DE44926C - Verfahren und Einrichtung zur Erhöhung der Bremskraft von Geschütz-Rücklauf-Kolben-Bremsen - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Erhöhung der Bremskraft von Geschütz-Rücklauf-Kolben-Bremsen

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DE44926C
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piston
cylinder
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gun
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT44926D
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E. HILL in South Norwalk, Connecticut, V. St. A
Publication of DE44926C publication Critical patent/DE44926C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A25/00Gun mountings permitting recoil or return to battery, e.g. gun cradles; Barrel buffers or brakes
    • F41A25/02Fluid-operated systems

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Rahmenlaffeten mit Rücklauf bremsen für schwere Geschütze.
A bezeichnet den Rahmen, der an einem Ende auf einem Pivot α ruht und auf Schienen BB läuft, so dafs er sich in horizontaler Ebene um das Pivot drehen kann. Auf dem Rahmen A ruht die Laffete C, welche das Geschützrohr trägt.
Um bei dieser Art von Laffeten den Rücklauf zu bremsen, wird auf einem der beiden Theile, z. B. dem Rahmen A, ein Cylinder F mit einem Kolben G angeordnet, dessen Kolbenstange H vorn mit der Laffete C verbunden ist. Der Kolben und die Kolbenstange liegen in einer zur Ebene der Bewegung der Laffete C parallelen Ebene. In den Cylinder F tritt Druckluft ein und bremst so den Rücklauf der LafFete beim Abfeuern.
Der Zweck der gegenwärtigen .Erfindung ist, die Leistungsfähigkeit der Bremse zu erhöhen, und geschieht dies dadurch, dafs man in dem Cylinder gleichzeitig mit dem Abfeuern des Geschützes eine Explosion hervorbringt.
Der Cylinder F besitzt eine in denselben mündende Patronenkammer /. Das hintere· Ende dieser Patronenkammer ist durch eine Verschlufsschranbe J oder einen anderen Hinterladeverschlufs geschlossen.
Nachdem der Verschlufs der Kammer / geöffnet worden ist, führt man eine Patrone K in dieselbe ein, wonach der Verschlufs wieder hergestellt wird. Hierauf wird der Cylinder in gewöhnlicher Weise mit Druckluft gefüllt.
Die Patrone kann mittelst eines durch die Drähte b d in den Patronenraum geleiteten elektrischen Funkens zur Explosion gebracht werden.
Im Augenblick, wo das Geschütz abgefeuert wird, wird auch die Patrone K zur Explosion gebracht. Durch die Explosion wird der Druck im Cylinder sofort beträchtlich erhöht, und in demselben Mafse wird auch die Bremswirkung erhöht.
Die Patrone kann mit- verschieden heftig explodirenden Stoffen gefüllt sein, so dafs die Explosion der Patrone K momentan oder auch mit einiger Verzögerung stattfindet, wie es eben wünschenswerth ist.
Die Bremsung des Rücklaufes kann auch dadurch erzielt werden, dafs man am Cylinder eine Kammer L anbringt, mit welcher das Rohr M verbunden ist, so dafs die Luft, welche vorher in den Cylinder geprefst wird, durch diese Kammer streichen mufs. Die Kammer L kann mit einem geeigneten Kohlenwasserstoff oder einem anderen zweckdienlichen Material gefüllt sein, welches die in den Cylinder strömende Luft aufnimmt, so dafs der Cylinder mit einem sehr entzündlichen Gas gefüllt ist.
Der Funke zur Hervorbringung der Explosion kann direct in den Cylinder eingeleitet werden, etwa durch Drähte, wie in punktirten Linien angedeutet, so dafs das Gas zur Explosion gebracht wird. Die Explosion des Gases erhöht die Bremswirkung der Rücklaufbremse.
Der Cylinder kann auch mit explosivem Gas gefüllt werden, welches durch die Patrone zur Explosion gebracht wird. Durch die vereinigte EXpIoSiOn1 des Gases und der Patrone wird die Bremswirkung auf ein noch höheres Mafs ■gebracht.
Der durch den Rücklauf noch erhöhte Druck in der Bremse hat das Bestreben, das Geschütz wieder in die Feuerstellung zu bringen, und ist dabei kräftiger, als in manchen Fällen erwünscht sein mag. Um nun auch beim Ausrennen bremsen zu können, bringt man eine zweite Kammer N, die am besten einen Theil des Cylinders bildet, und im Kolben G eine kleine Oeffnung e an. Am hinteren Ende des Cylinders wird ein Ventil f, das sich vom Cylinder in die Kammer N öffnet, und am anderen Ende des Cylinders eine kleine Oeffnung g angebracht, welche von der Kammer N in den Cylinder mündet.
Unmittelbar nach der Explosion im Cylinder wird eine kleine Menge des Gases durch die Oeffnung e auf die andere Seite des Kolbens gelangen; dann wird das Ventil/" geöffnet und läfst Gas in die Kammer N und durch g vor den Kolben in den Cylinder eintreten.
Sobald der Rücklauf der Laffete beendet ist und der Kolben G stehen bleibt, wirkt der Druck der comprimirten Gase von hinten auf den Kolben und drückt denselben sammt der mit ihm verbundenen Laffete nach vorn. Durch das Gas jedoch, welches auf .die andere Seite des Kolbens gelangt ist, wird eine Bremse geschaffen, welche die Vorwärtsbewegung des Kolbens einigermafsen hemmt, so dafs die Laffete allmälig ausrennt.
Wenn sich der Kolben seiner hinteren Endstellung nähert, so schliefst sich das Ventil f und verhindert das Zurückströmen des Gases aus der Kammer N in den Cylinder. Es wird daher der Druck des Gases in der Kammer N ürid der Gasdruck auf der vorderen Kolbenseite das Geschütz beim Ausrennen bremsen.
Man kann die Kammer N fortlassen und sich lediglich auf die Oeffnung e im Kolben beschränken, um beim Ausrennen die Bremswirkung zu erzielen, oder man kann die Oeffnung e fortlassen und blos die Kammer N mit den Kanälen fg benutzen. Es ist für die Ausrennbremse nur nothwendig, dafs ein enger Kanal von der einen Seite auf die andere Seite des Kolbens führe.
Es ist möglich, dafs die Gasspannung an der Vorderseite des Kolbens beim Ausrennen manchmal so stark ist, dafs sie ein vollständiges Ausrennen verhindert. Um diese Spannung zu verringern und hierdurch dieser Schwierigkeit vorzubeugen, kann vor dem Kolben ein Hahn angebracht werden, wie bei/1 angedeutet.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Bei Rücklauf-Kolben-Bremsen für Geschützlaffeten das Verfahren zur Erhöhung der Bremskraft, darin bestehend, dafs man explosible Stoffe anwendet, welche im Augenblick des Abfeuerns des Geschützes zur Explosion gebracht werden, so dafs die sich entwickelnden Gase den Rücklauf des Bremskolbens bezw. der Laffete verzögern.
2. Zur Ausführung des unter i. gekennzeichneten Verfahrens ein Bremscylinder mit dem Kanal g, dem Rückschlagventil/" und der Kammer JV, sowie ein Kolben mit dem Kanal e.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT44926D Verfahren und Einrichtung zur Erhöhung der Bremskraft von Geschütz-Rücklauf-Kolben-Bremsen Expired - Lifetime DE44926C (de)

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