CH116693A - Mit elektromagnetisch gesteuerter Membran arbeitendes akustisches Gerät. - Google Patents

Mit elektromagnetisch gesteuerter Membran arbeitendes akustisches Gerät.

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CH116693A
CH116693A CH116693DA CH116693A CH 116693 A CH116693 A CH 116693A CH 116693D A CH116693D A CH 116693DA CH 116693 A CH116693 A CH 116693A
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CH
Switzerland
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membrane
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ring
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microphone
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Inventor
Aktiengesellschaft Siem Halske
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Siemens Ag
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Description


      lrlit    elektromagnetisch gesteuerter     1Vlembran        arbeitendes    akustisches Gerät.    Zweck der Erfindung ist, ein akustisches,  mit elektromagnetisch gesteuerter     Membran     arbeitendes Gerät zu schaffen, bei dem die  bei .den bekannten Einrichtungen dieser Art  vorhandenen, die Verständigung     beeinflus-@     senden     Störungen,    wie Sprachverzerrung und  dergleichen, vermieden sind. Das Gerät kann  als Telephon ausgebildet werden mit derart  verstärkter Wirkung, dass es als Lautsprecher  verwendet werden kann oder aber als Mikro  phonverstärker, der einen Röhrenverstärker  ersetzen kann.

   Die Ursache für die ungenaue  Übertragung der     Schwingsingen    und der  Sprachverzerrung liegt einerseits in dem  schwingenden Organ, das trotz seiner Aus  bildung als Membran den Anforderungen  bisher nicht genügend     angepasst    ist, anderseits  im Magnetsystem.  



  Gemäss der Erfindung wird eine wesent  liche Verbesserung gegenüber den bestehen  den Einrichtungen dadurch erzielt, dass als  Membran eine radial stark gespannte Metall  folie dient, die mittelst eines zentral aufge  setzten     Eisenankerplättchens    von einem Mag  netsystem mit konzentrisch angeordneten,    einen schmalen ringförmigen Luftspalt bil  denden Polen in Schwingungen versetzt  wird. Die Membran kann nun entweder aus  einer     unmagnetischen    oder magnetischen Fo  lie bestehen, das letztere     besonders    dann,       wenn    durch eine Verbindung von Mikrophon  mit einem Telephon eine Mikrophonverstär  kung bezweckt ist.

   Das Magnetsystem kann  nun aus einem zweckmässig topfförmigen  oder ähnlich gestalteten Magnet bestehen,  wobei     zweckmässig    der     Randdes    äussern Pols  bis nahe an den innern     stabförmigen    heran  gezogen ist. Hierdurch wird erreicht, dass  man den Durchmesser und damit die Masse  des Ankerplättchens der Membran so klein  wählen kann, wie es aus akustischen Grün  den zweckmässig erscheint     (Obertöne,    Strah  lungsdämpfung).

   Da .eine solche Membran  eine sehr     geringe    Masse     besitzt,    wird es  möglich, neben der Strahlungsdämpfung die  Membran wirksam durch eine     zusätzliche          Luftreibungsdämpfung,    die vorzugsweise re  gelbar ausgebildet ist, zu dämpfen, wie im  folgenden näher ausgeführt ist.  



  Auf der Zeichnung .sind verschiedene      Ausführungsformen der Erfindung beispiels  weise dargestellt.  



       Fig.    1 zeigt im Vertikalschnitt ein     Ver-          stärkermikrophon;          Fig.    2 gibt einen Vertikalschnitt durch  die Mikrophonkammer;       Fig.    3 ist ein Vertikalschnitt einer Ab  änderungsform des     Verstärkermikrophons     gemäss     Fig.    1;       Fig.    4 zeigt in perspektivischer Ansicht  eine besondere Ausführungsform eines Dauer  magnetes;       Fig.    5 ist ein Vertikalschnitt im grösse  ren     Massstabe    einer andern Ausführungsform  der Erfindung;

         Fig.    6 und 7 zeigen im grösseren Mass  stabe eine     Vorder-    und Rückansicht der  innern Teile des     Verstärkermikrophons    nach       Fig.    5;       Fig.    8 zeigt einen Längsschnitt     durch     eine als Lautsprecher verwendbare Ausfüh  rungsform des neuen Telephons;       Fig.    9 stellt eine Einzelheit der     Fig.    8  in Draufsicht dar.  



  Bei dem Ausführungsbeispiel eines     Ver-          stärkermikrophons    gemäss     Fig.    1 ist in einem  Gehäuse 1 aus Hartgummi oder einem ähn  lichen isolierenden     Pressmaterial    einerseits ein  Magnetsystem eingesetzt, dessen topfförmiger,  radial geschlitzter oder geteilter Weicheisen  kern 2 einen zentralen Pol 3 aufweist, gegen       den    der Rand 4 des äussern Pols so weit  nach innen herangezogen ist, dass nur ein  verhältnismässig schmaler, ringförmiger Luft  spalt bestehen bleibt. Das Magnetsystem  wird durch einen Deckel 5 in dem Gehäuse  1 gehalten. Von der     andern    Seite ist in die  ses eine Membran 6 lose eingelegt.

   Diese be  steht aus einer Metallfolie aus hervorragend  elastischem Stoff, vorzugsweise Phosphor  bronze von einer Stärke von wenigen hun  dertstel     Millimetern    und darunter. Diese Folie  ist am Umfang auf einen Befestigungsring 7  aufgelötet, mit dem sie sich gegen einen An  schlag 8 des Gehäuses anlegt. Sie ist in der  Mitte mit einem aufgelöteten, scheibenförmi  gen Eisenanker versehen, der eine Dicke von  einigen zehntel     Millimetern    aufweist und     mir       einen Durchmesser von wenigen Millimetern  besitzt, so dass er gerade den Luftspalt des       Erregermagnetsystems    überbrückt. Durch die  geringe     Masse    des schwingenden Systems ist  eine gute Dämpfung erreichbar.

   Durch eine  starke Spannung in Verbindung mit den  kleinen Abmessungen kann der Eigenton  leicht ausserhalb des Gebietes der normalen       Sprechfrequenzen    gelegt werden. Zweckmässig  wird er so gewählt, dass er     oberhalb    tausend       Schwingungen    pro Sekunde liegt. Dabei ist  es besonders wichtig, dass das System nur eine  Eigenschwingung besitzt, da     der    zentrale Teil  nur Kolbenschwingungen ausführt und die  Randzone wegen ihrer geringeren Masse zu  Knotenbildung keine Gelegenheit gibt.  



  Die starke     .Spannung    der Membran wird  dadurch erreicht, dass die Mikrophonkammer  10 sich mit ihrem Rand 11 gegen die Mem  bran 6 nahe deren Befestigungsring 7 unter  Druck anlegt. Die Kammer wird dabei durch  einen in das Gehäuse eingeschraubten     Dek-          kel    12 mit geeignetem     Druch    gegen die Mem  bran     angepresst,    so dass diese die gewünschte  Spannung erhält.  



  Die Mikrophonkammer 10 enthält in ihrem  mittleren Teil den Raum für (las Wider  standsmaterial 13, der durch einen Filzring  14 derart begrenzt wird, dass auf dieses Ma  terial nur die den     stärksten        .Schwingungen     ausgesetzten Teile der     Membran    einwirken.  Als     Widerstandsmaterial    ist feiner Kohlen  griess verwendet, der infolge der grossen Zahl  der Kontaktstellen eine besonders gute Wir  kung gewährleistet.  



  Der naturgemäss an der Metallmembran  sonst auftretende starke     Widerstandssprung     ist dadurch vermindert, dass die kontakt  gebende Fläche nicht aus Kohle, sondern aus  Metall besteht. Um den Kontakt weiter zu  verbessern, wird die Membran beispielsweise  durch Vergoldung oder einen Überzug von  Platin veredelt, wodurch die dem Kohlen  griess anliegende Metallfläche dauernd rein  bleibt und den Widerstand ändernde Oxyd  bildungen vermieden sind.  



  Die der     Membran    abgewandte Seite der  Mikrophonkammer 10 ist mit einer Kohlen-      oder zweckmässiger mit einer Metallplatte 15  von genügend edler Beschaffenheit oder mit       entsprechend    veredelter Oberfläche gebildet.  



       Trotznein    an sich die Kontaktgabe     zwi-           < _.chen        Metall    und Kohle im allgemeinen -für       weniger    günstig gehalten wird, ist die Wir  kung der Mikrophonanordnung hier eine  ausgezeichnete, da der Widerstandssprung an  der Berührungsstelle zwischen den verschie  denen Stoffen klein gemacht ist und die     Wi-          derstandsärnderung    sich entgegen den üblichen  Anordnungen längs eines verhältnismässig  grösseren Weges zwischen einer grossen An  zahl     hintereinanderliegender    kleiner Teilchen  vollzieht,

   wobei die     Amplitude    der Membran  klein im Vergleich zur Länge des Weges  im Kohlengriess ist.  



  Um zu vermeiden, dass der den Kohlen  griess einschliessende Filzring     1.4    die Über  tragung störende elastische Nachwirkungen  zeigt, wird dieser zweckmässig so bemessen,  dass er unter starkem Drucke steht. Auch  kann man die Wirkungen des Filzringes da  durch gänzlich vermeiden,     4ass    dieser gemäss  dem Ausführungsbeispiel nach     Fig.    2 weg  gelassen und annähernd die .ganze Mikro  phonkammer 10 mit Kohlengriess     1.3    gefüllt  wird.

   Damit dann die äussern Teile der  Griessfüllung, die nur einer geringen     Druck-          und    Widerstandsänderung ausgesetzt sind,  nicht einen Kurzschluss für die wirksamen  mittleren Teile bilden, ist die leitende Gegen  platte 15 der Kohlenkammer nur zentral an  geordnet, so dass die äussern Teile der Griess  füllung für den Stromweg praktisch nicht  in Betracht kommen. Einfacher werden zu  diesem Zweck Membran und Gegenplatte am  Rande durch eine Lackschicht isoliert.  



  Eine Erhöhung der Wirkung des Ver  stärkers kann noch erzielt werden, wenn die  Kohlenkammer, wie in .dem Beispiel nach       Fig.    3 veranschaulicht, zwischen zwei Mem  branen 6 und 6' eingeschlossen wird, auf  deren jede ein Magnetsystem 2 und 2' ein  wirkt. Die     Spannung    der Membran wird in  folgender Weise erreicht: In das Gehäuse 1.  in dem der Magnet 2 durch den Deckel 5 be  festigt ist, ist zunächst die Membran 6 ein-    gelegt, deren Ring 7 sich gegen einen An  schlag des Gehäuses stützt. Gegen die Mem  bran 6 legt sich ein die     gohlengriesskammer     seitlich begrenzender Ring 16, auf dem die  zweite Membran 6'     angeordnet    ist.

   Gegen  deren Befestigungsring 7' stützt sich ein in  das Gehäuse 1 geschraubter Gehäuseteil 17,  in dem mittelst eines Deckels 5' der zweite  Magnet 2' befestigt ist. Durch Eindrehen  des Gehäuseteils 17 werden beide Mem  branen 6 und 6' gespannt.  



  An Stelle des topfförmigen     Weicheisen-          magnetes    kann auch entsprechend der Dar  stellung in     Fig.    4 ein Dauermagnet 18 ver  wendet werden, dessen einer Polschuh, 19.  ringförmig den andern Polschuh, 20, um  greift, so dass auch hier der Eisenanker  einem Ringspalt verhältnismässig kleinen  Durchmessers     gegenübersteht.     



  Die in den     Fig.    5, 6 und 7 dargestellte  Ausführungsform der Erfindung ist auf  Grund ihrer kleinen Abmessungen und ihrer  andern guten Eigenschaften besonders für       Schwerhörigenapparate    geeignet.  



  Bei dieser Ausführungsform ist auf das       Hartgummigehäuse    21, in welches ein Mag  netsystem und ein von diesem beeinflusstes  Mikrophon eingesetzt ist, ein     Metalldeckel     22 aufgeschraubt. Das Magnetsystem besitzt  einen Weicheisen- oder     Dauermagnetkern.     Das dargestellte     System    besitzt einen sol  chen letzterer Art. Es besteht aus einem  diametral magnetisierten Stahlring 24,     was     durch die Bezugszeichen N und     S    in     Fig.    7  angedeutet ist.

   Mit dem Südpol     S    ist eine       eiserne    Zunge 25 fest verbunden, an deren  Ende ein Eisenkern 2.6 koaxial mit dem Ring  24     befestigt    ist. Auf dem untern Teil<B><I>S</I></B> des  Ringmagnetes 24 ist ein Distanzstück 27  aus nicht magnetischem Material aufge  bracht, an     welchem        ..eine    Weichenscheibe  28 befestigt ist. An der diametral gegenüber  liegenden Seite steht die Scheibe 28 mit dem       obern    Teil N des Ringes durch ein eisernes  Distanzstück 29 in Verbindung. Die Scheibe  2:g ist mit .einer zentralen Überhöhung 30  und mit einem     Radialschlitz    31 versehen,  welch letzterer das Entstehen von Wirbel-      strömen verhindert.

   In der Ebene der Über  höhung 30 ist der Nordpol und am Ende  des Kernes 26 der Südpol gebildet. Auf den  Kern 26 ist die das Mikrophon beeinflus  sende Wicklung angeordnet.. Das Magnet  system ist in das Gehäuse 21 eingesetzt, und  ein Ansatz 32, in welchem die Zuführungs  drähte 33 sich befinden, ist in einem Schlitz  34 des Gehäuses 21 geführt.  



  Am Rande der Scheibe 28 befindet sich  ein Distanzring 35 aus nicht magnetischem  Material, und auf diesem Ring ist das     Mi-          krophon    angeordnet. Das Mikrophon besteht.       aus    der Membran 35 ', welche aus hochgradig  elastischem Material, vorzugsweise Phosphor  bronze, hergestellt ist und nur eine Dicke  von einigen hundertstel Millimetern besitzt.  Der Rand der Membran ist auf den Tragring  36 aufgelötet, dessen Rand sich auf den  Distanzring 35 auflegt.

   In der Mitte dieser  Metallfolie befindet sich ein aufgelöteter,       -scheibenförmiger    Eisenanker<B>37,</B> welcher nur  wenige zehntel     31illimeter    dick ist und einen       Durchmesser    von rund zehn Millimetern be  sitzt, so dass er gerade den Luftspalt zwi  schen dem Pol 26 und 30 des     Magnetsystems     bedeckt.

   Die Metallfolie oder Membran 35'       wird    dauernd durch einen die Mikrophonzelle       bildenden        Körper        38        gespannt        oder          gehalten,    dessen ringförmiger Ansatz  39 mittelst eines den Tragring 36 und den  Rand der     Mikrophonzelle    38 umfassenden       Klemmring    40 gegen die Folie 35' gepresst       wird.    In der Mikrophonzelle befindet sich  das     Widerstandsmaterial    aus feinem Kohlen  griess, und der äussere Rand der Membran  wird vorzugsweise durch einen Filzring 42       gedämpft,

      so     dass    nur der mittlere Teil der       Membran,    der die stärksten Schwingungen  macht, zur Wirkung kommt.  



  Am Boden der Mikrophonzelle 38 befin  det sich eine Öffnung, in welche ein zylin  drischer Ansatz 43 eine Metallplatte 44       derartig    Hineinreicht, dass sie mit ihrer Vor  derseite gegen das     Widerstandsmaterial    41  drückt.     Diese    Platte und die ganze Mikro  phonzelle werden durch den Deckel 22 des  Gehäuses 21 festgehalten. Sowohl der An-         satz    43, als auch die Wände und die Seiten  der Mikrophonzelle     können    teilweise oder  ganz mit einem Überzug aus Gold oder  Platin versehen sein.  



  Die elektrische Verbindung zu dem An  satz 43 erfolgt durch eine Metallkappe 45,  welche über den     Gehäusedeckel    22 geschoben  ist, an deren Rand sieh eine gegabelte  Zunge 46 befindet. Diese Zunge umfasst die       Schraube    4 7 an     dein    Gehäuse 21. Die Enden  des     Kabels    33 sind reit der Schraube 4 7 der  Membran 35' und mit den     Stechstiften    48       verbunden,    welch letztere zeigen, wie das  Mikrophon auf eine Trockenbatterie aufge  setzt werden kann.  



  Bei dem neuen Telephon gemäss     Fig.    8  ist in einem     Gehäuse    51 ein ringförmiger  Permanentmagnet 52 angeordnet, der dia  metral magnetisiert ist. Die eine Seite die  ses Ringmagnetes 52, z.     B.    der Nordpol, ist  mittelst einer Zunge 53 aus Weicheisen mit       einem    senkrecht     stehenden        Weicheisenkern     54 verbunden.     Fig.    9 veranschaulicht die  Ausbildung der Polzunge und des     Eing-          magnetes    52 in Draufsicht bei     fortgedacbtem     Gehäuseboden.

   Auf .dem Kern 54 ist eine  Wicklung 55     angeordnei;,    deren Enden 56  beispielsweise durch den Boden des Gehäu  ses 51     hindurch-eführt    sind. Zwischen die       Ringhälfte    des     Eingmagnetes    52 und den  Gehäuseboden ist ein     Distanzstück    57 von  gleicher Breite wie die Polzunge     ::r3    einge  legt. Dieses     Distanzstück    kann beispiels  weise zur Befestigung der     Zuftihrungsdrä.ht:e     56 benutzt werden.

   Auf dem Ringmagneten  52 sind Distanzklötze 58, 59 aufgesetzt, von  denen     einer,    58, aus     Messing    und ein anderer,  59, der der     Polzungi,    53 diametral gegen  übersteht, aus     Weicheisen        besteht.    Auf den  Distanzklötzen 58, 59 ist eine     Polseheibe     60 mit ihrem Rande beispielsweise     dilrelr     Verschraubung     befestigt.    Der mittlere Teil  dieser Polscheibe, der     gegenüber        deni    Rande  rechtwinklig     vorspringt,    enthält eine zen  trale Bohrung,

   durch die das freie Ende des       Weicheisenkerns    54     hindurchgreift.    Die  Polscheibe 60 besitzt einen Schlitz 61 zur  Verhinderung von Wirbelströmen und zur      Erzeugung einer     Membran:dämpfung.    aber  dem freien Ende des Kernes 54 ist ein Eisen  anker 6? angeordnet, der an einer aus einer  z. B. aus Phosphorbronze bestehenden dün  nen Folie bestehenden Membran 63 ange  lötet ist. Die Membran 63 ist schlaff hän  gend auf einem Haltering 64 aufgelötet. Auf  diesen Ring 64 ist ein Ring 65 gelegt, .des  sen nach unten gerichteter Wulst eine Span  nung der Membran 63 bewirkt.  



  Um die Ringe 64 und 65 ist ein an  seinem untern Ende rechtwinklig umgeboge  ner Ringkörper 66 gelegt, dessen oberes, zu  nächst überspringendes Ende beispielsweise  durch Pressung rechtwinklig nach innen  umgelegt ist. Dieser Körper 66 drückt die  Ringe. 64 und 65 an ihren Berührungsstel  len fest aufeinander. Der je nach der ge  wünschten     .Spannung    der Membran 63 mehr  oder weniger lange Wulst des Ringes 65  wird dabei auf die     Membran    63 gedrückt.  Das aus den Ringen 64 und 65, der Mem  bran 63 mit Anker 62 und dem Körper 66  bestehende Gebilde ist auf den Rand der  Polscheibe 60 aufgesetzt. Das Gehäuse 51  wird durch einen beispielsweise     aufschraub-          baren    Deckel 67, der eine zentrale Bohrung  68 besitzt, nach oben abgeschlossen.

    



  Die konzentrische Anordnung der Pol  schuhe bei dem neuen Telephon ermöglicht  eine besondere günstige Anlegung der       Membran    und gestattet zugleich eine     mög-          liehste    Reduktion der schwingenden Masse.  Der auf der Membran befestigte Anker 62  braucht nämlich lediglich einen solchen  Durchmesser zu besitzen, dass er über die  zentrische Bohrung der Polscheibe 60 nach  beiden     ,Seiten    ein Stückchen     herausragt.    Die  Ringform für den Permanentmagneten ist  besonders deshalb zweckmässig, weil da  durch selbst bei kleinen Dimensionen des  neuen Telephons ein verhältnismässig langer  magnetischer Weg erreichbar ist.

   Daher ist  es bei dem neuen Telephon möglich, ein sol  ches Verhältnis zwischen Länge und Quer  schnitt des magnetischen Weges zu wäh  len,     dass    man sich auch bei Verwendung des    leicht     bearbeitbaren        Wolframstahls    als Aus  gangsstoff für den Magneten bezüglich der  scheinbaren     Remanenz    schon in einem gün  stigen Gebiet befindet und nicht auf die  Verwendung des teuren und schwer     bearbeit-          baren        Kobaltchro;mstahls    angewiesen ist.  



  Die in der Polscheibe vorgesehenen       Durchbrechungen    61 können beliebige Form  besitzen. Wie bereits erwähnt, dienen diese  Unterbrechungen in der Polscheibe haupt  sächlich dazu, um der Membran eine geeig  nete Dämpfung zu geben. Die Membran  muss nämlich bei     Schwingungen    Luft durch  den Spalt in der Polscheibe hin- und her  bewegen und leistet dabei Reibungsarbeit.  Durch geeignete     Formgebung    des Schlitzes  der Polscheibe ist es möglich, die     Dämpfung     der Membran in einfacher Weise auf den  gewünschten Betrag zu     bringen.    Der wirk  same Querschnitt des durch diesen Schlitz  in der Polscheibe gebildeten Luftspaltes  wird zweckmässig regelbar gewählt.

   Dies  kann beispielsweise dadurch erreicht wer  den, dass, wie in     Fig.    8 gezeigt, der Teil 66  mit einem ringförmigen Ansatz 69 versehen       wird,    der einen Schlitz aufweist und der auf  der     Fläche    .des Teils 60, in dem sich die       schlitzförmige        Durchbrechung    61 befindet,  aufliegt. Durch Drehen der Membran und  damit des Teils 66 und 69 wird der untere  Schlitz durch den     obern    mehr oder weniger  abgedeckt und damit der Querschnitt des  Schlitzes geändert. Wird der Luftspalt sehr  klein gemacht,     sa    wirkt die abgeschlossene  Luft als Luftpolster.

   Es kommt dann zu der  Elastizität der Membran noch die Elastizi  tät dieses Luftpolsters hinzu, wodurch, da  die Masse konstant geblieben ist, sich der  Eigenton nach oben verschiebt, obwohl die  Membran durch die Luftverschiebung Rei  bungsarbeit leistet. Wird nun die Öffnung  fortlaufend vergrössert, so nimmt die Ela  stizität des Luftpolsters ständig ab, wäh  rend die Verlustarbeit immer mehr in .den  Vordergrund tritt. Demzufolge wird der zu  nächst stark nach oben verschobene Eigenton  immer tiefer. Er erreicht bei einer bestimm  ten kritischen Öffnung wieder dieselbe Höhe      wie bei der Membran ohne Luftpolster.     Wird     die Öffnung ,dann weiter vergrössert, so wird  der Ton dann weiter vertieft.

   Es überwiegt  dann die     Verlustbarkeit.    Schliesslich bleibt  der Ton bei einem bestimmten tiefsten Ton  stehen und kehrt wieder um, da mit     Ver-          grösserung    der Öffnung die     Verlustbarkeit     wieder abnimmt. Bei sehr grosser Öffnung  haben wir dann wieder den Fall der     unge-          dämpften    Membran.  



  Die Ausbildung der     Membran    als beson  deres Konstruktionselement -und die da  durch     bedingte    leichte Auswechselbarkeit  der Membran macht das Telephon für  Schwerhörige besonders geeignet.     EinSchwer-          höriger        hört    nämlich im allgemeinen nur ein  ganz bestimmtes     Frequenzgebiet    besonders  schlecht.

   Es ist nun durch die Einstellung  eines bestimmten Eigentons der Membran  des neuen Telephons leicht möglich, gerade  das von :dem Schwerhörigen sonst besonders       schlecht    vernehmbare Tongebiet sehr stark  zu verstärken, während die Verstärkung des       übrigen    Tongebietes eine erheblich geringere       ist.    Hierbei ist es wichtig,     @dass    sich durch  die regelbare Dämpfung die .Steilheit der Re  sonanzkurve und die Lage des Resonanz  maximums leicht an den jeweiligen Fall an  passen lässt. Hierfür wird zweckmässig eine  Hörkurve zugrunde gelegt.  



  Das neue Telephon kann auch als Laut  sprecher, beispielsweise in der Ausführungs  form nach     Fig.    8,     Verwendung    finden. In  diesem Falle wird der Eigenton zweckmässig  oberhalb 1000 gelegt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Mit elektromagnetisch gesteuerter Mem bran arbeitendes akustisches Gerät, dadurch gekennzeichnet, dass die als Schwingungs organ dienende Membran aus einer radial stark gespannten Metallfolie mit aufgesetz tem zentralen Eisenankerplättchen besteht, der durch konzentrisch angeordnete, einen schmalen, ringförmigen Luftspalt bildende Pole eines Magnetsystems beeinflusst wird. UNTERANSPRüCHt 1. Gerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Erregermagnet des Magnetsystems Topfform aufweist, wobei der Rand des äussern Pols bis nahe an den innern stabförmigen Pol herangezogen ist. 2.
    Gerät nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der eine Pol ringför mig den andern Polschuh umgibt. 3. Gerät nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Magnetsystem einen diametral magnetisierten, rinb- förmigen Dauermagneten aufweist, auf dessen Pole einen ringförmigen Luft spalt bildende Poltücke aufgesetzt sind. 4.
    Gerät nach Patentanspruch und Unter anspruch ä, dadurch gekennzeichnet, dass die wirksamen Pole aus einem zen trischen Kern und einer über den Rand des übrigen Systems hinweg ragenden, das gesamte Magnetsystem tragenden Scheibe bestehen, wobei die Scheibe auf den Rand eines topfartigen Gehäuses aufgelegt ist, derart, dass das gesamte Magnetsystem in dem Gehäuse frei hängt. 5. Gerät nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 3 und .1, dadurch gekenn zeichnet, dass der mittlere Teil des Ring pols eine erhöhte Fläche bildet. 6.
    Gerät nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 3 bis 5, dadurch gekenn zeichnet, dass der Ringpol durchbrochen ist. 7. Gerät nach Patentanspruch, als Ver- stärkermikrophon dienend, dadurch ge kennzeichnet. dass die Metallfolie der Membran an einem äussern Ring be festigt und mit diesem lose gegen einen Anschlag des Gehäuses angelegt ist und durch die Mikrophonkammer darin ge halten wird. B. Gerät nach Patentanspruch und Unter anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Mikrophonkammer in dem Gehäuse verstellbar ist und sich mit einem vor- springenden Ring gegen die Membran diese spannend anlegt. 9.
    Gerät nach Patentanspruch und Unter- anshruch 7, gekennzeichnet durch eine Füllung der von der Membran, deren Oberfläche veredelt ist, abgeschlossenen Mikrophonkammer mit Kohlegriess fei ner Körnung. 10. Gerät nach Patentanspruch und Unter anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Mikrophonkammer einerseits durch die ebene Membran, anderseits durch eine ebene Platte begrenzt ist. 11. Gerät nach Patentanspruch und Unter anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Kohlekammer durch einen nur den Mittelteil der Membran ausblenden den Filzring seitlich begrenzt wird. 12.
    Gerät nach Patentanspruch und Unter anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Filzring ursprünglich so bemes sen ist, dass er in der Kammer unter starkem Druck steht. 13. Gerät nach Patentanspruch und Unter anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Tiefe der Kontaktstrecke in dem Kohlegriess im Verhältnis zur Schwin gungsweite der Membran gross ist. 14. Gerät nach Patentanspruch und Unter anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Mikrophonkammer nahezu gänz lich mit Kohlegriess gefüllt und an ihrer der Membran abgewandten Seite nur mit einem zentralen leitenden Teil ver sehen ist. 15.
    Gerät nach Patentanspruch und Unter anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegenplatte bezw. Membran und Gegenplatte durch eine ringför mige Lackschicht am Rande isoliert sind. 16. Gerät nach Patentanspruch und Unter anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die mit Widerstandsmaterial gefüllte Kammer zwischen zwei elektromagne tisch gesteuerten Membranen angeord net ist. 17. Gerät nach Patentanspruch und Unter anspruch 6,' als Telephon dienend, da durch gekennzeichnet, dass der wirksame Querschnitt der Durchbrechung des Ringpols einstellbar ist. 18. Gerät nach Patentanspruch und Unter anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass der wirksame Querschnitt durch Drehung der auf der Polscheibe zen trisch aufgesetzten Membran geregelt werden kann.
    1.9. Gerät nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 3 bis 6, 17 und 18, dadurch gekennzeichnet, dass ein Spannring durch eine Klemmvorrichtung bis auf An schlag auf einen die Membran tragenden Ring gedrückt wird. 20. Gerät nach Unteranspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmvor richtung aus einer ringförmigen Kappe besteht, deren überragende Enden recht winklig nach innen umgelegt sind.
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