DE454680C - Verfahren zur Herstellung feinstfaediger Viskoseseide mittels freie Schwefelsaeure und Salze enthaltender Faellbaeder - Google Patents

Verfahren zur Herstellung feinstfaediger Viskoseseide mittels freie Schwefelsaeure und Salze enthaltender Faellbaeder

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DE454680C
DE454680C DEB96890D DEB0096890D DE454680C DE 454680 C DE454680 C DE 454680C DE B96890 D DEB96890 D DE B96890D DE B0096890 D DEB0096890 D DE B0096890D DE 454680 C DE454680 C DE 454680C
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    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01FCHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
    • D01F2/00Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof
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Description

  • Verfahren zur Herstellung feinstfädiger Viskoseseide mittels freie Schwefelsäure und Salze enthaltender Fällbäder. Gegenstand des Hauptpatents ist ein Verfahren zur Herstellung feinst fädiger Viskoseseide mittels freie Schwefelsäure und Salze enthaltender Fällbäder, deren Gehalt an freier Säure erheblich über dem bisher üblichen, dem Reifegrad der jeweils benutzten Viskose entsprechenden Reifegrad liegt und, unter Regelung der Viskosezufuhr, derart, daß die Viskose in einem dem gewünschten Fadentiter entsprechenden Maße durch Düsenöffnungen bisher üblicher Weite zum Austritt gebracht wird.
  • Die vorliegende Erfindung hat eine Verbesserung der Oualität der nach diesem Prinzip erzeugbaren feinen Fädchen zum "Zweck. Die Verbesserung besteht darin, daß @Terbindungen der schwefligen Säure in den Spinnprozeß eingeführt werden. Durch diese Maßnahme wird der Glanz der Produkte gesichert und es unterbleibt die bei sehr feinen Fädchen oft auftretende übermäßige Adhäsion des einen Fädchens zum anderen.
  • Aus den amerikanischen Patentschriften X49823 und 863;93 ist es bekannt, Natriumbistilfit als Fällbad für Viskose zu verwenden oder latriumsulfit der Viskose ztizusetze;i und darauf in Natriumbisulfit zu fällen.
  • lach dem nachfolgend beschriebenen Verfahren findet ein Verspinnen von sulfithaltiger oder sulfitfreier Viskose im Gegensatz zu den amerikanischen Patentschriften nicht in Bisulfitbädern, -sondern in Spinnbädern statt, die nur nebenbei schwach schwefelsäurehaltig sind. Sie selbst bestehen wesentlich aus verdünnter Schwefelsäure neben den üblichen Zusätzen, Natriumsulfat u. a. m.
  • Das Verfahren kann dahin abgeändert werden, daß man nach an sich bekanntem Verfahren der Viskose, und zwar zweckmäßig beim Lösen des Xanthates, geeignete Mengen Natriumsulfit oder Ammonsulfit zugibt. Die Schwefelsäure zersetzt beim Spinnen das Sulfit, und es tritt dann im Spinnbad freie schweflige Säure aus, die fortlaufend mit den aus der Viskose stammenden Sulfiden bzw. dem Sch@vefelwasserstoff aus den Rückbildungsprodukten der Viskose in Reaktion tritt, unter Abscheidung von Schwefel. Dieser ti?nhüllt in an sich bekannter Weise die. einzelnen Fädchen wie mit einem Panzer und hält sie auseinander.
  • Wenn das Zwirnen der Fädchen vor dem üblichen nachträglichen Entschwefeln vor-,genommen wird, wie beim Arbeiten mit sogenannten Zentrifugenspinnmaschinen, so behindert der Schwefel den Zwirnvorgang nicht nur nicht, sondern fixiert in erwünschter Weise die Zwirneng beim Trocknen.
  • Zugleich ist der Schwefelpanzer ein so guter Schutz der Einzelfädchen gegen mechanische Beschädigung beim Verarbeiten, daß es sich sogar empfiehlt, die Entschwefelung . erst nach dem Verweben der Fäden vorzunehmen, wobei die Deckkraft der Fäden sich als nicht unwesentlich erhöht erweist, Beispiel z. Schwefelsäure . .. .... .. zgo,g'imLiter Natriumsulfat . . . . . . . . . jao - - -Schweflige Säure in Form von Bisulfit . . . , . . . i 5o - - -Durch Einspinnen von Viskose aus öffnungen von o,FO'mm lassen sich unter entsprechender Bemessung der Stoffzufuhr Fädchen von:3 Deniers erspinnen.
  • Beispiele. `Schwefelsäure . . . . . . . . . 26o g im Liter Natriumsulfat . . . . . . . . . 400- - -Schweflige Säure in Form von Bisulfit . . . . . . . . . . 50- - . -Durch Einspinnen von Viskose aus öifnungen von o,iomm lassen sich unter entsprechender Bemessung der Stoffzufuhr Fädchen von 2 Deniers erspinnen.
  • Beispiel 3.
  • In die unter i und 2 verwendeten Bäder wird in gleicher Weise Viskose eingesponnen, der bei der Lösung je Liter 5o g eines neutralen Sulfites zugesetzt und dabei derselbe Effekt erzielt worden ist.
  • In der Patentschrift 400185 der Kl. 29b ist ebenfalls von der Zugabe von Sulfiten und schwefliger Säure in mit Schwefelsäure versetzte Salzbäder die Rede. Jenem älteren Verfahren gegenüber ermöglicht das vorliegende Verfahren erstmalig die Herstellung feiner Fäden unter 6 Deniers, und zwar unter Benutzung ähnlicher, aber zum gewollten Zweck bestimmt anders dosierter Bäder. Das Verfahren verfolgt daher den Zweck, mit ganz bestimmten Mitteln einen neuen Artikel zu erzeugen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Abänderung des Verfahrens zur Herstellung feinstfädiger Viskoseseide nach Patent 444113, dadurch gekennzeichnet, daB den Spinnbädern noch schweflige Säure oder Bisulfite zugesetzt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daB der Viskose bei der Bereitung ein neutrales Sulfit zugesetzt wird.
DEB96890D 1919-05-21 1920-11-16 Verfahren zur Herstellung feinstfaediger Viskoseseide mittels freie Schwefelsaeure und Salze enthaltender Faellbaeder Expired DE454680C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1078731B (de) * 1955-03-28 1960-03-31 American Viscose Corp Verfahren zur Herstellung von gegen Verfaerbungen bestaendigen Cellulosehydratgebilden

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1078731B (de) * 1955-03-28 1960-03-31 American Viscose Corp Verfahren zur Herstellung von gegen Verfaerbungen bestaendigen Cellulosehydratgebilden

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