DE448035C - Herstellung von aktiver Kohle - Google Patents

Herstellung von aktiver Kohle

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DE448035C
DE448035C DEM86081D DEM0086081D DE448035C DE 448035 C DE448035 C DE 448035C DE M86081 D DEM86081 D DE M86081D DE M0086081 D DEM0086081 D DE M0086081D DE 448035 C DE448035 C DE 448035C
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C01—INORGANIC CHEMISTRY
    • C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B32/00—Carbon; Compounds thereof
    • C01B32/30—Active carbon
    • C01B32/312—Preparation
    • C01B32/342—Preparation characterised by non-gaseous activating agents

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Carbon And Carbon Compounds (AREA)
  • Solid-Sorbent Or Filter-Aiding Compositions (AREA)

Description

  • Herstellung von aktiver Kohle. Es isübekannt, daß man durch Imprägnierung von kohlenstoffhaltigen Substanzen, wie Holz, Torf, Cellulose, Sägespäne, Braunkohle, Steinkohle, tierische Abfälle usw., mit Chlorzink und Verkohlen des imprägnierten Materials Entfärbungskohlen höchster Entfärbungskraft erhält. Diese Kohlen eignen sich in ganz hervorragendem Maße zur Entfärbung von Zuckerklären, Stagrkesirupsäften, Entfärbung und Desodorisierung von Olen, Geschmacksverbesserung von Weinen usw. Sie werden am zweckmäßigsten dafür in Pulverform verwendet, wobei an ihre mechanische Widerstandsfähigkeit keine be- sonderen Anforderungen gestellt werden.
  • Ferner eignen sich diese Entfärbungskohlen infolge ihrer besonderen hohen Adsorptionskraft auch für die Gewinnung von wertvollen Bestandteilen aus Gas- oder Dampfgemischen sowie deren Reinigung von unerwünschten Bestandteilen. Im Gegensatz zu ihrer Verwendung als Entfärbungskohle ist jedoch für Gasadsorptionszwecke die stückige Form der Kohle vorteilhafter, (la die gepulverte Kohle dein Gas, rlas zwecks a(-Isorptiver Befreiung durch eine Schicht Kohle hindurcligeschickt wird, sehr großen Widerstand bietet. Es hat sich weiter gezeigt, (laß für die volle Ausnutzung der Vorteile, die bei den Gasadsorptionsverfahren die h5chstaktive Kohle bietet, die Anwendung des Gegenstromprinzips erforderlich ist, denn nur dadurch kann bei gleichzeitig voller Z, Entfernung der adsorbierbaren Bestandteile die dem Gleichgewicht zwischen Konzentration des Adsorbenden an der Kohle und seiner Konzentration im ursprünglichen Gas entsprechende höchste Beladui#g Ader gesamten vorgelegten Kohle erreicht werden. Bei der Wiederggewinnung der adsorbierten Substanz muß die Kohle erwärmt werden, und es ist dabei um so weniger Wärme pro Einheit wiedergewonnener Substanz aufzubringen, je mehr von der vorgelegten Kohle höchstmöglich beladen ist. Die zweckmäßigste, einfachste und vollkommenste Durchführung des Gegenstromprinzips besteht in der Bewegung der Kohle entgegen dem zu reinigenden Gasstrom. Diese Methode allein erlaubt auch jeweils nur so viel Kolileschiclit vom Gas durchstreichen zu lassen, als für seine volle Reinigung notwendig ist, indem die voll gesätti-te Kohle vom Gaseintrittsende der Schicht entfernt und durch frische bzw. regenerierte unbeladene Kohle am Austrittsende ersetzt wird. Durch (las Minimum der Kohlenschicht wird der Widerstand der Kohle für den Gasstrom und damit die für seine Cberwindung aufzubringende Kraft auf ein Minimum reduziert.
  • Bei der Bewegung nutzen sich jedoch die a-as normalem Holz, Tanne, Fichte, Buche lis-iv., hergestellten Kohlen mechanisch ab. Es entstehen durch Reibung und Splitterung feinere Teile, dieteilweisevom durchstreicherf,-den Gas mitgerissen würden, dadurch Verluste bedingen und das Gas verunreinigen, Teilweise lagern sich die feineren Teile in Heil Hohlräumen zwischen den gröberen Körnern ab, wodurch der Widerstand, den die Kohle dem Gasstrom entgegensetzt, vergrößert wird.
  • Es hat somit große Bedeutung, Kohlen hoher Adsorpfionskraft und großer niechanischer Widerstandsfähigkeit zu erzeu--en. Ein Weg dafür besteht in dem bekannten Verfahren, wonach gepulverterTorf oder Lignit mit einer Flüssigkeit irnprägniert, mit Hilfe von Spritzdüsen zu Fäden gepreßt und dann verkohlt wird. Eine so erhaltene Chlorzinkkohle hat zwar eine *dreimal so hohe mechanische Widerstandsfähigkeit wie die gewöhnliche Chlorzinkkohle, sie ist jedoch nicht so adsorptionsfähig wie die letztere.
  • Da die Aktivkohleherstellun- mit Chlorzink auf der Lösung der Hölzsubstanz in Chlorzink und der Abscheidung des -Kohlenstoffes aus dieser Lösung beruht, so schien es bisher nicht möglich, nach dem Chlorzinkverfahren eine mechanische widerstandsfähige Kohle herzustellen, ohne die Anwendung besonderer Maßnahmen, die, wie z.B. die Brikettierung, aber leider gleichzeitig das-Sor-ptionsvermögen der Koh.le ungünstig beeinflussen.
  • Es wurde nun gefundene daß man auch ohne Brikettierung u. dgl. eine mechanisch sehr widerstandsfähige und doch sehr hoch aktive Kohle mit Hilfe von Chlorzink erhalten kann, wenn man für die Aktivkohleherstellung besondere Ausgangsmaterialien verwendet. Als brauchbar für diesen Zweck haben sich Kokosnußschalen, Walnußschalen und andere ganz besonders harte Hölzer in Stückform erwiesen. Diese Abweichung der genannten Stoffe von dem normalen Verhalten der für die Chlorzinlizkohleherstelluno, bisher benutzten Materialien in bezug auf gute mechanische Widerstandsfähigkeit läßt sich nicht anders erklären als durch die Annahme, daß die Kohlenstoffteilchen bei der Ausscheidung aus der Chlorzinklösung der harten Holzsubstanz sich auch wieder zu ein.ern harten Gebüde ag lomerieren.
  • "g Die Herstellung von aktiver Kohle aus Kokosnußschalen ist an sich bekannt; sie erfolgte jedoch bisher nicht durch Imprägnieren mit Chlorzink, sondern durch Verkohlen der Kokosnußschalen und Aktivieren der so erhaltenen Kohle mit --Wasserdampf oder anderen Gasen bei sehr hoher Temperatur. Die auf diesem Wege -hergestellten Kohlen sind- zwar auch mechanisch widerstandsfähiger als die bisher verwendeten Chlorzinkkohlen, sie sind aber nicht so hochaktiv wie die nach dem Verfahren gemäß der Erfindung erzielten, und ihre Herstellung ist infolge der hohen Aktivierungstemperaturen kostspielig.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren , zur Her . stellung vän aktiver Kohle hoher mechanischer Widerstandsfähigkeit durch Imprägnierung von Holz mit Chlorzinklauge und Verkohlen des imprägnierten Materials nach Patent 29o656, dadurch gekenpzeichnet, daß hierbei besonders härte Hölzer, zweckmäßig Kokosnußschalen oder Walnußschalen in Stückform verwendet werden.
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