DE4334088C2 - Mehrpoliger Verbinder - Google Patents

Mehrpoliger Verbinder

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf einen mehrpoligen nach dem Obergriff des Patentanspruch 1.
Solch ein mehrpoliger Verbinder für eine Speicherkarte (im folgenden nur noch als "Verbinder" bezeichnet) ist im vorderseitigen Bereich des Grundkörpers einer Speicherkarte angebracht und mit diesem Grundkörper fest verbunden. Der Verbinder hat einen elektrisch isolierten Körper, worin eine gewisse Anzahl von Aussparungen zur Einführung von Anschlußstiften angebracht sind, in die jeweils die Anschlußstifte eines mehrpoligen Steckers (im folgenden nur noch als "Stecker" bezeichnet) eingeführt werden. In jeder dieser Ausspa­ rungen zur Einführung von Anschlußstiften ist ein Kontaktstück unterge­ bracht, welches als Kontakt dient und einem Anschlußstift des Steckers entspricht.
Fig. 7 bis 10 zeigen bekannte Verbinder.
Der in Fig. 7 gezeigte Verbinder umfaßt den Isolationskörper A, in welchem Aussparungen B zur Einführung von Anschlußstiften angebracht sind. In jeder dieser Aussparungen B zur Einführung von Anschlußstiften ist ein Paar von plattenförmigen Kontaktstücken C, C symmetrisch angebracht, welches sich längs der Einführungs- und Rückzugsrichtung X der Anschlußstifte erstreckt. Die Kontaktstücke C, C sind miteinander durch einen aus einer dünnen Metallplatte gefertigten Verbindungsbereich D elektrisch verbunden. Der Verbindungsbereich D und die paarig angeordneten Kontaktstücke C, C werden durch Stanzen oder Biegen einstückig aus einer dünnen Metallplatte geformt.
Der in Fig. 8 gezeigte Verbinder umfaßt ein Paar Kontaktstücke C, C und einen Verbindungsbereich D, welche durch Ausstanzen einer dünnen Metall­ platte hergestellt werden. Die Seitenflächen der Kontaktstücke C, C dienen als Kontakte F, F.
Bei dem in Fig. 9 gezeigten Verbinder sind Kontakte F, F der paarig angebrachten Kontaktstücke C, C in der Richtung von vorne nach hinten gegeneinander verschoben, und die Sockelabschnitte der Kontaktstücke C, C sind miteinander durch einen Verbindungsbereich D elektrisch verbunden.
Bei dem Paar von Kontaktstücken C, C, welches bei den in Fig. 7, 8 und 9 gezeigten Verbindern verwendet wird, sind die einem Anschlußstift G1 oder G2 entsprechenden Kontakte F, F an Stellen angebracht, die (in der Rückzugs­ richtung der Anschlußstifte X1) vor dem Ankerbereiche E, E am Verbindungs­ bereich D liegen.
Der in Fig. 10 gezeigte Verbinder entspricht dem in Fig. 7 insofern, als daß ein Paar von plattenförmigen Kontaktstücken C, C, die sich längs der Einfüh­ rungs- und Rückzugsrichtung X der Anschlußstifte erstrecken, symmetrisch in jeder der im Isolationskörper A angebrachten Aussparungen B zur Einführung von Anschlußstiften angebracht ist, daß die Kontaktstücke C, C miteinander durch einen aus einer dünnen Metallplatte gefertigten Verbindungsbereich D elektrisch verbunden sind, und daß der Verbindungsbereich D und die Kontaktstücke C, C einstückig durch Stanzen oder Biegen aus einer dünnen Metallplatte hergestellt werden. Bei dem in Fig. 10 gezeigten Verbinder sind jedoch Kontakte F, F, die einem Anschlußstift G1 oder G2 entsprechen, an Stellen angebracht, die (mit Bezug zur Einführungsrichtung X2 der Anschluß­ stifte) weiter hinten liegen als die jeweils in den Sockelabschnitten liegenden Ankerbereiche E, E.
In Fig. 7 und 10 bezeichnet B1 den Körper des mehrpoligen Steckers.
Eine Anzahl von Anschlußstiften eines Steckers, der in einem Computer angebracht ist, in welchem eine Speicherkarte verwendet werden soll, stehen über den Steckerkörper mit Längen über, die in Abhängigkeit von der Art der zu verarbeitenden Signalen variieren. Das liegt daran, daß, wenn die Anschlußstifte des Steckers in die Aussparungen eines Verbinders zur Einführung von Anschlußstiften eingeschoben werden, um den Stecker mit dem Verbinder zu verbinden, sowohl die Kontaktzeitpunkte zwischen den Anschlußstiften, durch welche verschiedenartige Signale durchgehen, als auch die entsprechenden Kontaktstücke des Verbinders gegeneinander gemäß der Art der Signale verschoben sind.
Der in Verbindung mit Fig. 7 beschriebene Verbinder hat insofern eine höhere Verläßlichkeit, als daß sichergestellt wird, daß wenn die beiden Arten von Anschlußstiften, nämlich der kurze Anschlußstift G1 und der in der Figur durch gestrichelte Linien angedeutete lange Anschlußstift G2 eingeführt werden sollen, die Kontaktzeitpunkte der Anschlußstifte G1 und G2 mit den Kontakten F der entsprechenden Kontaktstücke C gegeneinander verschoben sind (die dem langen Anschlußstift G2 entsprechenden Kontaktstücke sind nicht dargestellt). Genauer gesagt stößt der Anschlußstift G1 unmittelbar bevor er in die Stellung eingeführt wird, in der die paarig angeordneten Kontaktstücke C, C voll anliegen (d. h. die Stellung, in der die Kontaktstücke C, C miteinander in der Querrichtung T des Körpers A überlappen) an die Kontakte F, F. Es ist unmöglich, daß der Anschlußstift G1 mit irgendeinem Bereich der Kontaktstücke C, C Kontakt bekommt, bevor er an die Kontakte F, F stößt. Dies trifft auch auf den langen Anschlußstift G2 zu. Infolgedessen wird die oben erwähnte Verschiebung zwischen den Kontaktzeitpunkten ermöglicht.
Die Kontakte F, F befinden sich jedoch weiter vorne als die Ankerbereiche E, E, welche jeweils in den Sockelabschnitten der Kontaktstücke C, C angebracht sind. Wenn nun während der Einführung der Anschlußstifte z. B. der kurze Anschlußstift G1 an die Kontakte F, F stößt, wird dementsprechend ein Teil der Kraft, die bei der Kollision entsteht, durch die Ankerbereiche E, E aufge­ nommen, wodurch eine große Kraft erzeugt wird, die die Einführung des Anschlußstifts G1 beeinträchtigt. Dies führt dazu, daß die zur Einführung des Anschlußstifts G1 erforderliche Kraft (Einschubkraft) vergrößert werden muß. Für den langen Anschlußstift G2 ergibt sich dieselbe Situation wie für den kurzen Anschlußstift G1. Da die Anschlußstifte G1 und G2 jeweils Paaren von Kontaktstücken C, C entsprechen, und eine Anzahl von Anschlußstiften G1 und G2 während des Einführvorgangs eines mehrpoligen Steckers auf die entsprechenden Kontakte F treffen, ist es notwendig, eine große Einschubkraft auszuüben, wodurch die Funktionsfähigkeit während des Einführungsvorgangs beeinträchtigt wird. Um dem Rechnung zu tragen, kann eine Anordnung gewählt werden, bei der ein einzelnes Kontaktstück einem einzelnen Anschluß­ stift zugeordnet ist, so daß die Funktionsfähigkeit während des Einführungs­ vorgangs verbessert wird. Bei dieser Anordnung hat jedoch jeder Anschlußstift nur mit einem Kontaktpunkt Kontakt, und dadurch wird die Kontaktsicherheit verringert.
Der in Verbindung mit Fig. 8 beschriebene Verbinder hat eine Anordnung, in welcher die Kontaktstücke C, C nur schwer in voneinander weglaufende Richtungen gebogen werden können. Deshalb kann bei diesem Verbinder die Kraft zum Einführen der Anschlußstifte größer sein als bei dem in Fig. 7 gezeigten Verbinder, so daß die Funktionsfähigkeit beim Einführungsvorgang im Vergleich zu dem in Fig. 7 gezeigten weiter herabgesetzt wird. Da die durch Stanzen einer dünnen Metallplatte hergestellten Seitenflächen als Kontakte F, F dienen, ist zudem die maximale Breite der Kontakte F, F auf die Dicke der dünnen Metallplatte beschränkt. Wenn ein Anschlußstift, der zwischen die Kontakte F, F eingeführt wird, etwas zu stark in die Querrichtung der Kontakte F, F abgelenkt wird (d. h. in die Richtung senkrecht zur Betrachtungsebene in Fig. 8), ist es deshalb nicht möglich, die Ablenkung zu kompensieren.
Wird ein Anschlußstift in die in Verbindung mit Fig. 9 beschriebene Verbinder­ anordnung eingeführt, stoßen die beiden Kontakte F, F nacheinander an den Anschlußstift. Dadurch wird die Funktionsfähigkeit während des Einführungs­ vorgangs im Vergleich zu der in Fig. 7 erhöht. Um die effektiven Längen L1 und L2 der Kontaktstücke C, C aneinander anzugleichen, während gleichzeitig die Anpreßdrücke von oben und unten gegen den Anschlußstift gleich gehalten werden, muß jedoch das Kontaktstück C mit dem hinten angebrachten Kontakt F von der Stellung des Kontaktstücks C mit dem vorneliegenden Kontakt F um eine der Verschiebung zwischen den Kontakten F, F entsprechende Strecke nach hinten verschoben werden. Dies vergrößert die Gesamtlänge des Verbinders, wodurch die Miniaturisierung beeinträchtigt wird.
Bei dem in Fig. 10 gezeigten Verbinder sind die Kontakte F, F weiter hinten angebracht als die Ankerbereiche E, E, die in den Sockelbereichen der Kontakt­ stücke C, C angebracht sind. Wenn der kurze Anschlußstift G1 während des Einführvorgangs z. B. mit den Kontakten F, F zusammenstößt, kommt es bei dieser Bauform nur zu einem Schwenken der paarig ausgelegten Kontakt­ stücke C, C um die entsprechenden Ankerbereiche E, E, und es kann nicht passieren, daß die während des Zusammenstoßes zwischen dem Anschlußstift G1 und den Kontakten F, F erzeugte Kraft durch die Ankerbereiche E, E aufge­ nommen wird. Dementsprechend wird keine große Kraft erzeugt, die den Anschlußstift daran hindert, eingeführt zu werden, und deshalb kann die Einschubkraft für den Anschlußstift G1 kleiner sein als die bei den in Fig. 7 und 8 gezeigten Verbindern benötigte. Für den langen Anschlußstift G2 ergibt sich dieselbe Situation wie für den kurzen Anschlußstift G1. Obwohl die Anschlußstifte G1 und G2 jeweils Paaren von Kontaktstücken C, C zugeordnet sind, und eine Anzahl von Anschlußstiften G1 und G2 während des Einführvor­ gangs eines mehrpoligen Verbinders auf entsprechende Kontakte F treffen, ist die benötigte Einschubkraft nicht so groß, und die Funktionsfähigkeit wird kaum beeinträchtigt.
Der Verbinder hat jedoch folgenden Nachteil: Wenn die beiden Arten von Anschlußstiften, der kurze Anschlußstift G1 und der in Fig. 10 durch gestri­ chelte Linien angedeutete lange Anschlußstift G2 eingeführt werden sollen, ist es schwierig, die Verschiebung zwischen den Kontaktzeitpunkten der Anschlußstifte G1 und G2 mit den Kontakten F der entsprechenden Kontakt­ stücke C sicher zu stellen (die dem langen Anschlußstift G2 entsprechenden Kontaktstücke sind nicht dargestellt). Genauer gesagt stößt der Anschlußstift G1 erst dann an die Kontakte F, F an, wenn der Anschlußstift G1 in die Stellung eingeführt worden ist, in der die paarig ausgelegten Kontaktstücke C, C voll anliegen. Falls der Anschlußstift G1 verbogen ist, kann es deshalb passieren, daß der kurze Anschlußstift G1 an das entsprechende Kontaktstück C stößt, bevor der lange Anschlußstift G2 an entsprechende Kontakten F, F stößt. Wenn eine solche Situation eintritt, ist es unmöglich, die Verschiebung zwischen den Kontaktzeitpunkten der beiden verschiedenen Anschlußstifte G1 und G2 mit den Kontakten zu gewährleisten.
Wie oben beschrieben, kann in einem mehrpoligen Verbinder für eine Speicher­ karte nach dem Stand der Technik, die Verschiebung zwischen den Kontakt­ zeitpunkten von Anschlußstiften unterschiedlicher Länge auf Kosten der Funktionsfähigkeit während des Einführvorgangs sichergestellt werden. Weiterhin hat ein mehrpoliger Verbinder nach dem Stand der Technik das Problem, daß die Verhinderung der eingeschränkten Funktionsfähigkeit während des Einführvorgangs zu Kosten der Verläßlichkeit bezüglich der Verschiebung zwischen den Kontaktzeitpunkten geht. Des weiteren hat ein mehrpoliger Verbinder nach dem Stand der Technik das Problem, daß wenn die Verschiebung zwischen den Kontaktzeitpunkten sichergestellt werden soll, ohne die Funktionsfähigkeit während des Einführvorgangs einzuschränken, die Miniaturisierung beeinträchtigt wird, oder die Verläßlichkeit der Kontakt­ zustände zwischen Kontakten und Anschlußstiften herabgesetzt wird.
Durch die DE 23 28 620 C ist eine mehrpolige Kontaktleiste bekannt, bei der gleichlange eckige Kontaktstifte wahlweise von beiden Stirnseiten der Mehrfachbuchse hereinsteckbar sind. Zu diesem Zweck sind die Buchsen der Kontaktleiste nach den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 ausge­ bildet.
Aus der US 4 607 907 ist eine Kontaktbuchse bekannt bei der einander gegenü­ berliegende und miteinander verbundene Federschenkel unterschiedlich lang und am vorderen Ende gebogen ausgebildet sind. Dadurch soll eine Verrin­ gerung der Einsteckkräfte bewirkt werden.
Die US 3 955 869 beschreibt eine Steckbuchse bei der die Ausführungen gemäß Fig. 7 und Fig. 10 für eine Steckbuchse zusammengefaßt sind.
Die vorliegende Erfindung soll die erwähnten Probleme lösen.
Es ist eine Aufgabe der Erfindung einen Verbinder bereitzustellen, in dem sowohl die Zuverlässigkeit bezüglich der Verschiebung zwischen den Kontakt­ zeitpunkten der Kontakte mit den beiden verschiedenen Arten von Anschluß­ stiften, nämlich den in einem Stecker vorhandenen kurzen und langen Anschlußstiften, und die Zuverlässigkeit der Kontaktgabe sichergestellt ist. Ferner soll die Funktionsfähigkeit während des Einführvorgangs verbessert werden kann, ohne bei einer der beiden Eigenschaften (Zuverlässigkeit oder Funktionsfähigkeit) Abstriche zu machen.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
In dem auf diese Weise ausgelegten erfindungsgemäßen Verbinder wird durch die räumliche Festlegung der Kontaktgabe die Verschiebung des Kontaktzeit­ punkts in Folge der unterschiedlich langen Anschlußstifte bestimmt. Genauer gesagt gilt, da sich der erste Kontakt weiter vorne befindet als der sich im Sockelabschnitt befindliche Ankerbereich, daß der Anschlußstift erst unmit­ telbar bevor er in die Stellung eingeführt worden ist, in der der erste Kontakt voll am Anschlußstift anliegt, an den Kontakt stößt. Es ist nicht möglich, daß der Anschlußstift mit dem ersten Kontaktstück Kontakt bekommt, bevor der Anschlußstift an den Kontakt stößt. Die Kraft, die vom Ankerbereich des ersten Kontaktstücks aufgenommen wird, wenn der Anschlußstift das erste Kontaktstück berührt, wird im Vergleich zu dem in Fig. 7 gezeigten Verbinder auf die Hälfte reduziert, so daß auch die Kraft, die die Einführung des Anschlußstifts behindert, im Vergleich zu der des in Fig. 7 gezeigten Verbinders auf die Hälfte reduziert wird.
Das zweite Kontaktstück entspricht den in Verbindung mit Fig. 10 gezeigten Kontakten. Da die Anzahl der Kontaktstücke auf die Hälfte des in Fig. 8 gezeigten Falles reduziert ist, ist die die Einführung des Anschlußstifts behin­ dernde und beim Zusammenstoß des Anschlußstifts mit dem zweiten Kontakt­ stück entstehende Kraft im Vergleich zu dem in Fig. 10 gezeigten Fall auf die Hälfte reduziert.
Da der eingeführte Anschlußstift mit zwei Punkten Kontakt erhält, d. h. mit den Kontakten des ersten und des zweiten Kontaktstücks, ist die Kontaktsi­ cherheit bezüglich des Anschlußstifts gleich groß wie die der in Fig. 7 bis 10 gezeigten Verbinder.
Wie oben beschrieben kann der erfindungsgemäße Verbinder folgende Wirkungen erzielen:
  • a) daß die Verschiebung zwischen den Kontaktzeitpunkten der Anschlußstifte unterschiedlicher Länge sichergestellt ist,
  • b) daß die Funktionsfähigkeit während des Einführvorgangs ausgezeichnet ist, und
  • c) daß die Kontaktsicherheit der Kontakte bezüglich der Anschlußstifte im selben Maße wie beim Stand der Technik verwirklicht werden kann.
In einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform des Verbinders, sind die Aussparungen zur Einführung von Anschlußstiften in zwei voneinander in Querrichtung des Körpers getrennten Reihen angeordnet, und jede der Reihen erstreckt sich in Längsrichtung des Körpers und besteht aus zwei oder mehreren Aussparungen zur Einführung von Anschlußstiften.
Für dieselbe Anzahl von Polen ist die Breite des Verbinderkörpers dieser Bauform halb so groß wie die eines Verbinders, welcher in einer Reihe angeordnete Aussparungen zur Einführung von Anschlußstiften aufweist.
In der weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform des Verbinders werden die ersten und zweiten Kontaktstücke und der Verbindungsbereich durch mechanische Bearbeitung einer dünnen Metallplatte einstückig ausgebildet, wobei die ersten und zweiten Kontaktstücke so angeordnet sind, daß sie um 180° zueinander verschoben sind. Dabei besteht die dünne Metallplatte aus einem gewalzten Material, und die Kontakte der ersten und zweiten Kontakt­ stücke werden jeweils auf Seitenflächen gebildet, die beim Walzen des Materials entstehen.
Der dieser Bauform entsprechende Verbinder gewährleistet, daß selbst ein starkes seitliches Ausweichen der Anschlußstifte in Querrichtung bei der Einführung zwischen die Kontakte kompensiert werden kann.
Die Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich auch aus der nachfol­ genden Beschreibung von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit den Ansprüchen und den Zeichnungen; es zeigen:
Fig. 1 einen Teilschnitt durch eine Speicherkarte, an der ein erfindungsgemäßer Verbinder angebracht ist;
Fig. 2 eine Teilansicht eines Verbinders und einer Verbinderführung von vorne;
Fig. 3 eine perspektivische Teilansicht einer Buchse und eines Anschlußstifts;
Fig. 4 ein Diagramm, das die Einbauanordnung der Buchsen auf einem Körper verdeutlicht;
Fig. 5 ein Diagramm, welches den Zustand zeigt, in dem ein Anschlußstift an die Kontakte eines Verbinders stößt;
Fig. 6 ein Diagramm, welches den Zustand zeigt, in dem ein Anschlußstift in die Aussparungen zur Einführung von Anschlußstiften eingeführt wird;
Fig. 7 einen Schnitt durch einen Verbinder nach dem Stand der Technik;
Fig. 8 einen Schnitt, der einen anderen bekannten mehrpoligen Verbinder für eine Speicherkarte zeigt;
Fig. 9 einen Schnitt, der noch einen anderen bekannten mehrpoligen Verbinder für eine Speicherkarte zeigt;
Fig. 10 einen Schnitt, der einen nochmals anderen bekannten mehrpoligen Verbinder für eine Speicherkarte zeigt.
Wie in Fig. 1 gezeigt, wird ein Verbinder 1 am vorderseitigen Bereich eines Körpers 100 einer Speicherkarte so befestigt, daß er mit dem Körper fest verbunden ist. Das Bezugszeichen 101 bezeichnet eine Leiterplatte, und 102 bezeichnet Vorrichtungen, die auf der Leiterplatte 101 aufgesteckt sind.
Wie aus Fig. 5 und 6 ersichtlich, ist der Isolierkörper 2 des Verbinders 1 mit einer Anzahl von Aussparungen 3 zur Einführung von Anschlußstiften versehen, in welche Anschlußstifte G1 und G2 eines mehrpoligen elektrischen Steckers (nicht gezeigt) jeweils eingeführt werden sollen. Die Aussparungen 3 zur Einführung von Anschlußstiften sind nebeneinander liegend angeordnet, so daß sie zwei Reihen bilden, die in Querrichtung T (Fig. 1) des Körpers 2 vonein­ ander getrennt sind und die Gestalt einer dünnen Platte aufweisen. Jede der Reihen erstreckt sich in Längsrichtung W (Fig. 2) des Körpers 2 und besteht aus zwei oder mehreren Aussparungen zur Einführung von Anschlußstiften. Wie in Fig. 2 gezeigt, sind die Löcher 31 zur Einführung von Anschlußstiften, die jeweils den Aussparungen 3 zur Einführung von Anschlußstiften entsprechen, an der vorderseitigen Stirnfläche des Körpers 2 geöffnet.
In jeder der Aussparungen 3 zur Einführung von Anschlußstiften, ist eine in Fig. 3 gezeigte Buchse 4 an einer jeweils vorbestimmten Stelle untergebracht. Die Buchse 4 umfaßt ein einzelnes erstes plattenförmiges Kontaktstück 5, ein einzelnes zweites plattenförmiges Kontaktstück 6, und einen einzelnen platten­ förmigen Verbindungsbereich 7, welche durch Einwirkung mechanischer Verfahren wie Stanzen und Biegen auf eine dünne Metallplatte aus gewalztem Material hergestellt werden, so daß das resultierende Kontaktstück von vorne betrachtet eine U-förmige Gestalt hat. Je eine Buchse 4 dieser Ausführung ist in je einer Aussparung 3 zur Einführung von Anschlußstiften untergebracht. Wie in Fig. 4 gezeigt, ist eine bestimmte Anzahl von Aussparungen 3 zur Einführung von Anschlußstiften in zwei Reihen angebracht, nämlich in einer oberen Reihe, die im oberen Bereich des Körpers 2 gebildet ist, und in einer unteren Reihe, die im unteren Bereich des Körpers 2 angebracht ist. Die Buchsen 4 sind in den Aussparungen 3 zur Einführung von Anschlußstiften so untergebracht, daß die offene Seite des U-Bogens eines jedes der Glieder 4 in der oberen Reihe in dieselbe seitliche Richtung zeigt, und daß der U-Bogen eines jedes der Glieder 4 in der unteren Reihe in dieselbe Richtung entgegenge­ setzt zur seitlichen Richtung zeigt. Das erste Kontaktstück 5 erstreckt sich von einem sich in dem Sockelbereich befindlichen Ankerbereich 51 nach vorne zur Einführungs- bzw. Rückzugsrichtung X der Anschlußstifte (Fig. 5 und 6). Ein bogenförmiger Bereich 52 befindet sich im vorderseitigen Bereich des ersten Kontaktstücks. In dem ersten Kontaktstück 5 befindet sich der Kontakt 52 deshalb weiter vorne als der Ankerbereich 51. Das zweite Kontaktstück 6 erstreckt sich nach hinten von einem sich in dem Sockelbereich befindlichen Ankerbereich 61 längs der Einführungs- bzw. Rückzugsrichtung X der Anschlußstifte (Fig. 5 und 6). Ein bogenförmiger Kontakt 62 befindet sich im hinteren Teil des zweiten Kontaktstücks. Im zweiten Kontaktstück 6 befindet sich der Kontakt 62 deshalb weiter hinten als der Ankerbereich 61. Das zweite Kontaktstück 6 liegt dem ersten Kontaktstück 5 gegenüber, und der Kontakt 62 des zweiten Kontaktstücks 6 befindet sich weiter hinten als der Kontakt 52 des ersten Kontaktstücks. Der Verbindungsbereich 7 ist mit dem ersten Kontaktstück 5 und dem zweiten Kontaktstück 6 elektrisch verbunden.
In dieser Ausführungsform sind die ersten und zweiten Kontaktstücke 5 und 6 so angeordnet, daß sie zueinander um 180° verschoben sind. Die Kontakte 52 und 62 des ersten und zweiten Kontaktstücks 5 und 6 sind jeweils an Seiten­ flächen angebracht, die durch Walzen von Material hergestellt werden.
Wie in Fig. 1 gezeigt, sind Anschlußbuchsen 41, die sich von entsprechenden Buchsen 4 ausgehend nach hinten erstrecken, mit Schaltungen verbunden, die sich auf der im Kartenkörper 100 eingesetzten Leiterplatte 101 befinden.
Bei dem Verbinder mit der oben beschriebenen Anordnung dient der Kontakt 52 des ersten Kontaktstücks 5 als ein Kontakt zur Festlegung des Erstkontakt­ zeitpunkts, um die Verschiebung zwischen den Kontaktzeitpunkten der unter­ schiedlich langen Anschlußstifte G1 und G2 sicher zu stellen. Genauer gesagt befindet sich der Kontakt 52 des ersten Kontaktstücks 5 weiter vorne als der Ankerbereich 51. Wenn zum Beispiel der lange Anschlußstift G2 in die entspre­ chende Aussparung 3 zur Einführung von Anschlußstiften eingeführt wird, führt dies, wie in Fig. 5 gezeigt, dazu, daß zuerst der Anschlußstift G2 an den Kontakt 52 stößt, um das erste Kontaktstück 5 in die vom zweiten Kontakt­ stück 6 wegweisende Richtung zu bewegen, und er dann weiter eingeführt wird, um die Stellung zu erreichen, in der das erste Kontaktstück 5 voll am Anschlußstift G2 anliegt (d. h. die Stellung, in der sich der Anschlußstift G2 und das erste Kontaktstück 5 miteinander in Querrichtung T des Körpers 2 überlappen). Bevor nicht der Anschlußstift G2 mit dem Kontakt 52 zusammen­ stößt, ist es demzufolge nicht möglich, daß der Anschlußstift G2 mit irgend­ einem anderen Bereich als dem Kontakt 52 des ersten Kontaktstücks 5 zusam­ menstößt oder in Berührung kommt. Wenn die Anschlußstifte unterschied­ licher Länge, G1 und G2, des Steckers in die Aussparungen 3 zur Einführung von Anschlußstiften des Verbinders eingeführt werden, berührt deshalb der lange Anschlußstift G2 zuerst den Kontakt 52 des diesem Anschluß entspre­ chenden ersten Kontaktstücks 5, und dann tritt der kurze Anschlußstift G1 mit dem Kontakt 52 des dem Anschluß entsprechenden ersten Kontaktstücks 5 in Kontakt. Dies führt dazu, daß selbst wenn der Anschlußstift G1 oder G2 etwas verformt ist, die Verschiebung zwischen den Kontaktzeitpunkten eingehalten werden kann. Da des weiteren für jeden der Anschlußstifte G1 und G2 nur ein erstes Kontaktstück 5 zur Verfügung steht, ist die vom Ankerbereich beim Zusammenstoß mit den Anschlußstiften G1 oder G2 aufgenommene Kraft klein, und auch die der Einführung der Anschlußstifte G1 und G2 entgegenwirkende Kraft wird vermindert.
Wenn der Anschlußstift G1 nach Erreichen der Stellung, in der das erste Kontaktstück 5 voll am Anschlußstift G1 anliegt, weiter eingeführt wird, stößt der Anschlußstift G1 an den Kontakt 62 des zweiten Kontaktstücks 6 an, um das zweite Kontaktstück 6 um den Ankerbereich 61 herum in die vom ersten Kontaktstück 5 wegführende Richtung zu verschieben. Im zweiten Kontakt­ stück 6 ist der Kontakt 62 an einer Stelle angebracht, die (längs der Einfüh­ rungsrichtung X2 des Anschlußstifts) weiter hinten liegt als der Ankerbereich 61. Wenn der Anschlußstift G1 oder G2 an irgendeinen Bereich des zweiten Kontaktstücks 6 stößt, empfängt der Ankerbereich 61 deshalb nicht die durch diesen Zusammenstoß hervorgerufene Kraft, was dazu führt, daß die die Einführung behindernde Kraft, die dann erzeugt wird, wenn der Anschlußstift G1 oder G2 an den zweiten Anschlußstift 6 stößt, nicht so groß ist. Da nur ein zweites Kontaktstück 6 für jeden der Anschlußstifte G1 und G2 vorgesehen ist, ist des weiteren die das Einführen der Anschlußstifte G1 und G2 behindernde Kraft sehr klein. Wenn die Anschlußstifte G1 und G2 vollkommen eingeführt sind, stellt jeder der Anschlußstifte G1 und G2 an zwei Punkten Kontakt her, oder kommt, wie in Fig. 6 gezeigt, mit dem Kontakt 52 des ersten Kontakt­ stücks 5 und dem Kontakt 62 des zweiten Kontaktstücks 6 in Kontakt, so daß die Kontaktsicherheit der Anschlußstifte G1 und G2 der Kontaktsicherheit der in Verbindung mit Fig. 7 und 8 beschriebenen Verbinder nach dem Stand der Technik entspricht.
Wie in Fig. 3 detailliert gezeigt, erstreckt sich der erste Kontakt 5 vom Anker­ bereich 51 nach vorne, und das zweite Kontaktstück 6 erstreckt sich vom Ankerbereich 61 nach hinten, und das erste und das zweite Kontaktstück 5 und 6 sind so angeordnet, daß sie zueinander um 180° versetzt sind. Diese An­ ordnung hindert den die Kontaktstücke 5 und 6 umfassenden Bereich daran, in der von vorne nach hinten laufenden Richtung größer zu werden als die Kon­ taktstücke 5 oder 6, wodurch die Miniaturisierung der Kontaktstücke 5 und 6 und auch die des Verbinders verwirklicht werden kann.
Da die Kontakte 52 und 62 des ersten und zweiten Kontaktstücks 5 und 6 je­ weils auf Seitenflächen ausgebildet sind, die durch einen Walzvorgang herge­ stellt worden sind, können weiterhin die Breiten (die Breiten in senkrechter Richtung in Fig. 3) der Kontakte erhöht werden. Dementsprechend können die Kontakte 52 und 62 jeweils mit Breiten versehen werden, die so groß sind, daß selbst wenn der in die jeweils entsprechende Aussparung zur Einführung von Anschlußstiften eingeführte Anschlußstift G1 oder G2 in vertikaler Richtung verschoben wird, die Verschiebung ausreichend kompensiert werden kann.

Claims (5)

1. Mehrpoliger Verbinder bestehend aus einem Isolierkörper (2) mit in diesen eingesetzten Kontaktbuchsen (4) und einem mehrpoligen Stecker mit Anschlußstiften (G1, G2), die in die Kontaktbuchsen einsteckbar sind, wobei die Kontaktbuchsen (4) jeweils von einem U-förmigen Anschlußbügel (7) ausgehend gegensinnig angeordnete Federschenkel (5, 6) mit am freien Ende nach außen abgebogenen Kontaktenden (52; 62) aufweisen, die sich in Einführungs- und Rückzugsrichtung (X) der Anschlußstifte erstrecken, dadurch gekennzeichnet, daß der mehrpolige Stecker unterschiedlich lange Anschlußstifte (G1, G2) hat, wobei sich deren Länge derart unterscheidet, daß die längeren Anschlußstifte (G2) die in Aussparungen (3) am Isolierkörper (2) hinter Löchern (31) zum Einführen der Anschlußstifte liegenden, abgebogenen Kontaktenden (52) der Federschenkel (5) der Kontaktbuchsen (4) zuerst berühren, bevor die kürzeren Anschlußstifte (G1) mit den gegenüberliegenden Federschenkeln (6) der Kontaktbuchsen (4) in Kontakt kommen.
2. Mehrpoliger Verbinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Aussparungen (3) zur Einführung der Anschlußstifte (G1, G2) in zwei in Querrichtung (T) dieses Körpers (2) voneinander getrennten Reihen angeordnet sind, wobei sich jede dieser Reihen in der Breite (W) dieses Körpers (2) erstreckt und zwei oder mehr Aussparungen (3) zum Einführen von Anschlußstiften hat.
3. Mehrpoliger Verbinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Kontaktbuchsen (4) aus einer dünnen Metallplatte aus einem gewalzten Material bestehen, und daß die Federschenkel (5, 6) jeweils aus beim Walzen entstehende Seitenstreifen geformt sind.
4. Mehrpoliger Verbinder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktbuchsen (4) mit einer nach hinten sich erstreckenden Anschlußbuchse (41) versehen sind, in welche eine Leiterplatte (101) einsteckbar ist.
5. Mehrpoliger Verbinder nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die jeweils in den Aussparungen (3) der einen Reihe untergebrachten Kontaktbuchsen (4) alle zur selben seitlichen Richtung hin ausgerichtet sind, und daß die jeweils in Aussparungen (3) der anderen Reihe untergebrachten Kontaktbuchsen (4) alle zur entgegengesetzten Richtung hin ausgerichtet sind.
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