DE484846C - Freiluft-Hochspannungs-Trennschalter - Google Patents

Freiluft-Hochspannungs-Trennschalter

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DE484846C
DE484846C DEK112343D DEK0112343D DE484846C DE 484846 C DE484846 C DE 484846C DE K112343 D DEK112343 D DE K112343D DE K0112343 D DEK0112343 D DE K0112343D DE 484846 C DE484846 C DE 484846C
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heating
disconnector
heating resistor
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resistors
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Expired
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DEK112343D
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Koch and Sterzel AG
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Koch and Sterzel AG
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Classifications

    • H—ELECTRICITY
    • H01—ELECTRIC ELEMENTS
    • H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H33/00—High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
    • H01H33/02—Details
    • H01H33/027—Integrated apparatus for measuring current or voltage

Landscapes

  • Control Of Resistance Heating (AREA)

Description

  • Freiluft-Hochspannungs-Trennschalter Mit der immer weitergehenden Erhöhung der Übertragungsspannungen und Leistungen in elektrischen Anlagen wachsen auch die Ausmaße der einzelnen Schaltanlagenteile. In Freiluftanlagen bieten nun die großen Flächenteile Gelegenheit zum Ansetzen von Regen und Schnee, die in ihrem Wechsel zusammen mit Frost eine Eisbildung an diesen Teilen hervorrufen. Ist infolgedessen bei vollkommen gekapselten Apparaten, z. B. Ölschaltern, nur die Gefahr eines Überschlags an den Isolatoren zu befürchten, so ergibt sich bei den beweglichen Teilen ungekapselter Apparate, hauptsächlich bei Trennschaltern, die Gefahr des Festeisens.
  • Um nun durch die vereisten Trennschalter keine Betriebsstörungen eintreten zu lassen, ist es schon vorgeschlagen worden, die beweglichen Teile von der Eisbildung dadurch zu befreien, daß zu Beginn des Schaltvorganges die die beweglichen Schaltteile zusammenhaltende Eisschicht, mechanisch beansprucht, zum Zerspringen gebracht wird (sogenannter Eisbrecher), so daß die Trennschalter nunmehr normal bewegt werden können. Dieses Mittel läßt sich vorteilhaft nur für die Schaltstücke verwenden.
  • Handelt es sich aber um einen Drehtrennschalter, bei dem der das Trennmesser tragende Isolator mit bewegt wird, so versagt dieses Mittel, und man hat sich hier dadurch geholfen, daß man den unteren Rand des Isolators weit ab von dem Träger anordnet, so daß der auf dem Träger ruhende, vereiste Schnee wohl das StÜtzeisen des Isolators, aber nicht das Porzellan des Isolators umgibt. Diese Anordnung läßt sich aber, abgesehen von der dadurch bedingten größeren Bauhöhe, bei Trennschaltern hoher Spannung mit übermannshohen Isolatoren des großen Gewichts wegen nicht durchführen.
  • Nun ist es weiterhin bei Wasserkraftanlagen bekannt, die Feinrechen vor Vereisung dadurch zu schützen, daß man sie elektrisch beheizt.
  • Dieses Mittel wird erfindungsgemäß auf Freiluft-Trennschalter angewandt, indem die Heizwiderstände über Abzweige der Hochspannungsleitung gespeist werden. Hierbei wird der Vorteil erzielt, daß lange Zuführungleitungen und besondere Heiztransformatoren vermieden werden, indem ein Teil des am Trennschalter vorhandenen Kraftstromes zur Speisung der Heizwiderstände benutzt wird. Die Heizwiderstände kann man nunmehr nicht nur an den Trennschaltstücken anbringen, sondern auch an dem Fuß eines auf seinem Träger beweglichen Isolators.
  • Da für Hochspannungsschaltanlagen immer mehr zum. Zwecke der Spannungs- oder Strommessung (oder Erdung) gestaffelte Induktionssysteme (oder Drosselspulen) verwendet werden, die die an der Leitung vorhandene Hochspannung auf Niederspannung heruntertransformieren, kann man den Heizwiderstand auch in den Stromkreis des der Hochspannung oder dem Erdpotential am nächsten liegenden Induktionssystems (Drosselspule) legen. Der Heizwiderstand liegt sodann auf dem gleichen Potential seiner Stromquelle und ist daher in beiden Fällen nur noch gegen eine geringe, seinem Spannungsabfall. entsprechende Spannung und nicht gegen Hochspannung wie im Falle einer Fremdspeisung zu isolieren.
  • Auch kann der bei einem Abzweig nach Erde hin in diesem Stromkreis liegende Heizwiderstand noch durch einen hochohmigen Widerstand überbrückt werden, um die Überspannungen der Hochspannungsleitung unmittelbar nach Erde hin abzuführen. Wird dieser Abzweig als gestaffelter Spannungsmeßwandler benutzt, so bewirkt die unmittelbare oder mittelbare (über eine Hilfswicklung) Einschaltung eines Heizwiderstandes für diesen Wandler eine Herabsetzung der Spannung, die bei abgeschaltetem Heizwiderstand, etwa im Sommer, durch verstellbare Ersatzwiderstände, Drosselspulen, Kapazitäten oder Zusammensetzungen dieser der Meßgenauigkeit wegen aufrechterhalten werden muß. Der Heizwiderstand kann auch von einer besonderen Wicklung aus gespeist werden, insbesondere dann, wenn der Abzweig ein gestaffeltes Stromwandlersystem bildet. Ob dabei diese gestaffelten Meßwandler bzw. Drosselspulen neben dem Trennschalter stehen oder, wie bereits vorgeschlagen, in die Isolatoren des Trennschalters selbst eingebaut sind, ist für-die Erfindung, abgesehen von den kurzen Verbindungsleitungen, im ersteren Falle unerheblich.
  • In den Abbildungen sind auf den letzten Fall zutreffende Ausführungsbeispiele dargestellt. Abb. i zeigt zwei auf einem Träger aus U-Eisen ii feststehende Isolatoren 12, 13 eines Drehtrennschalters. Der Isolator i2 trägt über einem Kugelgelenk 14 das Drehtrennmesser 15, in das der vorteilhaft als Stab ausgebildete und elektrisch isolierte Heizwiderstand 16 nach vorherigem Entfernen des Verschlusses 17 von vorn eingeschoben ist. Mit dem Trennmesser 15 ist der eine Anschluß unmittelbar am Verschlu ß 17 und mit Erde der andere Anschluß des Heizwiderstandes über einen Steckkontakt i8 und den Spannungsteiler ig im Isolator 12 mittelbar verbunden. Überbrückt wird der Heizwiderstand 16 durch einen hochohmigen Widerstand 2o. Das Ende des Trennmessers 15 kommt reit dem festen vom Isolator 13 getragenen Schaltstück 2i in Berührung.
  • Durch Wärmeleitung wird die Wärme des Heizwiderstandes 16 dem Kugelgelenk 14, dem Trennmesser 15 und bei geschlossenem Trennschalter auch dem festen Schaltstück 21 zugeführt, so daß an diesen Stellen keine Eisbildung auftreten kann. Auch wird stets das Trennmesser 15 von der etwa heraufgefallenen Schneelast befreit, so daß diese nicht dauernd auf dem Trennmesser liegt. Durch das Öffnen des vorderen Verschlusses 17 am Trennmesser 15 entfernt man im Sommer den Heizwiderstand 16.
  • Eine Beheizung der festen Schaltstücke 22, 23 eines aus drei Isolatoren 24, 25, 26 bestehenden Drehtrennschalters zeigt Abb. 2 zusammen mit der Beheizung der Lagerung 27 des mittleren drehbaren Isolators 25.
  • In dem Isolator 24 ist ein gestaffelter Spannungswandler 28, im Isolator 25 ein gestaffelter Stromwandler 29 und in dem Isolator 26 eine gestaffelte Erdungsdrosselspule 30 untergebracht.
  • Der das feste Schaltstück 22 beheizende, auswechselbare Widerstand 31 wird von einem Teil der angezapften Wicklung des obersten Induktionssystems des Spannungswandlers 28 gespeist. Als Ausgleich für die Abstimmung des an den Spannungswandler angeschlossenenVoltmetersV oder Relais dient bei herausgenommenem Heizwiderstand der einstellbare Widerstand 32, der bei eingeschaltetem Heizwiderstand 31 durch den Schalter 33 kurzgeschlossen wird. Ist eine Verstärkung der Heizwirkung erforderlich, so kann zeitweise, etwa durch einen Druckknopf, parallel zum Meßinstrument oder Relais ein im Verhältnis zum Meßinstrument einen niedrigen Ohmwert besitzender Widerstand hinzugeschaltet werden.
  • Für die Beheizung des drehbaren Fußes 34 des mittleren Isolators 25 ist ein Heizwiderstand 35 vorgesehen, der über eine besondere Heizwicklung 36 des dem Erdpotential am nächsten liegenden Induktionssystems des Stromwandlers 29 gespeist wird. Die Stromwandlersysteme bilden hierbei den Abzweig von der Hochspannungsleitung. Durch Öffnendes außenliegenden Heizschalters 37 kann die Wicklung 36 und der Heizwiderstand 35 abgeschaltet werden, wenn man es nicht wieder vorzieht, den Heizwiderstand 35 über Steckkontakte auswechselbar zu machen. Natürlich ist es auch möglich, den feststehenden Teil des Lagers mit dem Heizwiderstand auszurüsten, wobei dann der Heizwiderstand genau so wie das an den Stromwandler 29 angeschlossene Amperemeter A oder Relais über bewegliche Zuleitungen 38 oder Schleifverbindungen reit der Heizwicklung 36 zu verbinden ist.
  • Schließlich ist der das andere feste Schaltstück 23 beheizende Widerstand 39 in der gleichen Weise wie der in Abb. i beschriebene Heizwiderstand an das Ende der gestaffelten Erdungsdrosselspule 30 oder an eine Anzapfang dieser angeschlossen, wobei der angezapfte Teil der Spule als Heiztransformator ausgebildet sein kann. Der Überbrückungswiderstand ist hierbei in der Strahlungskappe 4o des Isolators 26 angeordnet.
  • Es ist auch ohne zeichnerische Darstellung ersichtlich, daß in dem doppelarmigen Trennmesser 41 ebenfalls Heizwiderstände untergebracht werden können, die ebenfalls über Hilfsheizwicklungen des der Hochspannungsleitung nächstliegenden Stromwandlersystems gespeist und genau so ausgebildet werden, wie dies an Hand von Abb. x für den Heizwiderstand 16 beschrieben ist. Ebenso ist es möglich, bei offenem Trennmesser 41 und damit vom Strom abgeschalteten Wandler 29 und Heizwiderstand 35 letzteren über eine Hilfswicklung oder Anzapfung des an Spannung liegenden anderen gestaffelten Systems 28 oder 3o wieder spannungsseitig zu beheizen.
  • Die Isolatoren bzw. Isoliergehäuse werden aber auch bei dieser Ausbildung des Trennschalters an sich schon durch die Apparate in ihrem Innern erwärmt, insbesondere dann, wenn sie mit Öl gefüllt sind. Auch hierdurch erfolgt eine Unterstützung der Heizwiderstände in thermischer Hinsicht.
  • Ein weiterer Vorteil gerade dieser Anordnung ist darin zu sehen, daß die Zuführungsleitungen im Innern der Isolatoren verlaufen, nach außen nicht in Erscheinung treten und deshalb auch nicht gegen elektrische Strahlung abgeschirmt zu werden brauchen.
  • Wie die Isolatoren bzw. die gestaffelten Systeme der in den Isolatoren untergebrachten Apparate ausgebildet bzw. -geschaltet sind, ist für die Erfindung unerheblich. Als Beispiele hierfür seien nur folgende Veröffentlichungen angegeben: Patentschriften 364 336, 430 175, 436 249 und Zeitschrift Elektrotechnik und Maschinenbau 1928 Heft 46, Seite 1074 ff.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Freiluft-Hochspannungs-Trennschalter, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Vermeidung von Eisbildung an seinen beweglichen oder festen Teilen bzw. Schaltstücken oder in diesen Heizwiderstände vorgesehen sind, die über Abzweige der Hochspannungsleitung gespeist werden.
  2. 2. Trennschalter nach Anspruch x, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem Abzweig nach Erde hin der Heizwiderstand durch einen hochohmigen Widerstand überbrückt ist.
  3. 3. Trennschalter nach Anspruch x und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Speisung des Heizwiderstandes Teile der Wicklungen eines gestaffelten Meßwandlersystems oder einer Erdungsdrosselspule dienen.
  4. 4. Trennschalter nach Anspruch x bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführungsleitungen für die Heizwiderstände durch Anordnen der gestaffelten Meßwandlersysteme bzw. Erdungsdrosselspule in den Isolatoren des Trennschalters im Innern der Isolatoren verlaufen.
  5. 5. Trennschalter nach Anspruch x bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Ausgleich für den ausgeschalteten Heizwiderstand einstellbare Widerstände, Drosselspulen, Kapazitäten oder Zusammensetzungen dieser vor das Meßinstrument bzw. Relais geschaltet sind.
  6. 6. Trennschalter nach Anspruch = bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Heizwiderstand als Stab ausgebildet und in den zu beheizenden Teil einschiebbar ist.
  7. 7. Trennschalter nach Anspruch x bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Heiz- und Ausgleichswiderstände abschaltbarbzw. überbrückbar sind.
DEK112343D 1928-11-29 1928-11-30 Freiluft-Hochspannungs-Trennschalter Expired DE484846C (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
DEK112343D DE484846C (de) 1928-11-29 1928-11-30 Freiluft-Hochspannungs-Trennschalter

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE343546X 1928-11-29
DEK112343D DE484846C (de) 1928-11-29 1928-11-30 Freiluft-Hochspannungs-Trennschalter

Publications (1)

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DE484846C true DE484846C (de) 1929-10-26

Family

ID=25825146

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEK112343D Expired DE484846C (de) 1928-11-29 1928-11-30 Freiluft-Hochspannungs-Trennschalter

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DE (1) DE484846C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1181296B (de) * 1957-05-29 1964-11-12 Siemens Ag Erdungsschalter fuer Schaltanlagen, insbesondere fuer Hochspannungsschaltanlagen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1181296B (de) * 1957-05-29 1964-11-12 Siemens Ag Erdungsschalter fuer Schaltanlagen, insbesondere fuer Hochspannungsschaltanlagen

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