DE447674C - Mikrophonverstaerker, bei dem die Telephonmembran das Mikrophon unmittelbar beeinflusst - Google Patents
Mikrophonverstaerker, bei dem die Telephonmembran das Mikrophon unmittelbar beeinflusstInfo
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- DE447674C DE447674C DES67124D DES0067124D DE447674C DE 447674 C DE447674 C DE 447674C DE S67124 D DES67124 D DE S67124D DE S0067124 D DES0067124 D DE S0067124D DE 447674 C DE447674 C DE 447674C
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- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04R—LOUDSPEAKERS, MICROPHONES, GRAMOPHONE PICK-UPS OR LIKE ACOUSTIC ELECTROMECHANICAL TRANSDUCERS; ELECTRIC HEARING AIDS; PUBLIC ADDRESS SYSTEMS
- H04R23/00—Transducers other than those covered by groups H04R9/00 - H04R21/00
- H04R23/02—Transducers using more than one principle simultaneously
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Mikrophonverstärker, bei dem die ankommenden
Ströme ein Elektromagnetsystem erregen, das eine Mikrophonmembran in Schwingungen
versetzt. Verstärker dieser Art wiesen bisher den Nachteil auf, daß die übertragenen
Schwingungen, insbesondere die Sprache, darin mehr oder weniger verzerrt wurde. Die Erfindung bezweckt eine wesentlich genauere
Übertragung der ankommenden Ströme. Sie ist besonders geeignet für Apparaturen, bei denen die Röhrenverstärker, die
den Mikrophonverstärker in neuerer Zeit fast überall verdrängt haben, nicht gut anwendbar
sind. Es ist das beispielsweise bei den Schwerhörigenapparaten der Fall, bei denen
die gesamte Apparatur von der betreffenden Person mitgeführt wird und mit Rücksicht
darauf, daß sie nur von Laien bedient wird, möglichst einfach gestaltet sein muß. Bei
den bisher vorgeschlagenen Ausführungsformen von Mikrophonverstärkern liegt der
Grund für die Verzerrung der Sprache einerseits in dem auf den Mikrophonkontakt wirkenden
schwingenden Organ, das zwar meist als Membran ausgebildet, aber den Anforlerungen
nicht genügend angepaßt ist, andererseits in dem Mikrophonkontakt selbst. Gemäß der Erfindung wird eine wesentliche
Verbesserung der bestehenden Anordnungen dadurch erzielt, daß als Mikrophonmembran
eine radial stark gespannte Metallfolie dient, die mittels eines zentral aufgesetzten
kreisförmigen Ankerplättchens von dem Magnetsystem in Schwingungen versetzt wird. Des weiteren zeichnet sich der
Gegenstand der Erfindung durch gleichzeitige Anwendung einer Reihe von an sich bei dem
Bau von Mikrophonen mehr oder minder bekannter Maßnahmen aus.
In Abb. ι ist ein Ausführungsbeispiel eines Verstärkennikrophons im Längsschnitt dargestellt.
In einem Gehäuse 1 aus Hartgummi oder einem ähnlichen isolierenden Preßmaterial
ist einerseits ein Magnetsystem eingesetzt, dessen topfförmiger, radial geschlitzter
oder geteilter Weicheisenkern 2 einen zentralen Pol 3 aufweist, gegen den der
Rand 4 des äußeren Poles so weit nach innen herangezogen ist, daß nur ein verhältnismäßig
schmaler ringförmiger Luftspalt bestehen bleibt. Das Magnetsystem wird durch einen
Deckel 5 in dem Gehäuse 1 gehalten. Von der anderen Seite ist in dieses eine Membran
6 lose eingelegt. Diese besteht aus einer Metallfolie aus hervorragend elastischem
Stoff, vorzugsweise Phosphorbronze von einer Stärke von wenigen hundertstel Millimetern
und darunter. Diese Folie ist am Umfang auf einen Befestigungsring 7 aufgelötet,
mit dem sie sich gegen einen Anschlag 8 des Gehäuses anlegt. Sie ist in der Mitte mit
einem aufgelöteten scheibenförmigen Eisenanker versehen, der eine Dicke von einigen
zehntel Millimetern aufweist und nur einen Durchmesser von wenigen Millimetern besitzt,
so daß er gerade den Luftspalt des Erregermagnetsystems überbrückt. Durch die geringe
Masse des schwingenden Systems ist eine gute Dämpfung erreichbar. Durch eine starke Spannung in Verbindung mit den
'50 kleinen Abmessungen kann der Eigenton leicht außerhalb des Gebietes der normalen
Sprechfrequenzen gelegt werden. Zweckmäßig wird er so gewählt, daß er oberhalb tausend Schwingungen pro Sekunde liegt.
Dabei ist es besonders wichtig, daß das System nur eine Eigenschwingung besitzt, da
der zentrale Teil nur Kolbenschwingungen ausführt und die Randzone wegen ihrer geringeren
Maße zu Knotenbildung keine Gelegenheit gibt.
Die starke Spannung der Membran wird dadurch erreicht, daß die Mikrophonkammef
10 sich mit ihrem Rand 11 gegen die Membran 6 nahe deren Befestigungsring 7 unter
Druck anlegt. Die Kammer wird dabei durch einen in das Gehäuse eingeschraubten Deckel
12 mit geeignetem Druck gegen die Membran angepreßt, so daß diese die gewünschte Spannung
erhält.
Die Mikrophonkammer 10 enthält in ihrem mittleren Teil den Raum für das Widerstandsmaterial
13, der durch einen Filzring 14 derart begrenzt wird, daß auf dieses Material
nur die den stärksten Schwingungen ausgesetzten Teile der Membran einwirken. Als
Widerstandsmaterial ist feiner Kohlegrieß verwendet, der infolge der großen Zahl der
Kontaktstellen eine besonders gute Wirkung gewährleistet.
Der naturgemäß an der Metallmembran sonst auftretende starke Widerstandssprung
ist dadurch vermindert, daß die kontaktgebende Fläche nicht aus Kohle, sondern aus
Metall besteht. Um den Kontakt weiter zu verbessern' wird die Membran beispielsweise
durch Vergoldung oder einen Überzug von Platin veredelt, wodurch die dem Kohlegrieß
anliegende Metallfläche dauernd rein bleibt und den Widerstand ändernde Oxydbildungen
vermieden sind.
Die der Membran abgewandte Seite der Mikrophonkammer 10 ist mit einer Kohlenoder
zweckmäßiger mit einer Metallplatte 15 von genügend edler Beschaffenheit oder mit
entsprechend veredelter Oberfläche gebildet.
Trotzdem an sich die Kontaktgabe zwischen Metall und Kohle im allgemeinen für weniger
günstig gehalten wird, ist die Wirkung der Mikrophonanordnung hier eine ausgezeichnete,
da der Widerstandssprung an der Berührungsstelle zwischen den verschiedenen Stoffen klein gemacht ist und die Widerstandsänderung
sich entgegen den üblichen Anordnungen längs eines verhältnismäßig größeren Weges zwischen einer großen Anzahl
hintereinanderliegender kleiner Teilchen vollzieht, wobei die Amplitude der Membran
klein im Vergleich zur Länge des Weges im Kohlegrieß ist.
Um zu vermeiden, daß der den Kohlegrieß no
einschließende Filzfing 14 die Übertragung störende elastische Nachwirkungen zeigt, wird
dieser zweckmäßig so bemessen, daß er unter starkem Drucke steht. Auch kann man die
Wirkungen des Filzringes dadurch - gänzlich vermeiden, daß dieser gemäß dem Ausführungsbeispiel
nach Abb. 2 weggelassen und annähernd die ganze Mikrophonkammer 10
mit Kohlegrieß 13 gefüllt wird. Damit dann die äußeren Teile der Grießfüllung, die nur
einer geringen Druck- und Widerstandsänderung ausgesetzt sind, nicht einen Kurzschluß
für die wirksamen mittleren Teile bilden, ist die leitende Gegenplatte 15 der Kohlekammer
nur zentral angeordnet, so daß die äußeren Teile der Grießfüllung für den Stromweg
praktisch nicht in Betracht kommen. Einfacher werden zu diesem Zweck Membran und
Gegenplatte am Rande durch eine Lackschicht isoliert.
Eine Erhöhung der Wirkung des Verstärkers kann noch erzielt werden, wenn die
Kohlekammer, wie in dem Beispiel nach Abb. 3 veranschaulicht, zwischen zwei Membranen
6 und 6' eingeschlossen wird, auf deren jede ein Magnetsystem 2 und 2' einwirkt.
Die Spannung der Membran wird in folgender Weise erreicht: In das Gehäuse 1,
in dem der Magnet 2 durch den Deckel 5 befestigt ist, ist zunächst die Membran 6 eingelegt,
deren Ring 7 sich gegen einen Anschlag des Gehäuses stützt. Gegen die Membran 6 legt sich ein die Kohlegrießkammer
seitlich begrenzender Ring 16, auf dem die zweite Membran 6' angeordnet ist. Gegen
deren Befestigungsring 7' stützt sich ein in das Gehäuse 1 geschraubter Gehäuseteil iy, in
dem mittels eines Deckels 5' der zweite Magnet 2' befestigt ist. Durch Eindrehen des Gehäuseteiles
17 werden beide Membranen 6 und 6' gespannt.
An Stelle der topfförmigen Weicheisenmagneten kann auch entsprechend der Darstellung
in Abb. 4 ein Dauermagnet 18 verwendet werden, dessen einer Polschuh 19 ringförmig den
anderen Polschuh 20 umgreift, so daß auch hier der Eisenanker einem Ringspalt verhältnismäßig
kleinen Durchmessers gegenübersteht.
Claims (11)
- Patentansprüche:' i. Mikrophonverstärker, bei dem die Telephonmembran das Mikrophon unmittelbar beeinflußt, dadurch gekennzeichnet, daß als Membran eine radial gespannte Metallfolie mit zentral aufgesetztem Eisenanker dient, der durch die konzentrisch angeordneten, einen schmalen ringförmigen Luftspalt bildenden Polschuhe des Magneten beeinflußt wird.
- 2. Mikrophon verstärker nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Erregermagnet Topfform aufweist, dessen äußerer Pol bis nahe an den inneren stabförmigen Pol herangezogen ist.
- 3. Mikrophonverstärker nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Erregermagnet ein permanenter Hufeisenmagnet ist, dessen einer Polschuh ringförmig den anderen Polschuh umgibt.
- 4. Mikrophonverstärker nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallfolie der Membran an einem äußeren Ring befestigt und mit diesem lose gegen einen Anschlag des Gehäuses angelegt ist und durch die Mikrophonkammer darin gehalten wird.
- 5. Mikrophon verstärker nach Anspruch ι und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Mikrophonkammer in dem Gehäuse verstellbar ist und sich mit einem 7« vorspringenden Ring gegen die Membran, diese spannend, anlegt.
- 6. Mikrophonverstärker nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die eigentliche Widerstandskammer des Mikrophons durch einen in an sich bekannter Weise nur den Mittelteil der Membran ausblendenden Filzring seitlich begrenzt ist und der Boden des so gebildeten Raumes, der nahezu gänzlich mit Kohlegrieß gefüllt ist, nur einen zentralen leitenden Teil aufweist.
- 7. Mikrophonverstärker nach Anspruch 6, dadurch· gekennzeichnet, daß die Höhe des Filzringes ursprünglich so bemessen ist, daß er den Gehäuserand des Mikrophons etwas überagt, so daß er nach dem Zusammenbau in der Kammer unter starkem Druck steht.
- 8. Mikrophonverstärker nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Tiefe der Kontaktstrecke in dem Kohlegrieß im Verhältnis zur Schwingungsweite der Membran groß ist.
- 9. Mikrophonverstärker nach Anspruch ι und folgende, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegenplatte bzw. Membran und Gegenplatte durch eine ringförmige Lackschicht am Rande isoliert sind. ■ 100-
- 10. Mikrophonverstärker nach Anspruch ι oder folgende, dadurch gekennzeichnet, daß die mit Widerstandsmaterial gefüllte Mikrophonkammer durch zwei elektromagnetisch gesteuerte Membranen auf beiden Seiten abgeschlossen ist.
- 11. Mikrophonverstärker nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß beide Membranen durch Anbringen eines verstellbaren Teiles, z. B. des zweiten Magnetsystems, gleichzeitig gespannt werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES67124D DE447674C (de) | 1924-09-13 | 1924-09-13 | Mikrophonverstaerker, bei dem die Telephonmembran das Mikrophon unmittelbar beeinflusst |
| CH116693D CH116693A (de) | 1924-09-13 | 1925-08-17 | Mit elektromagnetisch gesteuerter Membran arbeitendes akustisches Gerät. |
| AT105547D AT105547B (de) | 1924-09-13 | 1925-08-31 | Einrichtung bei Mikrophon- und Telephonapparaten. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES67124D DE447674C (de) | 1924-09-13 | 1924-09-13 | Mikrophonverstaerker, bei dem die Telephonmembran das Mikrophon unmittelbar beeinflusst |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE447674C true DE447674C (de) | 1927-08-08 |
Family
ID=7499318
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES67124D Expired DE447674C (de) | 1924-09-13 | 1924-09-13 | Mikrophonverstaerker, bei dem die Telephonmembran das Mikrophon unmittelbar beeinflusst |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE447674C (de) |
-
1924
- 1924-09-13 DE DES67124D patent/DE447674C/de not_active Expired
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