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Einkochapparat Die im Gebrauch befindlichen Einkochapparate bestehen
in der Hauptsache aus einem Kochtopf, in welchem die auf einen sogenannten Einsatz
gebrachten, durch einen Gummiring abgedichteten und mittels einer Feder oder eines
Bügels unter leichten Druck gesetzten Gläser gebracht werden. Durch, Dampf- oder
Wasserbad wird der Inhalt derselben kürzere oder längere Zeit erhöhter Temperatur
ausgesetzt, unter deren Einfluß er sich nach dem Gesetz der Wärmewirkung ausdehnt.
Dadurch muß eine entsprechende Menge von der über dem Inhalt der Gläser liegenden
Luft entweichen. Nach genügender Erwärmung läßt man die Gläser außerhalb des Topfes
erkalten. Der Inhalt zieht sich wieder zusammen, und es entsteht über ihm ein luftverdünnter
Raum, da der nachdrängenden Luft durch die Abdichtung der Weg in das Glas versperrt
ist. Es kommt der einseitige Luftdruck von außen. zur Wirkung, der Deckel wird festgepreßt.
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Dieser Erfolg wird aber nur im günstigsten Fall erreicht, d. h. nur
wenn alle technischen und physikalischen Voraussetzungen hierzu gegeben sind. Die
Erfahrung hat jedoch gezeigt, daß Mißerfolge sehr häufig sind. Sie bestehen darin,
daß Deckel und Glas sich überhaupt nicht verbinden oder kürzere oder längere Zeit
nach dem Erkalten. sich wieder lösen, wobei dann der Inhalt unbrauchbar geworden
ist. Die Irrsache dieser Mißerfolge kann bei richtiger Ausführung des Vorgangs nur
in der nicht absolut gleichmäßigen Formbeschaffenheit der aufeinanderzuliegen kommenden
Glas- und Deckelflächen, wie auch in den Unebenheiten des Gummiringes liegen. Es
sind dies Fabrikationsfehler, die trotz größter Sorgfalt nicht vermieden werden
können und die mit den Augen kaum wahrnehmbar sind.
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Um diesem Übelstande abzuhelfen bzw. solche Materialfehler zu Oberwinden
und urschädlich zu machen, werden gemäß Vorliegender Erfindung die Gläser im Moment
des Heraushebens aus dem Dampf- oder Wasserbad automatisch unter verstärkten Druck
gesetzt.
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In der Zeichnung ist u (Abb. z und a) eine mit dem Boden e fest verbundene
Mittelsäule. Radial um dieselbe liegen die in die Scheibe d eingenieteten und dadurch
unter sich fest verbundenen Stäbe t bis 6 (Abb.4). Die Scheibe d ist in ihrer Mitte
durchlöchert, um von oben über die Säule a geführt werden zu. können. Ebenso hat
der Boden e der Stabstärke entsprechende Löcher, um das Stabgefüge aufzunehmen und
ihm Halt und Führung zu geben. Mit der Säule a ist oben die Scheibe b fest verbunden.
Durch die um erstere gelegte Spiralfeder f wird das Stabgefüge gegen die Scheibe
b nach oben gedrückt, wobei die unteren Enden der Stäbe gerade noch im Boden bleiben;.
es erhält dadurch eine federnde Beweglichkeit in vertikaler Richtung. Die Scheibe
b ist mit nach oben gerichteten Laschen versehen, an welchen der Hebebügel e beweglich
angenietet ist. Die
im Halbkreis abgerundeten Enden desselben ragen
in seiner aufgerichteten Stellung (Abb. 2) etwa 8 mm über die Unterseite der Laschenscheibe
b hinaus, in umgelegter Lage (Abb. i) ist er bündig mit derselben. Die Stabscheibe
d ist einige Millimeter größer als die Laschenscheibe b, um den Hebebügelenden Raum
zum Aufliegen zu geben. Mit A-B (Abb. i) ist der Horizontalschnitt (Abb. 5) angedeutet.
In Abb. i und 2 ist g die druckvermittelnde Doppelfeder.
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Die Gläser werden mit ihrem Inhalt in der üblichen Weise behandelt,
mit Gummiring z versehen und mittels Doppelfederhaken g unter leichten Druck gesetzt,
wobei der Hebebügel wie in Abb. i umgelegt ist. In dieser Lage wird der Einsatz
mit den Gläsern in den Topf gebracht und der vorgeschriebenen Hitze im Dampf- oder
Wasserbad ausgesetzt. Das Herausnehmen aus demselben hat noch bei der Höchsttemperatur
zu erfolgen. Hierbei werden unter Benutzung des Hebebügels sämtliche Gläser der
verschiedensten Größen automatisch unter verstärkten Druck gesetzt. Unter der Wirkung
der Last stellt sich nämlich der Hebebügel beim Herausheben in die senkrechte Lage
(Abb. 2), in welcher er auch seiner Konstruktion zufolge verharrt. Dadurch übt er
auf die Scheibe d bzw. das Stabgefüge einen Hebeldruck aus, dem dasselbe in seiner
federnden Beweglichkeit nachgibt. In demselben Maße senken sich die Federhaken in
ihrer Verankerung, die festbleibt, und sie übertragen damit den Druck auf die Gläser:
Mit etwa 8 mm senkrechter Lageveränderung dürfte derselbe bei dem Widerstand der
benutzten Doppelfedern genügen; reguliert kann er dadurch werden, daß man die Doppelfedern
von vorn herein stärker oder schwächer aufsetzt.
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Durch diesen verstärkten Druck wird der Gummiring in die Unebenheiten
der Schließflächen von Glas und Deckel gepreßt, auch werden nicht am wenigsten seine
eigenen Dickenunterschiede und andere in seinen Schließflächen liegende Formfehler
ausgeglichen und beseitigt. Die nun beim Erkalten in den luftverdünnten Raum drängende
Luft findet dadurch alle Zugänge versperrt, insbesondere diejenigen, die der bisher
im Einkochverfahren übliche leichte Federdruck in keiner Weise zu beeinflussen und
zu überwinden im-. Stande war. Dieser automatisch erreichte Druck wird im Laufe
des Erkaltens des Glasinhalts von dem bedeutend stärker wirkenden einseitigen Luftdruck
von außen abgelöst. Durch den ersteren werden also die bekannten Mißerfolge, die
auf Formfehler im Abdichtungsmittel zurückzuführen sind, beseitigt oder auf ein
Minimum beschränkt.
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Als Neuheit wird die beschriebene, auf automatische Weise erreichte
Druckverstärkung, die sich gleichzeitg und in gleicher Stärke auf verschieden hohe
Gläser legt, in Anspruch genommen; dabei gilt als wesentlich, daß diese Druckverstärkung
im Moment des Her aushebens der Gläser aus dem Dampf- oder Wasserbad ausgeübt wird.