DE484344C - Vorrichtung zum Anzeigen von Frequenzaenderungen - Google Patents

Vorrichtung zum Anzeigen von Frequenzaenderungen

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DE484344C
DE484344C DEI25757D DEI0025757D DE484344C DE 484344 C DE484344 C DE 484344C DE I25757 D DEI25757 D DE I25757D DE I0025757 D DEI0025757 D DE I0025757D DE 484344 C DE484344 C DE 484344C
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R23/00Arrangements for measuring frequencies; Arrangements for analysing frequency spectra

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Lighting Device Outwards From Vehicle And Optical Signal (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Anzeigen von Frequenzänderungen Bei Wechselstromgeneratoren oder anderen Wechselstromquellen ist es häufig wünschenswert, die-- Frequenz konstant zu halten; aus diesem Grunde ist es nötig, daß irgendwelche Änderungen in der Frequenz in zuverlässiger Weise angezeigt werden. Es sind bereits Einrichtungen bekannt, bei. denen in Abhängigkeit von dein überschreiten oder Unterschreiten eines Frequenzwertes entgegengesetzte Wirkungen dadurch hervorgerufen werden, daß ein primärer Stromkreis bestimmter Frequenz zwei Resonanzkrise beeinflußt, die auf verschiedene Frequenzen abgestimmt sind und die in entgegengesetztem Sinne auf eine einzige Vorrichtung einwirken.
  • Die Erfindung betrifft nun eine Einrichtung, welche augenblicklich und in genauester Weise verhältnismäßig geringe Änderungen der Frequenz in Erscheinung treten läßt; die neue Einrichtung besteht aus einem einfachen System, welches große Zuverlässigkeit im Betriebe zeigt und eine leichte und genaue Einstellung ermöglicht. Wie bei der bekannten Einrichtung wird die von der Wechselstromquelle erzeugte Energie durch zwei künstliche Leitungen geschickt, die ebenfalls so eingestellt werden, daß die Ausgangsspannungen der künstlichen Leitungen bei einer und nur bei einer Frequenz einander gleich sind. Die Erfindung betrifft daher eine Vorrichtung zum Anzeigen von Frequenzänderungen in einer Wechselstromanlage mittels zweier parallel geschalteter künstlicher Leitungen, bei der erfindungsgemäß die eine dieser Leitungen eine von der Frequenz abhängige und die andere eine von der Frequenz unabhängige Dämpfung hat, und beide Leitungen mit einer Anzeigevorrichtung verbunden sind, welche den Unterschied in den Ausgangsspannungen der beiden Leitungen anzeigt.
  • Da die Ausgangsspannungen der zwei künstlichen Leitungen nur bei einer Frequenz gleich sind, hat irgendein Anwachsen oder ein Abfallen in der Frequenz oberhalb oder unterhalb des kritischen Punktes eine Unausgeglichenheit zwischen den Ausgangsspannungen der künstlichen Leitungen zur Folge. Diese Unausgeglichenheit-wird größer, wenn die Frequenzänderung größer wird.
  • Die Wechselstromkomponenten, welche von den zwei künstlichen Leitungen übersandt werden, können auch gleichgerichtet und gegeneinander vermittels einer empfindlichen Anzeigevorrichtung ausgeglichen werden. Die Abweichung der letzteren zeigt das Anwachsen oder Abfallen in der normalen Frequenz des Generators an.
  • Nachstehend soll eine Ausführungsform der Erfindung beschrieben werden, welche einerseits genügend empfindlich ist für die in der Praxis vorkommenden Zwecke und andererseits in der Herstellung sich äußerst einfach gestaltet und weiterhin höchst zuverlässig und genau arbeitet bzw. sich sehr leicht einstellen läßt.
  • Für dauernde Beobachtung des Instrumentes wird ein Kontrollstromkreis vorgesehen, der ein Merkmal der Erfindung bildet. Die Erfindung bezüglich ihrer Einrichtung und Betriebsweise und bezüglich ihrer Vorteile und sonstiger Merkmale ist nachstehend an Hand von Zeichnungen beschrieben. In diesen Zeichnungen stellt dar: Fig. i eine Schaltung gemäß der Erfindung, bei welcher ein Lampenkontrollstromkreis zur Verwendung gelangt.
  • Fig.2 zeigt eine Kurve, welche die Betriebsweise des Systems erläutert.
  • Fig. 3 stellt schematisch ein etwas geändertes System der Erfindung dar.
  • In Fig. i ist ein Paar Sammelschienen und 6 mit den Polen eines Wechselstromgenerators oder einer anderen Wechselstromquelle 7 verbunden. Mit den Sammelschienen steht vermittels eines Wechselschalters 3 und über einen einstellbaren Widerstand 8 ein Filter 9 in Verbindung. Ferner liegt an den Sammelschienen ein ausgleichender Widerstand oder eine künstliche Leitung io parallel zum Filter 9. Das letztere zeigt die bekannte. Charakteristiken eines Filters, das mit im wesentlichen vernachlässigbarer Dämpfung ein Band bestimmter Breite durchläßt, während es die Frequenzen außerhalb dieses Bandes scharf dämpft. Als Filter kann die Type zur Anwendung gelangen, welche im Teil 3 des Artikels: Theory and Design of Uniform and Composite Electric Wav e-Filters von Otto J. Zobel, im The Bell System Technical Journal Januar 1923, beischrieben ist. Derartige Filter entlxalten im allgemeinen eine Anzahl von Gliedern mit Serien- und Nebenschlußreaktanzen, die nach bekannten Theorien für den Frequenzbereich aufgebaut sind, welchen die Filter übersenden sollen. Vorzugsweise ist das Filter 9 jedoch ein sogenanntes Niederfrequenzfilter, d. h. es läßt Frequenzen unterhalb einer kritischen Frequenz durch und dämpft die höheren Frequenzen scharf ab.
  • Mit dem Filter 9 und mit der künstlichen Leitung io ist ein Paar Gleichrichter gekoppelt, welches den Zweck hat, die Wechselströme gleichzurichten. Es können irgendwelche Gleichrichter zur Anwendung gelangen, z. B. Detektoren, wie sie allgemein beim Radioverkehr üblich sind, oder an deren Stelle T hermoelemente. In der Zeichnung sind zwei ausgeglichene Detektoren i i und 13 der Type dargestellt, bei welcher hochevakuierte, drei Elektroden enthaltende Röhren Verwendung finden. Der Detektor i i ist mit dem Ausgangskreis des Filters 9 über einen Transformator i2 verbunden, während der Detektor 13 mit dem Ausgangskreis der künstlichen Leitung io vermittels des Transformators 14 in Verbindung steht. In Brücke zum Transformator 12 liegt ein Stromkreis q., der in ähnlicher Weise wie die künstliche Leitung io geschaltet ist und unter Vermittlung des Wechselschalters 3 den Filterstromkreis 9 ersetzen kann. Diese Schaltung ist nachstehend näher erläutert. Die Röhren I I und 13 liegen in einem ausgeglichenen Stromkreis, wobei das Ergebnis für beide gleichgehalten ist. Die Anoden der Röhren sind an die Wicklungsenden eines empfindlichen Galvanometers oder an die Leitungen 30 und 32 des Lampenkreises auf der rechten Seite der strichpunktierten Linie der Fig. i derart ausgeschaltet, daß die gleichgerichtete Energie der einen Röhre entgegengesetzt ist der gleichgerichteten Energie der anderen Röhre. Der Anodenstrom wird den Röhren i i und 13 von der Batterie 16 geliefert, welche an die Mitte der Galvanometerwicklung oder an die Vereinigungsstelle der Leitungen 29 und 31 angelegt ist. Das Galvanometer ist mit einer Skala und einer über dieser spielenden Nadel ausgestattet. Die letztere schlägt aus, wenn die im Galvanometer sich entgegenfließenden Ströme unausgeglichen sind. Dieses Galvanometer kann durch die auf der rechten Seite der strichpunktierten Linie der Fig. i dargestellte Schaltung ersetzt werden. Ferner ist ein Lampenpaar vorgesehen. Die Stromkreise dieser Lampen werden durch die Galvanometernadel geschlossen, wenn sie um einen bestimmten Betrag aus ihrer Normallage schwingt.
  • Wie oben beschrieben wurde, kann ein einfaches Galvanometer den auf der rechten Seite der strichpunktierten Linie der Fig. i dargestellten Lampenkontrollkreis ersetzen.
  • Die künstliche Leitung io kann so eingestellt werden, daß sie für irgendeine Frequenz innerhalb des Bereiches des Filters 9 die Ausgangsströme des letzteren und der künstlichen Leitung io ausgleicht. Zu diesem Zwecke bewegt man den Einstellkontakt der künstlichen Leitung, bis das Instrument auf Null zeigt. Wenn dann die Frequenz des von der Quelle 7 erzeugten Stromes anwächst oder abfällt, so erfahren die in der Wicklung des Galvanometers sich entgegenfließenden Ströme eine Veränderung, so daß, die Galvanometernadel ausschlägt.
  • Wenn die Röhren i i und 13 nicht genau zusammenpassen, so kann eine Einstellung, um eine derartige Verschiedenheit auszugleichen, erfolgen, gleichgültig, ob die Frequenz in diesem Augenblick richtig ist oder nicht. Diesem Zweck dient die künstliche Leitung q., welche so eingestellt ist, daß sie dieselbe Dämpfung hat wie das Filter 9.
  • Wenn eine neue Röhre eingeschaltet wird, so wird das Filter 9 durch die obere künstliche Leitung q. vermittels des Wechselschalters 3 ersetzt. Die untere künstliche Leitung io wird eingestellt, bis das Instrument die Frequenzänderung Null zeigt. Hierauf wird der Wechselschalter 3 zwecks Wiedereinschaltung des Filters 9 in die ursprüngliche Lage zurückgeführt.
  • Das Instrument arbeitet nun mit einem Korrektionsausschlage, dessen Größe von der Ungleichheit der zwei Röhren abhängt.
  • Fig.2 zeigt eine Kurve, aus welcher die Arbeitsweise des Systems hervorgeht. Hierbei sind die Ablesungen am Instrument und die Filterausgangsenergien als Ordinaten aufgetragen und die Frequenzen als Abszissen. Man sieht aus Fig. 2, daß die Kurve A entweder die Ausgangsenergie des Filters oder den Unterschied in der Dämpfung der beiden künstlichen Leitungen und die horizontale Linie B die Ausgangsenergie der künstlichen Leitung oder die Nullinie für die Instrumentenablesungen darstellen kann. Das Galvanometer registriert Null nur bei einer Frequenz, nämlich bei der kritischen Frequenz f". Dies ist, wie oben ausgeführt wurde, darauf zurückzuführen, daß die künstliche Leitung io derart eingestellt ist, daß die durch das Filter 9 und die künstliche Leitung io fließenden Komponenten bei einer gegebenen normalen Generatorfrequenz gleich sind und demzufolge die Ausgangsenergien der Röhren i i und 13 bei --dieser Frequenz ebenfalls gleich sind. Wenn die Frequenz unter die kritische Frequenz f" fällt, so wird die Dämpfung des Filters 9 sehr schnell abfallen, so daß die Ausgangsenergie des Filters in dem Maße anwächst, wie dies durch die Kurve A in der Fig. 2 zur Darstellung kommt. Wenn jedoch die Frequenz des vom Generator 7 erzeugten Stromes höher wird als die kritische Frequenz fo, so wächst die Dämfung des Filters 9 sehr schnell an. Da die künstliche Leitung io eine Dämpfung hat, welche im wesentlichen unabhängig von der Frequenz ist, so wird die Stromkomponente, die hierdurch fließt, durch eine Frequenzänderung nicht gedämpft, wie dies durch die horizontale Linie B der Fig. 2 zum Ausdruck kommt. Wenn also der Generator ; eine Frequenz f" erzeugt, so ist der Wechselstrom, der den Detektoren i i und 13 zugeführt wird, gleich, und in den Ausgangskreisen werden gleiche Gleichstrom-EAIKe erzeugt. Da die Schaltung derart vorgenommen ist, daß die beiden EMKe einander :entgegenstehen, bleibt die i1 adel des Galvanometers in ihrer Nullstellung: Wenn die Frequenz des Generators 7 anwächst, so wird die Dämpfung des Filters 9 vergrößert, und demzufolge fällt die EMK bei der Ausgangsseite des Detektors i i ab, und durch die Wicklung des Galvanometers fließt ein resultierender Strom in einer solchen Richtung, daß die Nadel nach einer Richtung auf der Scheibe bewegt wird und den Stromkreis einer Lampe schließt. Wenn jedoch die Frequenz des Generators 7 unter die kritische Frequenz f, fällt, so wird die Dämpfung des Filters 9 geringer, so daß eine resultierende Gleichstrom-EMK im Anodenkreis in entgegengesetzter Richtung hervorgerufen wird, und die Nadel des Galvanometers nach der entgegengesetzten Richtung ausschlägt und den Stromkreis der anderen Lampe schließt.
  • Dieser Kontrollstromkreis, der auf der rechten Seite der strichpunktierten Linie der Fig. i dargestellt ist, kann vorteilhaft verwendet werden, wenn es sich darum handelt; eine konstante und zuverlässige, sichtbare Kontrolle des Systems zu geben. Zu diesem Zwecke werden drei Lampen mit unterschiedlichen Farben verwendet, wobei nur eine dieser Lampen zu einer Zeit aufleuchtet. Eine weiße Lampe i9 leuchtet auf, wenn der Strom des Generators 7 normale Frequenz hat. Eine rote Lampe 2o gibt an, wenn die Frequenz über die normale Frequenz anwächst, und eine blaue Lampe 21 leuchtet, wenn die Frequenz unter normale Frequenz fällt. Ein Paar von Batterien 22 und 2ß gleicher Spannung sind vorgesehen, wobei jede in der Lage ist, eine Lampe bis auf mittlere Helligkeit zu speisen.
  • Im Nebenschluß zu den Lampen 2o bzw. 21 liegen die Widerstände 2q., 25. Ein Paar Relais 26 und 27, welche drei Wicklungen besitzen, dienen dazu, die Lampen i9, 2o bzw. 21 ein- und auszuschalten. Die Richtung des Stromflusses durch jede dieser Wicklungen ist immer die gleiche. Die Pfeile neben dein Relais geben die Richtung an, in welcher jede Wicklung bei ihrer Erregung den Relaisanker zu beeinflussen sucht. Die rechte Wicklung eines jeden der Relais ist eine schief @yirkende Wicklung, die dem Relaisanker eine bestimmte Richtung gibt und die normalerweise über einen Stromkreis erregt wird, der von der einen Seite der Batterie 28 durch die rechten Wicklungen der Relais 26 und 27 nach dem andern Pol der Batterie 28 verläuft. Wie durch die auf diesen Wicklungen angegebenen Pfeile zum Ausdruck gebracht werden soll, ist der Anker des Relais 26 gegen den Leiter 36 und der Anker des Relais 27 gegen den Leiter 34 gerichtet. Die mittleren und die linken Wicklungen des Relais 26 bzw. 27 sind gleiche Wicklungen, welche den Anodenstrom der Röhren i i bzw. 13 führen. Der Röhre i i wird der Anodenstrom von der Batterie 16 über Leitung 29, linke Wicklung des Relais 27, mittlere Wicklung des Relais 26, Leitung 3o, Anode der Röhre ii geliefert. Die Röhre 13 erhält Anodenstrom von Batterie 16, Leitung 34 linke Wicklung des Relais 26, mittlere Wick- Jung des Relais 27; Leitung 32, Anode der Röhre 13. Wenn die Ausgangsenergien der Röhren ii und 13 gleich sind, so ist der Stromfluß durch die linken Wicklungen der Relais 26 und 27 gleich dem Stromfluß durch die mittleren Wicklungen dieser Relais. In diesem Falle hebt sich die Wirkung des Stromflusses in den mittleren und in den linken Wicklungen auf, und die Anker der Relais werden angezogen durch Erregung der rechten Wicklungen, und zwar nach der Richtun.g, wie sie in der Zeichnung dargestellt ist. Wenn dieser Zustand vorliegt, so leuchtet die Lampe ig infolge eines Stromes der Batterien 22 und 23 auf" und zwar auf dem Wege: Pluspol der Batterie 22, Leitung 35, Lampe 2o bzw. Parallelwiderstand 24, Leitung 34, Anker des Relais 27, Lampe ig, Minuspol der Batterie 22, und wird ferner erregt über einen Stromkreis, der verläuft: Pluspol der Batterie 23, Lampe ig, Anker des Relais 26, Leitung 36, Lampe 21, Parallelwiderstand 25, Leitung 37 zum Minuspol der Batterie 23. Da die Lampe ig in beiden Stromkreisen liegt und von beiden Strömen im gleichen Sinne durchflossen wird, so hat die Lampe ig viermal so großen Strom als jede der Lampen 2o oder 2,1, falls die Widerstände 24 und 25 ebenso groß 'sind wie die Widerstände der Lampen 2o und 2i. Die Lampe ig leuchtet demzufolge auf, und die Lampen 2o und 21 bleiben dunkel.
  • Wenn die Frequenz des Generators ? wächst, so wird der Anodenstrom der Röhre i i proportional abfallen, wie dies oben erläutert wurde.' Demzufolge ' ist der :.Strom, der durch die mittleren und linken Widclungen des Relais 26 und 27 fließt, nicht ausgeglichen. Es fließt ein geringerer Strom durch die mittlere Wicklung des Relais 26 und die linke Wicklung des Relais 27 als durch die linke Wicklung des Relais 26 und die mittlere Wicklung des Relais 27. Der Zug, den der Anker des Relais 26 infolge der Erregung der linken Wicklung des Relais 26 erfährt, ist demzufolge größer als der Zug, der auf den Anker durch die Erregung der mittleren Wicklung- ausgeübt wird. Der Anker des Relais wird infolgedessen- so bewegt, daß er in Berührung mit seinem oberen Kontakt kommt. In gleicher Weise wird der Zug, der nach aufwärts auf den Anker des Relais 27 durch. die Erregung. der mittleren Wicklung ausgeübt wird, überwiegen gegenüber dem Zug, welcher infolge Erregung der linken Wicklung dieses Relais nach abwärts erfolgt. Aber da der Anker bereits in Berührung mit seinem oberen Kontakt sich befindet, weil er in dieser Richtung durch die rechte Wicklung des Relais 27 umgelegt wurde, so bleibt der Anker des Relaus in der Stellung, die in der Figur gezeichnet ist. Die weiße Lampe ig wird infolgedessen kurzgeschlossen, die blaue Lampe 21 liegt in einem offenen Stromkreis, und die rote Lampe 2o wird über einen Stromkreis erregt, der von dem einen Pol der Batterie 22 durch eine Leitung 35, Lampe 2o, Anker des Relais 26 nach, der anderen Seite- der Batterie 22 verläuft. Auf diese Weise wird angezeigt, daß die Frequenz des Generators 7 über die normale kritische Frequenz hinaus gestiegen ist. Fällt jedoch die Frequenz des Generators unter die normale kritische Frequenz, so wächst der Anodenstrom der Röhre i i in proportionaler Weise, wie dies oben erläutert wurde, an, und der Strom, der durch die mittlere Wicklung des Relais 26 und die linke Wicklung des Relais 27 fließt, wird größer als der Strom, der in die linke Wicklung des Relais 26 und die mittlere Wicklung des Relais 27 fließt. Infolgedessen kommt der Anker des Relais 26 in Berührung mit seinem unteren Kontakt, und ferner wird der Anker des Relais 27 ebenfalls an den unteren Kontakt gelegt. In diesem Falle leuchtet die blaue Lampe 21 auf, und zwar auf dem Wege: Pluspol der Batterie 23, Anker und unterer Kontakt des Relais 27, Lampe 2,1, Leitung 37, Minuspol der Batterie 23.
  • Wenn der Anker eines der Relais 26 oder 27 zwischen dem oberen und unteren Kontakt einige Zeit bleibt, und zwar infolge einer geringen Änderung in der Frequenz des Generators 7 und demzufolge im Anodenstrom der Röhre i i; . so wird die weißeLampe ig trübe aufleuchten und gibt auf dieseWeise an, daß keine besondere Änderung in der Frequenz stattgefunden hat. Wenn z. B. der Anker des Relais 26 zwischen dem oberen und unteren Kontakt sich befindet, so wird die Lampe ig noch erregt, und zwar auf dem Wege: Minuspol der Batterie 22, Leitung 35, Lampe 2o bzw. Parallelwiderstand 24, Leitung 34, oberer Kontakt und Anker des Relais 27, Lampe ig, Minuspol der Batterie 22. Lampe ig erhält in diesem Falle halben Strom, und die Lampe 20 erhält ein Viertel des vollen Stromes der Lampe ig. In gleicher Weise wird, wenn der Anker des Relais 27 zwischen oberem und unterem Kontakt für eine gewisse Zeit verbleibt, die Lampe ig durch die Batterie 23 erregt.
  • Fig. 3 zeigt die Anwendung der Erfindung bei einem Radiosignalsystem in etwas anderer Ausführungsweise. Hierbei liegt die Antenne 38 in Serie mit der Primärwicklung des Transformators 39 an Erde. Die sekundäre Wicklung des letzteren ist an den Eingangskreis eines Modulators 4o angeschlossen. Die von der Antenne 38 aufgenommenen Wellen werden im Modulator 4o mit einer Hilfswelle, die von der konstanten, hochfrequenten Wechselstromquelle 41 erzeugt wird, kombiniert. Die Stromquelle 41 liegt mit der dritten Wicklung des Transformators 39 in einem Stromkreis. Der Anodenstrom des Modulators 4o wird einem Verstärker 42 zugeführt. Letzterer ist an die Eingangskreise eines Filters für niedere Frequenzen 43 und einer hierzu parallel geschalteten künstlichen Leitung 44 angeschlossen. Das Filter 43 ist mit dem Eingangskreis eines Detektors 45 verbunden, und das Filter für hohe Frequenzen 44 liegt am Eingangskreis eines Detektors 46. Diese Detektoren sind differential mit der Wicklung des Galvanometers 15 verbunden. Bei einem System dieser Art, welches gut arbeitet, war die normale Frequenz der von der Antenne aufgenommenen Wellen 61o ooo Perioden. Bei diesem System war, wenn die Frequenz der konstanten Hilfswelle 594 ooo Perioden war, - die untere Modulationskomponente von i6 ooo Perioden auf den Verstärker 42 aufgedrückt. Eine Welle von 16 ooo Perioden wurde dem Filter 43 und der künstlichen Leitung .l¢ zugeführt. Solange die Frequenz der ankommenden Welle auf .ihrer normalen kritischen Frequenz von 61o ooo Perioden gehalten wird, sind die Ausgangsströme der Filter 43 und 44 gleich. Infolgedessen sind die Gleichstromspannungen, welche von dem Detektor 45 und 46 erzeugt werden und welche proportional sind der Amplitude der Wellen, welche durch jede künstliche Leitung geschickt werden, ebenfalls gleich. Wenn indessen die Frequenz der Wellen, die auf die Antenne 38 auftreffen, anwächst, so wird entsprechend die Frequenz der Wellen, die den Filtern 43 und .44 zugeführt werden, anwachsen. Das Filter für niedere Frequenzen 43 ist in diesem Fall so eingerichtet, daß es Ströme oberhalb 16 ooo Perioden stark abdämpft, und infolgedessen wird, da die Frequenz des dem Filter 43 zugeführten Stromes 16 ooo Perioden übersteigt, weniger Strom dem Detektor 45 zugeführt. Da aber das Filter 44 eine Dämpfung besitzt, die gegenüber Filter .43 bezüglich der Frequenz die Umkehrung ist, so wird der Strom, der durch den Detektor 46 fließt, verstärkt. Infolgedessen wird die EMK auf der Ausgangsseite des Detektors .IS kleiner sein als auf der Ausgangsseite des Detektors 46, so daB, ein resultierender Strom durch die Wicklungen des Galvanometers 15 in solcher Richtung fließt, daß die Galvanometernadel nach der unteren oder positiven Seite der Scheibe ausschlägt und ein Anwachsen der Frequenz anzeigt. Wenn andererseits die Frequenz abfällt, so wird die Dämpfung des Filters 43 anwachsen, so (laß eine resultierende Gleichstrom-EMK im Ausgangskreis in der entgegengesetzten Richtung erzeugt wird. In diesem Falle wird die Galvanometernadel15 nach der oberen oder negativen Seite der Scheibe bewegt und zeigt ein Abfallen der Frequenz an. Der Kontrollampenkreis der Fig. i kann in Verbindung mit dem System der Fig.3 Anwendung finden.
  • 1)er iviodulator 40 und die konstante Hilf squell.e 41 des Systems, die in Fig. 3 dargestellt sind, dienen dazu, die ankommenden tfochfrequenzwellen in eine proportionale Welle niederer Frequenz zu verwandeln, da, es schwierig sein würde und auch kostspielig, ein F iiter tür niedere Frequenzen zu bauen, wie z. B. 43, das eine kritische Frequenz von 61o ooo Perioden hat. Eine derartige Modulation indessen ist nicht wesentlich und ist durchaus nicht notwendig, wenn die auf die Antenne 38 aufgedrückten Wellen verhältnismäßig niedere Frequenz haben.
  • Es ist klar, daß das Filter für hohe Frequenzen 44 auch eine künstliche Leitung sein kann, die im wesentlichen der künstlichen Leitung io der Fig. i entspricht. Wünscht man zwei Filter, so wird die Empfindlichkeit des Indikators größer, aber die Einstellung ist natürlich schwieriger, als wenn ein Filter und eine künstliche Leitung benutzt werden.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum Anzeigen von Frequenzänderungen in einer Wechselstromanlage mittels zweier parallel geschalteter künstlicher Leitungen, dadurch gekennzeichnet, daß die eine dieser Leitungen eine von der Frequenz abhängige und die andere eine von der Frequenz unabhängige Dämpfung hat und daß beide Leitungen mit einer Anzeigevorrichtung verbunden sind, welche den Unterschied in den Ausgangsspannungen der beiden Leitungen anzeigt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Anordnungen, welche dazu dienen, die Ausgangsspannungen hinter den künstlichen Leitungen zu vergleichen, einen Stromkreis einschließen, welcher einen Gleichrichter besitzt, auf den diese Spannungen in entgegengesetzter Richtung aufgedrückt sind, und einen Indikator, durch welchen der der Differenz der Spannungen proportionale und entsprechend gerichtete Strom hindurchgeht.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Einrichtung, wie z. B. ein Wechselschalter (3) und eine weitere künstliche Leitung mit einer der künstlichen Leitungen in Ver- Bindung steht, wodurch eine Einrichtung zur Korrektion der Anzeigevorrichtung gewonnen wird, die unabh,iingig ist von der Frequenz. q..
  4. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung, welche zur Vergleichung der Spannungen dient, aus zwei gegeneinander abgeglichenen Gleichrichterröhren besteht, deren Anodenkreise mit je einem Relais verbunden sind, von denen jedes Wicklungen besitzt, die differential an die Anodenkreise angeschlossen sind, und daß die Relais einen gemeinsamen Lampenkontrollkreis beeinflussen.
  5. 5. Viorrichtung nach Anspruch i zur Anzeige hochfrequenter Schwingungen, dadurch gekennzeichnet, daß die hochfrequenten Schwingungen durch Überlagerung mit einer Hilfsschwingung in bekannter Weise in Schwingungen niederer Frequenz, die jedoch immer der anzuzeigenden Frequenz proportional ist, umgewandelt werden.
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