DE498113C - Durch Temperaturaenderungen der Luft bewirkte selbsttaetige Aufziehvorrichtung fuer Uhren - Google Patents

Durch Temperaturaenderungen der Luft bewirkte selbsttaetige Aufziehvorrichtung fuer Uhren

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DE498113C
DE498113C DER78256D DER0078256D DE498113C DE 498113 C DE498113 C DE 498113C DE R78256 D DER78256 D DE R78256D DE R0078256 D DER0078256 D DE R0078256D DE 498113 C DE498113 C DE 498113C
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    • G04B5/22Automatic winding up by thermometric, barometric or like effects or alterations
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Description

  • Durch Temperaturänderungen der Luft bewirkte selbsttätige Aufziehvorrichtung für Uhren Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung, die infolge der Lufttemperaturänderungen eine gewisse Arbeit leisten kann, welche zum Aufziehen einer Uhr oder ähnlicher Vorrichtungen dienen kann.
  • Der Grundgedanke der Erfindung besteht darin, daß die Druckunterschiede des gesättigten Dampfes einer Flüssigkeit (oder eines verflüssigten Gases) zwischen einem Behälter, dessen Temperatur den Temperaturschwankungen der Luft sofort folgt, und; einem Behälter, dessen Temperatur nahezu konstant bleibt oder nur sehr langsam veränderlich ist, verwendet werden, um eine gewisse Energie zu leisten.
  • Dieser Druckunterschied kann verwendet werden, entweder um die Formänderung eines Blasebalges, welcher eine Hebelanordnung treibt, zu erzeugen oder um eine gewissei Masse Quecksilber in einem Rohr zu verschieben, was :eine Schaukelbewegung und eine gewisse Energieleistung zur Folge hat.
  • Der Unterschied der Vorrichtung nach der vorliegenden Erfindung und den schon bekannten Einrichtungen, bei welchen nur ein Ausdehnungsgefäß benutzt wird, ist folgender: Wenn nur ein Ausdehnungsgefäß vorhanden ist, so hat der Blasebalg im Ruhezustand, also bevor eine Temperaturveränderung eingetreten ist, den Druckunterschied zwischen der atmosphärischen Luft und dem Drucke des Gases innerhalb des Gefäßes auszuhalten. Da innerhalb des Gefäßes ein hoher Druck, beispielsweise bei Benutzung von Ammoniak von t o Atmosphären, herrscht, so ist der von der Wand des Blasebalges zu tragende Druck 9 Atmosphären. Bei dem Gegenstand der Erfindung ist im. Gleichgewichtszustand kein Druck auf der Wandung des Blasebalges vorhanden, da auf beiden Seiten derselbe Druck der Gase einwirkt. Nur bei eintretender Temperaturveränderung verändert sich der Druck in dem nicht isolierten Behälter. Die Temperatur in dem wärmeisolierten Behälter wird sich nach einiger Zeit auf dieselbe Temperatur ausgleichen, und @es ist dann wieder Gleichgewicht auf 'beiden Seiten des Blasebalges vorhanden. Wenn man nur ein Ausdehnungsgefäß hat, so wird bei steigender Te@mperatur der Blasebalg dauernd in derselben Richtung ausgedehnt werden. Bei der Vorrichtung nach der Erfindung dagegen wird die Ausdehnung des wärmeisolierten Behälters stets nach einiger Zeit nachfolgen und das Gleichgewicht wiederhergestellt werden, d. h. der Druck außerhalb und innerhalb des Blasebalges derselbe sein, sobald die Temperatur in dem isolierten Behälter sich der Außentemperatur angeglichen hat. Hierdurch wird z. B. bei Verwendung einer Quecksilbersäule diese bei der Vorrichtung der Abb.2 nicht so Boch steigen, vielmehr immer wieder in ihre Gleichgewichtslage zurückkehren. Der Apparat wird daher bei hoher und niederer Temperatur stets im Gleichgewicht sein und nur bei Temperaturänderungen so lange aus dem Gleichgewicht kommen, bis die Wärme durch die Isolierschicht durchgedrungen ist.
  • Der Dampfbehälter, dessen Temperatur konstant bleiben muß oder nur sehr langsam veränderlich sein soll, ist vorzüglich in thermischem Kontakt mit einem Körper von hoher spezifischer Wärme, welcher in einem wärmedichten Behälter (z. B. einer Dewarflasche) enthalten ist. Der Körper mithoher spezifischer Wärme kann durch einen Körper ersetzt werden, welcher infolge gewisser physikalischer oder chemischer Eigenschaften imstande ist, eine große Wärmemenge abzugeben oder zu .absorbieren, ohne eine merkbare Temperaturänderung anzunehmen.
  • Der andere Dampfbehälter wird derart eingerichtet, daß er den Temperaturschwankungen der Luft sofort folgen kann.
  • Auf den Zeichnungen sind einige Ausführungsbeispiele des Erfindungsgedankens dargestellt.
  • Es zeigt: Abb. i eine Ausführu bg-sform, bei welcher der Druckunterschied die Formänderung eines Blasebalges erzeugt, Abb.2 eine Ausführungsform, bei welcher eine gewisse Quecksilbermasse in einem Rohr verschoben wird, Abb.3 eine andere Ausführungsform der Abb. 2, Abb. ¢ einen Querschnitt zu Abb. 3.
  • In Abb. i zeigt i eine Dewarflasche oder einen wärmedichten Behälter, ,welcher einen Körper mit hoher spezifischer Wärme 2 enthält (Wasser z. B.). 3 ist ein Behälter in thermischem Kontakt mit dem Körper 2 und enthält eine gewisse Menge Flüssigkeit 5 (oder verflüssigtes Gas) und seinen gesättigten Dampf 5' (z. B. NH3, C02, S02). Ein Rohr' 6 verbindet den Behälter 3 mit einem formveränderlichen und dichten Blasebalg 7, welcher selbst m einer starren Kammer 8 enthalten ist. Diese Kammer enthält ebenfalls eine gewisse Menge Flüssigkeit 9 (oder verflüssigtes Gas) und ihren gesättigten Dampf 9' Ferner trägt diese Kammer ein gekrümmtes Rohr io, welches an seinem äußeren Ende mit einem elastischen Fenster i i versehen ist. Durch dieses Fenster geht ein Hebel 12, der die Hinundherbewegung des Blasebalges 7 und des Hebels 12' ins Äußere führt.
  • Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Nehmen wir an, die Temperatur des Stoffes 2 und infolgedessen diejenige des Behälters 3 und des in ihm enthaltenen Dampfes 5' sei gleich der Temperatur der Kammer 8 und des in ihm enthaltenen Dampfes; der Druck innerhalb und :außerhalb des Blasebalges wird gleich groß sein, und das System ist im Gleichgewicht. Tritt jetzt eine Änderung der Lufttemperatur ein, so ändert sich sofort der: Druck in der Kammer 8, aber nicht im Behälter 3, da seine Temperatur infolge der Anwesenheit des wärmedichten. Behälters unverändert bleibt. Dieser Druckunterschied bewirkt eine Formänderung des Blasebalges, welcher die Hebel 12 Und 121 bewegt. Diese Bewegung, auf der Abbildung durch einen Pfeil f gekennzeichnet, kann irgendwie gebraucht werden, um eine Uhr oder ähnliche Vorrichtung zu betätigen.
  • Abb.2 zeigt eine Vorrichtung, in welcher die Verschiebung einer Quecksilbermasse in einem Rohr angewandt wird. 15 ist -ein U-förmiges Rohr, welches .eine gewisse Menge Quecksilber 16 und eine Flüssigkeit 17 (oder verflüssigtes Gas) mit ihrem. gesättigten Dampf i7' enthält (z. B. NH3, C02, S02' usw.). Die .eine Hälfte des Rohres 15b ist in der freien Luft, dagegen taucht die andere i 5a in einen wärmedichten Behälter i (z. B. eine D.ewax$asche), welche einen Körper 2 mit hoher spezifischer Wärme (z. B. Wasser) enthält.
  • Wie oben gesagt, treten bei Temperaturänderungen der äußeren Luft Druckunterschiede zwischen a und b ein.; die Quecksilbermasse wird verschoben, was zur Folge hat, daß das ganze System aus dem Gleichgewicht gebracht wird und eine gewisse Drehung um die Achse X (lotrecht auf der Figur) ausführt. Diese Drehung Und die dabei geleistete Arbeit kann zum Aufziehen einer Uhr oder ähnlichen Vorrichtung gebraucht werden. Wenn sich die Temperatur später im umgekehrten Sinne ändert, so kommt das ganze System in die Anfangslage zurück.
  • Abb.3 zeigt eine andere Ausführungsform der Abb. z. Der Behälter i9, welcher einen Stoff mit großer spezifischer Wärme 2 enthält, ist selbst in einem größeren Behälter 2o, aber mit ähnlicher Form enthalten. Zwischen i9 und 2o befindet sich ein thermischisolie= Tender Körper (gegebenenfalls Vakuum), und das U-förmige Rohr hat eine besondere Form, so daß die eine Hälfte i 5a mit dem inneren, i9, die andere, i5b, mit dem .äußeren Behälter 2o in thermischem Kontakt ist. Diese zwei Hälften sind durch ein Kapillarrohr in Verbindung. Die Wirkungsweise ist gleich der im Falle der Abb.2; die Drehung geschieht um die Achse X'. Abb. q. zeigt einen Querschnitt AB der Abb.3.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Durch Temperaturänderungen der Luft bewirkte selbsttätige Aufziehvorrichtung für Uhren oder ähnliche Vorrichtungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckunterschiede des gesättigten Dampfes einer Flüssigkeit (oder eines verflüssigten Gases) m einem Behälter mit konstanter oder nur langsam veränderlicher Temperatur und in einem Behälter, dessen Temperatur den Schwankungen der Lufttemperatur sofort folgt, zum Aufziehen gebraucht werden. z. Selbsttätige Aufziehvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen. beide Räume (17') eine Quecksilbersäule eingeschaltet ist, deren Verschiebung eine Schaukelbewegung der drehbar gelagerten Vorrichtung zur Folge hat.
DER78256D 1928-11-28 1929-05-31 Durch Temperaturaenderungen der Luft bewirkte selbsttaetige Aufziehvorrichtung fuer Uhren Expired DE498113C (de)

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FR498113X 1928-11-28
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US1885479A (en) 1932-11-01
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