DE457123C - Verfahren zur Darstellung von unsymmetrischen Arsenobenzolen - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von unsymmetrischen Arsenobenzolen

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DE457123C
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Classifications

    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C07—ORGANIC CHEMISTRY
    • C07F—ACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F9/00—Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
    • C07F9/66—Arsenic compounds
    • C07F9/70—Organo-arsenic compounds
    • C07F9/74—Aromatic compounds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung- von unsymmetrischen Arsenobenzolen. Es ist die Herstellung von symmetrischen Arsenobenzolen bekannt. Man kann z. B. durch Reduktion von Arsenoca.rbonylverbindungen mit drei- oder fünfwertigem Arsen, welche eine oder mehrere Carbonylgruppen in nicht zyklischer Bindung enthalten. Verbindungen der allgemeinen Formel erhalten, bei welchen R1 und R2 beliebig oder beliebig substituierte Radikale darstellen.
  • In entsprechender Weise gelingt die Darstellung von Arsenoverbindungen der allgemeinen Formel welche an Stelle von Carbonylgruppen durch Kondensation derselben mit Stickstoff-Wass-erstoff-Verbindungen beliebiger Art entstandene Gruppierungen enthalten.
  • Nach vorliegender Erfindung gelangt man zu unsymmetrischen Arsenoverbindungen, indem man verschiedene Arsencarbonvlverbindungen miteinander oder Arsencarbonylverbindungen mit den Kondensationsprodukten aus solchen und Amidoverbindungen oder verschiedene Kondensationsprodukte aus Carbonylverbindungen und Amidoverbindungen miteinander kombiniert. So erhält man folgende Formen unsymmetrischer Arsenoverbindungen: i. Kombinationen von zwei verschiedenartig zusammengesetzten Carbonylverbindungen, wodurch Körper von folgender allgemeiner Formel entstehen: z. Kombinationen einer Carbonylarsenverbindung mit Kondensationsprodukten aus eben dieser Carbonylarsenverbindung und beliebigen Aminoderivaten; dadurch entstehen Körper von folgendem Bau: 3. Kombinationen aus einer Carbonyla.rsenverbindung mit den Kondensationsprodukten von Carbonylarsenverbindungen, die von der ersten verschieden sind, und beliebigen Aminoderivaten. Die so entstehenden Körper lassen sich durch folgende Formel veranschaulichen: 4. Kombinationen zweier verschiedenartig zusammengesetzter Kondensationsprodukte aus Carbonylarsenverbindungen und Amidoverbindungen; dabei sind folgende Reihen möglich: Die Reduktion der drei- oder fünfwertigen Arsenverbindungen zu denangestrebten Arsenobenzolen erfolgt mit den hierzu bekannten Reduktionsmitteln in der bekannten Weise. Beispiele.
  • i. ö,26 g p-Acetophenonarsinsäure und 0,23 g p-Benzaldehydarsinsäure werden zusammen in etwa io ccm heißem Wasser gelöst. Bei einer Temperatur von etwa bo° wird die Lösung unter tüchtigem Rühren versetzt mit 2,5 g Natriumhydrosulfit, wobei sich sofort ein gelbes Arsenobenzol ausscheidet. Nach halbstündigem Rühren bei der obigen Temperatur wird das Arsenobenzol abgesogen und mit Wasser gewaschen.
  • 2. 3 g Acetophenonarsinsäuresemicarbazon und 2,4 g Acetophenonarsinsäure werden in ioo ccm Wasser und 2o ccm n-Natriumaeetatlösüng heiß in Lösung gebracht und bei etwa 6o bis 70° mit 3o g Natriumhydrosulfit versetzt. Man rührt bei der angegebenen Temperatur 1/2 bis i Stunde gut durch, saugt das ausgeschiedene orangegelbe Arsenob.enzol ab und wäscht mit Wasser nach.
  • 3. 0,26g p-Propiophenonarsinsäure und 0,36g 3 - Oxy - i - acetophenonarsinsäuresemicarbazon werden zusammen in .etwa 16 ccm heißem Wasser gelöst und bei etwa 65° mit 4 g Natriumhydrosulfit versetzt. Unter tüchtigem Rühren beläßt man das Reaktionsprodukt etwa 1/2 Stunde bei 65°, saugt das ausgeschiedene Arsenobenzol ab und wäscht mit Wasser gut nach. - Im Vakuum getrocknet,. schmilzt es unter starkem Schäumen unter Dunkelfärbung bei etwa 23o°.
  • 4. 0,33 g Benzaldehydarsinsäuremethylphenylhydrazon und 0,30 g Mononatriumsalz der p-Oxyacetophenonarsinsäure werden mit 15 ccm Wasser bei 65° erwärmt und mit Natronlauge vorsichtig versetzt, bis eben gerade Lösung eintritt, und darauf mit 5 g Natriumhydrosulfit unter Rühren versetzt. Es scheidet sich sofort das sehr hellgelb gefärbte Arsenobenzol aus. Unter Rühren läßt man die Reaktion bei etwa 6o bis 70° sich voll.-enden und gibt, wenn nötig, zwischendurch nochmals i bis 2 g Hydrosulfit hinzu. Nach 3/1 Stunden kann man das Arsenobenzol absaugen, mit Wasser waschen und im Vakuum trocknen.
  • 5. Die auf 65° erhitzte Suspension von 0,24g Benzaldehydarsinsäureoxim mit 0,329 m - Oxyacelophenonarsinsäuresemicarbazon in 2o ccm Wasser wird unter Rühren mit 4 g Natriumhydrosulfit versetzt. Nach 1/2 Stunde wird eine fahlgelbe Fällung abgesogen, mit Wasser gewaschen und im Vakuum getrocknet.
  • 6. 0,32 g m-Oxyacetophenonarsinsäuresemicarbazon werden mit 0,20 g p-Acetophenonarsinoxyd verrieben, in etwa 17 ccm Wasser von 6o° suspendiert und unter Rühren mit 4 g Natriumhydrosülfit versetzt. Die zunächst rotbraune Ausscheidung färbt sich allmählich gelb. Nach etwa 1/2 Stunde Rühren bei 65' wird das Arsenobenzol abgesogen, gewaschen und im Vakuum getrocknet. Es färbt sich im Kapillarrohr, erhitzt bei Temperaturen über. 17o° etwas dunkler und schwindet allmählich bei 28o°.
  • 7. 0,2q g p-Acetophenonarsinoxyd, 0,23 g Oxyacetophenonarsinoxyd und 4 g Natriumhydrosulfit werden gut miteinander verrieben und die Mischung in etwa 17 ccm Wasser von 65° eingetragen. Man rührt 1/2 Stunde bei 65° tüchtig durch, saugt das hellgelbe Arsenobenzol ab, wäscht und trocknet im Vakuum.
  • B. Zu einer auf etwa 65° erwärmten Suspension von 0,33 g p-Benzalacetonarsinsäuresemicarbazon und o,32 g Oxyacetophenonarsinsäuresemicarbazön in 20 ccm Wasser werden 3 g Hydrosulfit unter gutem Rühren zugegeben. Nach 1/2 Stunde wird unter stetem Weiterruhren bei 65° nochmals 2-g Hydrosulfit zugesetzt. Nach kurzer Zeit kann nun abgesogen, gewaschen und im Vakuum getrocknet werden.
  • Die Möglichkeit der Herstellung unsymmetrischer Arsenocarbo.nylverbindungen gestattet die Erschließung einer großen Anzahl neuer, therapeutisch wertvoller Körper. Infolge der großen Variationsmöglichkeiten ist man in der Lage, Körper von verschiedenen Wirkungsarten und 'Wirkungsgraden herzustellen, insbesondere durch passende Auswahl der Komponenten die Wirkungsweise der daraus hergestellten. Verbindungen den zu bekämpfenden -Krankheiten anzupassen. Ein weiterer Vorteil-besteht darin, däß man durch Kombination teuerer und billiger Ausgangsstoffe Verbindungen herstellen kann, welche erheblich preiswerter sind als die aus teuren Stoffen allein hergestellten hochwirksamen symmetrischen Verbindungen, und trotzdem gleich gute und in gegebenen Fällen noch bessere therapeutische Wirkungen erzielen kann. Die nach der Erfindung herstellbaren unsymmetrischen Verbindungen besitzen außerordentlich hohe chemotherapeutische Wirksamkeit, insbesondere mit Bezug auf Trypanosomen. Sie übertreffen in d:e-3er Hinsicht durchweg noch die hochwirksamen symmetrischen Arsenocarbonylverbindungen. Ein erheblicher Vorzug ist dabei die Eigenschaft der neuen Verbindungen, in Wasser besonders leicht löslich zu sein und neben einer großen Beständigkeit gegen Sauerstoff auch eine sehr bedeutende Beständigkeit gegen Kohlensäure zu besitzen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von unsymmetrischen Arsenoverbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß entweder Gemische verschiedener Arsencarbonylverbindungen oder Gemische von Arsencarbonylverbindungen und Kondensationsprodukten aus Arsencarbonylverbindungen und Amidoverbindungen oder Gemische verschiedener Kondensationsprodukte aus Arsencarbonylverbindungen und Amidoverbindungen der Reduktion unterworfen werden.
DEA38983D 1922-12-10 1922-12-10 Verfahren zur Darstellung von unsymmetrischen Arsenobenzolen Expired DE457123C (de)

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