-
Vorrichtung zum Anzeigen von Frequenzänderungen Bei Wechselstromgeneratoren
oder anderen Wechselstromquellen ist es häufig wünschenswert, die-- Frequenz konstant
zu halten; aus diesem Grunde ist es nötig, daß irgendwelche Änderungen in der Frequenz
in zuverlässiger Weise angezeigt werden. Es sind bereits Einrichtungen bekannt,
bei. denen in Abhängigkeit von dein überschreiten oder Unterschreiten eines Frequenzwertes
entgegengesetzte Wirkungen dadurch hervorgerufen werden, daß ein primärer Stromkreis
bestimmter Frequenz zwei Resonanzkrise beeinflußt, die auf verschiedene Frequenzen
abgestimmt sind und die in entgegengesetztem Sinne auf eine einzige Vorrichtung
einwirken.
-
Die Erfindung betrifft nun eine Einrichtung, welche augenblicklich
und in genauester Weise verhältnismäßig geringe Änderungen der Frequenz in Erscheinung
treten läßt; die neue Einrichtung besteht aus einem einfachen System, welches große
Zuverlässigkeit im Betriebe zeigt und eine leichte und genaue Einstellung ermöglicht.
Wie bei der bekannten Einrichtung wird die von der Wechselstromquelle erzeugte Energie
durch zwei künstliche Leitungen geschickt, die ebenfalls so eingestellt werden,
daß die Ausgangsspannungen der künstlichen Leitungen bei einer und nur bei einer
Frequenz einander gleich sind. Die Erfindung betrifft daher eine Vorrichtung zum
Anzeigen von Frequenzänderungen in einer Wechselstromanlage mittels zweier parallel
geschalteter künstlicher Leitungen, bei der erfindungsgemäß die eine dieser Leitungen
eine von der Frequenz abhängige und die andere eine von der Frequenz unabhängige
Dämpfung hat, und beide Leitungen mit einer Anzeigevorrichtung verbunden sind, welche
den Unterschied in den Ausgangsspannungen der beiden Leitungen anzeigt.
-
Da die Ausgangsspannungen der zwei künstlichen Leitungen nur bei einer
Frequenz gleich sind, hat irgendein Anwachsen oder ein Abfallen in der Frequenz
oberhalb oder unterhalb des kritischen Punktes eine Unausgeglichenheit zwischen
den Ausgangsspannungen der künstlichen Leitungen zur Folge. Diese Unausgeglichenheit-wird
größer, wenn die Frequenzänderung größer wird.
-
Die Wechselstromkomponenten, welche von den zwei künstlichen Leitungen
übersandt werden, können auch gleichgerichtet und gegeneinander vermittels einer
empfindlichen Anzeigevorrichtung ausgeglichen werden. Die Abweichung der letzteren
zeigt das Anwachsen oder Abfallen in der normalen Frequenz des Generators an.
-
Nachstehend soll eine Ausführungsform der Erfindung beschrieben werden,
welche einerseits genügend empfindlich ist für die in der Praxis vorkommenden Zwecke
und andererseits in der Herstellung sich äußerst einfach gestaltet und weiterhin
höchst zuverlässig und genau arbeitet bzw. sich sehr leicht einstellen läßt.
-
Für dauernde Beobachtung des Instrumentes wird ein Kontrollstromkreis
vorgesehen, der ein Merkmal der Erfindung bildet.
Die Erfindung
bezüglich ihrer Einrichtung und Betriebsweise und bezüglich ihrer Vorteile und sonstiger
Merkmale ist nachstehend an Hand von Zeichnungen beschrieben. In diesen Zeichnungen
stellt dar: Fig. i eine Schaltung gemäß der Erfindung, bei welcher ein Lampenkontrollstromkreis
zur Verwendung gelangt.
-
Fig.2 zeigt eine Kurve, welche die Betriebsweise des Systems erläutert.
-
Fig. 3 stellt schematisch ein etwas geändertes System der Erfindung
dar.
-
In Fig. i ist ein Paar Sammelschienen und 6 mit den Polen eines Wechselstromgenerators
oder einer anderen Wechselstromquelle 7 verbunden. Mit den Sammelschienen steht
vermittels eines Wechselschalters 3 und über einen einstellbaren Widerstand 8 ein
Filter 9 in Verbindung. Ferner liegt an den Sammelschienen ein ausgleichender Widerstand
oder eine künstliche Leitung io parallel zum Filter 9. Das letztere zeigt die bekannte.
Charakteristiken eines Filters, das mit im wesentlichen vernachlässigbarer Dämpfung
ein Band bestimmter Breite durchläßt, während es die Frequenzen außerhalb dieses
Bandes scharf dämpft. Als Filter kann die Type zur Anwendung gelangen, welche im
Teil 3 des Artikels: Theory and Design of Uniform and Composite Electric Wav e-Filters
von Otto J. Zobel, im The Bell System Technical Journal Januar 1923, beischrieben
ist. Derartige Filter entlxalten im allgemeinen eine Anzahl von Gliedern mit Serien-
und Nebenschlußreaktanzen, die nach bekannten Theorien für den Frequenzbereich aufgebaut
sind, welchen die Filter übersenden sollen. Vorzugsweise ist das Filter 9 jedoch
ein sogenanntes Niederfrequenzfilter, d. h. es läßt Frequenzen unterhalb einer kritischen
Frequenz durch und dämpft die höheren Frequenzen scharf ab.
-
Mit dem Filter 9 und mit der künstlichen Leitung io ist ein Paar Gleichrichter
gekoppelt, welches den Zweck hat, die Wechselströme gleichzurichten. Es können irgendwelche
Gleichrichter zur Anwendung gelangen, z. B. Detektoren, wie sie allgemein beim Radioverkehr
üblich sind, oder an deren Stelle T hermoelemente. In der Zeichnung sind zwei ausgeglichene
Detektoren i i und 13 der Type dargestellt, bei welcher hochevakuierte, drei Elektroden
enthaltende Röhren Verwendung finden. Der Detektor i i ist mit dem Ausgangskreis
des Filters 9 über einen Transformator i2 verbunden, während der Detektor 13 mit
dem Ausgangskreis der künstlichen Leitung io vermittels des Transformators 14 in
Verbindung steht. In Brücke zum Transformator 12 liegt ein Stromkreis q., der in
ähnlicher Weise wie die künstliche Leitung io geschaltet ist und unter Vermittlung
des Wechselschalters 3 den Filterstromkreis 9 ersetzen kann. Diese Schaltung ist
nachstehend näher erläutert. Die Röhren I I und 13 liegen in einem ausgeglichenen
Stromkreis, wobei das Ergebnis für beide gleichgehalten ist. Die Anoden der Röhren
sind an die Wicklungsenden eines empfindlichen Galvanometers oder an die Leitungen
30 und 32 des Lampenkreises auf der rechten Seite der strichpunktierten Linie
der Fig. i derart ausgeschaltet, daß die gleichgerichtete Energie der einen Röhre
entgegengesetzt ist der gleichgerichteten Energie der anderen Röhre. Der Anodenstrom
wird den Röhren i i und 13 von der Batterie 16 geliefert, welche an die Mitte der
Galvanometerwicklung oder an die Vereinigungsstelle der Leitungen 29 und 31 angelegt
ist. Das Galvanometer ist mit einer Skala und einer über dieser spielenden Nadel
ausgestattet. Die letztere schlägt aus, wenn die im Galvanometer sich entgegenfließenden
Ströme unausgeglichen sind. Dieses Galvanometer kann durch die auf der rechten Seite
der strichpunktierten Linie der Fig. i dargestellte Schaltung ersetzt werden. Ferner
ist ein Lampenpaar vorgesehen. Die Stromkreise dieser Lampen werden durch die Galvanometernadel
geschlossen, wenn sie um einen bestimmten Betrag aus ihrer Normallage schwingt.
-
Wie oben beschrieben wurde, kann ein einfaches Galvanometer den auf
der rechten Seite der strichpunktierten Linie der Fig. i dargestellten Lampenkontrollkreis
ersetzen.
-
Die künstliche Leitung io kann so eingestellt werden, daß sie für
irgendeine Frequenz innerhalb des Bereiches des Filters 9 die Ausgangsströme des
letzteren und der künstlichen Leitung io ausgleicht. Zu diesem Zwecke bewegt man
den Einstellkontakt der künstlichen Leitung, bis das Instrument auf Null zeigt.
Wenn dann die Frequenz des von der Quelle 7 erzeugten Stromes anwächst oder abfällt,
so erfahren die in der Wicklung des Galvanometers sich entgegenfließenden Ströme
eine Veränderung, so daß, die Galvanometernadel ausschlägt.
-
Wenn die Röhren i i und 13 nicht genau zusammenpassen, so kann eine
Einstellung, um eine derartige Verschiedenheit auszugleichen, erfolgen, gleichgültig,
ob die Frequenz in diesem Augenblick richtig ist oder nicht. Diesem Zweck dient
die künstliche Leitung q., welche so eingestellt ist, daß sie dieselbe Dämpfung
hat wie das Filter 9.
-
Wenn eine neue Röhre eingeschaltet wird, so wird das Filter 9 durch
die obere künstliche Leitung q. vermittels des Wechselschalters 3 ersetzt. Die untere
künstliche Leitung io wird eingestellt, bis das Instrument die
Frequenzänderung
Null zeigt. Hierauf wird der Wechselschalter 3 zwecks Wiedereinschaltung des Filters
9 in die ursprüngliche Lage zurückgeführt.
-
Das Instrument arbeitet nun mit einem Korrektionsausschlage, dessen
Größe von der Ungleichheit der zwei Röhren abhängt.
-
Fig.2 zeigt eine Kurve, aus welcher die Arbeitsweise des Systems hervorgeht.
Hierbei sind die Ablesungen am Instrument und die Filterausgangsenergien als Ordinaten
aufgetragen und die Frequenzen als Abszissen. Man sieht aus Fig. 2, daß die Kurve
A entweder die Ausgangsenergie des Filters oder den Unterschied in der Dämpfung
der beiden künstlichen Leitungen und die horizontale Linie B die Ausgangsenergie
der künstlichen Leitung oder die Nullinie für die Instrumentenablesungen darstellen
kann. Das Galvanometer registriert Null nur bei einer Frequenz, nämlich bei der
kritischen Frequenz f". Dies ist, wie oben ausgeführt wurde, darauf zurückzuführen,
daß die künstliche Leitung io derart eingestellt ist, daß die durch das Filter 9
und die künstliche Leitung io fließenden Komponenten bei einer gegebenen normalen
Generatorfrequenz gleich sind und demzufolge die Ausgangsenergien der Röhren i i
und 13 bei --dieser Frequenz ebenfalls gleich sind. Wenn die Frequenz unter
die kritische Frequenz f" fällt, so wird die Dämpfung des Filters 9 sehr schnell
abfallen, so daß die Ausgangsenergie des Filters in dem Maße anwächst, wie dies
durch die Kurve A in der Fig. 2 zur Darstellung kommt. Wenn jedoch die Frequenz
des vom Generator 7 erzeugten Stromes höher wird als die kritische Frequenz fo,
so wächst die Dämfung des Filters 9 sehr schnell an. Da die künstliche Leitung io
eine Dämpfung hat, welche im wesentlichen unabhängig von der Frequenz ist, so wird
die Stromkomponente, die hierdurch fließt, durch eine Frequenzänderung nicht gedämpft,
wie dies durch die horizontale Linie B der Fig. 2 zum Ausdruck kommt. Wenn also
der Generator ; eine Frequenz f" erzeugt, so ist der Wechselstrom, der den Detektoren
i i und 13 zugeführt wird, gleich, und in den Ausgangskreisen werden gleiche Gleichstrom-EAIKe
erzeugt. Da die Schaltung derart vorgenommen ist, daß die beiden EMKe einander :entgegenstehen,
bleibt die i1 adel des Galvanometers in ihrer Nullstellung: Wenn die Frequenz des
Generators 7 anwächst, so wird die Dämpfung des Filters 9 vergrößert, und demzufolge
fällt die EMK bei der Ausgangsseite des Detektors i i ab, und durch die Wicklung
des Galvanometers fließt ein resultierender Strom in einer solchen Richtung, daß
die Nadel nach einer Richtung auf der Scheibe bewegt wird und den Stromkreis einer
Lampe schließt. Wenn jedoch die Frequenz des Generators 7 unter die kritische Frequenz
f, fällt, so wird die Dämpfung des Filters 9 geringer, so daß eine resultierende
Gleichstrom-EMK im Anodenkreis in entgegengesetzter Richtung hervorgerufen wird,
und die Nadel des Galvanometers nach der entgegengesetzten Richtung ausschlägt und
den Stromkreis der anderen Lampe schließt.
-
Dieser Kontrollstromkreis, der auf der rechten Seite der strichpunktierten
Linie der Fig. i dargestellt ist, kann vorteilhaft verwendet werden, wenn es sich
darum handelt; eine konstante und zuverlässige, sichtbare Kontrolle des Systems
zu geben. Zu diesem Zwecke werden drei Lampen mit unterschiedlichen Farben verwendet,
wobei nur eine dieser Lampen zu einer Zeit aufleuchtet. Eine weiße Lampe i9 leuchtet
auf, wenn der Strom des Generators 7 normale Frequenz hat. Eine rote Lampe 2o gibt
an, wenn die Frequenz über die normale Frequenz anwächst, und eine blaue Lampe 21
leuchtet, wenn die Frequenz unter normale Frequenz fällt. Ein Paar von Batterien
22 und 2ß gleicher Spannung sind vorgesehen, wobei jede in der Lage ist, eine Lampe
bis auf mittlere Helligkeit zu speisen.
-
Im Nebenschluß zu den Lampen 2o bzw. 21 liegen die Widerstände 2q.,
25. Ein Paar Relais 26 und 27, welche drei Wicklungen besitzen, dienen dazu, die
Lampen i9, 2o bzw. 21 ein- und auszuschalten. Die Richtung des Stromflusses durch
jede dieser Wicklungen ist immer die gleiche. Die Pfeile neben dein Relais geben
die Richtung an, in welcher jede Wicklung bei ihrer Erregung den Relaisanker zu
beeinflussen sucht. Die rechte Wicklung eines jeden der Relais ist eine schief @yirkende
Wicklung, die dem Relaisanker eine bestimmte Richtung gibt und die normalerweise
über einen Stromkreis erregt wird, der von der einen Seite der Batterie 28 durch
die rechten Wicklungen der Relais 26 und 27 nach dem andern Pol der Batterie 28
verläuft. Wie durch die auf diesen Wicklungen angegebenen Pfeile zum Ausdruck gebracht
werden soll, ist der Anker des Relais 26 gegen den Leiter 36 und der Anker des Relais
27 gegen den Leiter 34 gerichtet. Die mittleren und die linken Wicklungen des Relais
26 bzw. 27 sind gleiche Wicklungen, welche den Anodenstrom der Röhren i i bzw. 13
führen. Der Röhre i i wird der Anodenstrom von der Batterie 16 über Leitung 29,
linke Wicklung des Relais 27, mittlere Wicklung des Relais 26, Leitung 3o, Anode
der Röhre ii geliefert. Die Röhre 13 erhält Anodenstrom von Batterie 16, Leitung
34 linke Wicklung des Relais 26, mittlere Wick-
Jung des Relais
27; Leitung 32, Anode der Röhre 13. Wenn die Ausgangsenergien der Röhren
ii und 13 gleich sind, so ist der Stromfluß durch die linken Wicklungen der Relais
26 und 27 gleich dem Stromfluß durch die mittleren Wicklungen dieser Relais. In
diesem Falle hebt sich die Wirkung des Stromflusses in den mittleren und in den
linken Wicklungen auf, und die Anker der Relais werden angezogen durch Erregung
der rechten Wicklungen, und zwar nach der Richtun.g, wie sie in der Zeichnung dargestellt
ist. Wenn dieser Zustand vorliegt, so leuchtet die Lampe ig infolge eines Stromes
der Batterien 22 und 23 auf" und zwar auf dem Wege: Pluspol der Batterie 22, Leitung
35, Lampe 2o bzw. Parallelwiderstand 24, Leitung 34, Anker des Relais 27, Lampe
ig, Minuspol der Batterie 22, und wird ferner erregt über einen Stromkreis, der
verläuft: Pluspol der Batterie 23, Lampe ig, Anker des Relais 26, Leitung 36, Lampe
21, Parallelwiderstand 25, Leitung 37 zum Minuspol der Batterie 23. Da die Lampe
ig in beiden Stromkreisen liegt und von beiden Strömen im gleichen Sinne durchflossen
wird, so hat die Lampe ig viermal so großen Strom als jede der Lampen 2o oder 2,1,
falls die Widerstände 24 und 25 ebenso groß 'sind wie die Widerstände der Lampen
2o und 2i. Die Lampe ig leuchtet demzufolge auf, und die Lampen 2o und 21 bleiben
dunkel.
-
Wenn die Frequenz des Generators ? wächst, so wird der Anodenstrom
der Röhre i i proportional abfallen, wie dies oben erläutert wurde.' Demzufolge
' ist der :.Strom, der durch die mittleren und linken Widclungen des Relais 26 und
27 fließt, nicht ausgeglichen. Es fließt ein geringerer Strom durch die mittlere
Wicklung des Relais 26 und die linke Wicklung des Relais 27 als durch die linke
Wicklung des Relais 26 und die mittlere Wicklung des Relais 27. Der Zug, den der
Anker des Relais 26 infolge der Erregung der linken Wicklung des Relais 26 erfährt,
ist demzufolge größer als der Zug, der auf den Anker durch die Erregung der mittleren
Wicklung- ausgeübt wird. Der Anker des Relais wird infolgedessen- so bewegt, daß
er in Berührung mit seinem oberen Kontakt kommt. In gleicher Weise wird der Zug,
der nach aufwärts auf den Anker des Relais 27 durch. die Erregung. der mittleren
Wicklung ausgeübt wird, überwiegen gegenüber dem Zug, welcher infolge Erregung der
linken Wicklung dieses Relais nach abwärts erfolgt. Aber da der Anker bereits in
Berührung mit seinem oberen Kontakt sich befindet, weil er in dieser Richtung durch
die rechte Wicklung des Relais 27 umgelegt wurde, so bleibt der Anker des Relaus
in der Stellung, die in der Figur gezeichnet ist. Die weiße Lampe ig wird infolgedessen
kurzgeschlossen, die blaue Lampe 21 liegt in einem offenen Stromkreis, und die rote
Lampe 2o wird über einen Stromkreis erregt, der von dem einen Pol der Batterie 22
durch eine Leitung 35, Lampe 2o, Anker des Relais 26 nach, der anderen Seite- der
Batterie 22 verläuft. Auf diese Weise wird angezeigt, daß die Frequenz des Generators
7 über die normale kritische Frequenz hinaus gestiegen ist. Fällt jedoch die Frequenz
des Generators unter die normale kritische Frequenz, so wächst der Anodenstrom der
Röhre i i in proportionaler Weise, wie dies oben erläutert wurde, an, und der Strom,
der durch die mittlere Wicklung des Relais 26 und die linke Wicklung des Relais
27 fließt, wird größer als der Strom, der in die linke Wicklung des Relais 26 und
die mittlere Wicklung des Relais 27 fließt. Infolgedessen kommt der Anker des Relais
26 in Berührung mit seinem unteren Kontakt, und ferner wird der Anker des Relais
27 ebenfalls an den unteren Kontakt gelegt. In diesem Falle leuchtet die blaue Lampe
21 auf, und zwar auf dem Wege: Pluspol der Batterie 23, Anker und unterer Kontakt
des Relais 27, Lampe 2,1, Leitung 37, Minuspol der Batterie 23.
-
Wenn der Anker eines der Relais 26 oder 27 zwischen dem oberen und
unteren Kontakt einige Zeit bleibt, und zwar infolge einer geringen Änderung in
der Frequenz des Generators 7 und demzufolge im Anodenstrom der Röhre i i; . so
wird die weißeLampe ig trübe aufleuchten und gibt auf dieseWeise an, daß keine besondere
Änderung in der Frequenz stattgefunden hat. Wenn z. B. der Anker des Relais 26 zwischen
dem oberen und unteren Kontakt sich befindet, so wird die Lampe ig noch erregt,
und zwar auf dem Wege: Minuspol der Batterie 22, Leitung 35, Lampe 2o bzw. Parallelwiderstand
24, Leitung 34, oberer Kontakt und Anker des Relais 27, Lampe ig, Minuspol der Batterie
22. Lampe ig erhält in diesem Falle halben Strom, und die Lampe 20 erhält ein Viertel
des vollen Stromes der Lampe ig. In gleicher Weise wird, wenn der Anker des Relais
27 zwischen oberem und unterem Kontakt für eine gewisse Zeit verbleibt, die Lampe
ig durch die Batterie 23 erregt.
-
Fig. 3 zeigt die Anwendung der Erfindung bei einem Radiosignalsystem
in etwas anderer Ausführungsweise. Hierbei liegt die Antenne 38 in Serie mit der
Primärwicklung des Transformators 39 an Erde. Die sekundäre Wicklung des
letzteren ist an den Eingangskreis eines Modulators 4o angeschlossen. Die von der
Antenne 38 aufgenommenen Wellen werden im Modulator 4o mit einer
Hilfswelle,
die von der konstanten, hochfrequenten Wechselstromquelle 41 erzeugt wird, kombiniert.
Die Stromquelle 41 liegt mit der dritten Wicklung des Transformators 39 in einem
Stromkreis. Der Anodenstrom des Modulators 4o wird einem Verstärker 42 zugeführt.
Letzterer ist an die Eingangskreise eines Filters für niedere Frequenzen 43 und
einer hierzu parallel geschalteten künstlichen Leitung 44 angeschlossen. Das Filter
43 ist mit dem Eingangskreis eines Detektors 45 verbunden, und das Filter für hohe
Frequenzen 44 liegt am Eingangskreis eines Detektors 46. Diese Detektoren sind differential
mit der Wicklung des Galvanometers 15 verbunden. Bei einem System dieser Art, welches
gut arbeitet, war die normale Frequenz der von der Antenne aufgenommenen Wellen
61o ooo Perioden. Bei diesem System war, wenn die Frequenz der konstanten Hilfswelle
594 ooo Perioden war, - die untere Modulationskomponente von i6 ooo Perioden auf
den Verstärker 42 aufgedrückt. Eine Welle von 16 ooo Perioden wurde dem Filter 43
und der künstlichen Leitung .l¢ zugeführt. Solange die Frequenz der ankommenden
Welle auf .ihrer normalen kritischen Frequenz von 61o ooo Perioden gehalten wird,
sind die Ausgangsströme der Filter 43 und 44 gleich. Infolgedessen sind die Gleichstromspannungen,
welche von dem Detektor 45 und 46 erzeugt werden und welche proportional sind der
Amplitude der Wellen, welche durch jede künstliche Leitung geschickt werden, ebenfalls
gleich. Wenn indessen die Frequenz der Wellen, die auf die Antenne 38 auftreffen,
anwächst, so wird entsprechend die Frequenz der Wellen, die den Filtern 43 und .44
zugeführt werden, anwachsen. Das Filter für niedere Frequenzen 43 ist in diesem
Fall so eingerichtet, daß es Ströme oberhalb 16 ooo Perioden stark abdämpft, und
infolgedessen wird, da die Frequenz des dem Filter 43 zugeführten Stromes 16 ooo
Perioden übersteigt, weniger Strom dem Detektor 45 zugeführt. Da aber das Filter
44 eine Dämpfung besitzt, die gegenüber Filter .43 bezüglich der Frequenz die Umkehrung
ist, so wird der Strom, der durch den Detektor 46 fließt, verstärkt. Infolgedessen
wird die EMK auf der Ausgangsseite des Detektors .IS kleiner sein als auf der Ausgangsseite
des Detektors 46, so daB, ein resultierender Strom durch die Wicklungen des Galvanometers
15 in solcher Richtung fließt, daß die Galvanometernadel nach der unteren oder positiven
Seite der Scheibe ausschlägt und ein Anwachsen der Frequenz anzeigt. Wenn andererseits
die Frequenz abfällt, so wird die Dämpfung des Filters 43 anwachsen, so (laß eine
resultierende Gleichstrom-EMK im Ausgangskreis in der entgegengesetzten Richtung
erzeugt wird. In diesem Falle wird die Galvanometernadel15 nach der oberen oder
negativen Seite der Scheibe bewegt und zeigt ein Abfallen der Frequenz an. Der Kontrollampenkreis
der Fig. i kann in Verbindung mit dem System der Fig.3 Anwendung finden.
-
1)er iviodulator 40 und die konstante Hilf squell.e 41 des Systems,
die in Fig. 3 dargestellt sind, dienen dazu, die ankommenden tfochfrequenzwellen
in eine proportionale Welle niederer Frequenz zu verwandeln, da, es schwierig sein
würde und auch kostspielig, ein F iiter tür niedere Frequenzen zu bauen, wie z.
B. 43, das eine kritische Frequenz von 61o ooo Perioden hat. Eine derartige Modulation
indessen ist nicht wesentlich und ist durchaus nicht notwendig, wenn die auf die
Antenne 38 aufgedrückten Wellen verhältnismäßig niedere Frequenz haben.
-
Es ist klar, daß das Filter für hohe Frequenzen 44 auch eine künstliche
Leitung sein kann, die im wesentlichen der künstlichen Leitung io der Fig. i entspricht.
Wünscht man zwei Filter, so wird die Empfindlichkeit des Indikators größer, aber
die Einstellung ist natürlich schwieriger, als wenn ein Filter und eine künstliche
Leitung benutzt werden.