DE442976C - Durch achsiales Insichaufwickeln eines mit schraeger Stossstelle versehenen schlauch-foermigen Asbestgewebes o. dgl. hergestellter, besonders fuer Mannlochverschluesse bestimmter Dichtring - Google Patents

Durch achsiales Insichaufwickeln eines mit schraeger Stossstelle versehenen schlauch-foermigen Asbestgewebes o. dgl. hergestellter, besonders fuer Mannlochverschluesse bestimmter Dichtring

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DE442976C
DE442976C DEH102445D DEH0102445D DE442976C DE 442976 C DE442976 C DE 442976C DE H102445 D DEH102445 D DE H102445D DE H0102445 D DEH0102445 D DE H0102445D DE 442976 C DE442976 C DE 442976C
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    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
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    • F16J15/00Sealings
    • F16J15/02Sealings between relatively-stationary surfaces
    • F16J15/06Sealings between relatively-stationary surfaces with solid packing compressed between sealing surfaces
    • F16J15/10Sealings between relatively-stationary surfaces with solid packing compressed between sealing surfaces with non-metallic packing
    • F16J15/12Sealings between relatively-stationary surfaces with solid packing compressed between sealing surfaces with non-metallic packing with metal reinforcement or covering
    • F16J15/121Sealings between relatively-stationary surfaces with solid packing compressed between sealing surfaces with non-metallic packing with metal reinforcement or covering with metal reinforcement
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
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Description

Die Erfindung betrifft einen besonders für
Mannlochverschlüsse bestimmten Dichtring, der durch achsiales Insichaufwickeln eines mit schräger Stoßstelle versehenen schlauchförmigen Asbestgewebes o. dgl. hergestellt ist.
In neuer Weise ist der Dichtring am Stoß
mit Kupferdraht o. dgl. vernäht, so nämlich, daß die Naht die ganze Länge der schraubengangförmig verlaufenden Stoßstelle umfaßt.
ίο Der insbesondere für Mannlochverschlüsse von Hochdruckdampfkesseln bestimmte Dichtring besteht vorzugsweise und bekanntermaßen aus Asbest-Kautschuk.
Bei ,der Herstellung solcher Dichtringe verfährt man bisher wie folgt: Es wird aus einem Asbestgewebe bzw. Asbesttuch, welches beiderseits mit einer Gummiauflage versehen ist, ein Streifen von 'einer Länge geschnitten, die dem äußeren Umfang des herzustellenden Ringes entspricht, und von einer Breite, die der Höhe und Dicke dieses Ringes angemessen ist. An den Enden wird der Streifen unter gleichem Winkel abgeschnitten (Abb. ι der Zeichnung), so nämlich, daß dieselben, wenn der Streifen nun der Länge nach in sich zusammengebogen wird, unter Bildung eines zylindrischen Schlauches aufeinanderstoßen (Abb. 2). Der Stoß oder Bund wird dann durch beiderseits aufgebrachte gummierte Leiinwandstreifen verschlossen und der Gewebeschlauch nun in sich zu einer Ringwulst, dem eigentlichen Dichtring, aufgewickelt. Der Arbeiter beginnt dabei am einen Ende des Schlauches,, indem er diesen fortschreitend über seinen ganzen Umfang und in Richtung auf den anderen Rand zu umlegt. Die schrägen Abschnittenden des Gewebesitreifens verwickeln sich dabei ineinander längs einer Schraubenlinie (vgl. Abb. 3), welche den teilweise fertiggestellten Ring zeigt. Schließlich entsteht ein Ringwulst, der in sich durch die Klebwirkung der Gummiauflagen des Gewebeschlauches zusammengehalten ist. Abb. 4 zeigt einen Querschnitt davon, Abb. 5 eine Vorderansicht.
Solche Ringe sind jahrzehntelang zum Abdichten von Mannlochverschlüssen verwendet worden, genügen aber nicht allen Anforderungen. Es besteht die Tatsache, daß die beiden Ringenden an der Stoßstelle sich im wesentlichen nur durch, die Gummierung ein-
schließlich der wenig verbandkräftigen Klebstreifen zusammengehalten befinden, was eine verhältnismäßig geringe Zugfestigkeit der Stoßstelle in Umfangsrichtung des Ringes bedingt. Es müssen nun aber, insbesondere bei Mannlochverschlüssen, deren Deckel, welche zwischen sich und der Kesselwand den Dichtring aufnehmen, sehr kräftig angezogen und dauernd nachgezogen werden, um einen ίο genügend dichten Abschluß zu sichern. Das Anziehen der Deckel ist in um so stärkerem Maße erforderlich, je unebener die Dichtstellen sind und je höher die Dampfspannung ist; man geht heute aber bereits, zu Spannuingen von 80 Atm. über. Das starke Anziehen der Deckel kann zur Folge haben, daß der Dichtring infolge der ungenügenden Festigkeit des Stoßes nach außen, wo er vielfach keine Anlage hat, ausweicht und dabei über seine Auflagerfläche am Deckel hinausgequetscht wird (er hat oft zufolge schwammigen Aufquellens schlüpfrige Beschaffenheit). Dann tritt der Dampf aus, und es kann größtes Unglück eintreten. Abgesehen vom Dampfverlust, sind die Arbeiter, welche in Nichterkenntnis der wahren Störungsursache dem Übel durch weiteres Nachziehen der Deckel abzuhelfen suchen, dem. Verbrühen ausgesetzt; die erfolglosen Versuche zwingen, den Kessel abzublasen und das Feuer zu löschen. Die Störung hat also unter Umständen den Stillstand großer, von dem Kessel abhängiger Betriebe zur Folge. Es kann sogar leicht vorkommen, daß der undicht gewordene Mannlochverschluß in nächster Nähe der Feuertür liegt und d|as mit großer Gewalt und Hitzeentfaltung erfolgende Ausströmen des. Dampfes den Heizer hindert, das Feuer aus. dem Kessel !herauszureißen. Dann ist der Kessel der Explosionsgefahr ausgesetzt. Nach alledem kann man die zuverlässige Dichtung der Mannlöcher als die Seele des Dampfkesselbetriehs bezeichnen. Übrigens tritt oft schon beim Aufsetzen der Dichtringe auf den Deckel, wenn nämlich der Ring etwas zu eng bemessen ist, ein Ausweiten ein, welches -dann den Keim zui späteren Störungen der genannten Art legt.
. Bisher ist der Umstand, daß die Störungen ihren Grund in der ungenügienden Festigkeit der Stoßstelle haben, nicht erkannt worden. Man hat geglaubt, daß die Festigkeit dieser Stelle genügend groß sei;, zumal der Ring ja unmittelbar bzw. theoretisch nur auf Zusammenpressen in seine Achsrichtung in Anspruch genommen ist. Man sieht an dem nach Undichtwerden herausgenommenen Ring wohl die Dehnung oder die Rißstelle, kann letztere aber bei dem durch Druck und Hitze veränderten Ring nicht als identisch mit der Stoßstelle erkennen und hat die Dehnung oder den Riß. auf zu geringe Festigkeit der Ringfaser zurückgeführt, jedenfalls bisher keine Abhilfe geschaffen.
In der Folge der richtigen Erkenntnis der Störungsuirsache besteht die Erfindung darin, daß zur Abhälfe dar genannten Mangel die Stoßstelle vernäht wird. Das. Vernähen geschieht mittels. Kupfardrahts oder eines ähnlichen -Materials, welches genügend wärmedehnungsfähig und dabei doch fest sowie hitze- und korrosionsbeständig (beständig gegen Einfluß scharfen Kesselwassers) ist. Durch das Vernähen wird die Zugfestigkeit der Stoßstelle mindestens so groß wie die der anderen Stellen des Ringes, mit durchlaufender Faser. Die Vernähung (a in Abb. 6, welche eine teilweise Ringdraufsicht zeigt) wird möglichst den ganzen Umfangsteil des Ringes erfassen, über den sich der spiralig aufgewickelte Stoß erstreckt (Strecke b). Sie kann aber auch zur weiteren Erhöhung- der Festigkeit des. Ringes über den ganzen Ringumfang ausgedehnt warden. Die Abb. 6 und 7 zeigen einen mit dem Dichtring versehenen Mannlochverschluß in ^Querschnitt und Draufsicht (c Deckel, d Kesselwand, e Dichtling, / Anzugsschrauben, g Preßbügel). Das Material des Ringes selbst kann im Rahmen des Erfindungsgadarikens der Vernähung der Stoßstelle verschieden sein. Außer für Mannlochverschlüsse kann der Ring auch anderweitig für Dichtzwecke Verwendung finden, auch dort, wo es sich um das Abdichten anderer Stoffe als Dampf handelt, und zwar in allen Fällen, wo der Ring, wie bei den meist oder doch vielfach üblichen Mannlochverschlüssen, freies Dehnungsspiel nach außen hat.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Durch achsiales Insichaufwickeln eines mit schräger Stoßstelle versehenen schlau'chförmigen Asbestgewebes o. dgl. hergestellter, besonders für Mannlochverschlüsse bestimmter Dichtring, dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtring in für anders hergestellte Dichtringe bekannter Weise am Stoß mit Kupferdraht no ο. dgl. vernäht ist, so nämlich, daß die Naht die ganze Länge der schraubengangförmig verlaufenden Stoßstelle umfaßt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEH102445D 1925-06-26 1925-06-26 Durch achsiales Insichaufwickeln eines mit schraeger Stossstelle versehenen schlauch-foermigen Asbestgewebes o. dgl. hergestellter, besonders fuer Mannlochverschluesse bestimmter Dichtring Expired DE442976C (de)

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