DE48048C - Pianomechanik - Google Patents

Pianomechanik

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DE48048C
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Germany
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hammer
cord
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hand
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DENDAT48048D
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J. carpentier und G. LYON in Paris
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10CPIANOS, HARPSICHORDS, SPINETS OR SIMILAR STRINGED MUSICAL INSTRUMENTS WITH ONE OR MORE KEYBOARDS
    • G10C3/00Details or accessories
    • G10C3/16Actions
    • G10C3/161Actions specially adapted for upright pianos
    • GPHYSICS
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    • G10C3/16Actions
    • G10C3/18Hammers

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
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  • Electrophonic Musical Instruments (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Mechanik ist im wesentlichen wie folgt construirt: Die Nufs 1 des Hammers g, Fig. i, besteht aus einer flachen, runden Scheibe, welche sich um eine centrale Achse 2 dreht. In diese Scheibe ist nahe ihrem Umfang ein Loch i° gebohrt, durch welches eine Schnur χ hindurchgeht, die ein- oder zweimal um den Umfang der Scheibe 1 herumgelegt und mit ihrem einen Ende an eine am Hammerstuhl angebrachte kleine Feder 3 angehängt und mit ihrem anderen Ende durch eine Schraube 8 an dem freien Ende des Stöfsers 6 befestigt ist. Der letztere ist wie gewöhnlich gelenkig an dem Hebel 7 angebracht, welcher sich um seinen Drehzapfen 11 dreht, wenn man das hintere Ende der Taste 10, Fig. 2, durch Niederdrücken des vorderen Endes derselben hebt.
Die Feder 3, Fig. ia, ist am Hammerstuhl derart angebracht, dafs sie zunächst um einen kleinen Stift 41 geht und von da durch den Schaft einer Schraube 4, so dafs durch Drehen der Schraube 4 in dem einen oder dem anderen Sinne die Spannung der "'Feder 3 nach Bedarf geregelt werden kann.
Diese Einrichtung stellt zwischen der Taste und dem Hammer eine gegenseitige Verbindung her, deren Wirkungsweise leicht zu verstehen ist, wenn man die Gesetze über die Reibung von Seilen auf Rollen in Rücksicht zieht. Nehmen wir an, dafs die Taste unbeweglich bleibt, so wird man, wenn man den Hammer 9 mit der Hand sanft gegen die Saite stöfst, gar keinen Widerstand fühlen; sucht man dagegen den Hammer nach rückwärts in seine Ruhelage zu ziehen, so wird die Schnur sich auf der Scheibe zusammenziehen und einen Widerstand schaffen, dessen Kraft sowohl von dem umspannten Bogen, als auch von der Spannung der Feder abhängt.
Dieser kleine Versuch läfst das Kennzeichnende der Vorrichtung hervortreten. Die Scheibe ■ und die Schnur bilden so zu sagen eine stetig wirkende Sperrvorrichtung, ein Sperrrad mit unendlich vielen Zähnen und ohne Sperrkegel; die relative Bewegung des Sperrrades und des Sperrkegels ist in einer Richtung ungehindert, in der arideren aber gehindert.
Hieraus ergiebt sich, dafs, wenn man die Taste des Klaviers anschlägt, der Hammer hochgeworfen wird, und dafs, sobald die Taste in ihrer tiefsten Stellung angekommen ist, der Hammer vermöge des . empfangenen Impulses seinen Weg fortsetzen wird; er wird also an die Saite anschlagen und zurückprallen. Beim Zurückfall des Hammers aber wirkt die Schnur als Bremse, und das Organ, welches zuerst die Function der Stofszunge und der Nase in dem gewöhnlichen Mechanismus versehen hatte, wirkt darauf als Fänger. Die Verrichtung dieses Organs ist also eine doppelte. Ein zweiter, nicht weniger bemerkenswerther Punkt ist, dafs die Wirkung continuirlich ist, d. h., welches auch die relativen Stellungen der Taste und des Hammers sein mögen, immer ist die Schnur bereit, entweder lebendige Kraft auf den Hammer zu übertragen oder diejenige, welche der letztere besitzt, zu ■ vernichten. ·
Die beschriebene neue Mechanik braucht nur in der angegebenen Weise ausgeführt zu werden, indessen ist es vortheilhafter, dieselbe
durch zwei Nebenorgane zu vervollständigen, um die Wirkung der Einrichtung zu sichern.
Das eine Nebenorgan bildet eine an der Scheibe ι angebrachte Nase 12, Fig. 2, auf welche die Stofszunge 6 beim Niederdrücken der Taste einwirkt. Diese Nase hat den Zweck, den Uebelstand zu beseitigen, welcher davon herrühren könnte, dafs die Schnur zu gleiten beginnt, wenn man die Taste zu kräftig anschlägt. Die Nase verläfst übrigens die Stofszunge, sobald die Bewegung des Hammers begonnen hat, denn die in Thätigkeit tretende Schnur bildet eine kinematische Kette, vermöge welcher die Nase wegen ihres Abstandes vom Mittelpunkt der Drehbewegung eine Geschwindigkeit annimmt, welche gröfser ist als diejenige der Stofszunge.
Das zweite Nebenorgan bildet eine zweite kleine Schnury, welche einerseits an die Feder 3 angehängt und andererseits an einem Punkt der Scheibe 1 befestigt wird, so dafs diese Schnur das Lederschnürchen der gewöhnlichen Mechanik ersetzt.
Bei der Mechanik, welche in Fig. 2 dargestellt ist, ist angenommen, dafs diese zweite Schnur jr, von der Feder 3 ausgehend, durch dasselbe Loch i0,.'welches in der Scheibe 1 für den Durchgang der ersten Schnur χ gemacht ist, hindurchgeht und dann an einer Schraube 5 befestigt ist, welche ihrerseits in die Nase 12 der Nufs 1 eingeschraubt ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Pianomechanik, bei welcher die Bewegung der Stofszunge auf den Hammer durch eine Schnur χ übertragen wird, welche ein oder mehrere Male um die als Scheibe ausgebildete Hammernufs 1 herumgelegt und einerseits mit einer an den Hammerstuhl angehängten Feder 3 und andererseits mit dem freien Ende der Stofszunge 6 verbunden ist, derart, dafs die Schnur zuerst das Heben bezw. Werfen des Hammers vermittelt und hernach, während des Rückfalles des Hammers, als Fänger wirkt, also die Anordnung eines besonderen Fängers überflüssig macht.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT48048D Pianomechanik Expired - Lifetime DE48048C (de)

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