DE444307C - Broschiervorrichtung fuer mechanische Webstuehle mit Jacquardmaschine - Google Patents

Broschiervorrichtung fuer mechanische Webstuehle mit Jacquardmaschine

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DE444307C
DE444307C DEP48633D DEP0048633D DE444307C DE 444307 C DE444307 C DE 444307C DE P48633 D DEP48633 D DE P48633D DE P0048633 D DEP0048633 D DE P0048633D DE 444307 C DE444307 C DE 444307C
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rail
rope
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D31/00Lappet, swivel or other looms for forming embroidery-like decoration on fabrics

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

  • Broschiervorrichtung für mechanische Webstühle mit Jacquardmaschine. Die Erfindung betrifft Broschiervorrichtungen für mit einer jacquardmaschine versehene mechanische Webstühle. Gemäß der Erfindung besteht die Broschierlade aus einer Grundschiene und einer an ihr in senkrechter und wagerechter Richtung verschiebbaren Schiene, an der mehrere Spulengruppen mit verschiedenfarbigen Fäden in drehbaren Spulenhaltern angeordnet sind, wobei die Spulen verschiedener Farbe einer Spulengruppe mit denselben Kettenfäden arbeiten. Die neue Vorrichtung besitzt den Vorteil, daß man in einfacher Weise Stickmuster mit zwei und mehr verschiedenen Farben herstellen kann. Insbesondere ist die Vorrichtung für solche Muster geeignet, bei denen die gleiche Zeichnung sich in verschiedenen Farben wiederholt. Durch Verschiebung der bewegbaren Schiene in wagerechter Richtung von der jacquardmaschine aus wird die Spule mit der gewünschten Farbe ausgewählt und über diejenigen Kettenfäden gebracht, wo das Stickmuster angeordnet werden soll. Durch Verschiebung der bewegbaren Schiene in senkrechter Richtung und Drehung der Spulenhalter wird alsdann der Broschierfaden auf die Kettenfäden aufgebracht.
  • Auf der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung beispielsweise dargestellt.
  • Abb. x zeigt die Vorderansicht eines mit einer jacquardmaschine versehenen Webstuhles, an -dem die neue Broschiervorrichtung angeordnet ist; Abb.2 ist die Vorderansicht des Antriebes für den Spulenhalter in vergrößertem Maßstab; Abb. 3 ist eine Seitenansicht dieser Antriebsvorrichtung; Mb. 4 zeigt die Vorderansicht des beweglichen und des feststehenden Teiles der Broschierlade ; Abb. 5 ist eine Vorderansicht der Spule mit ihrem Halter; Abb. 6 ist ein Grundriß hierzu; Abb. 7 zeigt die Vorderansicht des zu dem Getriebe gemäß Abb.2 gehörenden SeMitzbleches.
  • Die Spulen, welche die Broschierfäden aufnehmen, sind mit 256 und 261 bezeichnet (Abb. i und 4). Der Antrieb der Spulen erfolgt durch eine in Abb. 2 und 3 dargestellte Scheibe, die aus zwei Seitenscheiben 200 und toi und einer Mittelscheibe 2o2 besteht. Diese Scheiben sind auf einem Zapfen 2o3 drehbar, der in einem Halter 204 sitzt. Eine Reibscheibe 227, die an dem Halter 204 befestigt ist-und mit Hilfe der Mutter 228 und der Lnterlagscheibe 229 gegen die Scheibe Zoo gepreßt werden kann, ermöglicht eine Regelung der Scheibendrehung.
  • Die Scheibe Zoo ist mit diametral gegenüberliegenden Einschnitten 223, 224 versehen; ferner besitzt dieselbe Scheibe Einschnitte 225 und 226, die ebenfalls einander diametral gegenüberliegen.
  • Die mittlere Scheibe 2o2 besitzt zwei Einschnitte 2i4 und 215, in welche ein Bolzen 213 paßt, der von zwei parallel verlaufenden Ketten 2o8 getragen wird. Diese Ketten umschlingen die mittlere Scheibe 2o2. Das eine Ende der Kette ist mittels des Hakens 2io an einer Feder Zog befestigt, während an dem anderen Ende der Kette ein Haken 212 für ein Seil 211 angeordnet ist. Die seitliche Scheibe toi besitzt eine Kurbel 2o5 mit Zapfen 2o6. An diesen Zapfen ist eine Stange 207 angeordnet, welche bei Drehung der Antriebsscheibe eine hin und her gehende Bewegung auf die Zahnstange zum Bewegen der Broschierschützen überträgt.
  • Auf dem Halter 204 ist ein Lagerbock Zig angeordnet, in welchem ein Zapfen 218 gelagert ist. Dieser Zapfen trägt eine Sperrklinke 216, deren Sperrzahn 22i in die Einschnitte 223, 224 der Scheibe Zoo eingreifen kann. Eine auf den Bolzen 218 aufgewickelte Feder 22o ist bestrebt, die Klinke 216 so zu drehen, daß der Sperrzahn 221 aus den Ausnehmungen der Scheibe Zoo herausgehoben wird (Abb. 2). Eine Feder 217 verbindet das eine Ende -der- Sperrklinke mit der Doppelkette 2o8.
  • Eine weitere Sperrklinke 22z ist um den Zapfen 2i8 drehbar. Sie greift unter Wirkung ihres Eigengewichts in die Einschnitte 225, 226 der Scheibe 200 ein.
  • Wenn die Teile sich in der in Abb. 2 dargestellten Lage befinden und das Seil 2,11 angezogen wird, so veranlaßt der in die Ausnehmung 214 eingreifende Bolzen 213 - eine halbe Umdrehung der Antriebsscheibe. Gleichzeitig hebt die Kette mittels der Feder 217 die Sperrklinke 216 entgegen dem Druck der Feder 22o an, so daß der Sperrzahn 221 in den Einschnitt 224 der Scheibe Zoo eingreift. Dieser Zahn verhindert - eine weitere Drehung der Scheibe über 18o° hinaus. .
  • Während dieser halben Drehung der Antriebsscheibe wird die Kurbel 205 und die Stange 2o7 von rechts nach links (Abb. 2) bewegt.
  • Sobald der Zug des Seiles 2,11 nachläßt, wird die Kette unter der Wirkung der Federn Zog in ihre ursprüngliche Stellung zurückgeführt, wobei der Sperrzahn 2,21 aus dem Einschnitt 224 durch die Feder 22o herausgehoben wird. Die Antriebsscheibe muß aber ihre Stellung beibehalten, weil die Sperrklinke 222, die stets infolge ihres Eigengewichts auf dem Umfang der Scheibe Zoo ruht, in den Einschnitt 226 dieser Scheibe eingreift.
  • Bei dem nächsten Zug des Seiles 211 greift der Bolzen 213 der Doppelkette 2o8 in die Ausnehmung 9,15 der mittleren Scheibe 2o2 ein und dreht die Antriebsscheibe wiederum um 18o°. Die Begrenzung des Hubes erfolgt wiederum durch den Sperrzahn 221, während die Sicherung -der Antriebsscheibe in der neuen Lage bei dem Zurückgehen des Seiles 211 durch die Sperrklinke 222 erfolgt.
  • Das Seil --ii, welches zur Bewegung der Doppelkette 2o8 dient, ist mit seinem Oberende an dem Blech 23o befestigt, welches mit Schlitzen 231 versehen ist, durch welche sich Zapfen 232 erstrecken, die eine Aufundabwärtsbewegung des Bleches 230 gestatten und gleichzeitig dessen Hub begrenzen: Die Zapfen 232 sind an einer Platte befestigt, die ihrerseits von einem Träger 77 des Broschierstuhls getragen wird. Am Oberende des Bleches 230 ist bei 233 ein Haken 234 schwenkbar angeordnet. Der Haken trägt ein Gegengewicht 235 und wird durch ein Seil 236 der jacquardvorrichtung eingestellt. Wenn dieser Haken nur unter dem Einfiuß des Gegengewichts z35 steht, so wird er aus der in Abb. i dargestellten Lage entgegengesetzt zur Richtung des Uhrzeigers gedreht, so daß er aus dem Bereich eines Hebels 73 kommt, der mittels eines Seiles von der - unteren Welle des Webstuhles angetrieben wird. - Wenn dagegen das Seil 236 angezogen wird, so wird der Haken im Sinne des Uhrzeigers geschwenkt, so daß er in die Bahn des Hebels 73 kommt, wie dies in Abb. i und 7 dargestellt ist. Sobald der Hebel 73 aufwärts geht, wird auch das Blech 230 und damit das Seil 211 angehoben.
  • Die Gesamtheit des beweglichen und feststehenden. Teiles der Broschierlade besteht aus einer beweglichen Schiene 237, welche die mit Drehzapfen 23g versehenen Lager 238 besitzt, einem Halter 240, der an einem Ende der Lade befestigt ist, . einem Ansatz 241, an welchem das eine Ende Einer Feder 242 angreift, welche die Schiene 237 mit deffl feststehenden Teil 243 der Lade mittels eines .Ansatzes 244 verbindet, an dem das andere Ende der. Feder 242 angreift.-Auf den zwischen der Schiene 237 und.dem feststehenden Ladenteil 243 angeordneten Kugeln 245 kann die Schiene 237 in wagerechter Richtung gegenüber dem feststehenden Ladenteil 243 verschoben werden, wobei - sie durch Vorsprünge 246 des letzteren geführt wird.
  • Die Feder 96, die an der Querschiene 97 der Jacquardmaschine befestigt ist, trägt zwei Seile 247, an denen eine zweite Schiene 248 hängt, die sowohl in senkrechter als auch in wagerechter Richtung beweglich ist. Die Schiene ist mittels der Gabellager 24g, die zwischen ihren gegabelten Enden die Zapfen 23g der Lager 238 halten, mit der Schiene 237 verbunden; sie trägt an drei @ zylindrischen Zapfen 25o die Zahnstange 251, die drei Längsschlitze 252 besitzt, in welche die Zapfen 25o. eingreifen.
  • Die Zahnstange 251 wird bei ihrem Antrieb durch die Stange 207 des oben beschriebenen Antriebes wagerecht bewegt und erfaßt hierbei nacheinander die zylindrischen Vorsprünge 253 des Sektors 254, der das Lager 255 der Spule z56 trägt. _ -Die Spule 256 liegt parallel zu; Ebene des Sektors 254 (Abb. 5).
  • Die Spule 256 ruht in dem. Lager 255,. mit dem die Federplatte 257 verbunden ist, die den Ring 258 gegen die Spule drüct, -so daß letztere während der Drehung nicht heraustreten und leicht ausgewechselt werden kann, wobei die Feder 259, welche auf die Spindel 26o der Spule gewickelt ist, die Seitenbewegung derselben begrenzt.
  • Mit Hilfe dieser Broschiervorrichtung lassen sich auf mechanischen Webstühlen mit jacquardmaschine Muster mit zwei und mehr verschiedenen Farben herstellen. Hierzu werden beispielsweise zwei Spulen angeordnet, von denen die eine, 256, etwa einen roten Faden und die andere, 26x, etwa einen grünen Faden enthält. Es wird also auf denselben Kettenfäden zunächst mit der roten Spule und alsdann nach Verschieben mit der grünen Spule broschiert.
  • Wenn mittels des von der Jacquardmaschine kommenden und mit der Schiene 237 verbundenen Seiles 262 die grüne Spule über die durch das Muster vorgeschriebenen Kettenfäden gebracht worden ist, so wird der grüne Teil des Stickmusters gewebt. Die Spule 261 wickelt hierbei den grünen Faden um die Kettenfäden, die durch die Jacquardmaschine angehoben werden. Wenn alsdann das Seil 263 angezogen wird, das einerseits mit der jacquardmaschine und andererseits mit der bei 265 an dem feststehenden Ladenteil 243 angelenkten Klinke 264 verbunden ist, so gibt die Klinke 264 die Schiene 237 frei, sobald sie sich von dem einstellbaren Zahn 266 entfernt, so daß sich die Schiene 237 unter der Spannung der Feder 242 nach rechts verschieben kann. Bei dieser zweiten Stellung der Schiene 237 gelangt die Spule 256 mit dem roten Faden über die angehobenen Kettenfäden, wickelt ihren Faden um diese Kettenfäden und vervollständigt das Muster. Während die eine Spule arbeitet, dreht sich die andere im Leerlauf.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Broschiervorrichtung für mit einer Jacquardmaschine versehene mechanische Webstühle, dadurch gekennzeichnet, daß die Broschierlade aus einer Grundschiene (2q.3) und einer an ihr in senkrechter und wagerechter Richtung verschiebbaren Schiene (248) besteht, an der mehrere Spulengruppen mit Spulen (256, 261) mit verschiedenfarbigen Fäden angeordnet sind, wobei die Spulen verschiedener Farbe einer Spulengruppe mit denselben Kettenfäden arbeiten. z. Broschiervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die bewegbare Schiene (2q.8) von einer an der Grundschiene (243) wagerecht verschiebbaren Schiene (237) bei deren Bewegungen mitgenommen wird, wobei die Verschiebung der Schiene (237) durch Seile (262, 263) erfolgt, die von der jacquardmaschine bewegt werden. 3. Broschiervorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das eine Seil (262) am Ende der Schiene (237) angreift, während das andere Seil (263) mit einer Klinke (26q.) verbunden ist, welche mit einem einstellbaren Zahn (266) der Schiene (237) zusammenwirkt, derart, daß nur bei ausgehobener Klinke eine Feder (2q.2), welche dem Zug des Seiles (262) entgegenwirkt, die Schiene (237) bewegen kann. 4. Broschiervorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Flachfeder (257) einen Ring (258) gegen die parallel zu den Schienen angeordnete Spule drückt, so daß sie nicht aus ihrem Halter treten kann, während eine Feder (259) die Spindel (26o) der Spule im Spulenträger festhält. 5. Broschiervorrichtung nach Anspruch 1 bis q., dadurch gekennzeichnet, daß zur Bewegung der die Spulenhalter (25q.) in bekannter Weise antreibenden Zahnstange (25z) ein mit zwei Ringnuten versehenes und aus zwei seitlichen Scheiben (2oo, 2o1) und einer mittleren Scheibe (2o2) bestehendes Rad dient, wobei die eine Scheibe (2o1) eine Kurbel (2o5) besitzt, die eine mit der Zahnstange (25z) verbundene Stange (2o7) antreibt; während das Rad selbst mittels einer doppelten Kette (2o8) angetrieben wird, die in den Radnuten läuft, und deren eines Ende mit einer an der oberen Querschiene des Webstuhles angreifenden Feder (2o9) verbunden ist, während das andere Ende an einem Seil (211) befestigt ist, das zu einem von der jacquardmaschine beeinflußten Schlitzblech (23o) verläuft. 6. Broschiervorrichtung nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch einen Zapfen (2z3) der Kette (2o8), der in Zähne (21q., 2i5) der Scheibe (2o2) greift, sowie durch einen Hebel (z16), dessen eines Ende einen Zahn (221) und dessen anderes Ende einen klinkenartigen Zahn (22ä) besitzt und durch eine Feder (217) bewegt wird, die zwischen ihm und der Kette (2o8) angeordnet ist. 7. Broschiervorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Schlitzblech (230) mittels Längsschlitze (z31) auf Zapfen (232) gleitet und einen mit Gegengewicht (235) versehenen drehbaren Haken (234) besitzt, der unter dem Einfluß des von der jacquardmaschine kommenden Seiles (236) steht.
DEP48633D 1923-08-20 1924-08-21 Broschiervorrichtung fuer mechanische Webstuehle mit Jacquardmaschine Expired DE444307C (de)

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