DE450665C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Erz- oder anderen Briketten - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Erz- oder anderen Briketten

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DE450665C
DE450665C DEK95743D DEK0095743D DE450665C DE 450665 C DE450665 C DE 450665C DE K95743 D DEK95743 D DE K95743D DE K0095743 D DEK0095743 D DE K0095743D DE 450665 C DE450665 C DE 450665C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B1/00Preliminary treatment of ores or scrap
    • C22B1/14Agglomerating; Briquetting; Binding; Granulating
    • C22B1/24Binding; Briquetting ; Granulating

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Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Erz- oder anderen Briketten. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Briketten aus Erz oder anderen Stoffen, die aus der Naßaufbereitung stammen und eine schlammige oder breiige Form haben. Die Erfindung besteht darin, daß der in einer Flüssigkeit aufgeschlämmte oder breiige Brikettstoff in mit wasserdurchlässigem Boden versehene Formen gefüllt und durch an sich bekannte Absaugung so weit entwässert und verdichtet wird, daß sich zusammenbackende Brikette bilden, die lediglich einer Nachtrocknung im Ofen bedürfen. Durch die Erfindung wird die Brikettherstellung gegenüber der bisherigen Art durch Pressen vereinfacht und daher verbilligt. Zur Ausführung des Verfahrens kann z. B. eine `Torrichtung benutzt «erden, die aus einem an eine Saugpumpe angeschlossenen, oben durch ein Filtertuch abgedeckten Saugbehälter besteht, auf dem ein mit siebartigem Boden versehener, zur Aufnahme des zu brikettierenden Gutes dienender Wagen abgesetzt wird. Auf diesem sind kastenförmige Brikettformen gebildet, in die der schlammige oder breiige Brikettstoff eingefüllt wird. Nach Entwässerung des Stoffes wird der -\Vagen von dem Saugbehälter abgehoben, zur Seite gefahren, und die fertigen Brikette werden aus den Formen herausgenommen. Um das Herausnehmen der Brikette zu erleichtern, kann ein Teil der die Formen bildenden Wände abiiehmbar angeordnet sein.
  • Auf der Zeichnung ist eine zur Ausübung des Verfahrens dienende Vorrichtung in mehreren Ausführungsformen beispielsweise und schematisch dargestellt.
  • Abb. i zeigt eine Vorrichtung im mittleren Längsschnitt, Abb. 2 in einem senkrechten Querschnitt. Abb.3 veranschaulicht den Grundriß des Brikettwagens.
  • Abb. q. zeigt eine weitere Ausführungsform der Vorrichtung.
  • Der Saugbehälter i, an dessen Stutzen 2 eine zur Saugpumpe führende Leitung angeschlossen ist, ist oben durch das Filtertuch 3 abgedeckt. Auf der Bahn q. ist der Wagen 6 vierfahrbar, auf dessen siebartigem Boden 5 durch sich kreuzende Wände 7 und 8 Brikettformen gebildet werden. Die Querwände 7 sind mit dem Wagenboden fest verbunden, während die Längswände 8 an einem Rahmen 9 befestigt sind. Dieser kann mittels Ketten o. dgl. i o, die an Scheiben 12 befestigt sind, samt den Längswänden 8 gehoben und gesenkt werden. Um das Herausziehen der Längswände aus dem Gut zu erleichtern, sind diese im Querschnitt zweckmäßig nach unten verjüngt. In der Betriebsstellung des Wagens 6 (Abb. i ) greifen die Längswände 8 mit Aussparungen 13 über die Querwände 7 und liegen auf dem Siebboden 5 des Wagens auf; sie bilden dann mit den Querwänden 7 zusammen die Brikettformen. Die Fahrbahn 4 des Wagens 6 ruht auf exzentrisch gelagerten Rollen i 5, die durch ein z. B. von Hand betätigtes Gestänge 17 gemeinsam gedreht werden können, um die Fahrbahn 4 und den auf ihr ruhenden Brikettwagen zu heben bzw. zu senken.
  • Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Der leere Brikettwagen 6 wird über den Saugbehälter i gefahren und dann auf diesen durch Senken der Fahrbahn q. abgesetzt (Abb. i). Nachdem durch Senken des Rahmens 9 die Längswände 8 eingesetzt sind, wird der schlammige :oder breiige Brikettstoff in die Formen gefüllt und infolge der im Behälter i erzeugten Luftleere :entwässert und so verdichtet, daß feste Brikette entstehen. Dann wird der Rahmen 9 so weit angehoben, da.ß die Längswände 8 über dem Wagen stehen (punktierte Stellung Abb. i). Der Wagen wird darauf zur Seite gefahren und auf denn Tisch 18 entleert. Nach der Entleerung wird der Brikettwagen wieder über den Saugbehälter i gefahren; auf diesen abgesetzt und nach Einsetzern der Längswände die Formen gefüllt. Es wiederholt sich dann dien oben beschriebene Arbeitsvorgang.
  • Die Ausführung dar Vorrichtung ist bebeliebig; insbesondere können die Mittel zum Heben der Wagenfahrbahn und des Rahmens 9 auch andere sein. Es können auch zwei oder mehrere Brikettwagen vorgesehen werden. In diesem Falle kann. z. B. zu beiden Seiten des Saugbehälters je ein Tisch vorgesehen werden, so daß auf beiden Tischen 18, i 9 entleert werden kann und die beiden Brikettwagen abwechselnd über dem Saugbehälter stehen. Soll bei Anordnung mehrerer Brikettwagen aber die Entleerung nur auf einer Seite des Saugbehälters stattfinden, so kann die in Abb. q. dargestellte Einrichtung Verwendung finden. Hier sind die -seitlich des Saugbehälters angeordneten Tische 18, i 9 heb- und senkbar angeordnet, und- oberhalb des Saugbehälters i ist eine feste Fahrbahn 2o vorgesehen.
  • Der z. B. auf dem Tisch 18 stehende Brikettwagen wird nach erfolgter Entleerung bis zur Höhe der festen Fahrbahn 2o gehoben, dann über diese hinweg auf den in gleiche Höhe angehobenen Tisch i 9 gefahren und mit diesem so weit gesenkt, daß er über den Saugbehälter i geschoben werden kann. Die Brikettwagen könnten auch auf einer ebenen Fahrbahn im Kreise bewegt werden. Es könnten dann unter einer solchen Fahrbahn zwei oder mehrere Saugbehälter und zwischen diesen Entleerungsstellen vorgesehen werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Erz-oder anderen Briketten aus in einer Flüssigkeit aufgeschlämmtem oder breiigem Brikettstoff, dadurch gekennzeichnet, daß der Brikettstoff in mit wasserdurchlässigem Boden versehene Formen gefüllt und durch an sich bekannte Absaugung so weit entwässert und verdichtet wird, daß sich zusammenbackende Brikette bilden, die lediglich einer Nachtrocknung im Ofen bedürfen. z. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen an eine Saugpumpe angeschlossenen, oben durch ein Filtertuch abgedeckten Saugbehälter (i), einen mit kastenförmigen Brikettformen (7, 8) und Siebboden (5) versehenen Wagen (6), der über den Saugbehälter (i) gefahren werden kann, und einen seitlich des Saugbehälters angeordneten Tisch (18), auf dem der Brikettwagen (6) entleert wird. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß von den die kastenförmigen Brikettformen bildenden Seitenwänden (7, 8) nur die Wände der einen Richtung (z. $. 7) mit dem Wagenboden (5) fest verbunden sind, während die Wände der anderen Richtung (z. B. 8 ) abnehmbar angeordnet sind. ¢. - Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die den Bizkettwagen in der Betriebsstellung tragende Fahrbahn (¢) heb- und senkbar angeordnet ist. 5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß seitlich des Saugbehälters (i) zwei oder mehrere Entleerungstische (z. B. 18, 19) und dementsprechend mehrere Brikettwagen (6) vorgesehen sind, die abwechselnd über den Saugbehälter (i) geschoben werden. 6. Vorrichtung nach Anspruch 2, q. und 5, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb der den Brikettwagen (6) in der Betriebsstellung tragenden Fahrbahn (q.) eine zweite Fahrbahn (2o) vorgesehen ist und seitlich dieser Fahrbahnen (q, 20) und dem Saugbehälter (i) zwei Tische (18, 19) derart in der Höhenlage verschiebbar angeordnet sind, daß sie mit jeder der Fahrbahnen in gleiche Höhenlage gebracht werden können.
DEK95743D 1925-09-10 1925-09-10 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Erz- oder anderen Briketten Expired DE450665C (de)

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