DE4407724C2 - Rücksitzanordnung in einem Kraftwagen - Google Patents

Rücksitzanordnung in einem Kraftwagen

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DE4407724C2
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60NSEATS SPECIALLY ADAPTED FOR VEHICLES; VEHICLE PASSENGER ACCOMMODATION NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B60N2/00Seats specially adapted for vehicles; Arrangement or mounting of seats in vehicles
    • B60N2/002Seats provided with an occupancy detection means mounted therein or thereon
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B60N2/00Seats specially adapted for vehicles; Arrangement or mounting of seats in vehicles
    • B60N2/75Arm-rests
    • B60N2/753Arm-rests movable to an inoperative position
    • B60N2/757Arm-rests movable to an inoperative position in a recess of the back-rest

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  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Seats For Vehicles (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Rücksitzanordnung in einem Kraftwa­ gen mit einer von der Rückenlehne mittig aufgenommenen, um eine unten liegende Achse verschwenkbaren Armlehne, wobei dieser eine mitschwenkbare Kopfstütze zugeordnet ist, die bei eingeschwenk­ ter Armlehne die Oberseite der Rückenlehne zunächst nicht über­ ragt und im Bedarfsfall über die Oberseite der Rückenlehne aus­ fahrbar ist.
Eine derart einer Rücksitzanordnung zugeordnete Armlehne, aus der in ihrer Außergebrauchsstellung eine Kopfstütze heraus­ schiebbar ist, kann der DE 40 15 872 C1 als bekannt entnommen werden. In vorteilhafter Weise übernimmt dabei die schwenkbare Armlehne eine Doppelfunktion und stellt dann, wenn der Rücksitz von drei Personen besetzt ist, dem mittig sitzenden Fahrgast ei­ ne Kopfstütze zur Verfügung, die sowohl im eingefahrenen Zustand als auch bei abgeklappter Armlehne die Sitzverhältnisse nach hinten nicht beeinträchtigt. Die Armlehne ist in Längser­ streckungsrichtung unterteilt, wobei ihr schwenkachsenferner Abschnitt die Kopfstütze bildet. Beim Ausfahren der Kopfstütze ergibt sich ein Freiraum zur übrigen, nun als Rückenpolster die­ nenden Armlehne, so daß der Schulterbereich des Sitzbenutzers nicht ausreichend abgestützt ist, was sich insbesondere bei län­ geren Fahrtstrecken negativ bemerkbar macht.
Es ist Aufgabe der Erfindung, die vorbeschriebene Armlehne unter Beibehaltung ihrer vorteilhaften Eigenschaften so weiterzubil­ den, daß bei eingeklappter Armlehne und ausgefahrener Kopfstütze eine gute Schulterabstützung des Sitzbenutzers gegeben ist.
Diese Aufgabe wird bei einer Rücksitzanordnung nach dem Ober­ begriff des Patentanspruches 1 durch dessen kennzeichnende Merk­ male gelöst. Dadurch, daß die Armlehne aus zwei weitestgehend deckungsgleichen Polsterabschnitten besteht und bei einge­ schwenkter Armlehne der dann fahrgastferne hintere Abschnitt zur Bildung der Kopfstütze hochgeschoben wird, behält der fahrgast­ nahe Polsterabschnitt seine Position bei und ist imstande, den Schulterbereich des Insassen komfortabel abzustützen.
Verlaufen die Führungen bogenförmig zum Kopf des Benutzers ge­ neigt, so ergibt sich in vorteilhafter Weise nur ein äußerst ge­ ringer Abstand zwischen dem ausgefahrenen Kopfstützenabschnitt und dem Kopf des Passagiers.
Der Schacht ist durch einen federnd in Schließstellung gehalte­ nen Deckel bei abgesenktem Polsterabschnitt abgedeckt, wodurch das Aussehen verbessert und gleichzeitig verhindert wird, daß Gegenstände in den Schacht fallen können.
Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung erfolgen die Hubbewegungen des Polsterabschnittes hilfskraftbetätigt und werden durch einen dem mittleren Rücksitzplatz zugeordneten Sitzkontaktschalter ausgelöst. Auf diese Weise wird bei einge­ klappter Armlehne in Abhängigkeit vom Besetztsein oder Nichtbe­ setztsein des mittleren Rücksitzplatzes ein selbsttätiges Aus- und Einfahren des Polsterabschnittes herbeigeführt. Durch gün­ stiges Plazieren des Sitzkontaktschalters und durch sein abge­ stimmtes Ansprechverhalten wird verhindert, daß Gepäckstücke, die auf dem Rücksitz abgelegt werden, ein Ausfahren des Polster­ abschnittes bewirken können.
Bei einem anderen Ausführungsbeispiel der Erfindung kann nach dem Aufheben einer unteren Sperre der verdeckte Polsterabschnitt gegen Federkraft bis zum Erreichen einer gesicherten Endstellung manuell hochgeschoben werden, wobei beim Aufheben der so ge­ schaffenen oberen Sperre der Polsterabschnitt selbsttätig wieder in seine gesicherte untere Endstellung überführt wird.
Ist dabei die obere Sperre auch über eine vom Fahrer auslösbare Fernbetätigung entriegelbar, so kann dann, wenn beim Verlassen des mittleren Rücksitzpolsters vergessen wurde, den Befehl zum Einfahren des Polsterabschnittes auszulösen, dies der Fahrer zur Verbesserung seiner Sicht nach hinten nachholen.
Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend an­ hand der Zeichnung nähen erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung einer Rücksitzanordnung bei eingeschwenkter Armlehne und ausgefahrenem Polster­ teil,
Fig. 2 den Schnitt nach der Linie II-II in Fig. 1 bei ausge­ schwenkter Armlehne,
Fig. 3 die Schnittdarstellung gemäß Fig. 2 bei eingeschwenkter Armlehne,
Fig. 4 die Schnittdarstellung gemäß den Fig. 2 und 3 bei motorisch ausgefahrenem hinteren Polsterabschnitt und
Fig. 5 eine Schnittdarstellung gemäß Fig. 4 bei manuell aus­ gefahrenem hinteren Polsterabschnitt.
Ein in Fig. 1 in Ansicht dargestellter Rücksitz 1 in einem nicht weiter gezeigten Kraftwagen, weist ein Sitzkissen 2 und eine Rückenlehne 3 auf, der eine Armlehne 4 schwenkbar zugeordnet ist, so daß in Abhängigkeit vom Schwenkzustand der Armlehne 4 zwei oder drei Passagiere Platz finden. Den außensitzenden Fahr­ gästen sind Kopfstützen 5 und 6 beigegeben, die entgegen der dargestellten, lediglich höhenverschiebbaren Ausführung auch nach hinten umklappbar ausgebildet sein können.
Wird bei eingeklappter Armlehne 4 der mittlere Rücksitzplatz 7 von einem Passagier eingenommen, so tritt in noch näher erläu­ terter Weise, selbsttätig oder manuell durchgeführt, zur Bildung einer dritten Kopfstütze 8 ein in nicht dargestellter Weise ausgesteifter Polsterabschnitt 9 aus der Oberseite 10 der Rückenlehne 3 aus. Der Polsterabschnitt 9 durchläuft dabei, in Führungen 11 geleitet, einen in der Rückenlehne 3 eingelassenen Schacht 12, der bei nicht überstehendem Polsterabschnitt 9 durch einen federbelasteten Deckel 13 abgedeckt ist. Dadurch wird verhindert, daß Fremdkörper in den sonst offenen Schacht 12 fallen können.
Die Armlehne 4, die neben dem Polsterabschnitt 9 aus einem wei­ teren Polsterabschnitt 14 besteht, der weitestgehend deckungs­ gleich zum Polsterabschnitt 9 ausgebildet ist, wobei dieser in einer Füh­ rung 15 (Fig. 2) längsverschiebbar ist, kann um eine unten lie­ gende Achse 16 verschwenkt werden. Ausgehend von der Armlehnen­ gebrauchsstellung nach Fig. 2, bei der die beiden Polsterab­ schnitte 9 und 14 nahezu deckungsgleich übereinander liegen, kann die Armlehne 4 um ihre Achse 16 in die in Fig. 3 gezeigte Ein­ klappstellung bewegt werden, in der ihr nun vorderer Polsterab­ schnitt 14 einen Bestandteil der Rückenlehne 3 bildet. Bei die­ sem Schwenkvorgang treten zwei jeweils seitlich von der Armlehne 4 abstehende, voneinander beabstandete Zapfen 17 und 18 (Fig. 2) durch nicht näher dargestellte Aussparungen in die jeweils zuge­ ordnete Führung 11 ein.
Ein im Polsterabschnitt 14 untergebrachter, lediglich angedeute­ ter elektromotorischer Antrieb ist mit einem Ritzel 19 versehen, das mit dem dem Polsterabschnitt 9 zugeordneten, als Zahnschiene ausgebildeten Teil der Führung 15 (Fig. 2) kämmt. Wird der mitt­ lere Rücksitzplatz 7 von einem Passagier eingenommen, so spricht ein im Sitzkissen 2 eingelassener Sitzkontaktschalter 20 an. Dies bewirkt, daß das Ritzel 19 in eine Drehbewegung versetzt und der Polsterabschnitt 9 - ausgehend von seiner Stellung nach Fig. 3 - in seine in Fig. 4 gezeigte Stellung überführt wird.
Tritt bei diesem Bewegungsablauf der Polsterabschnitt 9 aus der Oberseite 10 der Rückenlehne 3 aus, so wird der federbelastete Deckel 13 verschwenkt und stützt sich dabei rückseitig des Polsterabschnittes 9 ab, der entgegen den Darstellungen durch stärker zum Passagier hin gekrümmt verlaufende Führungen 11 näher an den Kopf des Passagiers herangeführt werden kann und darüber hinaus durch ein nicht gezeigtes, im Polsterabschnitt 9 eingelagertes, aufblasbares Luftkissen in direkten Kopfkontakt bringbar ist. Wird der mittlere Rücksitzplatz 7 verlassen, dann wird dies vom Sitzkontaktschalter 20 erfaßt und das Ritzel 19 wird nach dem Entlüften eines gegebenenfalls dem Polsterab­ schnitt 9 zugeordneten Luftkissens in eine Drehbewegung versetzt, die zum Einfahren des Polsterabschnittes 9 führt. Mit dem Verschwinden des Polsterabschnittes 9 im Schacht 12 wird dieser oberseitig selbsttätig vom Deckel 13 verschlossen.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 ist der Polsterabschnitt 9 nach dem Einschwenken der Armlehne 4 in die Rückenlehne 3 manu­ ell in die ausgefahrene Position überführt worden, indem über einen angedeuteten, im Spalt zwischen der Armlehne 4 und der an­ grenzenden Rückenlehne 3 plazierten Betätigungsgriff 21 zunächst eine gleichfalls nur angedeutete untere Sperre 22 gelöst wird. Danach wird mittels des Betätigungsgriffes 21 der Polsterab­ schnitt 9 nach oben verschoben, wobei ein an diesem angreifendes Band 23 aus einem federbelasteten, karosseriefesten Roller 24 ausgezogen wird. Beim Erreichen der maximalen Ausfahrstellung des Polsterabschnittes 9 kommt eine obere Sperre 25 zur Wirkung, die den Polsterabschnitt 9 in seiner Kopfstützenstellung hält. Wird diese Sperre 25 mittels des Betätigungsgriffes 21 gelöst, so fährt der Polsterabschnitt wegen des Aufrollvermögens des Rollers 24 selbsttätig bis zum Erreichen der unteren Sperre 22 nach unten. Über eine durch eine strichpunktierte Linie angedeutete Fernbetätigung 26 kann die obere Sperre 25 auch vom Fahrer aus gelöst werden, wenn dies beim Verlassen des mittleren Rücksitz­ platzes 7 vergessen wurde.

Claims (6)

1. Rücksitzanordnung in einem Kraftwagen mit einer von der Rückenlehne mittig aufgenommenen, um eine unten liegende Achse verschwenkbaren Armlehne, wobei dieser eine mitschwenkbare Kopf­ stütze zugeordnet ist, die bei eingeschwenkter Armlehne die Oberseite der Rückenlehne zunächst nicht überragt und im Be­ darfsfall über die Oberseite der Rückenlehne ausfahrbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Armlehne (4) aus zwei weitestgehend deckungsgleichen Polsterabschnitten (9, 14) besteht, die bei ausgeschwenkter Arm­ lehne (4) übereinander liegen, und daß im Anschluß an das Ein­ schwenken der Armlehne (4) der nun verdeckte Polsterabschnitt (9) in Führungen (11, 15) höhenverschiebbar ist und dabei einen oberseitig der Rückenlehne (3) eingelassenen Schacht (12) durch­ läuft und aus diesem austritt.
2. Rücksitzanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungen (11) bogenförmig zum Kopf des Benutzers geneigt verlaufen.
3. Rücksitzanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schacht (12) durch einen federnd in Schließstellung gehaltenen Deckel (13) bei abgesenktem Polsterabschnitt (9) abgedeckt ist.
4. Rücksitzanordnung nach einem der vorange­ gangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Hubbewegungen des Polsterabschnittes (9) hilfskraftbe­ tätigt erfolgen und durch einen dem mittleren Rücksitzplatz (7) zugeordneten Sitzkontaktschalter (20) ausgelöst werden.
5. Rücksitzanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Aufheben einer unteren Sperre (22) der verdeckte Polsterabschnitt (9) gegen Federkraft bis zum Erreichen einer gesicherten Endstellung manuell hochgeschoben werden kann und beim Aufheben der so geschaffenen oberen Sperre (25) der Pol­ sterabschnitt (9) selbsttätig wieder in seine gesicherte untere Endstellung überführt wird.
6. Rücksitzanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Sperre (25) auch über eine vom Fahrer auslösbare Fernbetätigung (26) entriegelbar ist.
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