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Broschiervorrichtung für mechanische Webstühle mit Jacquardmaschine.
Die Erfindung betrifft Broschiervorrichtungen für mit einer jacquardmaschine versehene
mechanische Webstühle. Gemäß der Erfindung besteht die Broschierlade aus einer Grundschiene
und einer an ihr in senkrechter und wagerechter Richtung verschiebbaren Schiene,
an der mehrere Spulengruppen mit verschiedenfarbigen Fäden in drehbaren Spulenhaltern
angeordnet sind, wobei die Spulen verschiedener Farbe einer Spulengruppe mit denselben
Kettenfäden arbeiten. Die neue Vorrichtung besitzt den Vorteil, daß man in einfacher
Weise Stickmuster mit zwei und mehr verschiedenen Farben herstellen kann. Insbesondere
ist die Vorrichtung für solche Muster geeignet, bei denen die gleiche Zeichnung
sich in verschiedenen Farben wiederholt. Durch Verschiebung der bewegbaren Schiene
in wagerechter Richtung von der jacquardmaschine aus wird die Spule mit der gewünschten
Farbe ausgewählt und über diejenigen Kettenfäden gebracht, wo das Stickmuster angeordnet
werden soll. Durch Verschiebung der bewegbaren Schiene in senkrechter Richtung und
Drehung der Spulenhalter wird alsdann der Broschierfaden auf die Kettenfäden aufgebracht.
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Auf der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung beispielsweise
dargestellt.
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Abb. x zeigt die Vorderansicht eines mit einer jacquardmaschine versehenen
Webstuhles, an -dem die neue Broschiervorrichtung angeordnet ist; Abb.2 ist die
Vorderansicht des Antriebes für den Spulenhalter in vergrößertem Maßstab; Abb. 3
ist eine Seitenansicht dieser Antriebsvorrichtung; Mb. 4 zeigt die Vorderansicht
des beweglichen und des feststehenden Teiles der Broschierlade ; Abb. 5 ist eine
Vorderansicht der Spule mit ihrem Halter; Abb. 6 ist ein Grundriß hierzu; Abb. 7
zeigt die Vorderansicht des zu dem Getriebe gemäß Abb.2 gehörenden SeMitzbleches.
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Die Spulen, welche die Broschierfäden aufnehmen, sind mit 256 und
261 bezeichnet (Abb. i und 4). Der Antrieb der Spulen erfolgt durch eine in Abb.
2 und 3 dargestellte Scheibe, die aus zwei Seitenscheiben 200 und toi und einer
Mittelscheibe 2o2 besteht. Diese Scheiben sind auf einem Zapfen 2o3 drehbar, der
in einem Halter 204 sitzt. Eine Reibscheibe 227, die an dem Halter 204 befestigt
ist-und mit Hilfe der Mutter 228 und der Lnterlagscheibe 229 gegen die Scheibe Zoo
gepreßt werden kann, ermöglicht eine Regelung der Scheibendrehung.
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Die Scheibe Zoo ist mit diametral gegenüberliegenden Einschnitten
223, 224 versehen; ferner besitzt dieselbe Scheibe Einschnitte 225 und 226, die
ebenfalls einander diametral gegenüberliegen.
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Die mittlere Scheibe 2o2 besitzt zwei Einschnitte 2i4 und 215, in
welche ein Bolzen 213 paßt, der von zwei parallel verlaufenden Ketten 2o8 getragen
wird. Diese Ketten umschlingen die mittlere Scheibe 2o2. Das eine Ende der Kette
ist mittels des Hakens 2io an einer Feder Zog befestigt, während an dem anderen
Ende der Kette ein Haken 212 für ein Seil 211 angeordnet ist.
Die
seitliche Scheibe toi besitzt eine Kurbel 2o5 mit Zapfen 2o6. An diesen Zapfen ist
eine Stange 207 angeordnet, welche bei Drehung der Antriebsscheibe eine hin und
her gehende Bewegung auf die Zahnstange zum Bewegen der Broschierschützen überträgt.
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Auf dem Halter 204 ist ein Lagerbock Zig angeordnet, in welchem ein
Zapfen 218 gelagert ist. Dieser Zapfen trägt eine Sperrklinke 216, deren Sperrzahn
22i in die Einschnitte 223, 224 der Scheibe Zoo eingreifen kann. Eine auf den Bolzen
218 aufgewickelte Feder 22o ist bestrebt, die Klinke 216 so zu drehen, daß der Sperrzahn
221 aus den Ausnehmungen der Scheibe Zoo herausgehoben wird (Abb. 2). Eine Feder
217 verbindet das eine Ende -der- Sperrklinke mit der Doppelkette 2o8.
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Eine weitere Sperrklinke 22z ist um den Zapfen 2i8 drehbar. Sie greift
unter Wirkung ihres Eigengewichts in die Einschnitte 225, 226 der Scheibe 200 ein.
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Wenn die Teile sich in der in Abb. 2 dargestellten Lage befinden und
das Seil 2,11 angezogen wird, so veranlaßt der in die Ausnehmung 214 eingreifende
Bolzen 213 - eine halbe Umdrehung der Antriebsscheibe. Gleichzeitig hebt
die Kette mittels der Feder 217 die Sperrklinke 216 entgegen dem Druck der Feder
22o an, so daß der Sperrzahn 221 in den Einschnitt 224 der Scheibe Zoo eingreift.
Dieser Zahn verhindert - eine weitere Drehung der Scheibe über 18o° hinaus. .
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Während dieser halben Drehung der Antriebsscheibe wird die Kurbel
205 und die Stange 2o7 von rechts nach links (Abb. 2) bewegt.
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Sobald der Zug des Seiles 2,11 nachläßt, wird die Kette unter der
Wirkung der Federn Zog in ihre ursprüngliche Stellung zurückgeführt, wobei der Sperrzahn
2,21 aus dem Einschnitt 224 durch die Feder 22o herausgehoben wird. Die Antriebsscheibe
muß aber ihre Stellung beibehalten, weil die Sperrklinke 222, die stets infolge
ihres Eigengewichts auf dem Umfang der Scheibe Zoo ruht, in den Einschnitt 226 dieser
Scheibe eingreift.
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Bei dem nächsten Zug des Seiles 211 greift der Bolzen 213 der Doppelkette
2o8 in die Ausnehmung 9,15 der mittleren Scheibe 2o2 ein und dreht die Antriebsscheibe
wiederum um 18o°. Die Begrenzung des Hubes erfolgt wiederum durch den Sperrzahn
221, während die Sicherung -der Antriebsscheibe in der neuen Lage bei dem Zurückgehen
des Seiles 211 durch die Sperrklinke 222 erfolgt.
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Das Seil --ii, welches zur Bewegung der Doppelkette 2o8 dient, ist
mit seinem Oberende an dem Blech 23o befestigt, welches mit Schlitzen 231 versehen
ist, durch welche sich Zapfen 232 erstrecken, die eine Aufundabwärtsbewegung des
Bleches 230 gestatten und gleichzeitig dessen Hub begrenzen: Die Zapfen 232
sind an einer Platte befestigt, die ihrerseits von einem Träger 77 des Broschierstuhls
getragen wird. Am Oberende des Bleches 230
ist bei 233 ein Haken 234 schwenkbar
angeordnet. Der Haken trägt ein Gegengewicht 235 und wird durch ein Seil 236 der
jacquardvorrichtung eingestellt. Wenn dieser Haken nur unter dem Einfiuß des Gegengewichts
z35 steht, so wird er aus der in Abb. i dargestellten Lage entgegengesetzt zur Richtung
des Uhrzeigers gedreht, so daß er aus dem Bereich eines Hebels 73 kommt, der mittels
eines Seiles von der - unteren Welle des Webstuhles angetrieben wird. - Wenn dagegen
das Seil 236 angezogen wird, so wird der Haken im Sinne des Uhrzeigers geschwenkt,
so daß er in die Bahn des Hebels 73 kommt, wie dies in Abb. i und 7 dargestellt
ist. Sobald der Hebel 73 aufwärts geht, wird auch das Blech 230 und damit
das Seil 211 angehoben.
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Die Gesamtheit des beweglichen und feststehenden. Teiles der Broschierlade
besteht aus einer beweglichen Schiene 237, welche die mit Drehzapfen 23g versehenen
Lager 238 besitzt, einem Halter 240, der an einem Ende der Lade befestigt ist, .
einem Ansatz 241, an welchem das eine Ende Einer Feder 242 angreift, welche die
Schiene 237 mit deffl feststehenden Teil 243 der Lade mittels eines .Ansatzes 244
verbindet, an dem das andere Ende der. Feder 242 angreift.-Auf den zwischen der
Schiene 237 und.dem feststehenden Ladenteil 243 angeordneten Kugeln 245 kann die
Schiene 237 in wagerechter Richtung gegenüber dem feststehenden Ladenteil 243 verschoben
werden, wobei - sie durch Vorsprünge 246 des letzteren geführt wird.
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Die Feder 96, die an der Querschiene 97 der Jacquardmaschine
befestigt ist, trägt zwei Seile 247, an denen eine zweite Schiene 248 hängt, die
sowohl in senkrechter als auch in wagerechter Richtung beweglich ist. Die Schiene
ist mittels der Gabellager 24g, die zwischen ihren gegabelten Enden die Zapfen 23g
der Lager 238 halten, mit der Schiene 237 verbunden; sie trägt an drei @ zylindrischen
Zapfen 25o die Zahnstange 251, die drei Längsschlitze 252 besitzt, in welche die
Zapfen 25o. eingreifen.
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Die Zahnstange 251 wird bei ihrem Antrieb durch die Stange
207 des oben beschriebenen Antriebes wagerecht bewegt und erfaßt hierbei
nacheinander die zylindrischen Vorsprünge 253 des Sektors 254, der das Lager 255
der Spule z56 trägt. _ -Die Spule 256 liegt parallel zu; Ebene des Sektors 254 (Abb.
5).
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Die Spule 256 ruht in dem. Lager 255,. mit dem die Federplatte 257
verbunden ist, die den Ring 258 gegen die Spule drüct, -so daß letztere während
der Drehung nicht heraustreten
und leicht ausgewechselt werden
kann, wobei die Feder 259, welche auf die Spindel 26o der Spule gewickelt ist, die
Seitenbewegung derselben begrenzt.
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Mit Hilfe dieser Broschiervorrichtung lassen sich auf mechanischen
Webstühlen mit jacquardmaschine Muster mit zwei und mehr verschiedenen Farben herstellen.
Hierzu werden beispielsweise zwei Spulen angeordnet, von denen die eine, 256, etwa
einen roten Faden und die andere, 26x, etwa einen grünen Faden enthält. Es wird
also auf denselben Kettenfäden zunächst mit der roten Spule und alsdann nach Verschieben
mit der grünen Spule broschiert.
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Wenn mittels des von der Jacquardmaschine kommenden und mit der Schiene
237 verbundenen Seiles 262 die grüne Spule über die durch das Muster vorgeschriebenen
Kettenfäden gebracht worden ist, so wird der grüne Teil des Stickmusters gewebt.
Die Spule 261 wickelt hierbei den grünen Faden um die Kettenfäden, die durch die
Jacquardmaschine angehoben werden. Wenn alsdann das Seil 263 angezogen wird, das
einerseits mit der jacquardmaschine und andererseits mit der bei 265 an dem feststehenden
Ladenteil 243 angelenkten Klinke 264 verbunden ist, so gibt die Klinke 264 die Schiene
237 frei, sobald sie sich von dem einstellbaren Zahn 266 entfernt, so daß sich die
Schiene 237 unter der Spannung der Feder 242 nach rechts verschieben kann. Bei dieser
zweiten Stellung der Schiene 237 gelangt die Spule 256 mit dem roten Faden über
die angehobenen Kettenfäden, wickelt ihren Faden um diese Kettenfäden und vervollständigt
das Muster. Während die eine Spule arbeitet, dreht sich die andere im Leerlauf.