DE468567C - - Google Patents
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01L—CYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
- F01L31/00—Valve drive, valve adjustment during operation, or other valve control, not provided for in groups F01L15/00 - F01L29/00
- F01L31/08—Valve drive or valve adjustment, apart from tripping aspects; Positively-driven gear
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Gear Transmission (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 21. OKTOBER 1929
REiCHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 14f GRUPPE 7
L 65531 Iji4f
Tag der Bekanntmachung über die Erteilung des Patents: !.November
. e. ^. Hugo Lentz in Mauer b. Wien
Lo komotiv-Dampf maschine mit Ventilsteuerung
Patentiert im Deutschen Reiche vom 1. April 1926 ab
Bei Lokomotiv-Dampfmaschinen mit Ventilsteuerung macht es Schwierigkeiten, den
Steuerungsantrieb von einer der Treibachsen abzuleiten, weil das unvermeidliche Federspiel,
das zwischen dieser Treibachse und dem Fahrzeugrahmen, an dem die Maschine gelagert
ist, stets unkontrollierbare Veränderungen der Lage der Steuergestänge und somit
der Steuerorgane zur Folge hat. Die Wirkung dieses Federspiels läßt sich selbst dann
nicht vollkommen ausschalten, wenn die Steuerung der Maschine an den Radachslagern
selbst angebracht ist.
Die Erfindung bezweckt, die schädliche Wirkung des Federspiels dadurch vollkommen
auszuschalten, daß die jeweilige Veränderung der Lage der Treibachse und des Fahrzeugrahmens
nicht den geringsten Einfluß mehr auf das die Steuerung der Maschine bewir-
ao kende Glied auszuüben vermag. Erreicht wird dies dadurch, daß bei der an sich bekannten
Steuerung, deren Antrieb von einer der Treibradachsen aus durch eine Zwischenwelle mit
Schraubenräder paar en und eine am Fahrzeugrahmen quer gelagerte Welle erfolgt, von der
der Antrieb der Steuerorgane abgeleitet ist, die Schraubenräderpaare mit gleichen Winkelgeschwindigkeiten
gegenläufig zueinander angeordnet sind. Dadurch ΛΛ-ird jede Veränderung der Lage der Treibachsen, die eine Verstellung
der Ouerwelle herbeiführen würde, sofort durch die gegenläufige Bewegung der
Schraubenräder ausgeglichen.
Ferner sind der Erfindung gemäß die Lagergehäuse der beiden Schraubenräderpaare mit
ihren zugehörigen Wellen schwenkbar angeordnet und die Zwischenwelle in dem einen
des auf ihr undrehbar gelagerten Schraubenrades längsverschiebbar.
Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Es zeigt
Abb. ι eine Seitenansicht des Steuerungsantriebes zum Teil im Schnitt, Abb. 2 eine Oberansicht
des Steuerungsantriebes. Abb. 3 und 4 zeigen schematisch die Wirkungsweise des gewählten
Schneckenradantriebes.
Zu beiden Seiten des Fahrgestells der Lokomotive sind die Dampfzylinder 1 angeordnet,
in denen sich der Kolben 2 bewegt, der mittels der Kolbenstange 3 mit einem Kreuzkopf 4
verbunden ist, von dem aus mittels Schubstangen 5 die Treibräder angetrieben werden.
Auf die Dampf zylinder ι ist ein Steuerkasteno aufgesetzt, in welchem die Ein- und Auslaßventile,
die Ein- und Auslaßkanäle und die Steuerung untergebracht sind. Die Ventile werden hierbei von einer Steuerwelle 7 aus
mittels unrunder Daumen 8 in der üblichen Weise gesteuert.
Der Antrieb der Steuerwelle 7 erfolgt von einer der Treibachsen aus. Zu diesem Zweck
ist auf der Treibachse 9 ein Schraubenrad 10 aufgekeilt. Dieses Rad greift in eine Schraube
11 ein, die an dem einen Ende der in der Längsrichtung
liegenden Welle 12 sitzt. Auf dem anderen Ende dieser Welle sitzt verschiebbar
eine weitere Schraube 13, die mit einem auf einer Ouerwelle 15 befestigten Schraubenrad
14 kämmt. Das Schraubenräderpaar 10,11
ist in ein Gehäuse 16 eingebaut, das sich um die Achse 9 verdrehen kann. In gleicher Weise
ist das Gehäuse 17 des Schraubenräderpaares 13, 14 um die Welle 15 verschwenkbar angeordnet.
Auf den beiden Enden der von den Schraubenrädern angetriebenen Ouerwelle 15 sind
Scheiben i8 befestigt, die mit je einem parallel
zu ihrem Durchmesser liegenden Längsschlitz 29 versehen sind. Durch diese Längsschlitze
ragen Zapfen 19 nach außen, von denen aus der Schwinghebel 20 der Steuerwelle 7
durch eine Stange 2 τ angetrieben wird.
Zwecks Änderung der Füllung der Maschine sind dieZapfen 19 in den Längsschlitzen
29, die die lineare Voreinströmung für Vor- und Rückwärtsfahrt bestimmen, durch eine
nicht näher beschriebene, in der hohlen Ouerwelle 15 untergebrachte, an sich bekannte
Stellvorrichtung verstellbar gemacht.
Die Verstellung der Zapfen 19 erfolgt vom Führerstand aus durch eine Welle 30 o. dgl.
Der Antrieb der Steuerung erfolgt von einer Treibachse aus durch zwei Schraubenräderpaare
to, 11 und 13, 14, die in verschwenkbaren
Lagergehäusen eingebaut und durch eine Zwischenwelle 12 miteinander gekuppelt
sind. Das Schraubenräderpaar 13, 14 ist hierbei gegenläufig zu dem Schraubenräderpaar
iot 11 angeordnet. Ferner ist die Übersetzung
der Schrauben räderpaare derart gewählt, daß die Wellen 9 und 15 gleiche Drehzahlen haben.
Infolge dieser Anordnung kann die Zwischen welle 12 bei auf die Treibachse 9 einwirkendem
Feder spiel der Lokomotive um den Mittelpunkt der Welle 15 schwingen. Die bei dem
Schwingvorgang in dem Schraubenrad 11 erzeugte Voreilung wird bei der beschriebenen
Anordnung in gleichem Maße wieder dadurch aufgehoben, daß die Schraube 13 eine nacheilende
Verdrehung erfährt. Lagenänderungen der Treibachsen können daher in keiner Weise
mehr einen Einfluß auf dieSteuerung ausüben.
Claims (2)
1. Lokomotiv-Dampfmaschine mit Ventilsteuerung, deren Antrieb von einer der
Treibradachsen durch eine Zwischenwelle mit Schraubenräderpaaren und eine am Fahrzeugrahmen gelagerte Ouerwelle aus
erfolgt, von der der Antrieb der Steuerorgane abgeleitet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schraubenräderpaare (10, it und 13,14) mit gleichen Winkelgeschwindigkeiten
gegenläufig zueinander angeordnet sind.
2. Lokomotiv-Dampfmaschine nach An-Spruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die
Lagergehäuse (16, 17) der beiden Schraubenräderpaare
(jo, 11 und 13, 14) um ihre
zugehörigen Wellen (9 und 15) schwenkbar angeordnet und die Zwischenwelle (12)
in dem einen des auf ihr undrehbar gelagerten Schraubenrades (13) längsverschiebbar
ist.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE468567C true DE468567C (de) |
Family
ID=575193
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT468567D Active DE468567C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE468567C (de) |
-
0
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