DE484092C - Verfahren zum Schweissen mittels elektrischen Lichtbogens in einer CO-haltigen Schutzatmosphaere - Google Patents

Verfahren zum Schweissen mittels elektrischen Lichtbogens in einer CO-haltigen Schutzatmosphaere

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DE484092C
DE484092C DEA51304D DEA0051304D DE484092C DE 484092 C DE484092 C DE 484092C DE A51304 D DEA51304 D DE A51304D DE A0051304 D DEA0051304 D DE A0051304D DE 484092 C DE484092 C DE 484092C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23KSOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
    • B23K28/00Welding or cutting not covered by groups B23K5/00 - B23K26/00
    • B23K28/02Combined welding or cutting procedures or apparatus

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Arc Welding In General (AREA)

Description

Das Verfahren gemäß dem Hauptpatent 484090 sieht beim Schweißen eine Schutzatmosphäre vor, die Kohlenmonoxyd enthält und durch ihre reduzierende Wirkung das Eindringen von Sauerstoff oder Stickstoff sowie die Bildung von Oxyden oder Nitriden in der Schweißstelle verhindert.
Es hat sich nun gezeigt, daß es nachteilig ist, wenn beispielsweise zur Erzeugung der Kohlenmonoxydatmosphäre Kohlendioxyd allein benutzt wird. Das Kohlendioxyd zersetzt sich im Lichtbogen in Kohlenmonoxyd, und Sauerstoff, wobei der freie Sauerstoff die Bildung von Nitriden und Metalloxyden begünstigt. Erfmdungsgemäß sollen daher dem Schweißlichtbogen Wasserstoff und Kohlendioxyd unmittelbar zugeführt werden. Geht man von annähernd gleichen Volumenteilen Kohlendioxyd und Wasserstoff aus, so wird der ganze durch die Zersetzung des Kohlendioxyds frei werdende Sauerstoff vom Wasserstoff gebunden, und es ergibt' sich eine von Oxyden oder Nitriden freie Schweißung. Zweckmäßig ist es, Wasserstoff etwas im Überschuß zuzuführen, so daß dessen Antei' höher ist als 50 Volumenprozent.
In reinem Kohlenmonoxyd ist die Lichtbogenspannung etwas niedriger als in Luft. Durch Zusatz von Wasserstoff steigt sie und erreicht etwa denselben Wert wie in Luft, wenn der Anteil des Wasserstoffs 30°/,, und des Kohlenmonoxyds 700J0 beträgt. In reinem Wasserstoff ist die kritische Lichtbogenspannung etwa 38 Volt und die niedrigste zur Zündung des Lichtbogens notwendige Spannung 120 Volt bei Gleichstrom. In einer Mischung aus gleichen Volumenteilen Wasserstoff und Kohlenmonoxyd gemäß der Erfindung beträgt die Zündspannung 75 bis 80 Volt, so daß Schweißaggregate, die für das Schweißen in Luft bestimmt sind, ausreichen.
Das Verfahren gemäß der Erfindung kann bei Handschweißung, halb- oder vollautomatischer Schweißung Anwendung finden, wobei eine abschmelzende Metallelektrode, z. B. aus Eisen oder Stahl, oder auch eine Kohleelektrode brauchbar ist. Das neue Verfahren ist auch für.solche Schweißungen geeignet, bei
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welchen der Lichtbogen zwischen zwei oder mehreren Elektroden aufrechterhalten wird und das Werkstück selbst nicht an Spannung liegt.
Bei Handschweißung wird die Metall- oder Kohleelektrode durch ein übliches Werkzeug gehalten und über eine Reaktanz und eine Resistanz an eine geeignete Stromquelle angeschlossen, deren anderer Pol mit dem Werkstück leitend verbunden wird. Kohlendioxyd und Wasserstoff werden entweder gemeinsam oder gesondert einer die Arbeitsstelle umgebenden Haube aus Asbest oder anderem geeigneten Material, das mit Asbest überzogen sein kann, zugeführt. Die Haube besitzt eine öffnung, um die Handhabung der Elektrode zu gestatten. Die Gaszufuhr wird durch geeignete Ventile kontrolliert.
Bei halb- oder vollautomatischer Schweißung erfolgt die Speisung des Schweißdrahts in der üblichen Weise und wird Kohliendioxyd und Wasserstoff entweder gemeinsam oder
• gesondert durch eine oder mehrere Düsen der Arbeitsstelle zugeführt. Die Düsen .können neben den Austrittsstellen des Schweiß drahtes angeordnet sein; Zweckmäßiger ist es jedoch, die Schutzgasdüse konzentrisch mit dem Mundstück des Werkzeuges anzuordnen, aus welchem der Schweißdraht austritt. Ähnliche Düsenanordnungen können auch bei Handschweißapparaten benutzt werden. Die Strom
zuführung zum Schweißdraht erfolgt durch die Speiserollen oder durch einen metallischen Krümmer, den der Schweißdraht durchlaufen muß, wobei er sich gut an seine Wandung anschmiegt.
Statt Kohlendioxyd und Wasserstoff unmittelbar dem Lichtbogen zuzuführen und die Umsetzung im Lichtbogen selbst vor sich gehen zu lassen, kann auch die Umwandlung in Kohlenmonoxyd und Wasserdampf früher vorgenommen werden, so daß das fertigeKohlenmonoxydgemisch zum Lichtbogen gelangt.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Schmelzen, insbesondere Schweißen von Metallen mittels elektrischen Lichtbogens in einer CO-haltigen Schutzatmosphäre nach Patent 484 090, dadurch gekennzeichnet, daß dem Schweißlichtbogen Wasserstoff und Kohlendioxyd unmittelbar zugeführt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß annähernd gleiche Teile Wasserstoff und Kohlendioxyd dem Schweißlichtbogen zugeführt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß dem Schweißlichtbogen ein Gemisch von Wasserstoff und Kohlendioxyd zugeleitet wird, bei dem der Anteil des Wasserstoffs größer ist als 5o°/0.
DEA51304D 1926-06-25 1927-06-26 Verfahren zum Schweissen mittels elektrischen Lichtbogens in einer CO-haltigen Schutzatmosphaere Expired DE484092C (de)

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DE (1) DE484092C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1039675B (de) * 1957-07-20 1958-09-25 Agil Schweissdraht Dr Vaas G M Schutzgas-Lichtbogenschweissverfahren mit Kohlendioxyd im inneren Ringstrom und mit einem aeusseren Ringstrom

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1039675B (de) * 1957-07-20 1958-09-25 Agil Schweissdraht Dr Vaas G M Schutzgas-Lichtbogenschweissverfahren mit Kohlendioxyd im inneren Ringstrom und mit einem aeusseren Ringstrom

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