DE483781C - Verfahren zur Darstellung ungesaettigter Alkohole - Google Patents

Verfahren zur Darstellung ungesaettigter Alkohole

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DE483781C
DE483781C DEI27653D DEI0027653D DE483781C DE 483781 C DE483781 C DE 483781C DE I27653 D DEI27653 D DE I27653D DE I0027653 D DEI0027653 D DE I0027653D DE 483781 C DE483781 C DE 483781C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
unsaturated alcohols
glycols
water
crotyl alcohol
preparation
Prior art date
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Expired
Application number
DEI27653D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Richard Leopold
Dr Alfred Michael
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Filing date
Publication date
Application filed by IG Farbenindustrie AG filed Critical IG Farbenindustrie AG
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Application granted granted Critical
Publication of DE483781C publication Critical patent/DE483781C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C07—ORGANIC CHEMISTRY
    • C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C29/00—Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring
    • C07C29/60—Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring by elimination of -OH groups, e.g. by dehydration

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung ungesättigter Alkohole Nach der Patentschrift 261 642 werden i # 3-Glykole mit wasserabspaltenden Mitteln in Kohlenwasserstoffe mit zwei konjugierten Doppelbindungen verwandelt, z. B. i . 3-Butylenglykol in Erythren und 2-Methylpentandi01 2, q. in a, a'-Dimethylbutadien; ferner geben nach Patentschrift 263 o16 solche ungesättigten Alkohole ihrerseits leicht Wasser ab und gehen in Erythrene über, z. B. Crotylalkohol in Butadien. Es wurde nun die überraschende Beobachtung gemaoht, daß ß-Glykole, die ein sekundäres oder tertiäres Hydroxyl enthalten, wenn sie unter geeigneten Bedingungen mit wasserentziehenden Mitteln behandelt werden, in ungesättigte Alkohole übergeführt werden, z. B. läßt sich 1 # 3-Butylenglykol gemäß dieser Erfindung in Crotylalkohol und A,llylcarbinol überführen: und 2-Methylpentandiol 2, q. geht glatt in 2-Methylp-enten 2, 014 über: welch letzteres zu Mesityloxyd in demselben Verhältnis steht wie Crotylalkohol zu Crotonalddhyd.
  • Es war überraschend, daß man entgegen dein Feststellungen der Patentschrift 261 642 die Wasserentziehung nur geteilt durchführen kann.
  • Die einfach ungesättigten Alkohole waren mit Ausnahme des Allylalkohols bisher technisch nicht zugänglich. Insbesondere der Crotylalkohol und seine Homologen sind bis jetzt nur in schlechten Ausbeuten oder auf umständliche Weise erhalten werden (s. z. B. Lieben -und Z:e i s e 1, Monatshefte 1, 826 [i88o], Charon Apn. ch. [7] 17, 215 [1899_h Courtot Bull. [3] 35, 664 [igo6]).
  • A,ls brauchbar zur partiellenL Wasserentziehung aus (3-Glykolen hat sich Chlorzink oder Alaun erwiesen, aber auch Essigsäureanhydrid ist bei Glykolen mit tertiärem Hydroxyl verwendbar.
  • Beispielsweise gehen letztere beim Behandeln mit Essigsäureanhydrid nicht in die Ä,cetate dieser Glykole über, sondern unter Wasseraustritt in die Essigsäureester der entsprechenden einfach ungesättigten Alkohole, die durch Verseifüng leicht in den Alkohol übergehen. Aus 2-Methylpentandiol 2, q. wird durch Kochen mit Essigsäureanhydrid in der Hauptsache nicht das normale Diacetat dieses Glykols (entgegen den Angaben von Franke, Monatshefte 22, i067), sondern fast ausschließlich das bisher unbekannte Methylpentenolac.etat erhalten, das sich mit kalter verdünnter Alkalilauge quantitativ zu 2-Methylpenten 2, 0l q. verseifen läßt: Während bisher diese Olefinalkohole zu den am schwierigsten zugänglichen Verbindungen der organischen Chemie gehörten (s. Patentschrift 233 5I9), da ihre Gewinnung meist durch Reduktion ungesättigter Aldehyde oder Ketone versucht wurde, wobei jedoch keine ungesättigten Alkohole, sondern gesättigte A,lddhyde bzw. Ketone entstehen,, da die C=C-Doppelbindung ungleich rascher Wasserstoff anlagert als die C=O, Gruppe, werden dieselben durch das vorliegende Verfahren zu technisch leicht herstellbaren Substanzen, weil die dazu erforderlichen (3-Glykole aus den -entsprechenden r-Oxyaldehyden oder P-Oxyketonen leicht erhältlich sind. ]e isp i.ele 1. Crotylalkohol aus 1 # 3-Butylenglykol. Eine 2oprozgntige Lösung von Chlorzink in i # 3-Butylenglykol wird in einer Destillierbase mit kurzer Fraktionierkolonne im Ölbad auf 21o bis 215° erhitzt. Die Zersetzung wird so geleitet, daß die Temperatur am Übergang der Kolonne 9o bis 95° beträgt. Die entweichenden Dämpfe werden in einem Kühler kondensiert, das Kondensat trennt ,sich in der Vorlage in, zwei Schichte;, Wasser und Rohcrotylalkohol; daneben entsteht in geringer Menge Butadien. Zweckmäßig wird die Chlorzinkkonzentration gleichbleibend gehalten dadurch, daß man in dem Maße, wie Crotylalkohol und Wasser abdestillieren, frisches Butylenglykol zulaufen läßt, so daß das Flüssigkeitsniveau im Zersetzungsgefäß konstant bleibt. Auf diese Weisse gelingt es, mit geringen. Mengen Chlorzink erhebliche Mengen. Butyleuglykol in Crotylalkohol umzuwandeln.
  • Aus 1 kg 1 # 3-Butylenglykol werden 56o g roher Crotylalkohol neben 250 -ccm Wasser erhalten, aus welchem durch Aussahen nxh weiterer Crotylalkohol gewonnen werden kann.
  • Der Rohcrotylalkohol ist wasserhaltüg und läßt sich auch durch wiederholte Fraktionierung nicht wasserfrei, erhalten. Durch Destillation: nach Zusatz von Benzol wird die Hauptmenge Wasser entfernt, der Rest kann durch längeres Stehen und Destillieren über Calciumoxyd nur teilweise entfernt werden. Die letzten Spuren Wasser werden hartnäckig festgehalten, eine Eigenschaft, die für ungesättigteA,lkob:ole charakteristisch erscheint (sielte Charon, Ann. ch. [7] 17, 223 [1899]). Der erhaltene Crotylalkohol hat die dort angegebenen Eigenschaften: Siedepunkt 116 bis 12o°, sp.ez. Gewicht bei 15° 0,870; er addiert leicht i Mol. Brom und geht beim Schüttelt mit konoentrierter wäßrnger Salzsäure in Crotylchlorid und beim Kochen mit Essigsäureanhydrid in Crotylacatat, .einen dem Butylacetat ähnlich riechenden Ester vom Siedepunkt 126 bis 128°, über: 2. 2-Methylpenten 2, 0l q. aus 2-Methylpentandiol 2 # q..
  • a) mit Chlorzink: Eine 2prozentige Lösung von Chlorzink in Methylpentandiol wird wie in Beispiel i behandelt. Da die Abspaltung des tertvä,ren Hydroxyls leichter erfolgt als diejenige der sekundären Hydroxylgruppe des Butylenglykols, genügt hier eine bedeutend geringere Chlorzinkkonzentration. Aus i kg Methylpentandiol werden neben i 5o ccm Wasser 830 g Reaktionsprodukt erhalten, das mit Sulfatgetrocknet und destilliert wird. Hierbei resultieren 5o g i # i-Dimethylbutadien vom Siedepunkt 74 bis 76° und 5509 Methylpentenol vom Siedepunkt 127 bis 13o°. b) mit Anhydrid: Ein Gemisch von 60o g 2 - Methylpentandiol 2 # q. und io2o g Essigsäureanhydrid wird einige Stunden am Rückfluß gekocht, das Reaktionsprodukt nach dem Erkalten mit ioprozentiger Sodalösung neutral gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und im Vakuum destilliert. Bei 5o bis 55° unter 18 bis igmm Hg geht reines Methylpentenolacetat über; die Ausbeute beträgt 8.5 bis go %, ein: kleiner Rest (5 bis 8 %) ist Methylpentandioldiacetat; das unter normalem Druck bei 207 bis 21o° abdestilliert.
    ber. für C 8 H 1402 Mg. 142 67,5 % C, 1o,1 °/o H
    gefunden 67,6 °/o C, 9,9 % H.
    1,42 g addieren 1,6 g Brom; 3,5 g verbrauchen ä4,5 ccm IC-Natronlauge, entsprechend einer Verseifung von 99,4 %. Angenehm pfefferminzartig riechender Ester, D i5° o,895, Kp. 15o bis i55°, unter geringer Zersetzung, untersetzt unter 17 bis 21 mm Hg bei 47 bis 6o°. Durch Schütteln mit verdünnter Natronlauge erfolgt quantitative Verseifung zu 2-Methylp.enten 2, ol 4. Dieser dem Mesityloxyd entsprechende ungesättigte Alkohol wurde nur kurz erwähnt von C o u r t o t a. a. O. Farblose Flüssigkeit von starkem Pfefferminzgeruch D 15° 0,854, siedet unzersetzt bei 13o bis 13i,5°, addiert i Mol. Brom und geht mit Essi,gsäureanhydrid in das Acetat über.
  • 3. Allylcarbinol aus i # 3-Butylenglykol: In einem mit kurzer Kolonne versehenen Gefäß im Ölbad werden i oo g Kalialaun, der bei 16o bi,s 18o° entwässert wurde, auf 18o bis igo° erhitzt und langsam 5009 i # 3-Butylenglykol eingetropft, in dem Maße, wie ein Gemisch von Wasser und ungesättigtem Alkohol abdestilliert. Temperatur am übergang go bis 95°. Nach Kondensation der Dämpfe durch einen Kühler erhält man ein Destillat, das aus zwei Schichten besteht: Wasser und Rohcarbinol; daneben entstehen geringe Mengen Butadien. Die Aufarbeitung geschieht analog Beispiel i. Das erhaltene Rohcarbinol wird nach dem Trocknen fraktioniert: bei 112 bis 116° destillieren 6o % Allylcarbinol vom spez. Gewicht 0,848 (15°), bei 116 bis 12o° gehen 200/0 Crotylalkohol über, im Rückstand bleiben hochsiedende Äther der ungesättigten Alkohole. Das aus Allylcarbinol durch Kochen mit Essigsäureanhydrid erhaltene Acetat siedet bei 122 bis i25° und hat die Dichte 0,944 bei 15°.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung ungesättigter Alkohole, dadurch gekennzeichnet, daß i.3-Glykole, welche ein sekundäres oder tertiäres Hydroxyl enthalten, mit wasserentziehenden Mitteln zweckmäßig auf etwa 200° erhitzt und die gebildeten ungesättigten Alkohole im. Maße ihrer Entstehung möglichst rasch aus dem Reaktionsgefäß entfernt werden.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß 1#3-Glykole, welche ein tertiäres Hydroxyl enthalten, mit Säureanhydriden erhitzt werden, wobei die gebildeten Ester der ungesättigten Alkohole nach ihrer Iso-, lierung verseift werden müssen.
DEI27653D 1926-03-13 1926-03-13 Verfahren zur Darstellung ungesaettigter Alkohole Expired DE483781C (de)

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE748891C (de) * 1933-02-11 1944-11-13 Verfahren zur Herstellung von hoehermolekularen Olefinalkoholen oder ungesaettigten Oxysaeuren
US2454936A (en) * 1944-01-22 1948-11-30 Commercial Solvents Corp Process for preparing unsaturated alcohols
DE1101401B (de) * 1955-12-13 1961-03-09 Derives Resiniques Terpenique Verfahren zur Herstellung von primaeren und sekundaeren Citronellolen
EP0365996A3 (de) * 1988-10-26 1991-08-28 Kuraray Co., Ltd. Herstellungsverfahren von Homoallylalkoholen

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