DE500091C - Verfahren zur Abstimmung von Empfangseinrichtungen fuer drahtlose Telegraphie und Telephonie - Google Patents

Verfahren zur Abstimmung von Empfangseinrichtungen fuer drahtlose Telegraphie und Telephonie

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DE500091C
DE500091C DER66788D DER0066788D DE500091C DE 500091 C DE500091 C DE 500091C DE R66788 D DER66788 D DE R66788D DE R0066788 D DER0066788 D DE R0066788D DE 500091 C DE500091 C DE 500091C
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quartz
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telephony
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03JTUNING RESONANT CIRCUITS; SELECTING RESONANT CIRCUITS
    • H03J3/00Continuous tuning
    • H03J3/02Details
    • H03J3/12Electrically-operated arrangements for indicating correct tuning

Landscapes

  • Oscillators With Electromechanical Resonators (AREA)

Description

  • Verfahren zur Abstimmung von Empfangseinrichtungen für drahtlose Telegraphie und Telephonie In der drahtlosen Telegraphie und Telephonie stellt sich eine mit der Zahl der gleichzeitig in Betrieb befindlichen Sendestationen wachsende Schwierigkeit heraus. Die Sender liegen besonders bei kürzeren Wellen so dicht nebeneinander, daß es kaum möglich ist, einen bestimmten Sender, den man abhören will, herauszufinden. An sich sollte zwar auf Grund der Sendewellenlänge die Auffindung möglich sein. Bisher waren aber weder die Sender hinreichend genau auf eine bestimmte Welle einzustellen und auf derselben zu halten, noch besaß man auf der Empfangsstelle Wellenmesser von entsprechender Genauigkeit, um unter der großen Zahl der gleichzeitig sendenden Stationen eine bestimmte herauszufinden.
  • Es gelingt nun, unter Verwendung von Quarzresonatoren genau geeichter Schwingungszahl wenigstens die Stationen auf eine ganz bestimmte Wellenlänge einzustellen und ,nährend des Betriebes auf dieser Wellenlänge z u halten. Die Verwendung von Quarzfrequenznormalien auf der Sendestelle kann in zweifacher Weise geschehen, entweder durch Benutzung eines abgestimmten Ouarzkristalles als Frequenzindikator, z. B. unter Beobachtung des Aufleuchtens bei Resonanz nach Professor G i e b e, oder z. B. durch Erregung eines Steuersenders durch einen zwisehen Gitter und Anode geschalteten Quarzkristall, wobei -ler Steuersender den Hauptsender steuert und die ausgestrahlte Welle genau in Übereinstimmung mit der Eigenschwingungszahl des Quarzes hält.
  • Auf diese Weise kann für die Sendestation die Aufgabe als gelöst betrachtet werden, eine Welle ganz bestimmter Schwingungszahl auszusenden. -Nun ergibt sich aber auf der Ernl:-fangsseite die Schwierigkeit, unter der großen "Zahl der gleichzeitig sendenden Stationen mit dem Empfänger diejenige besondere Station herauszufinden, die man gerade hören will. Hier versagen, -,nie sich praktisch zeigt, alle Methoden der Eichung von Empfangskreisen, da dieselben allerhöchstens auf I 'j, genau erfolgen können und auch zeitlich sich nicht als konstant erweisen. Folgende Beobachtung gestattet aber die Verwendung von Quarzresonatoren auch auf der Empfangsseite.
  • Schaltet man parallel zu dem Kondensator des abgestimmten Gitterkreises eines rückgekoppelten Audions, in dessen Anodenkreis direkt oder unter Zwischenschaltung von Ver -stärkerstufen ein Telephon liegt, einen Quarzresonator, so hört man unter der Voraussetzung, daß die Rückkopplung bis zur Selbsterregung des Empfangskreises gesteigert ist. beim Verdrehen des Abstimmkondensators rles Gitterkreises einen klingenden Ton im Empfangstelephon in dem Augenblick, wo man mit der Abstimmung des Empfangskreises durch die Resonanzfrequenz des Quarzes hindurchgeht. Die Einrichtung ist an Hand der Abbildung beschrieben.
  • Das rückgekoppelte Audion i besitzt einen abgestimmten Gitterkreis mit Spule 2 und Drehkondensator 3. .4 ist die Rückkopplungsspule, 5 das Telephon; G und j sind Batterien; 8 ist der Quarzkristall, aaf welchen die zur Erregung dienende Elektrode 9 aufgesetzt ist. Stellt man die Rückkopplung hinreichend fest, so daß die Röhre Schwingungen erzeugt, so hört man im Telephon 5 bei Verdrehung des Kondensators 3 in dein Augenblick, wo man --lurch die Eigenfrequenz des Ouarzresonators hindurchkommt, ein deutliches Klingen. Stimmt nun die Eigenfrequenz des Quarzresonators 8 genau mit der gesuchten Wellenlänge des speziellen Senders überein, so kann der Ouarzresonator abgeschaltet werden. Die Abschaltung des Quarzresonators ist deshalb notwendig, weil die Spannung am Schwingungskreis 2, 3 zusammenbricht, wenn dieser Schwingungskreis auf die Eigenfrequenz des Quarzes 8 eingestellt ist, so daß also die Empfangswelle, die ja die Eigenfrequenz des Piezokristalls besitzen soll und auf welche auch der Schwingungskreis abgestimmt ist, sehr schwach empfangen wird.
  • Die Empfindlichkeit der Einrichtung ist so hroß, daß ein einpoliger Anschluß des Quarzresonators genügt, mitunter auch ein bloßes In-die-Nähe-Setzen ohne jeden metallischen Anschluß. Dies ist unter Umständen wichtig, um die geringen Verstimmungen zu vermeiden, welche durch den Anschluß und das Abschalten des Ouarzresonators entstehen können.
  • Es hat sich ferner gezeigt, daß ein einzelner Ouarzresonator nicht nur eine, sondern eine außerordentlich große Anzahl diskreter Resonanzpunkte hat, welche zum Teil ungefähr harmonischen Oberwellen entsprechen, zum Teil aber auch in keiner direkten Beziehung zur Grundschwingung des Quarzes stellen. Diese letztgenannten Resonanzstellen beruhen offenbar auf Eigenschwingungen, bei denen der Quarzkristall nicht in seiner Längsrichtung schwingt, sondern auch in Richtung seiner Dicke oder Breite. Die Zahl der Resonanzstellen nach kurzen Wellenlinien wird so groß, daß in völlig dichter Folge teilweise nur um einen Kondensatorgrad oder weniger voneinander entfernt die Resonanzstellen sich häufen. Versuche haben ergeben, daß alle diese Schwingungszahlen, welche der Quarz gibt, zeitlich völlig unverändert bleiben, so daß sie alle als Normalfrequenzen verwendet werden können. Diese Beobachtung geht über das bisher über die Schwingungen von Quarzen Bekannte hinus, da man bisher nur von der Grundwelle und den mehr oder minder harmonischen üb:rschwingungen Kenntnis hatte, nicht aber von den in der beschriebenen Weise feststellbaren, gänzlich abweichenden Resonailzfre-(;uenzen und ihrer starken Zusammendrängung bei kurzen Wellen.
  • Das erfindungsgemäße bei Empfangseinrichtungen benutzte Quarztönen wird sinngeinäß als Schwebungsstoß bezeichnet. Die einfachste Erklärung für diese Erscheinung ist nämlich die, daß bei derjenigen Stellung des Drehkondensators bei Abstimmen -les Empfaligskreises, welche der Eigenfrequenz des Quarzes entspricht, letzterer zu Schwingun-#,en erregt wird und daß diese Schwingungen b: iin Weiterdrehen des Abstimmkondensators mit den Schwingungen des selbsterregten Empfängers interferieren. Auf diese Weise erhält man einen Klang von abnehmender Stärke und steigender Tonhöhe.
  • Bei haarscharfer Abstimmung der Welle des selbsterregenden Empfängers auf die Eigenwelle des Quarzes bekommt man keinen Schwebungston. Schaltet man in dieser Stellung den Piezokristall aus, so kann man direkt den fernen Sender empfangen, ilisbesondere dann, wenn dieser mit einem gleichartigen Piezokristall gesteuert ist.
  • Dieses Quarzklingen ist an sich bekannt und wurde bereits zur Wellenkontrolle benutzt. So wurde z. B. ein Ouarzresonator parallel zu dem Kondensator eines Schwingungskreises gelegt, dessen Schwingungszahl bekannt war. Hierauf stellt man durch Resonanzmessungen dieWellenlänge fest, die bei einem bestimmten Quarzkristall der Eigenschwingung eines Kristallstückes entspricht, und gewann auf diese Weise eine Methode zur Eichung piezoelektrischer Kristalle.
  • Im Gegensatz hierzu wird erfindungsgemäß (las Quarztönen zum Empfang von Wellen der drahtlosen Telegraphie und Telephonie benutzt.
  • Es sei noch bemerkt, daß die auf die beschriebene Weise in Empfangskreisen beobachteten Eigenschwingungen viel zu schwach sind, um Leuchterscheinungen zu erregen oder auf andere Weise wahrgenommen zu werden. Man hat auf diese Weise mit einem einzigen Quarzkristall eine außerordentlich große Anzahl von Quarzfrequenzen zur Verfügung, welche nach einmaliger Eichung stets reproduzierbar sind. Die Verwendung eines oder mehrerer Quarzresonatoren im Empfänger zur Einstellung der Fernempfangswellen ist auch für solche Wellen von großem Werte, «-elche nicht genau mit Resonanzfrequenzen des Quarzes übereinstimmen. Da nämlich auch ein nicht genau gebauter Drehkondensator bei Veränderung in 'einem kleinen Bereich eine fehlerfreie Interpolation zuläßt, so genügt es oft, zu wissen, daß eine bestimmte zu empfangende Welle zwischen zwei nahe beieinanderliegenden Eigenschwingungen des Quarzes liegen muß. Hat dann z. B. der Drehkondensator eine gradlinige Wellenteilung (Nierenplattenkondensator), so kann man auch die Wellenlänge zwischen den beiden durch benachbarte Eigenschwingungen des Quarzes festgelegten Grenzwellenlängen gradlinig interpolieren und so auch jede Zwischenwelle genau ermitteln.
  • Statt den Ouarzresonator parallel zum Gitterkreise des rückgekoppelten Audions zu schalten, kann man ihn auch z. B. parallel zu einem im Anodenkreis liegenden abgestimmten Kreise zu einer Spule oder zu einem Ohmschen Widerstande schalten. In allen diesen Fällen können die Eigenschwingungen durch die beschriebene Klingerscheinung im Telephon beobachtet werden. Auch kann der Ouarzresonator bei Benutzung eines Überlagerungssenders parallel zum Abstimmkreis des Überlagerers geschaltet sein. Man hört dann ebenfalls im Empfangstelephon bei Verstellung der Überlagererwelle jedesmal einen Ton im Telephon, wenn eine Eigenschwingung des Kristalls eingestellt ist. Bei Benutzung eines getrennten Überlagerers kann aber natürlich der Quarzkristall ebenfalls parallel zu irgendeinem Wechselstromwiderstande in der Empfangsschaltung selbst liegen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Abstimmung von Empfangseinrichtungen für drahtlose Telegraphie und Telephonie, dadurch gekennzeichnet, daß von piezoelektrischen Kristallen auf der Empfangsseite in der Weise Gebrauch gemacht wird, daß eine durch Selbsterregung des Empfängers oder in einem Überlagerer erzeugte Hilfswelle durch Veränderung der Abstimmmittel mit einer auf die Senderwelle abgeglichenen Eigenfrequenz des piezoelektrischen Kristalls (Grundfrequenz oder eine seiner Oberwellen) zur kurzzeitigen Interferenz gebracht wird, daß dieselbe in dem Empfangsindikator (Telephon) wahrnehmbar ist und auf diese Weise die Lage der Senderwellen angezeigt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur genauen Einstellung beliebiger Wellen im Empfangsapparat eine Interpolation in dem Intervall zwischen zwei die gesuchte Empfangswelle einschließenden benachbarten Eigenfrequenzen des Quarzes vorzugsweise unter Benutzung eines wellenlinearen Abstimmkondensators erfolgt.
  3. 3. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der piezoelektrische Kristall im Empfänger oder Überlagerer entweder am Schwingungskreise einpolig oder zweipolig angeschlossen oder in der Nähe des Schwingungskreises angeordnet ist.
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