DE487869C - Vorrichtung zur Herstellung von Kalkstickstoff - Google Patents

Vorrichtung zur Herstellung von Kalkstickstoff

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C3/00Cyanogen; Compounds thereof
    • C01C3/002Synthesis of metal cyanides or metal cyanamides from elementary nitrogen and carbides

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Description

  • Vorrichtung zur Herstellung von Kalkstickstoff Im Patent 482 917 ist eine Vorrichtung iur Herstellung von Kalkstickstoff beschrieben, bei welcher das in glühendem Zustande aus dem Karbidofen austretende Karbid in eine Pfanne gebracht wird, welche sich in einem geschlossenen, an die Stickstoffleitung angeschlossenen Ofen befindet. Boden und Seitenwandungen der Azotierpfanne sind mit kanalartig ausgebildeten Öffnungen versehen, welche mit porösem Material, beispielsweise Koks, angefüllt sind, um den Stickstoff sowohl von der Oberfläche der Azotiermasse her, als auch durch die durchbrochenen Pfannenwandungen in dieselbe einführen zu können. Das ,poröse Füllmaterial der Öffnungen in den Pfannenwandungen liegt hierbei' im Stickstoffstrom, so daß es gegen Verbrennung geschützt ist, und gestattet einerseits den ungehinderten Zutritt des Stickstoffs zur Azotiermasse, verhindert aber andererseits den Austritt der letzteren, sobald der Wellpappebelag verbrannt ist und die Azotiermasse erweicht und ins Sintern kommt. Der als Füllmaterial hauptsächlich geeignete Koks wird in die konisch verengten Wandkanäle so eingelegt, daß er nicht herausfallen kann. Man benutzt hierfür Koksstücke geeigneter Größe, oder man bildet Koksstöpsel, welche den angegebenen Zweck erfüllen.
  • Gegenstand der Erfindung ist eine Verbesserung dieser Einrichtung, welche darin besteht, die Kokskanäle innerhalb der Pfannenwandungen an einem oder an beiden Enden durch Siebe zu verschließen, so daß die Koksfüllung derselben auch aus kleinstückigem Material bestehen kann, ohne daß dieselbe herausfällt. Auch ist es auf diese Weise möglich, beim Entleeren der Pfanne die Koksfüllung innerhalb der Wandungskanäle am Herausfallen zu hindern, so daß dieselbe nicht mehr bei jedem Besatz erneuert werden muß. Sind die Wandkanäle an beiden Seiten durch Siebe verschlossen, dann brauchen sie auch nicht mehr konisch ausgeführt zu werden, sondern sie können auch zylindrisch oder sonstwie ausgebildet sein. Auch kann nunmehr die Größe der Kanalöffnungen dem Zweck entsprechend beliebig vergrößert werden, so daß für einen allseitig guten Stickstoffzutritt zur Azotiermasse gesorgt ist, ohne daß die Möglichkeit der Verstopfung besteht, da Koks als schlechter Wärmeleiter eine Verkrustung der Azati(etr, masse an den Eintrittsöffnungen des Stickstoffs verhindert.
  • Der Gegenstand der Erfindung ist auf beiliegender Zeichnung in einigen Ausführungsbeispielen veranschaulicht, und zwar zeigt Abb. t einen Vertikalquerschnitt durch eine mit Wandkanälen versehene Azotierpfanne nach dem Hauptpatent, Abb.2 bis 5 Ausführungsbeispiele der Wandkanäle in vergrößertem Maßstabe, und zwar Abb. 2 die bisherige Ausführungsform nach denn Hauptpatent, Abb. 3 ein Ausführungsbeispiel mit einseitig angeordneten Sieben, Abb. 4 ein Ausführungsbeispiel mit beiderseitig angeordneten Sieben, Abb. 5 eine ähnliche Darstellung. wie Abb. 4, mit von außen an die Pfannenwandung angesetzten zylindrischen oder konischen. Rohrstutzen.
  • Wie aus Abb. i und 2 ersichtlich, äst die Wandung der Pfanne 5 seitlich und am Boden mit Kanälen 6 versehen, welche mit Koksstücken angefüllt sind. 26 ist der übliche Wellpappebelag. Die Wandkanäle 6 können gemäß Abb. 3 und 4 an einer oder an beiden Seiten mit Sieben 27 verschlossen werden. Gemäß Abb. 5 rönnen in diesen Fällen die Wandkanäle auch zylindrisch ausgeführt sein und aus kurzen Rohrstutzen bestehen, welche von außen an die Wandung der Pfanne anbesetzt sind.
  • Der Gegenstand der Erfindung ist nicht auf die in der vorstehenden Beschreibung erläuterten und der beigefügten Zeichnung veranschaulichten Ausführungsbeispiele beschrä.nkt, sondern umfaßt auch alle übrigen Ausführungsformen, welche auf dem gleichen Grundgedanken der Erfindung beruhen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zur Herstellung von Kalkstickstoff nach Patent 48:2917, dadurch gekennzeichnet, daß die in den Wandungen (5) der Azotierpfanne angebrachten und mit einem Füllmaterial, wie Koks o. dgl., angefüllten konischen Wandkanäle (6) einseitig oder beiderseitig mit Sieben (27) verschlossen sind.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß statt der konischen auch zylindrische Wandkanäle Verwendung finden können.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandkanäle (6) aus kurzen, zylindrischen oder konischen Rohrstutzen bestehen, welche von außen an die Wandung der Pfanne (5) angesetzt sind.
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