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Kontroll- und Überwachungseinrichtung In Fabrikationsbetrieben ist
es sehr wichtig, daß man genau Kenntnis davon hat, wie lange die einzelnen Arbeitsvorgänge,
die zur Herstellung z. B. irgendeiner Maschine notwendig sind, dauern. Werden mehrere
gleiche Arbeitsvorgänge gleichzeitig ausgeführt, so ist es zweckmäßig, daß das Bedienungs-
und Überwachungspersonal davon Kenntnis hat, wieviel gleiche Arbeitsvorgänge zu
gleicher Zeit vor sich gehen. Zur Überwachung und Registrierung der Dauer dieser
Arbeitsvorgänge sind Anordnungen bekannt geworden, die sehr unübersichtlich und
schwer zu bedienen sind.
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Vorliegende Erfindung hat sich nun zur Aufgabe gestellt, eine einfache
und übersichtliche Vorrichtung zur Überwachung und Registrierung der einzelnen Arbeitsvorgänge,
die zur Herstellung irgendeines technischen Gegenstandes dienen, zu schaffen. Erfindungsgemäß
werden für die einzelnen Arbeitsvorgänge Überwachungseinrichtungen vorgesehen, welche
von einem Überwachungsplatze aus durch eine Schalteinrichtung, die zugleich zur
Ermittlung der Dauer der einzelnen Arbeitsvorgänge dient, betätigt werden.
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Beiliegende Abb. _, 2 und 3 zeigen ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgedankens.
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In der Abb. x ist die erfindungsgemäße Anordnung schematisch in ihrem
Aufbau dargestellt, während die Abb. 2 und 3 Einzelheiten der Anordnung zeigen.
Die Vorrichtung besteht in der Hauptsache aus einer Zeit- und Datumstempeluhr L
in Verbindung mit einer Überwachungseinrichtung. Die Überwachungseinrichtung ist
ein Zeigerinstrument ((H, G),
welches durch Drücken eines Hebels J eingestellt
wird. Das Zeigerinstrument kann entweder_in einem besonderen Raum oder in den Räumen
selbst, in welchen die einzelnen Vorgänge in Bearbeitung sind, an einer übersichtlichen
Stelle Aufstellung finden. Für jede Art der Arbeitsvorgänge ist eine derartige Überwachungseinrichtung
vorgesehen, außerdem ein besonderer Zähler Z, welcher die Summe der einzelnen gleichen
Arbeitsvorgänge aufzeichnet.
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Im Ausführungsbeispiel sei angenommen, daß fünf verschiedene Arbeitsvorgänge
zur Herstellung irgendeiner Maschine .notwendig sind. Infolgedessen sind fünf Überwachungseinrichtungen
H, G, welche anzeigen, wieviel Arbeitsvorgänge gleichzeitig vor sich gehen, angeordnet,
von denen nur eine gezeichnet ist. Die fünf Überwachungseinrichtungen werden von
einer einzigen Stelle aus durch die Betätigung eines Hebels J bedient. Gemeinsam
für die fünf Überwachungseinrichtungen isteineZeitstempeluhr L an. der Stelle angeordnet,
von welcher aus die einzelnen Überwachungseinrichtungen betätigt werden. Zur Aufzeichnung
der Dauer der einzelnen Arbeitsvorgänge ist eine Kontrollkarte erforderlich. Eine
derartige Kontrollkarte ist in der Abb. 2 dargestellt. Gemäß
den
fünf Arbeitsvorgängen nach vorliegendem Ausführungsbeispiel besitzt diese Kontrollkarte
fünf Felder Z, 2, 3, q. und 5, von welchen je ein Feld einen bestimmten Arbeitsvorgang
kennzeichnet. Zur besseren Unterscheidung der einzelnen Felder können diese verschiedenfarbig
sein. So kann angenommen das Feld 3 den Arbeitsvorgang der Bearbeitung einer bestimmten
Stahlsorte bedeuten, während das Feld 5 das Abdrehen dieser bestimmten Stahlsorte
kennzeichnen soll. Die Kontrollkarte ist in zwei Teile unterteilt, von welchen auf
der einen Seite (Eingangsseite) der Anfang des zu registrierenden Arbeitsvorganges
und auf der anderen Seite (Ausgangsseite) das Ende dieses Arbeitsvorganges aufgezeichnet
werden soll. Entsprechend dieser Unterteilung der Kontrollkarte enthält jede Seite
die oben erwähnten fünf Felder. -Sowohl auf der Eingangsals auch auf der Ausgangsseite
dieser Kontrollkarte wird die Zeit und das Datum aufgezeichnet. Für alle fünf Arbeitsvorgänge
kann dieselbe Kontrollkarte benutzt werden.
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An der Stelle, von welcher aus die einzelnen Überwachungseinrichtungen
betätigt werden, sind gemäß vorliegendem Ausführungsbeispiel zweimal fünf Kontaktfedern
vorgesehen. Entsprechend der Ausführung der Kontrollkarte und den zweimal fünf Kontaktfedern
besitzt der Hebel J zweimal fünf Kontaktnocken. Die Stellung dieser Kontaktnocken
ist in der Abb. 3 dargestellt, und zwar sind, wie daraus ersichtlich ist, entsprechend
der Einteilung der Kontrollkarte in zweimal fünf Felder die Kontaktnocken ebenfalls
in zwei Reihen von je 5 Kontaktnocken unterteilt. Die eine Reihe ist mit P, die
andere Reihe mit S bezeichnet. Zu je zwei Kontaktnocken gehören zwei Kontaktfedern.
So sei angenommen, daß zu den Kontaktnocken i und ja die Kontaktfedern
U und Q
gehören, welche in der Abb. i dargestellt sind. In der Abb.
i ist die Anordnung der Kontaktnocken P und S nur schematisch dargestellt. Die Kontaktnocken
i bis 5 der Reihe P können nur mit den Kontakten U, diejenigen der Reihe S mit den
Kontakten Q zusammentreffen.
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Die Wirkungsweise der Überwachungs- und Kontrolleinrichtung wird nun
an Hand der Abb. i näher beschrieben Wird ein bestimmter Arbeitsvorgang in Angriff
genommen, so wird z. B. das Feld 3 einer Kontrollkarte, welches dembetreffendenArbeitsvorgang
entspricht, mit Hilfe einer gewöhnlichen Lochzange durch den Überwachungsbeamten
gelocht. In Abb. i ist eine derartige Kontrollkarte M gezeigt. Durch Drücken des
Hebels J wird an der Eingangsseite der Kontrollkarte M durch die Zeit- und Datumstempeluhr
L der Tag und die Zeit auf der Kontrollkarte vermerkt. Um jedesmal beim Abstempeln
die Kontrollkarte an einer bestimmten Stelle zu halten, ist für diesen Zweck ein
Anschlag auf der Zeit- und Datumstempeluhr L vorgesehen. Letzterer wird am zweckmäßigsten
so ausgeführt, daß man die Karte M auf einen Schlitz senkrecht nach unten in einen
Behälter fallen läßt. Hiernach wird der Hebel J nach vorn bzw. nach unten gezogen
und damit die Karte abgestempelt. Die besondere Anordnung des Anschlages auf der
Zeit- und Datumstempeluhr ist in der Abbildung nicht gezeigt, da dies für den Erfindungsgedanken
unwesentlich ist. Als Gegenpuffer bei der Abstempelung dient eine Scheibe aus Filz
oder Gummi K, welche an dem Stempelhebel J angebracht ist. Somit ist an der Eingangsseite
der Kontrollkarte M Zeit und Datum des Beginns des Arbeitsvorganges vermerkt.
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Zu gleicher Zeit wird auch beim Drücken des Hebels J durch das Feld
3, welches vorher gelocht worden ist, ein Kontakt mit der Kontaktfeder U und den
Kontaktnocken 3 der Reihe .P hergestellt, wodurch folgender Stromkreis entsteht:
Erde - Kontaktfeder U- Wicklung des ElektromagnetenB - Batterie - Erde. Der Elektromagnet
B zieht seinen Anker E an und schaltet somit den Zeiger G der Überwachungseinrichtung
an der Skala K um eine Ziffer weiter. Sind zu gleicher Zeit mehrere gleicheArbeitsvorgängeinBearbeitung,
sowerden entsprechend der Anzahl dieser Arbeitsvorgänge die Kontrollkarten abgestempelt,
und der Zeiger G wird jeweils um eine Ziffer vorwärts gerückt. Sind angenommen sechs
gleicheArbeitsvorgänge in Bearbeitung, dann zeigt das Registrierinstrument 6 an,
und das Überwachungspersonal weiß dadurch sofort, daß sechs gleiche Arbeitsvorgänge
zur selben Zeit vor sich gehen.
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Die Weiterschaltung des Zeigers G erfolgt durch das Zahnrad T, während
die Zurückbewegung desselben über das -Zahnrad D ausgeführt wird. Die Fortschaltung
der beiden Zahnräder D und T erfolgt durch die beiden Magnete A und
B über die Klinken C bzw. E. Ist keiner der Magnete A und B angezogen;
so greift die Fortschalteldinke C nicht in das Zahnrad D ein, ebenso die Klinke
E nicht in das Zahnrad T. Die Klinke C wird, wenn der Magnet A keinen Strom erhält,.
durch eine Zugfeder Z1 in ihrer Ruhelage festgehalten, und die Fortschalteklinke
E wird durch die Zugfeder ZZ fest in ihrer Ruhestellung gehalten, solange der Magnet
B keinen Strom erhält. Wird der Magnet B erregt, so wird die Klinke E angezogen
und dabei die Kraft der Zugfeder ZZ überwunden, und die Klinke E kann in das Zahnrad
T eingreifen und schaltet dasselbe um einen Zahn weiter, wodurch der Zeiger G von
einer Ziffer auf die nächste weiterbewegt wird. Das Zahnrad T wird in der jeweiligen
Stellung durch eine Haltevorrichtung Y festgehalten, indem dieselbe in Einkerbungen
des Zahnrades T
eingreift. Bei der Fortschaltung des Zahnrades T
wird die Haltevorrichtung V in die nächste Einkerbung gebracht. Es kann also die
Zeigereinrichtung durch Erschütterungen nicht beeinflußt werden.
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Soll der Zeiger G in seine Ruhestellung zurückgebracht werden, so
erhält der Magnet A Strom, und durch das Anziehen der Klinke C greift dieselbe in
das Zahnrad D ein, wodurch das Zahnrad D um einen Zahn weiter geschaltet und der
Zeiger G rückwärts bewegt wird. Dabei wird die Haltevorrichtung V von der einen
Einkerbung in die nächste gebracht. Diese Vorgänge wiederholen sich so lange, bis
der Zeiger G sich wiederum in der Ruhestellung befindet.
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Ist der eine Arbeitsvorgang beendet, dann wird die Kontrollkarte M
an ihrer Ausgangsseite gelocht und gestempelt, und zwar auf dieselbe Weise, wie
oben für die Eingangsseite beschrieben worden ist. An der Ausgangsseite wird die
Zeit und das Datum der Beendigung des Arbeitsvorganges vermerkt. Durch das Drücken
des Hebels J wird dann zu gleicher Zeit die Kontaktfeder Q mit den Kontaktnocken
3° in Berührung gebracht, wodurch folgender Stromkreis entsteht: Erde - Kontaktfeder
Q - Wicklung des Elektromagneten A =- Batterie - Erde. Außerdem wurde noch ein weiterer
Stromkreis geschlossen, der wie folgt verläuft: Erde - Wicklung des Zählermagneten
-R - Kontaktfeder Q - Erde. Der Elektromagnet A zieht seinen Anker C an, wodurch
der Zeiger G um eine Ziffer rückwärts gestellt wird. Außerdem wird der Zähler Z
betätigt.
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An Hand der Kontrollkarte ist es nun möglich, festzustellen, welche
Zeit der betreffende Arbeitsvorgang beansprucht hat, und an dem Ausschlag des Zeigerwerkes
erkennt man, wieviel gleiche Arbeitsstücke sich zur Zeit in der Bearbeitung befinden.
Beim Niederdrücken des Hebels J kann nur an derjenigen Stelle eine Kontaktschließung
erfolgen, an der die Kontrollkarte gelocht ist. An den übrigen Stellen sind die
Kontaktnocken von den Kontaktfedern durch die dazwischenliegende Kontrollkarte isoliert.