DE657638C - Vorrichtung zum Unterstuetzen von Werkstuecken bei deren Spannen zwischen Spitzen - Google Patents
Vorrichtung zum Unterstuetzen von Werkstuecken bei deren Spannen zwischen SpitzenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23B—TURNING; BORING
- B23B31/00—Chucks; Expansion mandrels; Adaptations thereof for remote control
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Turning (AREA)
Description
Bei selbsttätigen Drehbänken mit selbsttätiger Werkstückzufuhr hat man bereits das
Werkstück vor dem Einschieben in das Spannfutter in schalenartigen Greifern gehalten,
aus welchen das Werkstück achsig in das Futter eingeschoben wird.
Auch hat man beim Einbringen der Werkstücke von Hand zwischen die Spitzen von
Drehbänken diesen Bedienungsvorgang dadurch zu erleichtern versucht, daß an dem Reitstock eine nach Art eines feststehenden
Drehbanksetzstocks wirkende Unterstützungsvorrichtung angebracht wurde, wodurch jedoch
nicht eine völlige Entlastung der Bedienungsperson herbeigeführt werden konnte, da diese
immer noch das Werkstück zum mindesten am anderen Ende mittig zur Drehachse beim
Einfahren des Reitstockes halten mußte. Im übrigen kann, die beschriebene Unterstützung,
die längs verstellbar ausgebildet ist, während des Arbeitsvorganges hinderlich sein. Schließlich
hat man auch bei der Bearbeitung von Radsätzen, mit Achslagern zwischen. Spitzen
diese Körnerspitzen mit über die bearbeiteten Lagerzapfen greifenden Büchsen versehen,
welche zur Entlastung der Spitzen und zur Vermeidung übermäßiger Flächendrücke an
den Lagerzapfen über den Schaft der Spitze und in eine mittig zu jenem angeordnete
Lageröffnung eingeschoben werden. Zur Erleichterung des Einbringens des Werkstücks
sind die vorderen Kanten der um die Körnerspitze gelegten Stützbüchsen abgeschrägt.
Eine andere bekannte Einrichtung wirkt ebenfalls als Hilfsvorrichtung beim Aufspannen,
bei welcher das Werkstück, beispielsweise ein Sägeblatt, auf der Planscheibe der Drehbank durch einen mittig zu dieser
angeordneten kegeligen Dorn an seiner Bohrung ausgerichtet und dann mittels besonderer
Spannmittel am äußeren Ende festgespannt wird, worauf der Ausrichtdorn entgegen der
Wirkung einer Feder durch das sich vorbewegende Werkzeug in die Drehbankspindel zurückgedrückt wird. _
Endlich wurde schon für Revolverbänke eine Zusatzvorrichtung vorgeschlagen, die das
Einbringen und Spannen insbesondere längerer hülsenförmiger Teile erleichtert. Diese
Teile werden an ihrem einen Ende durch eine am Revolverkopf sitzende, in ihre Bohrung
eingreifende Stützbüchse mittig ausgerichtet und an ihrem anderen Ende durch eine Kralle
gefaßt, die an einem vom Revolverkopf ausgehenden Arm angeordnet ist. Diese Vorrichtung
gestattet, 'das Werkstück verhältnismäßig bequem an die nach der Vorderseite der Maschine geschwenkte Tragevorrichtung
anzuhängen, diese durch Schwenken des Revolverkopfes in die Drehachse zu bringen und
durch. Bewegen des Revolverkopfes gegen den Spindelstock das Werkstück achsig in seine
Spannvorrichtung einzufahren.
Im Gegensatz hierzu bezweckt die Erfitf
dung, das Einbringen schwerer Werkstücke beispielsweise größerer Geschosse, zwischen
die Spitzen von Drehbänken zu erleichtern Bei diesem Einbringen muß das Werkstück
über das Drehbankbett gehoben und' ziemlich ίο genau mittig zur Drehachse zwischen den
Spitzen beim Einfahren des Reitstockes gehalten werden. Hierbei kommt es leicht vor,
daß beim Einfahren des Reitstockes eine der Spitzen oder beide nicht in die vorgebohrten
Körner treffen. Erfolgt das Einfahren von Hand und nicht durch Motorantrieb,
ist außerdem eine zweite Bedienungsperson erforderlich. Schließlich ist auch die
Gefahr gegeben, daß bei der erheblichen Anstrengung des Haltens des Werkstückes zwischen
den Spitzen dieses dem Arbeiter aus der Hand fällt und Teile der Drehbank oder die Stähle beschädigt.
Mit den eingangs beschriebenen bekannten Anordnungen lassen sich diese Schwierigkeiten
nicht beseitigen. Demgegenüber schafft die Erfindung eine Hilfsvorrichtung, die diese
Mangel vermeidet und das Werkstück in annähernd mittiger Lage zu den Spitzen beim
Einfahren des Reitstockes hält, so daß die Bedienungsperson von erheblicher körperlicher
Anstrengung entlastet wird und ein Auftreft'en der Spitzen neben die Körnerbohrungen sowie
die Gefahr des Anstoßens an Teile der Drehbank oder an die Stähle vermieden wird.
Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß an der Drehbankspindel oder
am Reitstock eine das Werkstück vor Einfahren des Reitstockes annähernd mittig zur
Drehachse erfassende, bei der Bearbeitung über einen jener Teile zurückschiebbare Haltebüchse
angeordnet ist.
Naturgemäß ist die Erfindung auch dann anwendbar, wenn das Werkstück an beiden
Seiten nicht Körnerbohrungen, sondern zur Drehachse mittig vörbearbeitete Flächen besitzt,
die mit entsprechenden Gegenflächen der Spindel oder des Reitstockes zusammenwirken.
Wesentlich ist nur, daß das Werkstück annähernd mittig zu seiner Drehachse vor Einfahren des Reitstockes gehalten wird.
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung beispielsweise im Längsschnitt
durch den Spindelkopf und die Reitstockhülse einer Drehbank mit zwischen beiden gehal·
tenem Geschoß veranschaulicht.
ι ist das vorgeschruppte, mit dem gesondert bearbeitenden Boden 2 verschraubte Geschoß.
Das Mundloch und die kegelige Dichtfläche 3 des Mundloches sind bearbeitet. Die
hohle Drehbankspindel 4 'enthält eine entgegen der Wirkung der Feder 5 zurückschieb bare
Spitze 6 sowie ein Außenspannfutter 7 mit fliegenden Backen, das sich beim Zuspannen
nach der Achse des zuspannanden 'Teiles frei einstellt. Auf der Drehbank-.,gp'indel
4 ist bei dem dargestellten Beispiel ■eine Hülse 8 achsig verschiebbar angeordnet,
deren Innendurchmesser nur wenig größer ist als der Außendurchmesser des vorgeschruppten
Geschosses. Die Hülse kann, aus der mit ausgezogenen, Linien dargestellten
Stellung mittels des Handgriffes 9 in die mit gestrichelten Linien dargestellte Stellung 8« .,
vorgeschoben werden. Die zurückgeschobene und die vorgeschobene Stellung der Hülse 8
sind durch Riegellöcher 10 und io° festgelegt.
In der Reitstockhülse 11 ist ein Dorn. 12
befestigt, der sich in den bearbeiteten Dichtkegel 3 des Mundloches einsetzt. Die Wirkungsweise
der Vorrichtung ist folgende:
Das Geschoß 1 wird bei in die Stellung 8« vorgeschobener Hülse 8 in diese eingeschoben.
Die Körnerbohrung des am Geschoßboden angeordneten Zapfens 13 setzt sich auf die
Spitze 6 auf. Nunmehr wird die Reitstockhülse 11 vorgefahren. Der Dorn 12 drängt
hierbei unter gleichzeitiger mittiger Ausrichtung des Mundloches die Spitze 2 entgegen
der Wirkung der Feder 5 zurück, bis der Boden gegen den bei 14 als Längenanschlag
ausgebildeten Spindelkopf anliegt. Das Geschoß wird jetzt genau mittig zur vorge- ,
schruppten Außenfläche zwischen Spitzen gehalten. Die Hülse 8 wird nunmehr in die mit
ausgezogenen Linien dargestellte Stellung über die Spindel zurückgezogen, so daß durch die
nunmehr freigegebene Öffnung 15 hindurch mittels eines in die Mehrkantbohrung 16 einsteckbaren
Schlüssels das Außenspannfutter 7 angezogen werden kann. Das Futter richtet ;
sich frei nach dem runden oder mehrkantigen Zapfen 13 des Geschoßbodens aus und spannt
diesen fest.
Das auf diese Weise auch bei hohen Schnittdrücken gegen Drehung gesicherte 'und mit
der geschruppten Außenfläche genau mittig zur Drehachse laufende Geschoß kann nunmehr
geschlichtet werden. Naturgemäß braucht die Hülse 8 nicht, wie dargestellt, als geschlossener Zylinder ausgebildet werden,
es genügt vielmehr auch eine schalenartige Ausgestaltung, derart, daß das Werkstück
von oben in, die zurückziehbare Schale ingelegt wird.
Die Vorrichtung nach der Erfindung ist in ihrer Anwendung nicht auf Drehbänke beschränkt,
sie kanu vielmehr auch bei anderen Werkzeugmaschinen, z.B. Fräsmaschinen oder
ScMeifmaschinen, zum Einbringen schwerer Werkstücke zwischen Spitzen verwendet werden.
Claims (1)
- Patentanspruch:
Vorrichtung zum Unterstützen von vorzugsweise schweren Werkstücken bei deren Spannen zwischen den Spitzen von Drehbänken, dadurch gekennzeichnet, daß an der Drehbankspindel (4) oder am Reitstock (11, 12) eine das Werkstück vor Einfahren des Reitstockes annähernd mittig zur Drehachse ausrichtende, bei der Bearbeitung über die Drehbankspindel bzw. den Reitstockteil zurückschiebbare Haltebüchse (8) angeordnet ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH144359D DE657638C (de) | 1935-07-17 | 1935-07-17 | Vorrichtung zum Unterstuetzen von Werkstuecken bei deren Spannen zwischen Spitzen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH144359D DE657638C (de) | 1935-07-17 | 1935-07-17 | Vorrichtung zum Unterstuetzen von Werkstuecken bei deren Spannen zwischen Spitzen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE657638C true DE657638C (de) | 1938-03-09 |
Family
ID=7179405
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH144359D Expired DE657638C (de) | 1935-07-17 | 1935-07-17 | Vorrichtung zum Unterstuetzen von Werkstuecken bei deren Spannen zwischen Spitzen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE657638C (de) |
-
1935
- 1935-07-17 DE DEH144359D patent/DE657638C/de not_active Expired
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