DE700809C - Verfahren zur logarithmischen Anzeige von Wechselspannungen - Google Patents

Verfahren zur logarithmischen Anzeige von Wechselspannungen

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DE700809C
DE700809C DE1936S0121583 DES0121583D DE700809C DE 700809 C DE700809 C DE 700809C DE 1936S0121583 DE1936S0121583 DE 1936S0121583 DE S0121583 D DES0121583 D DE S0121583D DE 700809 C DE700809 C DE 700809C
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Expired
Application number
DE1936S0121583
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Inventor
Dipl-Ing Reinhard Hellmann
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Siemens and Halske AG
Siemens Corp
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Siemens and Halske AG
Siemens Corp
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R15/00Details of measuring arrangements of the types provided for in groups G01R17/00 - G01R29/00, G01R33/00 - G01R33/26 or G01R35/00
    • G01R15/005Circuits for altering the indicating characteristic, e.g. making it non-linear

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  • Nonlinear Science (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measurement Of Current Or Voltage (AREA)

Description

  • Verfahren zur logarithmischen Anzeige von Wechselspannungen Geräte zur logarithmischen Spannungsanzeige sind bereits vielfach bekanntgeworden.
  • Man benutzte dabei logarithmisch geteilte Potentiometer, sei es als Stufenpotentiometer mit festen Widerständen, sei es als Flüssigkeitspotentiometer, oder man verwendete nichtlineare Widerstände in Form von Exponentialröhren oder Sperrschichtgleichrichtern. Allen diesen Einrichtungen haftet einer von zwei wesentlichen Mängeln an. Die verwanten Regelelemente gestatten entweder nur eine mehr oder wenige genaue Annäherung an die logarithmische Kennlinie über einen beschränkten Amplitudenbereich, oder die Potentiometer erfordern wegen ihrer bewegten Massen erhebliche Kräfte und Zeit zur Verstellung. An Stelle der annähernd logarithmischen Regelglieder setzt die Erfindung einen Vorgang, der exakt exponentiell bzw. logarithmisch verläuft, und dessen Anzeigegeschwindigkeft nicht oder nur sehr wenig von der Trägheit mechanisch bewegter Teile abhängig ist.
  • Gemäß der Erfindung wird ein Verfahren zur logarithmischen Anzeige von Spannungen dadurch geschaffen, daß ein Kondensator periodisch aufgeladen, der abklingenden Kondensatorspannung die zu messende gegenüber der Zeitkonstanten des Kondensators hochfrequenten Wechselspannung überlagert wird und daß nach dem jeweils erstmaligen Erreichen des Spannungswertes Null eine Kippvorrichtung betätigt wird, die an einer entsprechenden Anzeigevorrichtung diesen Zeitraum angibt.
  • Dieses Verfahren geht von dem Grundgedanken aus, daß ein Kondensator eine exponentiell abklingende Entladungscharakteristik aufweist und diese zur logarithmischen Anzeige ausgenutzt werden kann. Wird der abklingenden Kondensatorspannung eine zu messende Wechselspannung mit der Amplitude Um überlagert, wobei die Frequenz von Um hinreichend groß gegenüber der Zeitkonstante RC ist dann erreicht der Momentanwert der Summenspannung v,= UetIRC t Um erstmalig den Wert Null nach der Zeit t = RC (lt U1» Um), vom Beginn der Entladung ab gerechnet.
  • Fig. I soll diesen Vorgang etwas näher erläutern. Der Kondensator ist im Zeitpunkt t0 auf die volle Spannung U aufgeladen und entlädt sich nach der Kurvea. Wird nun eine Wechselspannung Um überlagert, so ergeben sich Abklingkurven der Form b. Nach dem Zeitintervall t berührt die Kurve b erstmalig die Abszissenachse, d. b. die Verbindungslinie c1 der Halbvellenmaxima schneidet diese. Wird statt der Spannung t"tn der Kondensatorspannung eine kleinere Wechselspannung überlagert, so tritt der Zeitpunkt des erstmaligen Erreichens des Nullwertes später ein. Die Kurvenzüge d1, d2 stellen die Begrenzungslinien für eine kleinere überlagerte Wechsel spannung dar.
  • Die erste Halbwelle mit umgekehrtem, zweckmäßig positivem \torzeichen bringt sodann eine Kippvorrichtung zum Ansprechen.
  • Bis zum Ende der Durchlaßperiode fließt dann durch diese Kippvorrichtung zum Anzeigegerät eine Elektrizitätsmenge die durch die Größe der aufgedrückten Wechselspannung bestimmt ist. Ein derartiger Stromverlauf ist in Fig. 2 dargestellt und eine rechteckige Stromkurvenform angenommen. Es ist zu erkennen, daß vom Zeitpunkt t an bis zum Ende der Durchlaßperiode ein Strom fließt. Ist die Wechselspannung dagegen kleiner als Um, so tritt erst iIn Zeitpunkt t1 der Stromstoß auf, und die dem Anzeigegerät zugeführte Elektrizitätsmenge ist bedeutend geringer, und zwar im Verhältnis der Logarithmen der Wechselspannung.
  • Im folgenden sollen Ausführungsbeispiele dieses Erfindungsgedankens näher beschrieben werden. Fig. 3 zeigt eine derartige Anordnung, die sich zur periodisehen Aufladung des Kondensators eines Relais R bedient, das im vorliegenden Fall an Wechselstrom von 50Hz gelegt ist. Die Anforderungen an dieses Relais sind praktisch ohne grundsätzliche Schwieriglieiten zu erfüllen, da eine Prellfreiheit nicht gefordert ist und zeitliche Änderungen der Schaltzeit gegebenenfalls leicht durch Nacheichen der Anordnung eliminiert werden können und die Kontaktleistung klein ist. Als Kippvorrichtung können verschiedene Anordnungen, z. B. ebenfalls Relais, dienen.
  • In dem Beispiel ist eine gittergesteuerte Gas-oder Dampfentladungsstrecke G verwendet.
  • In dem Gitterkreis liegen in Serienschaltung der Aufiadekondensator und die zu messende Wecbselspannung Um sowie eine Vorspannungsstromquelle. Das Relais R bewirkt mit seinem Kontakt r lrechselweise die Aufladung des Kondensators durch die Spannung U oder die Entladung über den Widerstand W.
  • Wie dargestellt, kann die Gasentladungsstrecke anodenspannungsseitig an der gleichen Wechselspannung liegen wie das Relais, wenn man für diese Spannung einen rechteckförmigen Verlauf voraussetzt. In den Anodenstromkreis ist eine Anzeigevorriditung 4 eingeshaltet.
  • Wie oben bereits gesagt, ist als lkippvorrichtung, sofern es sich um eine Meßspannung relativ niedriger Frequenz handelt, eine Relaisschaltung verwendhar, die automatisch den in Fig. 2 gezeigten rechteckigen Stromverlauf für die Anzeigevorrichtung liefert: denn nur bei dem Vorhandensein eines angenähert rechteckigen Stromes ist die Anzeige dem Logarithmus der Meßspannung proportional. Wird dagegen eine gittergesteuerte Gas- oder Dampfentladungsstrecke verwendet, so muß durch zusätzliche Maßnahmen dafür gesorgt sein, daß die Anodenspannung während der Durdilaßhalbperiode konstant ist. Zufolge weiterer Ausbildung der Erfindung werden daher Mittel vorgesehen, die einen rechteckigen Stromverlauf erzielen. Als solches kommt beispielsweise ein gesättigter tShertrager in Frage, der die Netzlvechselspannung entsprechend umformt.
  • Statt dessen kann aber auch ein zweites Relais verwendet werden, das beispielsweise in der in Fig. 4 gezeigten Weise an das Wechselstromnetz angeschlossen wird. Die Nilagnetwicklung R2 liegt direkt an der Wechsel spannung und schließt mit ihrem Kontakts, den Anodenstromkreis der Entladungsstrecke über die Anodenspannungsquelle AB. Gleichzeitig mit dem Schließen des Anodenstromkreises der Entladungsröhre G durch den Kontakt r2 wird das zur periodischen Auf- bzw. Entladung des Kondensators C dienende Relais R an die Anodenspannungsquelle gelegt. Ferner ist auch die Verwendung einer weiteren netzgesteuerten Gas- oder Dampfentladungsstrecke zur Erzielung einer rechteckigen Spannung möglich.
  • Durch diese Kurvenform der Anodenspannung wird weiterhill bewirkt, daß die Zündspannung der Entladungsstrecke unabhängig vom Zeitpunkt der Zündung ist.
  • Bei edelgasgefüllten und daher temperaturunabhängigen Entladungsstrecken läßt sich die Zündspannung sehr genau auf wenige Zehntel Volt konstant halten, so daß z. B. bei Iooofacher Spannungsverstärkung sicher gezundet wird, wenn die erste positive Spannungskuppe 1 mV erreicht hat. Man kann hieraus unschwer erkennen, daß mit verhältnismäßig geringen Aufladespannungen des Kondensators sich ein Anzeigebereich mit großer Genauigkeit überstreichen läßt, der allen praktischen Anforderungen genügt.
  • Wird beispielsweise tT = 100 Volt gewählt, so sind 9,3 Np mit einer Ungenauigkeit von nur 0,I Np zu überstreichen. Besonders geeignet als Entladungsstrecken sind solche mit flachem Verlauf der Zündkennlinie.
  • Wie eingangs bereits gesagt, ist es für das richtige Arbeiten des Verfahrens erforderlich, daß die Frequenz der zu messenden Wechsel spannung groß gegenüber dem Zeitintervall t ist, da andernfalls die Phasenlage der Spannung eine sehr bestimmende Rolle spielt. Um nun aber das erfindungsgemäße Verfahren auch für niedrige Frequenzen, insbesondere die Frequenzen des unteren akustischen Bereiches, brauchbar zu machen, wird gemäß weiterer Ausgestaltung der.Erfindung das Modulationsprinzip angewendet.
  • In Fig. 5 ist eine derartige Anordnung schematisch dargestellt. Die zu messende Tonfrequenzspannung T1, die beispielsweise den Bereich von 50 bis 10000 dz umfaßt, wird einem Modulator zugeführt, der vorzugsweise die Form eines Ringmodulators erhält. Dem Modulator M wird über die Mittelanzapfungen der Übertragerwicklungen eine Trägerfrequenz T2 von z. B. I5 klfz zugeführt und die Modulationsprodukte am ÜbertragerU, abgenommen. Um zu vermeiden, daß die niedrigen Frequenzen nun doch noch störend auf die Kippvorrichtung einwirken, wird eine Filteranordnung F hinter den Modulator geschaltet, die beispielsweise die Form eines Hochpasses haben kann und Träger und unteres Seitenband unterdrückt. Das übrige Verfahren gleicht dann dem anfänglich beschriebenen.
  • Unter den an ein logarithmisches Spannungsanzeigegerät zu stellenden Forderungen war auch die Erzielung einer großen Endleistung zwecks Betätigung eines Schreibinstrumentes genannt. Bei der vorliegenden Anordnung ist diese Bedingung ohne weiteres erfüllt und der Anschluß eines einfachen schreibenden Meßgerätes, beispielsweise eines Tintenschreibers, möglich. Besonders vorteilhaft wird als Anzeigevorrichtung ein sogenannter Funkenschreiber verwendet, da sich hier, insbesondere in Verbindung mit einer Gasentladungsstrecke, ein einfacher Aufbau ergibt. Fig. 6 stellt einen derartigen Funkenschreiber als Anzeigevorrichtung in Verbindung mit der Entladungsstrecke S als Kippvorrichtung dar. Von dem Wechselstromnetz wird -über den Übertrager S die Anodenspannung, für deren Kurvenform jetzt keine besonderen Bedingungen gestellt Werden, der Entladungsstrecke zugeführt.
  • Die Sekundärwicklung des Übertragers führt die Meßgröße, d. h. den zur Zeit erfolgenden plötzlichen Anstieg des magnetischen Flusses im Übertrager, der eigentlichen Funkenschreiberanordnung, einem-Svnchronmotor mit Schreibelektroden E2, zu. Hierdurch ist eine trägheitsl ose Aufzeichnung der jeweiligen Meßgröße möglich. Statt der Verwendung eines wechselstromgespeisten Anzeigegerätes ist es auch möglich, einen Gleichstrommotor einfachster Konstruktion zu verwenden, wenn auf dessen Achse Nockenscheiben oder ähnliche Vorrichtungen angebracht sind, die mittels Kontakten die Aufladung des Meßkondensators bewirken und gleichzeitig aus der Netzgleichspannung eine Anodenspannung der erforderlichen Frequenz ausschneiden.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur logarithmischen Anzeige von Wechselspannungen, dadurch gekennzeichnet, daß ein Kondensator periodisch aufgeladen und der abklingenden Kondensatorspannung die zu messende, gegenüber der Zeitkonstante des Kondensators relativ hochfrequente Wechsei spannung überlagert wird und daß nach dem jeweils erstmaligen Erreichen des Spannungswertes Null eine Kippvorrichtung betätigt wird, die an einer entsprechenden Anzeigevorrichtung diesen Zeitraum angibt.
  2. 2. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß als periodische Aufladevorrichtung des Kondensators ein vorzugsweise durch technischen Wechselstrom gesteuertes Relais dient.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Kippvorrichtung eine Relaisanordnung - dient.
  4. 4. Anordnung nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Kippvorrichtung eine gittergesteuerte Gas-oder Dampfentladungsstrecke verwendet wird, deren Anode an derselben rechteckförmigen Wechselspannung liegt wie das Kondensatoraufladerel ais.
  5. 5. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel zur Erzielung einer konstanten Anodenspannung vorgesehen sind, wie gesättigte Übertrager, Relais oder gittergesteuerte Gas-oder Dampfentladungsstrecken.
  6. 6. Anordnung nach Anspruch I bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Anzeige vorrichtung ein Funkenschreiber verwendet wird.
  7. 7. Die Verwendung einer Anordnung nach Anspruch I bis 5 unter Benutzung des Modulationsprinzips zur Messung von tonfrequenten Spannungen.
DE1936S0121583 1936-02-16 1936-02-16 Verfahren zur logarithmischen Anzeige von Wechselspannungen Expired DE700809C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2424538A1 (fr) * 1978-04-28 1979-11-23 Materiel Telephonique Appareil de mesure de grandeurs electriques a affichage numerique

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