DE488061C - Biegsames Kabel - Google Patents

Biegsames Kabel

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DE488061C
DE488061C DEA57437D DEA0057437D DE488061C DE 488061 C DE488061 C DE 488061C DE A57437 D DEA57437 D DE A57437D DE A0057437 D DEA0057437 D DE A0057437D DE 488061 C DE488061 C DE 488061C
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    • F16C2204/10Alloys based on copper
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  • Mechanical Engineering (AREA)
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Description

  • Biegsames Kabel Die Erfindung bezieht sich auf Verbesserungen von-biegsamen Wellen oder biegsamen Kabeln und ist vorzugsweise für den Gebrauch zum Antrieb von Geschwindigkeitsmessern, Zahnbohrwerken und ähnlichem verwendbar. Die Verbesserungen richten sich auf solche biegsamen Kabel, welche einen Kerndraht und eine Mehrheit von aufeinanderfolgenden Lagen von Draht, die an den Kerndraht herumgewunden sind, besitzen. Im vorliegenden Beispiel sind vier aufeinanderfolgende Lagen um den Kerndraht gewunden.
  • Die jetzt in Gebrauch befindlichen biegsamen Wellen besitzen entweder gar keinen Kerndraht oder einen solchen aus Stahl. Es ist durch Versuche erwiesen, daß biegsame Wellen, die einen Kerndraht aus Stahl verwenden, aus dem Grunde nicht einwandfrei sind, weil der stählerne Kerndraht zuerst zerbricht, hauptsächlich infolge von Ermüdung im Metall. Der Kerndraht einer biegsamen Welle ist im Verlauf seiner Benutzung einer großen Zahl von Biegungen unterworfen, und es ist aus diesem Grunde in hohem Maße erforderlich, daß -der Kerndraht allen Graden der Beanspruchung und allen Anforderungen des Handels genügt. Stahl ist für biegsame Wellen auch aus dem Grunde nicht einwandfrei, weil er sich nicht leicht einer gleichmäßigen Ausdehnung unterwirft; eine solche gleichmäßige Ausdehnung ist jedoch ein erwünschtes Merkmal in der Technik der Herstellung biegsamer Wellen. Man hat auch verzinnten Stahldraht als Kerndraht verwandt, aber Proben zeigten, daß der verzinnte Kerndraht zuerst brach. Diese Versuche führten zur Verwendung eines Kerns aus Phosphorbronze, welcher im Verhältnis viel weicher als Stahl ist und eine viel größere Dehnbarkeit als Stahldraht besitzt, gleichzeitig eine hohe Zugfestigkeit. Ferner ist Phosphorbronze gleichförmiger Dehnung fähig, während die Ausdehnung von Stahl zu Unregelmäßigkeiten neigt. Ein weicher Bronzedraht ist auch sehr widerstandsfähig gegen Ermüdung und allen Beanspruchungen des tatsächlichen Gebrauchs gewachsen.
  • Ein Chrom-Vanadin-Draht mag ebensogut wie Phosphorbronze als Kerndraht benutzt werden. Aber der Nachteil von Chrom-Vanadin-Draht ist, daß er teuer ist und daß es ferner schwierig ist, einen Draht aus Chrom-Vanadin-Stahl fein genug für den Gebrauch als biegsames Kabel zu ziehen. Chrom-Vanadin-Stahl besitzt die erwünschte Eigenschaft, nicht zu ermüden, nicht aber die, die Reibung herabzuziehen.
  • Ein anderer Grund für die Verwendung eines Phosphorbronzekerns sowie -einer ersten Lage von Phosphorbronze ist der, zu verursachen, daß zwischen der ersten und zweiten Lage ein reibungsfreies Haften stattfindet. Zwischen dem Phosphorbronzekern und der zweiten Lage wird der Hauptteil der inneren Erhitzung in der Welle erzeugt und die stärkere Reibung entwickelt. Am Mittelpunkt des Radius eines Querschnitts des Kabels finden die abwechselnden Zug- und Druckspannungen keine Entlastung durch entsprechendes Hinüberwechseln von den runden zu den abgeplatteten Teilen der einzelnen Lagen, wie dies bei den äußeren Lagen der Fall ist, und daher muß an dieser Stelle die Reibung von Metall an Metall möglichst klein sein.
  • Der Kerndraht aus Phosphorbronze weist vorzugsweise einen größeren Durchmesser als der um den Kerndraht herumgewickelte Draht aus Phosphorbronze auf. Der Kerndraht und die Lage aus Phosphorbronze bilden einen Kern und über diesen aus Phosphorbronze bestehenden Kern sind zwei aufeinanderfolgende Lagen von verhältnismäßig hartem Draht, nämlich von Draht mit etwa o,43 0/o Kohlenstoffgehalt gewunden. Über die äußere Lage ist eine einzige Lage von verhältnismäßig weichem Draht gewickelt, nämlich von Draht mit etwa o,io °/o Kohlenstoffgehalt.
  • Die Verwendung von weichem Draht für die äußerste Schicht hat den Zweck, das Zusammenhalten der Enden des Kabels nach deren Abtrennen zu erleichtern. Wird ein harter Draht für die äußere Schicht benutzt und dann das Kabel unterteilt, so besteht eine starke Neigung dazu, daß sich die Enden bördelförmig aufrollen.
  • Wenn die äußere Weichdrahtlage um die äußerste Hartdrahtlage herumgelegt wird, so besteht die Neigung, daß sich der härtere Draht in den weicheren einbettet. Diese Einbettung wird verstärkt, wenn der Draht die Ziehwalzen, die das Gut von der Kabelwickehnaschine herziehen, durchläuft; eine weitere Verstärkung der Einbettung findet auf dem Drahtstrecker statt. Wird ein Kabel, das eine äußere Schicht von weichem Draht besitzt, zerteilt, so besteht die Neigung, daß sich die innere Hartdrahtlage gegen die äußere Weichdrahtlage aufwickelt, was das Ineinanderdringen der beiden Lagen verstärkt, so daß dem Aufrollen entgegengewirkt wird, indem zwar die innere Lage bestrebt ist, sich aufzurollen, die äußere aber nicht.
  • Die frühere Art und Weise der Kabelherstellung wird in den amerikanischen Patenten von Webb 887 159 und 887 16o vom 12. Mai igo8 dargestellt und beschrieben. Diese Patente zeigen eine kernlose biegsame Welle, bei der die Welle als Ganzes nach ihrer Fertigstellung gestreckt wird. Bei dieser Streckung werden die inneren oder einen kleineren Durchmesser besitzenden Lagen um einen größeren Betrag zu ihrem Durchmesser vermindert als die äußeren Lagen, was einen verhältnismäßig kleinen Zwischenraum zwischen aufeinanderfolgenden Schichten freiläßt und demzufolge die Reibung vergrößert. Dieses schrittweise von den äußeren zu den inneren Lagen zunehmende Maß der Durchmesserabnahme ist nur dann günstig, wenn die Drähte ungefähr dieselbe Drahtstärke besitzen. Aus Sparsamkeitsgründen und um einen gleichen Kreuzungswinkel bei aufeinanderfolgenden Lagen zu erreichen, ist es erstrebenswert, daß stufenweise mit den nach außen fortschreitenden Lagen die Drahtstärke zunimmt; damit wird die Formel, durch die -der Abstand zwischen zwei aufeinanderfolgenden Schichten bestimmt wird, ungültig. Demzufolge werden gemäß der Erfindung Drähte von verschiedenem Durchmesser gebraucht.
  • Daher ist es ratsam, jede weitere Lage, nachdem sie aufgelegt ist, auf die Oberfläche der vorhergehenden Lage aufzupressen. Das bewirkt ein Strecken der Lage, plattet den Drahtquerschnitt ab und ergibt die lange Durchmesserachse längs des Kabels, und da die Reibstellen, deren Schmierung erforderlich ist, zwischen den einzelnen Drähten selbst und zwischen den Lagen vorhanden sind, so schafft das Abplatten des Drahtquerschnitts Raum zwischen den Drähten und den Lagen. Das Strecken und Aufdrücken wird durch das Drahtspannen bewirkt, das bei Kabelwinden üblich ist.
  • Indem die aufeinanderfolgenden Drahtlagen durch ein Paar von Ziehwalzen und durch den Drahtstrecker laufen, werden die weicheren Drähte entweder veranlaßt ineinander einzudringen, oder sie werden an ihren Berührungsstellen etwas abgeflacht oder der härtere Draht bettet sich ein. Dies ist der Fall hinsichtlich des Phosphorbronzekerns und der ersten Lage aus Phosphorbronze, zwischen der Phosphorbronzelage und d_r Hartdrahtlage sowie zwischen der äußeren Hartdrahtlage und der letzten Weichdrahtlage.
  • Auf der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise veranschaulicht.
  • Abb. i zeigt das biegsame Kabel mit den einzelnen Strängen getrennt, so daß die Zusammensetzung der Welle erkennbar ist; Abb. 2 ist ein vergrößerter Schnitt für den Kerndraht und die erste Lage von Phosphorbronzedraht; Abb. 3 ist ein Querschnitt durch den Phosphorbronzekern und die Phosphorbronzelage; Abb. 4. ist ein Schnitt durch die fertige Welle. Das Bezugszeid_ien 2 gilt für die biegsame Welle als Ganzes. Die biegsame Welle enthält den Kerndraht 4 aus Phosphorbronze, die Lage 6 aus Phosphorbronzedraht, um den Kern gewickelt, die folgenden Lagen 8 und =o aus hartem Draht und die Außenlage 12 aus weichem Draht.
  • Der Kern 4 des Phosphorbronzedrahts besitzt vorzugsweise einen Durchmesser von etwa o,43 mm, während die Phosphorbronzelage 6 vorzugsweise aus Drähten besteht, die einen Durchmesser von o,32 mm besitzen. Der Kerndraht und die Phosphorbronzelage sind in den Abb. 2 und 3 gezeigt, jedoch zum Zweck der Deutlichkeit in starker Vergrößerung.
  • Beim Wickeln der Lage 6 um den Kerndraht 4 zieht die Kabelwickelmaschine den Draht 6 fest um den Kerndraht und verursacht eine leichte Formänderung an den Berührungsflächen. Diese Formänderung mag als Einbettung des einen Drahts in den anderen bezeichnet werden oder als ein Abflachen der Drähte an ihren Berührungsflächen. Wenn der Draht den Wickelkopf verläßt, tritt er durch ein Paar von Ziehwalzen, welche den Draht fest zwischen sich pressen und eine weitere Formänderung hervorbringen, die bei 14 in den Abb. 2, 3 und 4 dargestellt ist: l Wenn der Draht die Ziehwalzen verläßt, tritt er durch einen umlaufenden Strecker, der das Erzeugnis weiter abplattet und verlängert oder streckt und Raum für Schmierung schafft, wie dies aus den amerikanischen Patenten 359 410 und 488 277 ersichtlich ist.
  • Nach Verlassen der Ziehwalzen und des Drahtspanners sind der Kerndraht 4 und die Lage 6 des Phosphorbronzedrahts innig miteinander vereinigt und unverschiebbar gegeneinander und bilden gemeinsam einen Phosphorbronzekern, der aus dem Kerndraht und der Phosphorbronzelage besteht. Dann läuft der als Ganzes mit 16 bezeichnete Kern durch eine Maschine, und die Lage 8 von Hartdraht, zweckmäßig mit einem Durchmesser von 0,32 mm, wird herumgewickelt. Das Umwickeln findet dicht statt, und vermöge des Unterschieds an Härte zwischen der Hartdrahtlage 8 und dem Phosphorbronzekern 16 bettet sich der harte Draht in die Phosphorbronze ein. Diese Einbettung wird weiter verstärkt, während das Erzeugnis durch die Ziehwalze und den Drahtstrecker läuft.
  • Eine zweite Lage io von Hartdraht mit einem Durchmesser von zweckmäßig 0,38 mm wird dann um die Lage 8 gewickelt und darauf folgt die Lage 12 von verhältnismäßig weichem Draht mit einem Durchmesser von zweckmäßig o,43 mm. Vermöge des Unterschiedes an Härte zwischen der Hartdrahtlage io und der Weichdrahtlage i2 bettet sich der harte Draht ein und formt den weicheren Draht etwas um, so daß eine innigere Verbindung zwischen den beiden zustande kommt. Dies ist von Vorteil, indem es das Aufwickeln verhütet, wenn man das Kabel der Länge nach teilt. Ein leichtes Aufwickeln findet vermöge der Außenpressung der Hartdrahtlage statt, aber die innige Verbindung zwischen den beiden Außenlagen und der Umstand, daß die Lagen in entgegengesetzten Richtungen gewickelt sind, wirkt einem zu starken Aufwickeln entgegen.
  • Abb. i läßt erkennen, daß die aufeinanderfolgenden Lagen auf bekannte Art in entgegengesetzten Richtungen gewickelt sind.
  • Dadurch, daß jede aufeinanderfolgende Lage, nachdem sie auf ihre Unterschicht gewickelt ist, durch ein Paar von Ziehwalzen und einen Drahtstrecker läuft, wird das Kabel gestreckt oder in dem gewünschten Grade verlängert, und wenn die letzte Lage 12 aus weichem Draht hinzukommt, ist das Kabel fertig und zum Gebrauch reif, wenn es die Maschine verläßt. Es ist kein Strecken erforderlich, wie bei den amerikanischen Patenten 887 159 und 887 16o, die erwähnt wurden.
  • Genau dasselbe Ergebnis hinsichtlich der Trennung benachbarter Windungen ist durch Strecken des Kabels nach seiner Vollendung etwa auf das i1/2fache seines eigenen Durchmessers in einer Richtung erreicht, indem es durch zwei Walzenpaare läuft, von denen das zweite Paar mit größerer Geschwindigkeit als das erste gedreht wird. Das Ergebnis war befriedigend, bedurfte aber eines besonderen Arbeitsganges und flachte den Draht nicht genügend ab, so daß harte Stellen in dem Kabel blieben. Man hat das fertige Kabel auch in einem sich drehenden Gesenk behandelt. Dies führte zu einer genügenden Abflachung des Drahts und zur Schaffung von Raum zwischen den oberen und den darunter befindlichen La= gen; aber es führte dazu, daß die Drähte einer Lage zu eng aneinander traten, und dies beeinträchtigte die Haltbarkeit des Kabels im belasteten Zustande. Dagegen bringt das Reiben oder Kneten jeder Lage unter, Drehung bei der Herstellung des Kabels gegen die folgende Lage befriedigend die . beiden Wirkungen des Streckens und des Abflachens hervor, und da die Phosphorbronze einer außerordentlich hohen und gleichmäßigen Dehnung im Verein mit großer Zugfestigkeit fähig ist, so wurde diese Bronze für den Kerndraht und für die erste Lage wegen ihrer reibungsmindernden Eigenschaften gegenüber hartem Stahl benutzt.
  • Nachdem das fertige Erzeugnis die Kabelwickelmaschine verlassen hat, wird es auf Länge geschnitten.
  • Das dargestellte Ausführungsbeispiel weist vier Drahtlagen auf; es versteht sich, daß im Rahmen der Erfindung auch mehr oder weniger Lagen genommen werden können. Ebenso kann die Herstellung des Kabels mit der Wicklung der Hartdrahtlagen aufhören, oder es lassen sich zwei Außenlagen von weichem Draht benutzen oder eine von hartem und eine solche von weichem Draht.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Biegsames Kabel, bestehend aus einem Kern von Phosphorbronze und einer oder. mehreren Lagen von Draht, die um den Kern gewunden sind.
  2. 2. Kabel nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Kern von Phosphorbronze-aus einem Kern und einer oder mehreren daran gewundenen Lagen besteht.
  3. 3. Kabel nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Draht,- der um den Kern herumgewunden ist, Hartdraht ist. q:.
  4. Kabel nach Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kerndraht von Phosphorbronze einen größeren Durchmesser besitzt als der Draht von Phosphorbronze, der um den Kern gewickelt ist.
  5. 5. Kabel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine äußere Lage von Weichdraht.
  6. 6. Kabel nach Anspruch =, gekennzeichnet durch einen- Kern von Phosphorbronze, der von einer Mehrzahl Drähten gebildet wird, ferner durch eine oder mehrere Lagen von Hartdraht über dem Kern. und durch eine Lage von Weichdraht über den Lagen von Hartdraht.
  7. 7. Verfahren zur Herstellung von biegsamen Kabeln nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daB man das Kabel einer Beanspruchung unterwirft, die bewirkt, daß sich die Drähte einiger Lagen in die Drähte benachbarter Lagen einbetten. RERT.iN. GEDRUCKT IN DER REIf:HEDRUCKERRT
DEA57437D 1929-02-06 1929-04-11 Biegsames Kabel Expired DE488061C (de)

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DE (1) DE488061C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1111464B (de) * 1953-01-24 1961-07-20 Willy Suhner Biegsame Welle mit Zentralkoerper
DE19912512B4 (de) * 1998-03-20 2008-01-03 Chuo Hatsujo K.K., Nagoya Druck-Zug-Steuerkabel

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1111464B (de) * 1953-01-24 1961-07-20 Willy Suhner Biegsame Welle mit Zentralkoerper
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