DE461005C - Verfahren zur Herstellung eines Betaeubungsmittels - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Betaeubungsmittels

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DE461005C
DE461005C DEB123785D DEB0123785D DE461005C DE 461005 C DE461005 C DE 461005C DE B123785 D DEB123785 D DE B123785D DE B0123785 D DEB0123785 D DE B0123785D DE 461005 C DE461005 C DE 461005C
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acetylene
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K31/00Medicinal preparations containing organic active ingredients
    • A61K31/01Hydrocarbons

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Description

  • Verfahren zur Herstellung eines Betäubungsmittels. Durch die Patentschrift 4o6 636 ist die Verwendbarkeit von giftigen Verunreinigungen, insbesondere giftigen Phosphorverbindungen, völlig befreitem Acetylen als Narkotisierungsmittel bekannt geworden. Bei der praktischen Anwendung dieses unter der Bezeichnung »Nareylen« bekannt gewordenen Betaubungsmittels haben sich gewisse Schwierigkeiten insofern ergeben, als man&e Patienten der Einatmung einen gewissen reflektorischen Widerstand entgegensetzen, wodurch die Verabreichung des Betäubungsmittels zu Beginn der Narkose erschwert wird. Nach dem Verfahren der Patentschrift 403 083 kann diesem Nachteil dadurch entgegengewirkt werden, daß dem Narcylen oder seinen Lösungen gewisse Riechstoffe ztigvsetzt werden, durch deren Anwesenheit, infolge eines Ablenkungsvorganges, der reflektorische Widerstand des Patienten ausgeschaltet wird.
  • Neuere Untersuchungen haben nun erl."eben, daß die Hauptursache für das Einsetzen des reflektorischen Widerstandes in der Anwesenheit von Aceton oder anderen Acetylenlösungsmitteln in dem verabreiebteil len beruht. Auf Grund dieser Erkenntni-# wird nach vorliegender Erfindung das züi Xarkotisierungszwecken dienende Narcylen völlig von Aceton o. dgl. Acetylenlösungsmitteln befreit. Eingehende Versuche haben ergeben, daß derart behandeltes -_Narcylen auch in Abwesenheit von Riechstoffen verabreicht werden kann, ohne daß Störungen der Narkose durch reflektorischen Widerstand eintreten.
  • Zur Entfernung des Acetons kann man an sich bekannte Mittel, wi# z. B. Wasser, Bisulfitlösung u. dgl., verwenden. Es hat sich indessen gezeigt, daß die Wasser- bzw. Bisulfitwäsche nicht empfehlenswert ist.
  • Das anfänglich mit hohem Druck aus der Bombe abgehende Narcylen enthält zwar.nur verhältnismäßig geringe Mengen des Lösungsmittels (Aceton), sobald aber der Druck nachläßt, steigt der Gehalt des abgehenden Aarcylens an Aceton in beträchtlichem Maße. #Jan mußte daher entweder auf die Verwen-(Jung erheblicher Mengen des Nacylengases "i Z> verzichten oder aber verhältnismäßig große 2\,lüng#eli von konzentrierter Bistilfitlösung anwenden, wodurch einerseits eine umfang.-reiche Apparatur notwendig werden würde, während andererseits das abgehende '-\Tareylen wieder einem neuen Reinigungsprozeß zwecks restloser Entfernung von schwefliger Säure unterworfen werden müßte.
  • Dagegen hat sich gezeigt, daß die restlose Entfernung von Aceton und anderen für die Lösung von Acetylen in Betracht kommenden Lösungsmitteln in ausgezeichneter und einfacher Weise dadurch gelingt, daß man das Narcylen durch Adsorptionsmittel fester -Natur, wie z. B. Aktivkohle, Kieselsäuregel u. dgl., leitet. Die Verwendbarkeit derartiger Stoffe zur Adsorption organischer Lösungsmittel ist an sich bekannt. Im vorliegenden Falle handelt es sich aber um die Entfernung auch der letzten Spuren von Aceton durch selektive Adsorption. Gegenüber der Verwendung flüssiger Mittel, wie z. B. von Bisulfitlösungen, wird außerdem noch der besondere Vorteil erzielt, daß, wie gefunden wurde, auch dem Aceton o. dgl. noch innewohnende Verunreinigungen, wie z. B. Methylalkohol, ebenfalls entfernt werden, was in Anbetracht des Verwendungszweckes des Narcylens ebenfalls von großer Wichtigkeit ist.
  • In gegebenen Fällen kann man selbstverständlich auch so verfahren, daß man dem mit Aktivkohle o. dgl. beschickten Adsorptionsgefäß zwecks Entfernung der Hauptmengen des Acetons eine Vorreinigung vorschaltet, wie z. B. eine Wasserwäsche.
  • Als Adsorptionsmittel können z. B. die gewöhnlichen Aktivkohlen des Handels oder handelsübliches adsorbierendes Kieselsäuregel verwendet werden. Selbstverständlich kann man die Adsorptionsmittel auch noch durch chemische oder physikalische Vorbehandlung oder durch Maßnahmen beider Art gegebenenfalls präparieren. B eisp iel. Von giftigen Verunreinigungen völlig befreites Acetylen (Narcylen), welches in Aceton gelöst in einer Bombe aufbewahrt ist, wird mit mäßiger Geschwindigkeit durch ein mit nicht zu feinkörniger Aktivkohle beschicktes Rohr geleitet. In dem aus dem Adsorptionsgefäß abgehenden Acetylen ist Aceton auch nicht in Spuren mehr nachweisbar.
  • Die Entfernung von Aceton u. dgl. mit adsorbierenden Mitteln kann im übrigen auch vereinigt werden mit der Befreiung des Acetylens von demselben beiwohnenden giftigen Verunreinigungen, insbesondere von hochgiftigen Phosphorverbindungen. Auch letztere können, wie zahlreiche Versuche ergeben haben, durch Behandlung mit Adsorptionsmitteln restlos entfernt werden. Für die Durchführung des kombinierten Verfahrens haben sich insbesondere solche Adsorptionsmittel bewährt, welche von Natur aus sauer sind oder durch Vorbehandlung mit.z. B. gasförmigen oder flüssigen Säuren oder anderen sauren Stoffen, z. B. sauren Salzen, sauergemacht oder in ihren sauren Eigenschaften verstärkt worden sind. Man kann in diesem Falle dem Acetylen gegebenenfalls auch noch geringe Mengen von Sauerstoff oder Luft zusetzen.
  • Weiterhin hat es sich als vorteilhaft erwiesen, den auf gleich7eitige Entfernung giftiger Verunreinigungen, wie Phosphorverbindungen u. dgl., abzielenden Adsorptionsvorgang unter Verwendung trockner Adsorptionsmittel und trocknen, gegebenenfalls vorgetrockneten Acetylens durchzuführen. Die Regenerierung der Adsorptionsmittel kann in diesem Falle durch Behandeln mit Säure vorgenommen werden, z. B. derart, daß gasförmiger Chlorwasserstoff in der Wärme durchgeleitet wird, wodurch gleichzeitige Entfernung angesammelter Feuchtigkeit stattfindet.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung eines Betäubungsmittels aus in Aceton u. dgl. gelöstem, von giftigen Verunreinigungen völlig befreitem Acetylen, dadurchgekennzeichnet, daß das giftfreie Acetylen von dem Lösungsmittel, z. B. durch Leiten über adsorbierende Stoffe, wie - Akfivkohle, völlig befreit wird.
  2. 2. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch i, darin bestehend, daß die Entfernung von Aceton u. dgl. vereinigt wird mit der restlosen Entfernung giftiger Acetylenverunreinigungen, insbesondere giftiger Phosphorverbindungen, durch Behandeln des aus dem Lösungsmittel abgehenden Acetylens mit adsorbierenden Stoffen, insbesondere solchen, welche von Natur aus sauer sind oder z. B. durch Behandeln mit Säuren sauer gemacht worden sind, wobei zweckmäßig für Fernhaltung von Feuchtigkeit Sorge getragen wird,
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