DE4337965A1 - Freifallrettungsboot - Google Patents
FreifallrettungsbootInfo
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- 230000005484 gravity Effects 0.000 claims description 7
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B63—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
- B63B—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; EQUIPMENT FOR SHIPPING
- B63B23/00—Equipment for handling lifeboats or the like
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Freifallrettungsboot
nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Aus der EP 0 144 646 ist eine Ablaufvorrichtung für Frei
fall-Rettungsboote bekannt geworden, die eine zur Horizon
talen geneigte oder neigbare Ablaufbahn, z. B. am Heck ei
nes Schiffes, aufweist. Die Ablaufbahn weist zwei paralle
le Reihen von Tragrollen auf mit in der Ablaufebene lie
genden Drehachsen, die mit nach unten weisenden Stütz
flächen an der Längsseite des Rettungsbootes zusammenwir
ken. Ferner sind zwei parallele Reihen von Führungsrollen
vorgesehen, die mit Führungsflächen am Rettungsboot zusam
menwirken. Die Drehachsen der Führungsrollen verlaufen
senkrecht zur Ablaufebene, und die Trag- und Führungsrol
len sind in wechselnder Folge angeordnet, wobei Stütz
flächen und Führungsflächen oberhalb des Schwerpunktes des
Bootskörpers angeordnet sind.
Bei den bekannten Freifallrettungsbooten werden die Stütz
flächen von Führungsschienen gebildet, die sich in gerader
Linie an der Längsseite des Bootes erstrecken. Sie können
sich bis zum Bootsheck oder auch nur in den Bereich der
größten Bootsbreite erstrecken.
Während des Ablaufens des Bootes an einer derartigen Ab
laufbahn tritt infolge der senkrecht wirkenden Schwerkraft
ein Drehmoment auf, sobald das Boot mit seinem Schwerpunkt
über die unterste Tragrolle hinausgerollt ist. Dadurch
wird eine Drehung des Bootes mit seinem vorderen Teil nach
unten eingeleitet. Weil Schiffe jedoch verschiedene Tief
gänge haben je nach Größe und Beladungszustand, wird in
folge der Drehbewegung des Bootes der Auftreffwinkel auf
die Wasseroberfläche bei größerer Höhe steiler und bei ge
ringerer Höhe flacher ausfallen. Der Auftreffwinkel auf
die Wasseroberfläche ist aber entscheidend für die dann
durch den Bootsauftrieb im Wasser auftretenden Bremskräfte
und für das Auslaufverhalten des Bootes, d. h. der Fortbe
wegung vom Schiff.
Die Bremskräfte wirken direkt auf die Bootsinsassen ein.
Es ist daher das Bestreben, diese so gering wie möglich zu
halten. Es ist ferner für die Sicherheit der Bootsinsassen
wichtig, daß das Boot sich aus der eigenen Ablaufbewegung
so weit wie möglich vom Schiff entfernt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Freifallret
tungsboot zu schaffen, das ein kontrolliertes Eintauchen
in das Wasser ermöglicht.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs
1 gelöst.
Bei dem erfindungsgemäßen Freifallrettungsboot sind die
Stützflächenabschnitte im mittleren Bereich des Bootes an
nähernd parallel zur Längsachse des Schiffes, während die
Stützflächenabschnitte zum ablaufenden Ende des Bootes hin
sich in einem Winkel zu den mittleren Stützflächenab
schnitten schräg nach oben erstrecken. Da die Freifall
rettungsboote normalerweise vorwärts von der Ablaufbahn
abrollen, liegen dementsprechend die geneigten Stütz
flächenabschnitte im Heckbereich des Schiffes.
Nach einer Ausgestaltung der Erfindung können auch die
Stützflächenabschnitte am ablaufenden Ende gerade verlau
fen. Nach einer alternativen Ausgestaltung der Erfindung
erstrecken sich die Stützflächenabschnitte in einer
schwachen Kurve nach oben.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung liegt die
Schnittlinie der Stützflächenabschnitte im Bereich des
Schwerpunkts oder in Ablaufrichtung gesehen vor dem
Schwerpunkt des Bootskörpers.
Wenn das erfindungsgemäße Freifallrettungsboot mit der
"Knickstelle" der Stützflächen über die unterste Tragrolle
hinausgerollt ist, macht das Boot infolge seiner Schwer
kraft auch mit seinem hinteren Teil eine Bewegung nach
unten, was einer Drehbewegung des Bootes entgegenwirkt.
Dadurch kann der Auftreffwinkel auf die Wasseroberfläche
bei verschiedenen Ablaufhöhen in engen Grenzen gehalten
werden. Außerdem wird die Bestimmung des Auftreffwinkels
mit den geringsten Bremskräften dadurch erleichtert.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Zeichnungen
näher erläutert.
Fig. 1 zeigt die Seitenansicht eines Freifallrettungsboots
nach der Erfindung auf einer herkömmlichen Ablauf
bahn.
Fig. 2 zeigt in verschiedenen Phasen das Ablaufverhalten
des Bootes nach Fig. 1 in schematischer Darstel
lung.
Auf dem bei 10 angedeuteten Heck eines Schiffes ist eine
Ablaufbahn 12 für ein Freifallrettungsboot 14 vorgesehen.
Die Ablaufbahn besteht aus zwei parallelen beabstandeten
schräg angeordneten Schienen, von denen eine bei 16 zu er
kennen ist. Die Schienen sind in geeigneter, nicht näher
bezeichneten Art und Weise am Heck 10 angebracht. Die
Schienen 16 lagern Stützrollen 18, von denen mehrere in
Ablaufrichtung beabstandet um eine horizontale Achse dreh
bar gelagert sind. Wie erkennbar, weisen die Schienen 16
auch Führungsrollen 20 auf, und zwar jeweils am hinteren
und vorderen Ende sowie annähernd in der Mitte, deren
Achsen senkrecht zu denen der Stützrollen stehen. An der
Längsseite des Freifallrettungsbootes 14 ist eine Stütz
fläche 22 angeordnet, die sich von einem vorderen Bereich
bis annähernd zum Heck hin erstreckt. Mit Hilfe der Stütz
fläche 22 stützt sich das Boot 14 auf den Trag- oder
Stützrollen 18 ab. Die Führungsrollen 20 liegen seitlich
an einer nicht näher bezeichneten Führungsfläche des Boo
tes 14 unterhalb der Stützfläche 22 und sorgen für ein Ge
raderichten des Bootes 14 beim Ablaufen.
Wie ferner aus Fig. 1 zu erkennen, ist die Stützfläche 22
unterteilt in einen annähernd parallel zur Längsachse des
Bootes verlaufenden geraden Stützflächenabschnitt 24 und
einen hinteren sich schräg nach oben erstreckenden Stütz
flächenabschnitt 26. Der "Knickpunkt" 28 zwischen den
Stützflächenabschnitten 24, 26 liegt im Bereich der hin
tersten Stützrolle 18 und in jedem Fall etwas hinter dem
Schwerpunkt des Bootskörpers. Der Winkel zwischen den
Stützflächenabschnitten 24, 26 beträgt etwa 5 bis 100.
In Fig. 2 sind drei verschiedene Phasen des Bootes 14 wäh
rend seines Ablaufs vom Heck 10 des Schiffes dargestellt.
Bei der Anordnung des Bootes 14 auf der Ablaufbahn 12 hat
das Heck eine Höhe h über dem bei 30 angedeuteten Wasser
spiegel. Die Ablaufbahn hat einen Winkel α zur Längsachse
des Schiffes. Wird das Boot 14 aus seiner Verzurrung
(nicht gezeigt) freigegeben, rollt es durch Schwerkraft
auf den Stützrollen 18 an der Ablaufbahn 12 schräg nach
unten. Hierbei erfolgt eine Abstützung des Bootes 14 durch
die Stützrollen 18 im wesentlichen im Stützflächenab
schnitt 24. Tritt jedoch die unterste Stützrolle 18 mit
dem hinteren Stützflächenabschnitt 26 in Eingriff, dann
wird das Boot in diesem Bereich zunehmend nach unten be
wegt. Dadurch wird das Drehmoment, das das Boot 14 beim
Verlassen der Stützrollen 18 entgegen dem Uhrzeigersinn
erhält, teilweise kompensiert. Man erhält auf diese Weise
einen Auftreffwinkel β, der sich aufgrund der Ausbildung
der Stützfläche 22 in relativ engen Grenzen hält unabhän
gig von der Höhe h des Bootes 14 über der Wasserfläche 30.
Claims (5)
1. Freifallrettungsboot, das an beiden Längsseiten eine
Stützfläche aufweist zur rollenden Abstützung auf
parallelen Reihen von um eine annähernd horizontale
Achse drehbar gelagerten in Laufrichtung im Abstand an
geordneten Stützrollen an einer zur Horizontalen ge
neigten oder neigbaren Ablaufbahn an einem Schiff, da
durch gekennzeichnet, daß Stützflächenabschnitte (24)
im mittleren Bereich des Bootes (14) annähernd parallel
zur Längsachse des Bootes (14) verlaufen, während
Stützflächenabschnitte (26) zum ablaufenden Ende des
Bootes (14) hin sich in einem Winkel zu den mittleren
Stützflächenabschnitten (24) schräg nach oben er
strecken.
2. Freifallrettungsboot nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Stützflächenabschnitte am ablaufenden
Ende gerade verlaufen.
3. Freifallrettungsboot nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Stützflächenabschnitte (26) am ablau
fenden Ende in einer schwachen Kurve nach oben verlau
fen.
4. Freifallrettungsboot nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schnittlinie der Stütz
flächenabschnitte (24, 26) im Bereich des Schwerpunkts
oder in Ablaufrichtung gesehen vor dem Schwerpunkt des
Bootskörpers liegt.
5. Freifallrettungsboot nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel zwischen den
Stützflächenabschnitten (24, 26) annähernd 5 bis 10°
beträgt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934337965 DE4337965C2 (de) | 1993-11-06 | 1993-11-06 | Freifallrettungsboot |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934337965 DE4337965C2 (de) | 1993-11-06 | 1993-11-06 | Freifallrettungsboot |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4337965A1 true DE4337965A1 (de) | 1995-05-11 |
| DE4337965C2 DE4337965C2 (de) | 1998-01-22 |
Family
ID=6501990
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19934337965 Expired - Lifetime DE4337965C2 (de) | 1993-11-06 | 1993-11-06 | Freifallrettungsboot |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4337965C2 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| RU2570474C1 (ru) * | 2014-05-06 | 2015-12-10 | Российская Федерация, От Имени Которой Выступает Министерство Промышленности И Торговли Российской Федерации | Спусковое устройство спасательной шлюпки для ледовых условий |
| CN112960080A (zh) * | 2021-03-31 | 2021-06-15 | 嘉兴市锦佳船舶制造股份有限公司 | 一种船体下水辅助装置 |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| RU2583828C1 (ru) * | 2014-12-22 | 2016-05-10 | Федеральное государственное унитарное предприятие "Крыловский государственный научный центр" | Система коллективного спасения персонала с морских нефтегазовых сооружений в ледовых условиях |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0144646A1 (de) * | 1983-11-02 | 1985-06-19 | Helmut Hatecke | Ablaufvorrichtung für Frei-Fall-Rettungsboote |
| DE3329159C2 (de) * | 1983-08-12 | 1988-06-09 | Robert 2160 Stade De Hatecke | |
| DD266543A1 (de) * | 1987-12-22 | 1989-04-05 | Volkswerft Stralsund Veb | Bootsaussetzeinrichtung auf fischfangschiffen mit heckaufschleppe |
-
1993
- 1993-11-06 DE DE19934337965 patent/DE4337965C2/de not_active Expired - Lifetime
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| CN112960080A (zh) * | 2021-03-31 | 2021-06-15 | 嘉兴市锦佳船舶制造股份有限公司 | 一种船体下水辅助装置 |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4337965C2 (de) | 1998-01-22 |
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