DE4427213C2 - Türschloss für ein Kraftfahrzeug - Google Patents

Türschloss für ein Kraftfahrzeug

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DE4427213C2 DE19944427213 DE4427213A DE4427213C2 DE 4427213 C2 DE4427213 C2 DE 4427213C2 DE 19944427213 DE19944427213 DE 19944427213 DE 4427213 A DE4427213 A DE 4427213A DE 4427213 C2 DE4427213 C2 DE 4427213C2
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Description

Die Erfindung betrifft ein Türschloß für ein Kraftfahr­ zeug gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Ein derartiges Türschloß für ein Kraftfahrzeug ist aus der DE 37 44 135 A1 bekannt. Das in dieser Druckschrift offenbarte Türschloß hat eine Antriebskurbel, die über eine Stange und mehrere Übertragungsglieder auf einen Schnapper wirkt, um das Türschloß zu verriegeln oder zu öffnen. Für den Fall, daß ein Elektromotor der Antriebskurbel oder des­ sen Ansteuerung defekt ist und somit die Stange nicht mehr über die Antriebskurbel betätigt werden kann, ist dem Tür­ schloß ein Steuerhebel zugeordnet, über den der Schnapper manuell aus einer Vollverriegelungsposition in eine Öff­ nungsposition bewegbar ist, um das Türschloß zu öffnen.
Bei dieser Anordnung bewirkt die An­ triebskurbel sowohl das Öffnen als auch das Schließen der Tür, so daß die Antriebskurbel nach dem Auftreten einer Störung zunächst in den Vollverriegelungszustand und von dort in die Öffnungsposition bewegt werden muß. Die Kinematik dieser bekannten Antriebsvorrichtung muß sowohl für den Öffnungs- als auch für den Schließvorgang ausgelegt sein.
In der DE 38 36 771 A1 ist ein Kraftfahrzeug-Türschloß offenbart, bei dem eine Rückstellung der Antriebsvorrich­ tung im Fall einer Störung vorgesehen ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Türschloß zu schaffen, bei dem die Betriebssicherheit mit verringertem vorrichtungstechnischen Aufwand gewährleistet ist.
Diese Aufgabe wird durch ein Türschloß mit den Merkma­ len des Patentanspruchs 1 gelöst.
Durch die Maßnahme, das Türschloß mit einer Einrichtung zum Zurücksetzen der Antriebsvorrichtung vorzusehen und den Öffnungshebel zum Öffnen der Tür in Richtung auf den auf den Schloßbolzen wirkenden Schnapper vorzuspannen und mit einem Schwenkende der Hilfsstange zu koppeln, ist gewährleistet, daß die Verriegelung nach dem Öffnen der Tür ohne wesentliche zeitliche Verzögerung erfolgen kann. Da die Antriebsvorrichtung lediglich zum Verriegeln der Tür verwendet wird, während das Öffnen mittels des Öff­ nungshebels erfolgt, kann der Antrieb wesentlich einfacher und kostengünstiger ausgelegt werden. Die Vorspannung des Öffnungshebels und die Ankopplung an die Hilfsstange sorgt dafür, daß diese stets in ihre Eingriffsrichtung mit dem Schnapper vorgespannt sind, so daß keine zusätzlichen Ein­ richtungen zum Ineingriffbringen der Hilfsstange mit dem Schnapper vorgesehen werden müssen.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegen­ stand der Unteransprüche.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Beschreibung von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeich­ nung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Vorderansicht eines Türschlosses mit abgenommener Abdeckplatte, die eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung zeigt;
Fig. 2 eine Schnittansicht, bei einer Schnitt­ führung entlang der Linie II-II in Fig. 1;
Fig. 3 eine Rückansicht des in Fig. 1 gezeigten Türschlosses;
Fig. 4 ein erläuterndes Diagramm zur Beschreibung der Funktionsweise der wesentlichen Komponenten, wobei sich der Schnapper in einer geöffneten Position des Tür­ schlosses befindet;
Fig. 5 ein erläuterndes Diagramm zur Beschreibung der Funktionsweise der wesentlichen Komponenten, wobei sich der Schnapper in einer Halbverriegelungsposition des Türschlosses befindet;
Fig. 6 ein erläuterndes Diagramm zur Beschreibung der Funktionsweise der wesentlichen Komponenten, wobei sich der Schnapper in der Vollverriegelungsposition des Tür­ schlosses befindet;
Fig. 7 ein erläuterndes Diagramm zur Beschreibung der Funktion der wesentlichen Komponenten mit einem Schnap­ per in der Vollverriegelungsposition und mit einem Schließ­ hebel, der in eine Ruheposition des Türschlosses zurückgeführt ist;
Fig. 8 ein erläuterndes Diagramm zur Beschreibung der Funktionen von wesentlichen Komponenten, wobei die Tür geöffnet ist; und
Fig. 9 eine perspektivische Explosionsdarstellung der wesentlichen Komponenten des Türschlosses.
Wie in den Fig. 1 bis 3 gezeigt, enthält eine bevorzug­ te Ausgestaltung der Erfindung einen an eine Kraftfahrzeug­ tür angebrachte Türschloßkörper 1, einen Schnapper 2, der an dem Türschloßkörper 1 über eine Welle 3 drehbar montiert ist und an seinem Außenumfang eine Eingriffsöffnung bzw. Eingriffsnut 2a, die mit einem fest an den Fahrzeugkörper befestigten Schloßbolzen bzw. Anschlag 4 in Eingriff bring­ bar ist, sowie eine sich nach außen erstreckende Stufe 2b aufweist; und einen Hebel 5, der an dem Türschloßkörper 1 über eine Welle 6 drehbar montiert ist und eine Klinke bzw. Sperrklinke 5a aufweist, die mit einem Halbverriegelungs- Eingriffsabschnitt 2c oder einem Vollverriegelungs-Ein­ griffsabschnitt 2d des Schnappers 2 in Eingriff bringbar ist. Wenn die Sperrklinke 5a mit dem Halbverriegelungs-Ein­ griffabschnitt 2c oder dem Vollverriegelungs-Eingriffab­ schnitt 2d in Eingriff steht, wird der Schnapper davon ab­ gehalten, sich in seine "Offen"-Position zu drehen. Das Be­ zugszeichen 1a beschreibt eine Abdeckplatte für den Tür­ schloßkörper 1.
Der Schnapper 2 hat die vorstehend beschriebene "Offen"-Position, in der er - wie in Fig. 4 gezeigt - mit dem Anschlag 4 außer Eingriff steht; eine Halbverrie­ gelungsposition, in der der Anschlag 4 geringfügig mit der Eingriffsnut 2a des Schnappers 2 in Eingriff steht, wobei die Sperrklinke 5a der Stange 5 (Hebel 5) mit dem Halbver­ riegelungs-Eingriffsabschnitt 2c des Schnappers 2 im Ein­ griff steht; und eine - wie in den Fig. 1, 6 und 7 ge­ zeigte - Vollverriegelungsposition, in der der Anschlag 4 vollständig mit der Eingriffsnut 2a in Eingriff steht, und die Stange 5 mit dem Vollverriegelungs-Eingriffsabschnitt 2d des Schnappers 2 in Eingriff steht.
Die Türschloßvorrichtung enthält ferner einen Schließ­ hebel 7, der an dem Türschloßkörper 1 über eine Welle 8 drehbar montiert ist. Der eine Endabschnitt 7a des Schließ­ hebels 7 ist über ein Verbindungsteil 18 (wie in Fig. 3 ge­ zeigt) und ein Kabel 9 an eine Antriebsvorrichtung (nicht gezeigt), beispielsweise an einen Elektromotor, gekoppelt, wobei der andere Endabschnitt 7b an eine Hilfsstange 10 ge­ koppelt ist, die mit der Stufe 2b des Schnappers 2 in Ein­ griff bringbar ist. Im einzelnen ist die Hilfsstange 10 über eine Welle 11 drehbar an dem anderen Endabschnitt 7b montiert. Wenn der Schließhebel 7 von der Antriebsvorrich­ tung angetrieben wird, um sich im Uhrzeigersinn aus seiner Ruheposition (wie in Fig. 5 gezeigt) in seine Arbeits- bzw. Betriebsposition (wie in Fig. 6 gezeigt) zu drehen, steht der Eingriffsabschnitt 10a der Hilfsstange 10 mit der Stufe 2b des Schnappers 2 so in Eingriff, daß der Schnapper 2 aus der Halbverriegelungsposition in die Vollverriegelungsposi­ tion zwangsweise bewegt wird. Wenn der Schnapper 2 sich in seiner "Offen"-Position befindet, stößt der Eingriffsab­ schnitt 10a der Hilfsstange 10 gegen den Außenumfang des Schnappers 2; und wenn der Schnapper 2 in die Halbverrie­ gelungsposition bewegt ist, ist der Eingriffsabschnitt 10a mit der Stufe 2b in Eingriff bringbar.
Wie ebenso in den Fig. 1 und 3 gezeigt, ist zwischen dem Schließhebel 7 und dem Türschloßkörper 1 eine Feder 22 zwischengeschaltet, um den Schließhebel 7 ständig in Rich­ tung Ruheposition zu drücken. Zum Erfassen der Betriebs­ position des Schließhebels 7 ist ein Volldetektionsschalter 19 vorgesehen, der ein Signal abgibt, um die Antriebsvor­ richtung zu veranlassen, in entgegengesetzter Richtung zu arbeiten.
Ferner ist wie in den Fig. 1 und 3 gezeigt, ein Öff­ nungshebel 12 an dem Türschloßkörper 1 drehbar über eine Welle 13 angebracht und zwischen einer in Fig. 5 und 6 ge­ zeigten Eingriffsposition und einer in Fig. 8 gezeigten Freigabeposition bewegbar. Der Öffnungshebel 12 enthält ei­ nen Hebelarm 12a, in dem ein Langloch 12b ausgebildet ist. Eine in der Hilfsstange eingebettete bzw. eingefaßte Welle 10c steht mit dem Langloch 12b des Öffnungshebels 12 beweg­ lich in Eingriff. Das Bezugszeichen 20 bezeichnet eine Fe­ der, die um eine Welle 13 gewickelt ist, um den Öffnungs­ hebel 12 in Richtung der Eingriffsposition zu drücken, wäh­ rend das Bezugszeichen 21 einen Halbverriegelungs-Detek­ tionsschalter zum Nachweis der Eingriffspostion des Öff­ nungshebels 12 bezeichnet, um die Halbverriegelungsposition des Schnappers 2 zu erfassen.
Der Öffnungshebel 12 ist an die Hilfsstange 10 mit Hilfe des Langloches 12b und des Zapfens 10c so gekoppelt, daß, wenn der Eingriffsabschnitt 10a der Hilfsstange 10 mit der Stufe 2b des Schnappers 2 in Eingriff steht, der Öff­ nungshebel 12 im Zusammenwirken mit der Hilfsstange 10 in seiner Eingriffsposition verharrt, und wenn der Eingriffs­ abschnitt 10a der Hilfsstange 10 in Anschlagkontakt mit dem Außenumfang des Schnappers 2 ist, der Öffnungshebel 12 mit der Hilfsstange zusammenwirkt, um in die Freigabeposition übergeführt zu werden.
Das Bezugszeichen 15 bezeichnet einen Fühl- bzw. Nach­ weishebel, der drehbar an dem Türschloßkörper 1 montiert ist. Der Nachweishebel 15 enthält einen vorstehenden Ab­ schnitt 15a an dem einen Ende und einen Endabschnitt 15b an dem anderen Ende. Wenn sich der Schnapper 2 außerhalb der Vollverriegelungsposition befindet, stößt der vorstehende Abschnitt 15a des Nachweishebels 15 gegen den Außenumfang des Schnappers 2. Wenn der Schnapper 2 in die in Fig. 1 gezeigte Vollverriegelungsposition gedreht wird, wird der vorstehende Abschnitt 15a aufgrund seiner Verbindung mit der Stufe 2b des Schnappers 2 so gedreht, daß der Endab­ schnitt 15b des Nachweishebels 15 einen an der Türschloß­ vorrichtung 1 befestigten Türöffnungs- und Türschließnach­ weisschalter 16 an- und ausschaltet, um zu erfassen, ob die Tür geöffnet oder geschlossen ist.
Das Bezugszeichen 17 bezeichnet einen Außenhebel, der drehbar an dem Türschloßkörper 1 montiert ist. Der Außen­ hebel 17 weist ein Endabschnitt 17a auf, der mit dem "Türfreigabe"-Türgriff gekoppelt ist, welcher an der Außen­ seite der Tür vorgesehen ist, um den Türfreigabevorgang durchzuführen. Bei dem Türfreigabevorgang, wird mit Hilfe einer Vielzahl von Hebeln (nicht gezeigt) die Stange 5 in die - wie in Fig. 8 gezeigte - Freigabeposition bewegt, während der Öffnungshebel 12 und die Hilfsstange 20 in die Freigabeposition mit Anlagekontakt gegen die Welle 14 des Öffnungshebels 12 zwangsweise bewegt werden.
Im "Tür-Offen"-Zustand, in dem sich der Schnapper 2 in der die in Fig. 4 gezeigten Öffnungsposition befindet, stößt der Eingriffsabschnitt 10a der Hilfsstange 10 an den Außenumfang des Schnappers 2 an, wobei die Hilfsstange 10 und der Öffnungshebel 12 nahe der Freigabeposition positio­ niert sind. Falls unter diesen Umständen die Tür geschlos­ sen wird und der Schnapper 2 leicht über die in Fig. 5 ge­ zeigte Halbverriegelungsposition hinausgedreht wird, steht der Eingriffsabschnitt 10a der Hilfsstange 10 mit der Stufe 2b des Schnappers in Funktions- oder Verzahnungseingriff, wodurch der Öffnungshebel 12 zusammen mit der Hilfsstange 10 aus der Freigabeposition in die Eingriffsposition bewegt werden. Diese Bewegung wird von dem Halbverriegelungs-Nach­ weisschalter 21 mit dem Ergebnis erfaßt, daß die Antriebs­ vorrichtung durch die Steuerschaltung in Gang gesetzt wird.
Der Schließhebel 7 wird über das Kabel 9 und das Ver­ bindungselement 18 durch Inbetriebnahme der Antriebsvor­ richtung aus der Ruheposition in die Betriebsposition be­ wegt. Als Ergebnis hiervon dreht die mit der Stufe 2b des Schnappers 2 in Eingriff stehende Hilfsstange 10 den Schnapper 2 in die Vollverriegelungsposition unter Zwang, wie in Fig. 6 gezeigt, während der Schnapper 2 von dem Langloch 12b des Öffnungshebels 12 geführt wird.
Wenn der Öffnungshebel 12 in die Betriebsposition und der Schnapper 2 in die Vollverriegelungsposition wie in der oben beschriebenen Weise bewegt werden, führt der Vollnach­ weisschalter 19 den Nachweis, daß der Vollverriegelungsvor­ gang abgeschlossen ist, und er veranlaßt die Steuerschal­ tung, die Antriebsvorrichtung in entgegengesetzter Richtung in Gang zu setzen. Als Ergebnis hiervon wird der Schließhe­ bel 7 in die Ruheposition - wie in Fig. 7 gezeigt - zurückgeführt, während die Hilfsstange 10 ebenfalls in die Ausgangsposition zurückgeführt wird. Der Türschließvorgang ist somit abgeschlossen.
Es sei angenommen, daß ein Öffnen der Tür eilig ist, wenn die Antriebsvorrichtung in Betrieb ist, sich der Schnapper 2 beispielsweise in der in Fig. 6 gezeigten Voll­ verriegelungsposition befindet und der Schließhebel 7 betä­ tigt wird. In diesem Fall wird der Türhandgriff betätigt, um den Außenhebel zu veranlassen, den Freigabevorgang durchzuführen. Dies bedeutet, daß - wie in Fig. 8 gezeigt - die Stange 5 aus dem Vollverriegelungs-Eingriffsabschnitt 2c des Schnappers unter der Mithilfe von einer Vielzahl von Hebeln freigegeben wird, wobei der Außenhebel 17 gegen die Welle 14 des Öffnungshebels 12 stößt, so daß der Öffnungs­ hebel aus der Eingriffsposition in die Freigabeposition zwangsweise bewegt und der Eingriffsabschnitt 10a der Hilfsstange 10 aus der Stufe 2d des Schnappers 2 freige­ geben wird; d. h. die Antriebsvorrichtung wird außer Funk­ tionseingriff mit dem Schnapper 2 gebracht, durch die Tür sofort geöffnet werden kann.
Wie es aus der vorangehenden Beschreibung ersichtlich ist, weist die Türschlußvorrichtung die folgenden Effekte und Vorteile auf. Selbst während des Betriebs der Antriebs­ vorrichtung wird bei Betätigung des Türhandgriffs die Hilfsstange von dem Schnapper losgelöst, bzw. außer Funk­ tionseingriff mit diesem gebracht, d. h., die Antriebsvor­ richtung ist von dem Schnapper losgelöst. Als ein Ergebnis hiervon wird es dem Schnapper ermöglicht, in die Öffnungs­ position zu gehen, so daß die Tür sofort geöffnet werden kann, was zu einer erhöhten Sicherheit beiträgt.
Die Erfindung schafft somit eine Türschloßvorrichtung, die beispielsweise an der Tür eines Kraftfahrzeuges derart befestigt ist, daß dann, wenn ein Schnapper der Türschloß­ vorrichtung in eine Halbverriegelungsposition bewegt wird, in der er geringfügig mit einem beispielsweise in der Fahr­ zeugkarosserie befestigten Anschlag bzw. Schloßbolzen in Eingriff steht, eine Antriebsvorrichtung in Gang gesetzt wird, um den Schnapper in eine Vollverriegelungsposition zu bewegen, in der er vollständig mit dem Anschlag in Eingriff steht. Die Türschloßvorrichtung beinhaltet einen Schließhe­ bel, der mit der Antriebsvorrichtung gekoppelt und aus ei­ ner Ruheposition in eine Betriebsposition bewegbar ist, und eine Hilfsstange, die mit dem Schließhebel gekoppelt und zwischen einer Eingriffsposition, in der sie mit dem Schnapper in Eingriff steht, und einer Freigabeposition be­ weglich ist, in der sie mit dem Schnapper außer Eingriff steht. Die Hilfsstange steht mit dem Schnapper in Funk­ tionseingriff, um letzteren in eine Vollschnapperposition als Reaktion auf die Bewegung des Schließhebels in eine Be­ triebsposition zu bewegen, und sie wird bei einer Bewegung eines an der Tür vorgesehenen Türhandgriffs in die Freiga­ beposition bewegt. Wenn der Türhandgriff betätigt wird, während sich der Schnapper mittels des Schließhebels und der Hilfsstange durch die Antriebsvorrichtung auf dem Weg von der Halbverriegelungsposition in die Vollverriegelungs­ position befindet, wird die Hilfsstange von dem Schnapper losgelöst, d. h. außer Eingriff mit diesem gebracht, um den Schnapper dazu zu bringen, daß er von der Antriebsvorrich­ tung getrennt wird, so daß die Tür sofort geöffnet werden kann.

Claims (8)

1. Türschloß für ein Kraftfahrzeug, mit
  • - einem Schnapper (2), der mit einem Schloßbolzen oder Anschlag (4) in Eingriff bringbar ist,
  • - einer Antriebsvorrichtung (9) zur Bewegung des Schnap­ pers (2) aus einer Halbverriegelungsposition in eine Vollverriegelungsposition,
  • - einem Schließhebel (7), der durch die Antriebsvorrich­ tung (9) aus einer Ruheposition in eine Betriebsposi­ tion bewegbar ist,
  • - einer mit dem Schließhebel (7) gelenkig verbundenen Hilfsstange (10), die durch Betätigung des Schließhe­ bels (7) zum Antrieben des Schnappeis (2) in Anlage an eine Stufe (2b) des Schnappers (2) bringbar ist,
  • - einem Öffnungshebel (12), über den die Hilfsstange (10) zum Öffnen der Tür unabhängig von der Ansteuerung der Antriebsvorrichtung (9) aus der Eingriffsposition be­ wegbar ist, gekennzeichnet durch
  • - eine Einrichtung zum Zurücksetzen der Antriebsvorrich­ tung (9), wenn der Schnapper (2) die Vollverriegelungs­ position erreicht, so daß die Hilfsstange (10) außer Eingriff gebracht wird, wobei
  • - ein Schwenkende der Hilfsstange (10) mit dem Öffnungs­ hebel (12) gekoppelt ist, der in Richtung auf den Schnapper (2) vorgespannt ist.
2. Türschloß nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeich­ net, daß ein Ende (7a) des Schließhebels (7) mit der Antriebsvorrichtung über ein Kabel (9) und ein Verbin­ dungselement (18) gekoppelt ist, wobei die Hilfsstange (10) drehbeweglich am anderen Ende (7b) des Schließhe­ bels (7) montiert ist.
3. Türschloß nach Patentanspruch 1 oder 2, dadurch gekenn­ zeichnet, daß ein Schalter (19) vorgesehen ist, um die Bewegung des Schließhebels (7) in die Betriebsposition zu erfassen, wodurch die Antriebsvorrichtung veranlaßt wird, in einer entgegengesetzten Richtung zu arbeiten, um den Schließhebel (7) in die Ruheposition und die Hilfsstange (10) in ihre Ausgangsposition zu bewegen.
4. Türschloß nach einem der Patentansprüche 1 bis 3, da­ durch gekennzeichnet, daß der Schließhebel (7) in Rich­ tung der Ruheposition durch eine Feder (22) vorgespannt ist.
5. Türschloß nach einem der Patentansprüche 1 bis 4, ge­ kennzeichnet durch einen Nachweishebel (15), der dazu ausgelegt ist, eine Drehung des Schnappers (2) in die Vollverriegelungsposition nachzuweisen, wobei darauf reagierende Mittel (16) vorgesehen sind, mit denen ein Öffnen der Tür und als Reaktion darauf ein Zurücksetzen der Schloßvorrichtung (1) erfaßt bzw. nachgewiesen wird.
6. Türschloß nach einem der vorhergehenden Patentansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß ein Außenhebel (17) vorgesehen ist, der zwischen dem Türgriff und dem Öff­ nungshebel (12) geschaltet ist, um den Öffnungshebel (12) dazu zu bringen, aus der Eingriffsposition in die Freigabeposition zwangsweise bewegt zu werden und um die Hilfsstange (10) außer Eingriff mit der Stufe (2b) zu bringen.
7. Türschloß nach einem der vorhergehenden Patentansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß eine Hauptstange (5) vorgesehen ist, die eine mit einem Halbverriegelungs­ eingriffsabschnitt (2c) oder einem Vollverriegelungs­ eingriffsabschnitt (2d) des Schnappers (2) in Eingriff bringbare Klinke (5a) aufweist, um den Schnapper (2) davon abzuhalten, in seine Öffnungsposition zurück­ zukehren, wobei der Außenhebel (17) die Hauptstange (5) dazu bringt, den Schnapper (2) freizugeben, wenn der Türhandgriff gezogen wird.
8. Türschloß nach einem der vorhergehenden Patentansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß ein Halbverriegelungs- Nachweisschalter (21) vorgesehen ist, der die Stellung des Schnappers (2) in einer Halbverriegelungsposition nachweist, so daß die Antriebsvorrichtung (9) dazu gebracht wird, in Gang gesetzt zu werden, und die Hilfsstange (10) in die Eingriffsposition bewegt wird, wenn die Hilfsstange (10) mit der Stufe (2b) in Ein­ griff steht.
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