-
Automat, dessen Leistung von einem Drehspiel abhängt Die Erfindung
betrifft eineu Automaten, dessen Leistung von einem Drehspiel abhängt.
-
Bei bekannten Vorrichtungen dieser Art ist dadurch, daß eine das Drehspiel
antreibende Feder vor ihrem Wirksamwerden auf die Drehkörper jedesmal in eine ganz
bestim-nte Endlage, also in einen bestimmten Spannungszustand gebracht wird, eine
gewisse Regelmäßigkeit in der Wirkung vorhanden. Auch. sind Geschicklichkeitgspiele
mit Warenausgabe bekannt, bei denen der Erfolg durch die vom Benutzer abschätzbare
Art der Betätigung des Handhebels bedingt ist.
-
Der Erfindung gemäß ist nun die die Drehkörper des Drehspieles antreibende
Feder, wie es für Drehspiele an sich bekannt ist, verschieden stark spannbar und
entspannbar, und die Drehkörper sind verdeckt angeordnet, so daß_ also die Bewegung
der Drehkörper von dem Benutzer- nicht beobachtet und die Spannung der Feder nicht
abgeschätzt werden kann, so daß die erwähnte Peric.dizität der Wirkung ausgeschlossen
ist.
-
Die Wirkung einer derartigen Vorrichtung kann somit weder von dem
Besitzer der Vorrichtung noch von dieselbe Benutzenden willkürlich auf einen gewissen
Gewinnprozentsatz eingestellt werden; der Leistungseintritt ist vielmehr vollkommen
zufällig.
-
Die Vorrichtung eignet sich besonders zur Anbringung an -Sparkassen
für Kinder. Sie dient in diesem Fall der Anregung des Spar-Friebes dadurch, daß
von Zeit zu Zeit eine Sonderleistung, z. B. eine Warenabgabe, durch den Einwurf
des Geldstückes bewirkt oder ermöglicht wird.
-
Eine besonders einfache Ausgestaltung der Vorrichtung ergibt sich,
wenn mit einem Handhebel eine axial gegen Feder-,virkung verschiebbare, sägeartig
gezahnte Zahnstange gekuppelt wird, die durch FederN-vir kung in Eingriff mit einem
entsprechend ge7ahnten Zahnrad steht; letzteres treib.: den oder die die Steuerung
der Vorrichtung bewirkenden Drehkörper an und ist in einer Drehrichtung in bekannter
Weise durch eine Klinke gesperrt. Je nachdem der Hebel mehr oder weniger herabgedrückt
wird, wird naturgemäß die auf Längsverschiebui,g der Z almstange wirkende Feder
mehr oder weniger gespannt. Diese Verschiedenheit der Spannung und die Tatsache,
daß bei der Entspannung- der Feder der Handhebel vollkommen freigegeben oder mehr
oder weniger mittels des Fingers des Benutzers gebremst werden kann, zusammen mit
der Unsichtbarkeit der Drehkörper, machen den Eintritt der Wirkung vollkommen vom
Zufall abhängig.
-
Nachdem eine Leistungshergabe erfolgt ist, müssen die Steuerungselemente,
beispielsweise die Drehkörper, wieder in die Sperrstellung gebracht werden. Vorteilhaft
ist es, die die Leistungshergabe vermittelnde Vorrichteng,
z. B.
ein Schokoladenschubfach mit einer Vorrichtung zu versehen, welche bei Betätigung,
z. B. des Schokoladenschubfaches, die Drehkörper durch ein geringe: Weiterdrehen
wieder in Sperrstellung bringt; so daß also nach einmaliger Leistungshergabe die
Vorrichtung wieder gesperrt ist und es sodann dem Zufall überlassen bleibt, wann
eine neue Leistung eintreten wird.
-
Auf der Zeichnung ist beispielsweise eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes
dargestellt.
-
Abb. i zeigt eine Vorderansicht, Abb.2 einen senkrechten Längsschnitt
gemäß Linie II-II in Abb. i, Abb. 3 gleichfalls einen senkrechten Längsschnitt gemäß
Linie III-III in Abb. 2, Abb. q. einen senkrechten Längsschnitt gemäß Linie IV-IV
in Abb. 2, Abb. 5 einen wagerechten Querschnitt gemäß Linie V-V in Abb. 2 und Abb.
G denselben Querschnitt, jedoch mit dem Schubfach in ausgezogener Lage.
-
Das Gehäuse a des Automaten ist mit der Geldeinwurföffnung b versehen,
die in eine Rinne c einmündet, die in üblicher Weise mit einem Münzprüfer o. dgl.
bekannten Mitteln versehen sein kann. Unten ragt durch einen Schlitz in die Rinne
c hinein ein Hebel d, der um den Zapfen dl schwenkbar ist. An sein oberes Ende ist
ein Riegel dx angelenkt, der in der _Buchse d', leicht beweglich geführt ist.
-
Dem Riegel d2 gegenüber ist der Hebel e angeordnet, er ist um den
Bolzen: e, schwenkbar, sein Arm e. reicht durch das Gehäuse nach außen, sein Arm
e3 ist verbreitert und an der Stirnfläche kreisförmig begrenzt. In der ausgezogenen
dargestellten Lage ragt der Riegel d2 in den Weg des Armes e3, so daß der Arm zunächst
nicht geschwenkt werden kann.
-
Mit dein Hebel e ist eine Zahnstange f verbunden, indem
der Bolzen f, der Zahnstange in einen Schlitze, des Hebels e eingreift. An der Zahnstange
ist mit einem Ende eine Zugfeder g befestigt, deren anderes Ende mit dem Gehäuse
verbunden ist. Ferner ist durch einen Lenker lz. eine Klappe i gelenkig verbunden,
die um den Zapfen i, schwingbar im Gehäuse gelagert ist und deren Ende in der dargestellten
Lage unten die Geldrinne c verschließt.
-
Die Zahnstange f wirkt mit einem Zahn, rade k zusammen, dessen Zähne
wie bei einem Sperrad ausgebildet sind. Gegen dieses Zahnrad wird die Zahnstange
durch die Blattfeder i gedrückt. Infolge der unsymmetrischen Zahnform wird bei der
Aufwärtsbewegung der Zahnstange f das Zahnrad, das in einer Drehrichtung durch die
Klinke k, gesperrt- ist, unbeeinflußt gelassen, während es bei der Abwärtsbewegung
zusammen mit einem mit ihm starr verbundenen Zahnrad ->>a in Umdrehung versetzt
wird. Das Zahnrad in greift in ein Zahnrad it ein, das durch die Achsen,
mit der Scheibe o starr ;=erbenden ist. Die Scheibe o ist mit Aussparungen o, versehen,
die unregelmäßig über den Umfang der Scheibe verteilt sind. Dein Rand der Scheibe
o steht ein zahnförmiger Ansatz des Schubfaches q gegenüber. Der Zahn p ist
an einem kleinen Block p, angebracht, der gegen die Wirkung einer Feder p. in der
Wandung des Schubfaches verschiebbar ist. In dem Block p, ist ein Stab p3 begeh
die Wirkung der Feder p4 verschiebbar; der Stab P3 trägt einen senkrecht angebogenen
Ansatz p" der mit einer am Gehäuse fest angeordneten Führungszunge p, zusammenarbeitet.
-
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist fc@l@erade: Wird ein Geldstück
in die Öffnung b hineingeworfen, so fällt dieses in 3er Rinne c nach unten, bis
es zur Auflage auf die Klappei gelangt. Dabei drängt es Glas 1;iide des Hebels d
zurück, so daß der Sperriegel d.,
den Handhebel e freigibt. Der Riegel
d2 könnte übrigens auch starr mit dem Hebel d verbunden sein, und das Gewicht der
beiden miteinander verbundenen Glieder könnte so in bezug auf die Achse d, ausgeglichen
sein, daß eine ganz geringe Kraft am Ende des Hebels d genügt, um den Hebel <1
in Bewegung zu setzen.
-
Nach Freigabe des Hebels e durch den Riegel d2 kann der Hebel e mit
der Hand mehr oder weniger weit heruntergedrückt werden, so daß die Zahnstange f
verschieden hoch gehoben wird: Diese gleitet dabei gegen die Wirkung der Feder l
an den Zähnen des "Zahnkreises h entlang. Wird dann der Hebel e in der geschwenkten
Lage ganz freigegeben oder mehr oder weniger beim Loslassen abgebremst, so zieht
die Feder g die Zahnstange f und damit auch den Hebel in die ursprüngliche Lage
zurück und dreht dabei das Zahnrad h und mit ihm -lie Zahnräder m, n und die Scheibe
o je nach der Art des Loslassens mit verschiedener Geschwindigkeit. Nachdem die
Zahnstange f in ihre Ruhelage zurückgekehrt ist, können sich die Räder h, in und
n sowie die Scheibe o noch durch die Schwungkraft weiterbewegen. Bei dem Aufwärtsbewegen
der Zahnstange ,f ist durch den Lenker h die Klappe i im Sinne des Uhrzeigers
geschwenkt worden, worauf das in der Rinne c befindliche Geldstück in den unterhalb
der Rinne angebrachten Geldbehälter gefallen ist. Wenn nun in der Endlage der Scheibe
o dem Ansatz p des Schubfaches a -ein Teil der vollen Fläche der
Scheibe
o gegenübersteht, ist das Schubfach q gesperrt, sd (Iaß es nicht herausgezogen werden
kann.
-
Befindet sich dagegen in der Endlage der Scheibe o eine Aussparung
o1 gegenüber dem Zalin p, so kann das Schubfach q herausgezogen werden, und eine
Tafel Schokolade kann ihm entnommen werden. Die Bewegung des Schubfaches q kann
gegen die Wirkung einer nicht dargestellten Feder erfolgen, so daß es durch diese
Feder selbsttätig in die ursprüngliche Lage zurückgeführt wird.
-
Bei dem Herausziehen des Schubfaches gleitet der Ansatz p,; des Bolzens
p3 zunächst an der dein Beschauer zugekehrten Fläche der Führungszunge p, Da diese
Fläche schräg zur Bewegungsrichtung des Schubfaches q angeordnet ist, wird der Bolzen
p3 gegen die Wirkung der Feder p4 zunächst zurückgedrängt. Am Ende der Fläche p"
schnellt der Bolzen p3 wieder in seine ursprüngliche Lage zurück. Der Block p1 und
mit ihm der Zahn p wird dabei in bezug auf die Ouerr ichtung des Kastens q in Ruhe
gehalten, da die in Abb. 4 rechte Stirnseite des Blockes p am Ende der in der Wandung
des Kastens q vorgesehenen Rinne q1 anliegt.
-
Beim Rückschieben des Kastens q liegt der Ansatz p,, an der dem Beschatter
abgewendeten Seite der Zunge p,; an, so daß infolge der Schräglage dieser Fläche
ein Zug auf den Block ausgeübt wird. Der Bolzen selbst kann in bezug auf den Block
nicht nachgeben, weil seine Bewegung durch die Mutter p; begrenzt wird.
-
Jetzt wird der ganze Block, und zwar in Abb. d. nach links gezogen,
gegen die Wirkung der Zugfeder p.. Da der Zahn p sich während dieser Bewegung des
Blockes p1 im Eingriff mit der Scheibe o befindet, wird diese Scheibe mitgenommen,
sie vollführt also eine Drehung um ihre Achse, und zwar vorteilhaft um eine Zahnteilung.
Sobald dann das Schubfach q wieder in seine innere Endlage gelangt ist, kommt der
Ansatz p, wieder von der Fläche der Zunge p, frei, so daß die Zugfeiler den Block
p1 wieder in seine Ruhelage zurückführt. Vor dieser Rückführung ist der Zahn p wieder
aus der Scheibe o herausgetreten, so claß an cler Rückführung das Rad o, (las im
übrigen auch durch die in das Rad k eingreifende Klinke lzl an der Rückdrehung gehindert
ist, nicht teilnimmt.
-
Infolge der Drehung der Scheibe o befindet , sich wieder ein voller
Teil der Scheibe vor dem Zähn p, so daß ein nochmaliges Herausziehen des Schubfaches
q nicht möglich ist.
-
Die Verstellung der Scheibe o oder eines anderen Sperrgliedes während
der Bewegung des Schubfaches q kann natürlich auch in einer beliebigen anderen Weise
herbeigeführt werden.
-
Statt der Schokoladeausgabevorrichtung könnte der Automat auch mit
einem Musikwerk versehen sein oder mit bewegbaren Figuren, derart, daß das Musikwerk
oder die Figuren in bestimmten Stellungen der Sperrvorrichtung in Gang gesetzt werden;
dabei könnte das Aufziehen des Triebwerkes für Glas Musikwerk oder für die bewegten
Figuren durch das Herabdrücken des Hebels bewirkt werden.