DE4420004A1 - Tor für Sportarten wie Fußball, Handball, Hockey o. dgl. - Google Patents
Tor für Sportarten wie Fußball, Handball, Hockey o. dgl.Info
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Description
Die Erfindung richtet sich auf ein Tor für Sportarten wie Fußball, Hand
ball, Hockey od. dgl. umfassend eine horizontale Querlatte und zwei verti
kale Pfosten, wobei die Querlatte und die Pfosten über eine Eckverbin
dung miteinander verbunden sind und jeweils aus einem Profil, insbeson
dere Aluminumprofil, bestehen.
Während man früher Latten und Pfosten von Toren, wie z. B. Fußballtoren,
aus im Querschnitt rechteckigen Holzbalken herstellte und dementsprechend
auch Eckverbindungen realisierte, wie sie für diesen Werkstoff typisch
sind, werden in jüngerer Zeit vor allem für gehobene Ansprüche hatten
und Pfosten aus Aluminiumprofilen eingesetzt. Diese Aluminiumprofile wei
sen zur Verminderung der Verletzungsgefahr einen abgerundeten, insbe
sondere ovalen Querschnitt auf. Dementsprechend hat man zur Erzielung
einer fluchtenden Eckverbindung einen 45° Gehrungsschnitt vorgesehen.
Die so aneinanderstoßenden Pfosten- bzw. Lattenenden wurden dann bei
permanenten Konstruktionen teilweise verschweißt und nachbearbeitet, wo
bei das Schweißen von Aluminium bekanntermaßen eine relativ anspruchs
volle Technik ist.
Es ist im Zusammenhang mit derartigen Gehrungs-Eckverbindungen auch
schon bekannt, ein L-förmiges Winkelstück vorzusehen, welches mit je
einem L-Schenkel in das Innere der zu verbindenden Profilabschnitte von
Latte bzw. Pfosten eingreift, wobei durch von außen eingeschraubte
Schrauben diese formschlüssige Verbindung dann fixiert wurde. Diese
Technik hat den Vorteil, daß aufwendige Schweißarbeiten vermieden wer
den, daß eine Zerlegung zum Transport möglich ist, und daß eine hin
reichende Stabilität erreicht wird.
Andererseits weist diese Konstruktion auch eine Reihe von Nachteilen auf,
die z. B. darin liegen, daß durch den Gehrungsschnitt an der Außenseite
eine scharfe Kante entsteht, welche sowohl eine gewisse Verletzungsgefahr
birgt als auch zur Beschädigung von Bällen, insbesondere bei Handball
toren, führen kann. Bei der Montage stellt der sichtbare Stoß im Bereich
des Gehrungsschnitts einen optisch kritischen Punkt dar, und es bleibt
dem individuellen Geschick desjenigen, der ein solches Tor aufstellt,
überlassen, die Schraubverbindung so herzustellen, daß das aufgestellte
Tor keinen sichtbaren Spalt aufweist. Selbstverständlich müssen insoweit
auch relativ enge, herstellerseitige Toleranzen eingehalten werden.
Hiervon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Tor der
in Betracht stehenden Art so auszugestalten, daß die oberen Eckverbin
dungen zwischen Pfosten und Querlatte und gegebenenfalls bei tragbaren
Toren vorgesehene Eckverbindungen zwischen dem unteren Ende der Pfosten
und den horizontalen Stützen einfach montierbar sind, unabhängig vom
Geschick des Monteurs einen ansprechenden optischen Eindruck liefern und
Beschädigungen des Balls sowie Verletzungen der Spieler vermeiden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Eckverbindungsteil,
welches Ansätze aufweist, die in die im rechten Winkel zu verbindenden
Profile formschlüssig eingreifen, wobei die Mantelflächen der zu verbin
denden Profile im montierten Zustand mit der Mantelfläche des Eckverbin
dungsteils fluchten.
Dabei ist vorteilhafterweise vorgesehen, daß das Eckverbindungsteil aus
Aluminumdruckguß einstückig hergestellt ist und eine abgerundete, frei
liegende Außenkante und/oder eine abgerundete Innenkante aufweist.
Diese erfindungsgemäße Ausgestaltung ermöglicht es, dem äußeren Eckbe
reich eine Form zu geben, die sowohl ästhetisch optimal ist als auch
Verletzungen von Spielern und Beschädigungen des Balls zuverlässig ver
meidet. Dabei sind die entstehenden vertikalen bzw. horizontalen Stoß
kanten weitaus leichter bündig auszuführen als dies bei den unter 45°
verlaufenden Stoßkanten nach dem Stand der Technik der Fall ist.
Weiterhin wird eine leichte Montage dadurch gewährleistet, daß die An
sätze formschlüssig in die Profile von Latte bzw. Pfosten eingreifen und
die richtige Position durch den Anschlag des Profilmantels an der ent
sprechenden Schulter des Eckverbindungsteils vorgegeben ist.
Zur Erzielung einer absolut festen Verbindung ist günstigerweise weiterhin
vorgesehen, daß in den Ansätzen des Eckverbindungsteils Gewindebohrun
gen für Befestigungsschrauben ausgebildet sind, die von der Außenseite
her durch korrespondierende Bohrungen in den Profilwänden einschraubbar
sind. Dabei sind die Schraubenköpfe mit Vorteil in an sich bekannter
Weise gegenüber der Profilmantelfläche versenkt angeordnet.
Die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Eckverbindung eignet sich nicht
nur für die oberen Eckverbindungen zwischen Pfosten und Latte, sondern
auch zur Verbindung des unteren Endes der Pfosten mit bei transportablen
Toren vorgesehenen horizontalen Streben. In diesem Zusammenhang kann
dann insbesondere vorgesehen sein, daß die Ansätze an der einen Seite
des Eckverbindungsteils zur Einpassung in ein Profil größeren Durchmes
sers und die Ansätze an der anderen Seite des Eckverbindungsteils zur
Einpassung in ein Profil kleineren Durchmessers ausgebildet sind.
Hierdurch wird auf elegante Weise nicht nur eine Eckverbindung, also
auch eine Art Reduzierstück realisiert, wobei aufgrund der Möglichkeit zu
einer abgerundeten Ausbildung der Eckverbindung auch in diesem unteren
Bereich Verletzungen noch besser vermieden werden.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines bevorzugten Ausführungsbei
spiels in Verbindung mit der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen:
Fig. 1 eine schematische Ansicht eines erfindungsgemäßen Tores,
Fig. 2 eine Aufsicht auf ein erfindungsgemäßes Eckverbindungsteil,
Fig. 3 eine gegenüber Fig. 2 um 90° gedrehte Ansicht in Richtung des
Pfeils 111 in Fig. 2, und
Fig. 4 einen Schnitt durch den Endbereich einer Quer-Latte, wie er sich
beispielsweise (um 90° gedreht) an das Eckverbindungsteil nach
Fig. 3 anschließen kann.
Ein Tor 1 der in Betracht stehenden Art, z. B. ein Fußballtor, umfaßt
zwei vertikale Pfosten und eine diese Pfosten verbindende Quer-Latte 3.
Eckverbindungsteile 4, welche als Aluminiumdruckguß-Formteile ausgebildet
sind, verbinden jeden Pfosten 2 mit der Quer-Latte 3.
Jedes Eckverbindungsteil 4 umfaßt einen Grundkörper 5, von welchem sich
ausgehend von zwei zueinander senkrechten Stirnflächen 6, 7 Ansätze 8
senkrecht zu den jeweiligen Stirnflächen 6, 7 wegerstrecken. Der Grund
körper 5 kann aufgrund der Herstellungstechnik in Druckguß mit einer
praktisch beliebigen, insbesondere abgerundeten Form, die an das Profil
von Pfosten 2 und Quer-Latte 3 angepaßt sein kann, hergestellt werden.
Aus Fig. 4 ist erkennbar, daß die Pfosten 2 und beispielsweise Quer-
Latte 3 aus innen hohlem Aluminiumprofilen bestehen, wobei im Bereich
der Eckverbindungsteile 4 Bohrungen 9 versenkt in der Mantelfläche 10
des Profils angeordnet sind, welche bei aufgeschobenem Profil mit ent
sprechenden Gewindebohrungen 11 in den Ansätzen 8 des Eckverbindungs
teils 4 fluchten, so daß die Ansätze 8 einerseits formschlüssig flächig in
die Aluminiumprofile, wie in Fig. 3 erkennbar, eingreifen, und darüber
hinaus durch Schrauben 12 (nur angedeutet) eine endgültige Fixierung
erfolgen kann.
Dabei ist bei der Montage die End- bzw. Anschlagposition von Quer-Latte
3 und Pfosten 2 dadurch eindeutig definiert, daß diese an den Stirnflä
chen 6, 7 des Eckverbindungsteils 4 zur Anlage kommen und dann und
nur dann die Bohrungen 9 mit den Gewindebohrungen 11 fluchten, so daß
auch bei weniger großer handwerklicher Begabung in jedem Fall sicherge
stellt ist, daß eine positionsgenaue Montage erfolgt. Dabei sind die Boh
rungen 9 relativ zu den Gewindebohrungen 11 und damit auch die Schrau
ben so positioniert, daß durch Eindrehen der Senkschrauben eine axiale
Kraft auf das zu montierende Eckverbindungsteil ausgeübt wird, so daß
der Trennspalt zwischen dem Eckverbindungsteil 4 und dem jeweils zu
befestigenden Profilabschnitt minimiert wird.
Claims (6)
1. Tor für Sportarten wie Fußball, Handball, Hockey od. dgl. umfassend
eine horizontale Querlatte und zwei vertikale Pfosten, wobei die Querlatte
und die Pfosten über eine Eckverbindung miteinander verbunden sind und
jeweils aus einem Profil, insbesondere Aluminiumprofil, bestehen, gekenn
zeichnet durch ein Eckverbindungsteil (4), welches Ansätze (8) aufweist,
die in die im rechten Winkel zu verbindenden Profile formschlüssig ein
greifen, wobei die Mantelflächen (10) der zu verbindenden Profile im
montierten Zustand mit der Mantelfläche (10) des Eckverbindungsteils (4)
fluchten.
2. Tor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Eckverbin
dungsteil (4) aus Aluminiumdruckguß einstückig hergestellt ist.
3. Tor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Eckverbin
dungsteil (4) eine abgerundete, freiliegende Außenkante und/oder eine
abgerundete Innenkante aufweist.
4. Tor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in den Ansätzen
(8) das Eckverbindungsteil (4) Gewindebohrungen (11) für Befestigungs
schrauben (12) vorgesehen sind, die von der Außenseite her durch kor
respondierende Bohrungen in den Profilwänden einschraubbar sind.
5. Tor nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schraubenköpfe
gegenüber der Profilmantelfläche versenkt angeordnet sind.
6. Tor nach den Ansprüchen 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Ansätze (8) an der einen Seite des Eckverbindungsteils (4) zur Ein
passung in ein Profil größeren Durchmessers und die Ansätze (8) an der
anderen Seite des Eckverbindungsteils (4) zur Einpassung in ein Profil
kleineren Durchmessers ausgebildet sind.
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Non-Patent Citations (1)
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| Patents Abstracts of Japan C-784 December 4, 1990, Vol. 14/No. 544 * |
Also Published As
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