DE454089C - Verfahren und Maschine zur Herstellung von konzentrischen Kolbenringen aus einem Rohr - Google Patents
Verfahren und Maschine zur Herstellung von konzentrischen Kolbenringen aus einem RohrInfo
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- DE454089C DE454089C DET30556D DET0030556D DE454089C DE 454089 C DE454089 C DE 454089C DE T30556 D DET30556 D DE T30556D DE T0030556 D DET0030556 D DE T0030556D DE 454089 C DE454089 C DE 454089C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23B—TURNING; BORING
- B23B5/00—Turning-machines or devices specially adapted for particular work; Accessories specially adapted therefor
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Turning (AREA)
Description
AUSGEGEBEN AM
31. DEZEMBER 1927
31. DEZEMBER 1927
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JHi 454089 KLASSE 49 a GRUPPE
aus einem Rohr.
Die Kolbenringe werden bisher in der Weise ausgeführt, daß man kurze gegossene Hülsen
auf einer Reihe von Maschinen hintereinander erst auf ihrer Außenfläche, dann auf ihrer
Innenfläche abdreht und dann von diesen Hülsen einzelne Ringe absticht, die einer
Weiterbearbeitung auf verschiedenen Maschinen unterworfen werden. Insbesondere geschieht
auf den folgenden Maschinen auch dann besonders das Abschrägen der inneren Kanten des Ringes. Ein derartiges Herstellungsverfahren
ist wegen der vielen Einspannarbeit und wegen der Beförderung der Werkstücke von einer Maschine zur andern sehr
kostspielig, und die Leistungsfähigkeit ist auch durch den Zeitverlust gering.
Man hat weiter vorgeschlagen, auf ein und derselben Maschine kurze Rohrstücke mit besonderem
Einspannflansch auf der einen Seite einzuspannen und diese Stücke in ihrer ganzen
Länge innen und außen zu bearbeiten, worauf durch eine Anzahl von gleichzeitig arbeitenden
Abstechstähleii das ganze vorgearbeitete Rohrstück in eine Anzahl von Ringen zerlegt
wird. Dieses Verfahren hat aber den Nachteil, daß einmal stets wieder neue Einspannarbeit
erforderlich ist, da nur verhältnismäßig kurze Rohrstücke bearbeitet werden können,
und daß außerdem die Genauigkeit und Gleichmäßigkeit der auf einer derartigen Maschine
hergestellten Ringe zu wünschen übrigläßt.
Nach dem den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildenden Verfahren werden
die Kolbenringe auf ein und derselben Maschine vollständig fertig gedreht, so daß sie
nur noch aufgeschlitzt und gehämmert zu werden brauchen. Dabei wird als Ausgangswerkstück
ein verhältnismäßig langes gegossenes Rohr benutzt, das unmittelbar ohne
vorherige Bearbeitung auf die Maschine gebracht wird. Auf der Maschine wird dann (das
Rohrende außen, innen und an der Stirnfläche gleichzeitig bearbeitet, und es findet alsdann
ein Abschrägen der Innenkanten des Ringes und ein Abstechen statt, so daß der Ring
fertig gedreht die Maschine verläßt. Zweckmäßig wird die zur Ausführung des Verfahrens
dienende Maschine mit zwei Sätzen Werkzeugen zum Vor- und Fertigdrehen der Ringe
versehen. ■
Eine beispielsweise Ausführungsform einer derartigen Maschine ist in den beiliegenden
Zeichnungen dargestellt, und zwar zeigen Abb. ι eine Seitenansicht der Maschine,
Abb. 2 eine Ansicht von hinten, Abb. 3 eine Seitenansicht von der anderen Seite und
Abb. 4 eine vordere Ansicht. iVbb. 5 zeigt die Draufsicht auf die Maschine als Grundriß
zu Abb. 3 und Abb. 6 in größerem Maßstabe die am Rohrende^ arbeitenden Werkzeuge.
Die Arbeitsspindel der Maschine ist in bekannter Weise hohl; in sie wird das zu bearbeitende
Rohr 2 von hinten her eingeschoben und durch ein entsprechendes Futter gehalten.
Gleichzeitig ist am Spindelstock 1 eine Vor- '65 Schubvorrichtung vorgesehen, die nach Fertigstellung
je eines Ringes das Rohr um ein entsprechendes Stück unter gleichzeitiger Öffnung
des Futters vorschiebt. Zum Bearbeiten, des Rohrendes dienen zwei Supporte 3 und 4,
die in achsialer Richtung beweglich sind und auf denen die Stahlhalterpaare S3 6 und 7, 8
sitzen. Zweckmäßig wird jedes Stahlhalterpaar auf übereinander angeordneten Quer-Supporten
9 und 10 befestigt, um genau die gegenseitige Stellung je zweier Stähle zueinander
einstellen zu können.
Die Supporte 3 und 4 erhalten ihre achsiale Bewegung durch die Hebeln und 12 einerseits
und 13 und 14 anderseits, die von den auf den beiden Steuer wellen 15 und 16 sitzenden
Kurvenscheiben 17 und 18 ausgeschwungen
werden. Durch diese Stähle 5, 6 und 7, 8 wird der Rand des Rohrs 2 auf seinem äußeren
und auf seinem inneren Umfang vor- und fertig gedreht, und zwar gleich auf die Abmessungen
des herzustellenden Ringes.
Zum Abstechen des Ringes dient ein Abstechhebel 19, der als zweiarmiger Hebel ausgebildet
ist und durch die Kurve 20 ausgeschwungen wird, die auf der Steuerwelle 15
sitzt. Der Abstechstahl ist mit 19' (Abb. 6) bezeichnet.
Gegenüber diesem Abstechstahl ist an einem Hebel 21 (Abb. 3) ein zum Plandrehen des
vorderen Rohrendes dienender Stahl 21' (Abb. 6) angeordnet. Er wird durch die
Kurve 22 von der Steuer welle 16 aus angetrieben.
Schließlich ist ein Hebel 23 mit einem Profilstahl 23' vorgesehen, mit dem die beiden
inneren Kanten des entstehenden Ringes abgeschrägt werden. Dieser Stahl muß zuerst
eine achsiale und dann eine radiale Bewegung zu dem Werkstück ausführen. Zu diesem
Zweck wird der Hebel 23 durch die Kurve 24 mittels eines um 25 drehbaren Hebels 26
achsial verschoben, während er seine Schwingbewegung um die Achse 27 unter Vermittlung
des Hebels 28 von der Kurve 29 erhält, die auf der Welle 16 sitzt.
Die beiden Steuerwellen 15 und 16 werden
durch eine Quer welle 30 unter Vermittlung der Schnecken 31 und 32 angetrieben, die
in die entsprechenden Sclineckenräder 33 und 34 auf den Wellen 15 und 16 eingreifen.
Auf dieser Querwelle 30 sitzt eine weitere Schnecke 35, die in ein Schneckenrad 36
eingreift und eine Kurve 37 in Umdrehung versetzt, die auf den Hebel 38 einwirkt, der
den Vorschub des VorschubscbJittens 39 bewirkt. Durch diesen Vorschubschlitten wird
das Rohr 2 jeweils nach Fertigstellung eines Ringes um ein entsprechendes Stück vorgeschoben.
Das Öffnen und Schließen des das Rohr enthaltenden Spannfutters geschieht dabei durch die auf der Welle 16 sitzende Kurvenscheibe
40, die den Hebel 41 steuert.
Die Wirkungsweise der Maschine ist die, daß zunächst die Vordrehwerkzeuge S und 6
gegen die äußere und innere Umfläche des Rohrendes bewegt werden, worauf die Fertigdrehstähle
7 und 8 diese Flächen bearbeiten. Gleichzeitig erfolgt durch den Stahl 21' das
Abdrehen der vorderen Stirnfläche des entstehenden Ringes und kurz darauf durch den
Stahl 19' das Abstechen des Ringes. Bevor der Ring vollständig abgestochen ist und aus
der Maschine herausfällt, legt sich der Stahl 23' mit seinen Schneidkanten gegen die
inneren Kanten des Ringes und schrägt sie etwas ab, wobei er von innen her in das Rohr
an den entsprechenden Stellen einschneidet und sich in seiner Arbeit mit dem Abstechstahl
19' trifft. Der dann fertig aus der Maschine herausfallende Ring ist an allen seinen
Flächen Vollständig abgedreht und an den inneren Kanten, wie erforderlich, abgeschrägt,
so daß nur noch ein Nachschleifen sowie das Schlitzen und Hämmern des Ringes vorgenommen
zu werden braucht.
Unter Umständen kann man das Rohr an seinem Umfang auch vor Einlegen in die iMaschine
etwas vordrehen, damit das Futter das Rohr besser faßt und zentriert. Das hängt jeweils von der Beschaffenheit des
Rohrgußstückes und von der Genauigkeit des Gusses ab. Wichtig ist, daß alle Drehbearbeitungen
des Ringes auf derselben Maschine stattfinden und von einem langen Rohr unmittelbar
hintereinander ein Ring nach dem andern fertig gearbeitet und abgestochen werden
kann.
Claims (2)
- Patentansprüche:r. Verfahren zur Herstellung von konzentrischen Kolbenringen aus einem Rohr, dadurch gekennzeichnet, daß jeder einzelne Ring aus einem langen, selbsttätig absatzweise vorwärts geschalteten Rohr durch gleichzeitiges Abdrehen des Rohrendes außen, innen und an der Stirnfläche sowie durch Abschrägen der Innenkanten des Ringes und Abstechen vom Rohrende hergestellt wird. . 10g
- 2. Maschine zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zum Vor- und Fertigdrehen der äußeren und inneren Flächen des Rohrendes dienenden Stähle (5, 6 und 7, 8) je auf einem für sich einstellbaren Quersupport (9, 10) sitzen, wobei zwei solcher gegeneinander einstellbarer Quersupporte (9,10) auf je einem für sich !einstellbaren und bewegten Längssupport (3 und 4) angeordnet sind.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET30556D DE454089C (de) | 1925-07-04 | 1925-07-04 | Verfahren und Maschine zur Herstellung von konzentrischen Kolbenringen aus einem Rohr |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET30556D DE454089C (de) | 1925-07-04 | 1925-07-04 | Verfahren und Maschine zur Herstellung von konzentrischen Kolbenringen aus einem Rohr |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE454089C true DE454089C (de) | 1927-12-31 |
Family
ID=7555662
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DET30556D Expired DE454089C (de) | 1925-07-04 | 1925-07-04 | Verfahren und Maschine zur Herstellung von konzentrischen Kolbenringen aus einem Rohr |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE454089C (de) |
-
1925
- 1925-07-04 DE DET30556D patent/DE454089C/de not_active Expired
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