist,
d. h. in einer neutralen Region (0 bis etwa ±40 Grad), und
folglich wird das Lenkneutralitätsgefühl des Lenkrades in der
neutralen Stellung unterstützt. In einem anderen Bereich, in
welchem der Lenkwinkel mittelgroß ist (etwa ±40 bis ±80 Grad),
zeigt der Graph einen ziemlich steilen Gradienten, steiler als
der einer konventionellen elektronisch gesteuerten Servolen
kung. In diesem Bereich wird zusätzlich zu einer Verbesserung
der Lenklinearität die Lenkreaktionskraft auf der Rückdrehseite
des Lenkrads verbessert, so daß das Zurückdrehen des Lenkrads
verbessert wird.
Im Gegensatz dazu wird mit einer konventionellen Servolenkung
eine Linearitätscharakteristik erhalten, wie dies durch die
gestrichelte Kurve in Fig. 8 dargestellt ist, und das neutrale
Gefühl in der Nähe des neutralen Bereichs des Lenkwinkels wird
ähnlich unterstützt, wie bei der Servolenkung nach der
vorliegenden Erfindung. Jedoch nimmt in dem anderen Bereich, in
dem der Lenkwinkel mittelgroß ist, die Variation der Lenkkraft
im Verhältnis zum Lenkwinkel plötzlich ab, was sowohl in einer
Verringerung der Linearität als auch in einer Abnahme des
Zurückdrehens des Lenkrads resultiert.
Weiter zeigt die Lenkkraft bei der erfindungsgemäßen Servolen
kung eine plötzliche Variation an ihrem Grenzwert in einem
kritischen Bereich, in welchem der Lenkwinkel groß ist (größer
als etwa ±80 Grad), wie dies der durchgezogenen Kurve von Fig.
8 zu entnehmen ist, und folglich kann der Fahrer des Fahrzeugs
von einem kritischen Zustand des Fahrzeugs durch das Lenkgefühl
des Lenkrads informiert werden. Dies stellt einen Effekt eines
Lenkgrenzwertinformationsgebiets der mitgliedschaftlichen
Funktion hinsichtlich der lateralen Beschleunigung dar.
Es ist anzumerken, daß bei dem vorliegenden Experiment das
Lenkrad nicht in den Bereich dar großen Lenkwinkel auf die ne
gative Seite gesteuert wurde und folglich dieser Effekt des
Lenkgrenzinformationsgebietes nicht auftritt.
Die Charakteristik der Lenkinformation ist so wie in Fig. 9
dargestellt. Bei Fig. 9 sind auf der Abszisse der Vorder
radrutschwinkel und auf der Ordinate die Lenkkraft aufgetragen.
Die Kurven gekennzeichnet mit den Dreiecken zeigen die Cha
rakteristik einer elektronisch gesteuerten Servolenkung des
Fuzzy-Kontroll-Typs nach dar vorliegenden Ausführungsform, und
die Kurven gekennzeichnet durch die Kreise zeigen die Charakte
ristik einer konventionellen elektronisch gesteuerten Servo
lenkung. Jede durchgezogene Kurve zeigt eine Charakteristik,
bei der das Fahrzeug mit einer hohen Geschwindigkeit (100 km/h)
fährt, und jede gestrichelte Kurve zeigt eine Charakteristik,
bei der das Fahrzeug mit einer mittleren Geschwindigkeit (60 km/h)
fährt.
Wie aus Fig. 9 zu erkennen ist, ist die konventionelle elektro
nisch gesteuerte Servolenkung dahingehend vorteilhaft, daß sie
leichter zu handhaben ist, da deren Lenkkraft generell niedrig
ist, jedoch ist die Variation in einem Bereich, in dem der
Vorderradrutschwinkel groß ist, d. h. in einem Bereich, in dem
die laterale Beschleunigung, die auf das Fahrzeug wirkt, groß
ist, der Lenkradkraft so gering, daß diese nicht als
Lenkinformation für den Fahrer ausreicht. Des weiteren wird ein
Gefühl des Verlusts der Lenkkraft in einem Bereich, in dem die
laterale Beschleunigung hoch ist, erhalten.
Mit der elektronisch gesteuerten Servolenkung des Fuzzy-Kon
troll-Typs nach der vorliegenden Erfindung zeigt die Lenkkraft
eine ausreichende Lenkinformation, da der Fahrer eine Lenkkraft
erfährt, die deutlich in einem Bereich variiert, in dem die
laterale Beschleunigung hoch ist. Des weiteren ist in einem
Bereich niedriger Geschwindigkeit das Lenkrad vergleichsweise
leicht zu bedienen und einfach handzuhaben. Auf diese Weise
werden mit der vorliegenden Servolenkung die beiden Mög
lichkeiten in der Handhabung bei niedriger Geschwindigkeit und
das Erhalten von Lenkinformation (Variation der Lenkkraft) in
einem guten Verhältnis realisiert.
Die Charakteristik bezüglich der Steuerbarkeit des Fahrzeugs
ist so wie in Fig. 10 dargestellt. Bei Fig. 10 ist auf der Ab
szisse die Gierwinkelgeschwindigkeit
(Drehwinkelgeschwindigkeit) des Fahrzeugs und auf der Ordinate
die Lenkkraft aufgetragen. Die durchgezogene Kurve zeigt die
Charakteristik der elektronisch gesteuerten Servolenkung des
Fuzzy-Kontroll-Typs nach der vorliegenden Erfindung und die
gestrichelte Kurve zeigt die Charakteristik einer konventio
nellen elektronisch gesteuerten Servolenkung.
Wie Fig. 10 zu entnehmen ist, verursacht eine Variation der
Drehwinkelgeschwindigkeit bei einer konventionellen elektro
nisch gesteuerten Servolenkung in einem Bereich, in dem die
Drehwinkelgeschwindigkeit hoch ist, keine signifikanten Verän
derungen der Lenkkraft, und eine Veränderung in der Anstren
gung, die Räder zu drehen, kann nicht leicht erfaßt werden. Mit
der elektronisch gesteuerten Servolenkung des Fuzzy-Kontroll-
Typs steigt die Lenkkraft jedoch im wesentlichen linear relativ
zur Gierwinkelgeschwindigkeit (Drehwinkelgeschwindigkeit) an
bis zu einer Region, in der die Drehwinkelgeschwindigkeit hoch
ist, und dementsprechend variiert die Anstrengung zum Wenden
des Fahrzeugs und kann aktuell als Lenkkraft gefühlt werden.
Folglich wird die Spurtreue bzw. Handhabbarkeit des Fahrzeugs
erhöht.
Die Charakteristik der Lenkeffektivität ist in Fig. 11 darge
stellt. Bei Fig. 11 sind auf der Abszisse die vordere Seiten
führungskraft des Fahrzeugs und auf der Ordinate die Lenkkraft
aufgetragen. Die durchgezogene Kurve entspricht der Charakte
ristik der elektronisch gesteuerten Servolenkung des Fuzzy-
Kontroll-Typs nach der vorliegenden Erfindung und die gestri
chelte Kurve zeigt die Charakteristik einer konventionellen
elektronisch gesteuerten Servolenkung.
Fig. 11 zeigt, daß die elektronisch gesteuerte Servolenkung des
Fuzzy-Kontroll-Tpys die Lenkkraft linear in Abhängigkeit der
Seitenführungskraft (Effektivität der Lenkung) ansteigen läßt,
und die Lenkgenauigkeit verbessert wird. Folglich können
zusätzliche oder korrigierende Lenkbewegungen des Lenkrades re
duziert werden,
Auf diese Weise wird mit der elektronisch gesteuerten Servo
lenkung des Fuzzy-Kontroll-Typs eine Feinsteuerung erleichtert
und die Lenkkraftcharakteristika werden entscheidend insbeson
dere beim Fahren des Fahrzeugs längs einer kurvigen Straße
verbessert.
Es ist anzumerken, daß, obwohl das Regelsystem der elektronisch
gesteuerten Servolenkung nach der oben beschriebenen Ausfüh
rungsform von einem hydraulischen Typ ist, die vorliegende Er
findung nicht auf diesen spezifischen Typ beschränkt ist, und
die gleichen Wirkungen der vorliegenden Erfindung können auch
bei der Anwendung bei einer elektronisch gesteuerten
Servolenkung, die einen Elektromotor beinhaltet, erreicht
werden. Des weiteren ist auch das mechanische System der elek
tronisch gesteuerten Servolenkungen nicht auf die oben be
schriebene Ausführungsform beschränkt, und die vorliegende Er
findung kann bei jeder elektronisch gesteuerten Servolenkung
mit einem beliebigen mechanischen System angewendet werden.
In der beschriebenen Ausführungsform ist die Untereinheit 30A
zur Berechnung der lateralen Beschleunigung in der Steuerein
heit 30 vorgesehen und berechnet die laterale Beschleunigung
Gy, die auf das Fahrzeug wirkt unter Verwendung der Fahrzeug
geschwindigkeit V, eingegeben vom Fahrzeuggeschwindigkeitssen
sor 31 und unter Benutzung des Lenkwinkels ha, eingegeben vom
Lenkwinkelsensor 34, wobei jedoch auch die laterale Beschleu
nigung Gy auf andere Weise direkt mittels eines Sensors zur
Messung der lateralen Beschleunigung, der am Fahrzeug angeord
net ist, gemessen werden kann. Die mitgliedschaftliche Funkti
on der Fahrzeuggeschwindigkeit V und Bewertung des Lenkunter
stützungsanteils sind jeweils in fünf Stufen unterteilt, um
eine vereinfachte Kontrolle zu erreichen. Sie können jedoch
jeweils in beispielsweise drei Stufen unterteilt werden, wie
dies in Fig. 12(A) und 12(B) dargestellt ist. Die mitgliedschaftliche
Funktion der lateralen Beschleunigung weist einen
Bereich (0,6 g bis 0,8 g) auf, in dem der angestrebte Unter
stützungsanteil unabhängig vom Betrag der lateralen Beschleu
nigung konstant gehalten wird, ein solcher Bereich, in dem der
Unterstützungsanteil konstant gehalten wird, ist jedoch nicht
erforderlich, wie dies Fig. 13 entnommen werden kann.
Der Lenkunterstützungsanteil wird unter Benutzung des Verfah
rens des elastischen Zentrierens berechnet, er kann jedoch auch
anders unter Benutzung der maximalen Durchschnittsmethode
(maximum average method), der Höhenmethode (height method
[skeleton method]) oder der Flächenmethode (area method) be
rechnet werden.
In der beschriebenen Ausführungsform wird der Unterstützungs
anteil nach einer Fuzzy-Logik durch die Steuereinheit (mit
Mitteln zur Festlegung des Sollwertes des Unterstützungsan
teils) 30 bestimmt, er kann jedoch auch unter Benutzen anderer
Steuermittel bestimmt werden.
Claims (16)
1. Elektronisch gesteuerte Servolenkungsvorrichtung,
die den Lenkunterstützungsanteil eines Lenkmechanismus
eines Fahrzeugs bis zu einem Wert gleich einem
Sollunterstützungsanteil steuert, mit:
einer Fahrzeuggeschwindigkeitserfassungseinrichtung zum Erfassen einer Fahrgeschwindigkeit des Fahrzeugs;
einer Querbeschleunigungserfassungseinrichtung zum Erfassen einer Querbeschleunigung des Fahrzeugs; und
einer Sollwertunterstützungsanteilfestsetzungs einrichtung zum Festsetzen des Sollwertunterstützungs anteils gemäß der Fahrgeschwindigkeit, die von der Fahzeuggeschwindigkeitserfassungseinrichtung erfaßt ist, und der Querbeschleunigung, die von der Querbeschleunigungserfassungseinrichtung erfaßt ist, als Eingangsvariablen;
bei der die Sollwertunterstützungsanteilfest setzungseinrichtung den Sollwertunterstützungsanteil verringert, wenn die Querbeschleunigung in einem ersten Bereich anwächst, in dem die Querbeschleunigung niedriger als ein vorbestimmter Wert ist, und den Sollwert unterstützungsanteil vergrößert, wenn die Querbe schleunigung in einem zweiten Bereich anwächst, in dem die Querbeschleunigung höher als in dem ersten Bereich ist.
einer Fahrzeuggeschwindigkeitserfassungseinrichtung zum Erfassen einer Fahrgeschwindigkeit des Fahrzeugs;
einer Querbeschleunigungserfassungseinrichtung zum Erfassen einer Querbeschleunigung des Fahrzeugs; und
einer Sollwertunterstützungsanteilfestsetzungs einrichtung zum Festsetzen des Sollwertunterstützungs anteils gemäß der Fahrgeschwindigkeit, die von der Fahzeuggeschwindigkeitserfassungseinrichtung erfaßt ist, und der Querbeschleunigung, die von der Querbeschleunigungserfassungseinrichtung erfaßt ist, als Eingangsvariablen;
bei der die Sollwertunterstützungsanteilfest setzungseinrichtung den Sollwertunterstützungsanteil verringert, wenn die Querbeschleunigung in einem ersten Bereich anwächst, in dem die Querbeschleunigung niedriger als ein vorbestimmter Wert ist, und den Sollwert unterstützungsanteil vergrößert, wenn die Querbe schleunigung in einem zweiten Bereich anwächst, in dem die Querbeschleunigung höher als in dem ersten Bereich ist.
2. Servolenkungsvorrichtung nach Anspruch 1, wobei
die Sollwertunterstützungsanteilfestsetzungseinrichtung
Mittel zur Festsetzung des Sollwertes des
Unterstützungsanteils mittels einer Fuzzy-Logik unter
Benutzung einer Membership-Funktion, die eine
vorherbestimmte Funktion ist, bei der
Fahrzeuggeschwindigkeitsparameter in eine Vielzahl von
Bereichen unterteilt ist, und wieviel der gegenwärtigen
Fahrzeuggeschwindigkeit jeden der Bereiche entspricht
(Anpassung) numerisch im Bereich von 0 bis 1 dargestellt
wird, bezüglich jeder der Vielzahl von Bereichen, zur
Bewertung der Fahrgeschwindigkeit des Fahrzeugs und einer
anderen Membership-Funktion, die eine vorherbestimmte
Funktion ist, bei der der Querbeschleunigungsparameter in
eine Vielzahl von Bereich unterteilt ist, und wieviel von
der gegenwärtigen Querbeschleunigung jedem der Bereiche
entspricht numerisch im Bereich von 0 bis 1 dargestellt
ist, bezüglich jeder der Vielzahl von Bereichen, zur
Bewertung der Querbeschleunigung des Fahrzeugs aufweist,
wodurch der angestrebte Unterstützungsanteil erhöht oder
erniedrigt wird in Abhängigkeit von dem Betrag der
Fahrgeschwindigkeit und erhöht oder erniedrigt wird in
Abhängigkeit vom Betrag der Querbeschleunigung.
3. Servolenkungsvorrichtung nach Anspruch 2, wobei
die Sollwertunterstützungsanteilfestsetzungseinrichtung
Mittel zur Festsetzung des Sollwertes des
Unterstützungsanteils mittels einer Fuzzy-Logik aufweist,
wodurch der angestrebte Unterstützungsanteil in
Abhängigkeit von einem Anstieg der Fahrgeschwindigkeit
verringert wird und in Abhängigkeit von einem Anstieg der
Querbeschleunigung verringert wird, wenn die
Querbeschleunigung in einem ersten Bereich anwächst, in
dem die Querbeschleunigung niedriger ist als ein
vorbestimmter Wert, und in Abhängigkeit von einem Anstieg
der Querbeschleunigung vergrößert wird, wenn die
Querbeschleunigung in einem zweiten Bereich anwächst, in
dem die Querbeschleunigung höher als in dem ersten
Bereich ist.
4. Servolenkungsvorrichtung nach Anspruch 2, wobei
die Sollwertunterstützungsanteilfestsetzungseinrichtung
Mittel zur Festsetzung des angestrebten Unterstützungs
anteils mittels einer Fuzzy-Logik unter Benutzung einer
Membership-Funktion, mit welcher der angestrebte
Unterstützungsanteil von einer Anpassung, berechnet für
die Fahrgeschwindigkeit des Fahrzeugs, bestimmt wird,
untd unter Benutzung einer anderen Membership-Funktion,
mit welcher der angestrebte Unterstützungsanteil von
einer Anpassung, berechnet für die Querbeschleunigung des
Fahrzeugs, bestimmt wird, aufweist, wodurch der
angestrebte Unterstützungsanteil mit steigender Anpassung
der Fahgeschwindigkeit verringert wird und mit steigender
Anpassung der Querbeschleunigung verringert wird, wenn
die Querbeschleunigung in einem ersten Bereich anwächst,
in dem die Querbeschleunigung niedriger als ein
vorbestimmter Wert ist, und mit steigender Anpassung der
Querbeschleunigung vergrößert wird, wenn die
Querbeschleunigung in einem weiteren Bereich anwächst, in
dem die Querbeschleunigung höher als in dem ersten
Bereich ist.
5. Servolenkungsvorrichtung nach Anspruch 4, wobei
die zweite Membership-Funktion zum Berechnen der
Querbeschleunigung den Sollunterstützungsanteil
verringert, wenn die Querbeschleunigung in einem ersten
Bereich anwächst, wo die Querbeschleunigung niedriger als
ein vorbestimmter Wert ist, den Sollunterstützungsanteil
vergrößert, wenn die Querbeschleunigung in einem zweiten
Bereich anwächst, wo die Querbeschleunigung höher ist als
der erste vorbestimmte Wert, und den
Sollunterstützungsanteil auf einen festen Wert festsetzt,
ungeachtet der Größe der Querbeschleunigung, in einem
dritten Bereich, wo die Querbeschleunigung zwischen dem
ersten vorbestimmten Wert und dem zweiten vorbestimmten
Wert ist.
6. Servolenkungsvorrichtung nach Anspruch 1, wobei
die Mittel zur Erfassung der Querbeschleunigung einen
Fahzeuggeschwindigkeitssensor zur Erfassung der
Fahrgeschwindigkeit des Fahrzeugs, einen Lenkwinkelsensor
zur Erfassung des Lenkwinkels des Fahrzeugs und Mittel
zur Berechnung der Querbeschleunigung durch eine
Berechnung basierend auf den Ergebnissen der Erfassung
des Fahrzeuggeschwindigkeitssensors und des
Lenkwinkelsensors aufweisen.
7. Servolenkungsvorrichtung nach Anspruch 14, wobei
die Mittel zur Erfassung der Querbeschleunigung einen
Sensor zur direkten Erfassung von
Querbeschleunigungskräften aufweisen.
8. Servolenkungsvorrichtung nach Anspruch 1, wobei
die Sollunterstützungsanteilfestsetzungseinrichtung den
Sollunterstützungsanteil erniedrigt, wenn die
Querbeschleunigung in einem ersten Bereich anwächst, wo
die Querbeschleunigung niedriger als ein vorbestimmter
Wert ist, den Sollunterstützungsanteil erhöht, wenn die
Querbeschleunigung in einem zweiten Bereich anwächst, wo
die Querbeschleunigung höher als der erste vorbestimmte
Wert ist, und den Sollunterstützunganteil auf einen
festen Wert festsetzt, ungeachtet der Größe der
Querbeschleunigung, in einem dritten Bereich, wo die
Querbeschleunigung zwischen dem ersten vorbestimmten Wert
und dem zweiten vorbestimmten Wert ist.
9. Verfahren für ein Fahrzeug mit einer Servolenkung
zur Erzeugung einer Lenkkraftunterstützung, wobei der
Anteil der Lenkkraftunterstützung in Abhängigkeit von der
Fahrzeuggeschwindigkeit variiert wird und verringert
wird, wenn die Querbeschleunigung in einem ersten Bereich
anwächst, in dem die Querbeschleunigung niedriger als ein
vorbestimmter Wert ist, und vergrößert wird, wenn die
Querbeschleunigung in einem zweiten Bereich anwächst, in
dem die Querbeschleunigung höher als in dem ersten
Bereich ist.
10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei der Anteil der
Lenkkraftunterstützung erhöht wird, wenn die
Fahrzeugeschwindigkeit abnimmt, und erniedrigt wird, wenn
die Fahrzeuggeschwindigkeit zunimmt.
11. Verfahren nach Anspruch 10, wobei der
Kraftunterstützungsanteil mit steigender
Querbeschleunigung des Fahrzeugs verringert wird, wenn
die Querbeschleunigung gleich oder kleiner als ein erster
Wert ist, wobei der Kraftunterstützungsanteil konstant
gehalten wird, wenn die Querbeschleunigung größer als der
erste Wert aber kleiner als ein größerer zweiter Wert
ist, und wobei der Kraftunterstützungsanteil erhöht wird,
wenn die Querbeschleunigung des Fahrzeugs über den
zweiten Wert ansteigt.
12. Verfahren nach Anspruch 9, wobei der angestrebte
Kraftunterstützungsanteil bei einer bis zu einer
vorgewählten Geschwindigkeit variierenden
Fahrzeuggeschwindigkeit konstant gehalten wird, und der
Kraftunterstützungsanteil erhöht wird, wenn die
Fahrzeuggeschwindigkeit über die vorgewählte
Geschwindigkeit ansteigt.
13. Verfahren nach Anspruch 12, wobei ein erster
Betriebsmodus und ein zweiter Betriebsmodus vorgesehen
sind, wobei die vorgewählte Geschwindigkeit im zweiten
Modus größer als im ersten Modus ist.
14. Verfahren nach Anspruch 9, mit Schritten zum
Erfassen der Fahrzeuggeschwindigkeit und der
Querbeschleunigung des Fahrzeugs.
15. Verfahren nach Anspruch 14, wobei die Schritte
zum Erfassen der Querbeschleunigung des Fahrzeugs das
Erfassen der Fahzeuggeschwindigkeit und das Erfassen
eines Lenkwinkels des Fahrzeugs beinhalten.
16. Verfahren nach Anspruch 9, wobei der
Kraftunterstützungsanteil mit einer Fuzzy-Logik bestimmt
wird.
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