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Verfahren und Einrichtung zum Trocknen roter Kaffeekirschen, von Pergamentkaffee
uAgl. Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren bzw. eine Einrichtung zum Trocknen
roter Kaffeekirschen, von Pergamentkaffee u. dgl. Hierbei wird das Trockengut in
bekannter Weise auf Horden im Gleichstrom mit der Trockenluft durch einen Trockenkanal
geführt. Gemäß der Erfindung erfolgt die Beschickung so, claß das Gut, zunächst
in dünner Schicht innerhalb des Kanals auf die Hordenrahmen niederrieselnd, mit
großer spezifischer Oberfläche der Einwirkung der heißesten und trockensten. Luft
ausgesetzt und vorgetrocknet wird, während die weitere Trocknung auf -den Horden
in größerer Schichtstärke durch weniger heiße,aber feuchtere Luft stattfindet.
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Bei Anwendung des neuen Verfahrens wird der Trockenvorgang mit besonderer
Lebhaftigkeit eingeleitet, d. h. das Gut wird auf seiner Oberfläche scharf angetrocknet,
so daß ein Verbrennen der an die Siebwände zu liegen kommenden Teile nicht mehr
zu befürchten ist und das Gut in einen Zustand versetzt wird, der es für die Fertigtrocknung
in größerer Schichtstärke besser geeignet macht.
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Zur Ausführung dieses Verfahrens wird zweckmäßig eine Einrichtung
benutzt, bei welcher jede Horde durch in der Längsrichtung verlaufende senkrechte
Wände aus Metallgewebe o. dgl. in schmale Abteilungen unterteilt ist, die abwechselnd
zur Führung der Trockenluft und zur Aufnahme des Trolckengutes dienen. Die Zeichnung
veranschaulicht als Beispiel eine Einrichtung nach der Erfindung, und zwar zeigen
Abb. i die schematische Draufsicht auf die teilweise waagerecht geschnittene Einrichtung,
Abb. a die schematische Seitenansicht der senkrecht geschnittenen Einrichtung, Abb.3
in vergrößertem Maßstabe die Seitenansicht der senkrecht geschnittenen Beschickungseinrichtung,
Abb..l die Vorderansicht einer in der Ouerrichtung senkrecht geschnittenen fahrbaren
Horde, Abb.5 die Draufsicht auf die waagerecht geschnittene Horde, Abb.6 die Seitenansicht
der in der Längsrichtung senkrecht geschnittenen Horde, Abb. ; die Seitenansicht
der fahrbaren Horde, Abb. 8 die im vergrößerten M!aßstabe gezeichnete Vorderansicht
eines in der Ouerrichtunsenkrecht geschnittenen Teiles der Horde, Abb. 9 die Seitenansicht
einer in der Längsrichtung verlaufenden Zwischenwand der Horde, Abb. io die im vergrößerten
Maßstabe gezeichnete Draufsicht auf einen waagerecht geschnittenen Teil der Horde,
Abb. i i die im vergrößerten Maßstabe gezeichnete Draufsicht auf einen anderen Teil
der Horde und Abb. 1a die Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform der Horde,
in der Längsrichtung teilweise senkrecht geschnitten.
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Die Einrichtung besteht im wesentlichen aus einem Trockenkanal d (Abb.
i ), der mittels Türen a, b und c in zwei Abteilungen getrennt ist. Auf Schienen
F sind die auf Wagen P angebrachten Horden f1, f,2, f, bis f;
im
Kanal fahrbar. Der Boden des Kanals ist etwas geneigt, so daß die Wagen sich selbsttätig
durch den Trockenraum bewegen. Diese Abwärtsbewegung ist aber eine zwangsläufige,
da die Wagen mit einer Kette verbunden werden. die von einer ihre Geschwindigkeit
regelnden Einrichtung gesteuert wird.
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Die Trockenluft wird durch Rohre e in den Kanal eingelassen und von
einem Schornstein lt abgeführt. Vorzugsweise wird mit natürlichem Zug -arbeitet,
nötigenfalls aber kann auch ein Gebläse Anwendung finden. Die Luft strömt in der
Bewegungsrichtung der fahrbaren Horden durch den Kanal.
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Die Kanalwand besteht aus einem Gerippe aus entsprechend dem Querprofil
gebogenen Trägern i., die innen und außen mit verputztem Streckmetall
l bzw. h verkleidet sind, so daß eine Luftisolierung u entsteht.
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Xachdem die Tür b geschlossen «-orden ist, wird die Tür a geöffnet,
wonach -die leere Horde f, in den zwischen diesen Türen befindlichen Raum gefahren
und darin mittels einer Sperrklinke festgehalten wird. Hierauf wird die Tür a geschlossen,
die Tür b geöffnet und die Sperrklinke von außen gelöst, wodurch flie Horde durch
eigene Schwere in den Kanal fährt und gegen die noch in der Beschickung befindliche
Horde f 2 anstößt.
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Abb. 3 läßt erkennen, wie die Beschickung der Horden etwa bei w-v
(Abb. i) vor sich geht. Ein über dem Kanal vorgesehener Trichter g ragt mit seinem
Auslauf n in den Kanal d hinein. Der Auslauf ii. .ist mittels einer an einem bei
W drehbaren Hebel o befestigten Klappe q abschließbar. Am Hebel o befindet sich
weiter noch eine um eine Achse j drehbare Rolle p. Oben an jeder Horde befindet
sich eine Schiene s, die vorn bei y- und hinten bei t abgeschrägt ist. Sobald die
Schiene bei der Bewegung der Horde durch den Kanal gegen die Rolle p anstößt, wird
der Hebel o nach rechts gedrückt, und es öffnet sich demgemäß die Verschlußklappe
q, wodurch das zu trocknende Gut, z. B. rote Kaffeekirschen, aus dem Trichter in
die Horde niederrieselt. "Die Verschlußklappe q schließt sich erst, wenn die Rolle
p von dein hinteren Ende t der Schiene s abläuft, d. h. wenn die Horde gefüllt ist.
Da die Auslaufmündung unmittelbar über der Horde liegt, so hört die Aufgabe des
Trockengutes selbsttätig auf, sobald sich das Gut in der Horde bis zu dieser Mündung
angehäuft hat.
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Hat eine Horde f,; das Ende des Kanals d
erreicht, so wird sie
durch eine geeignete Vorrichtung von der Bremskette gelöst, so daß sie durch ihre
eigene Schwere gegen die Tür c anstößt, diese öffnet und den Kanal v erläßt. Die
Tür c ist ausbalanciert und so angebracht, daß sie sich selbsttätig wieder schließt.
Dadurch, daß man sich einer selbsttätigen Signaleinrichtung bedient, kann man dafür
sorgen, daß immer in den gewünschten Zeitabschnitten eine Horde in den Kanal ein-bzw.
aus dem Kanal ausgelassen und so ein kontinuierlicher Betrieb erzielt wird.
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Die vordere und die hintere Stirnwand einer Horde bestehen aus je
einer Anzahl in gleicher Entfernung voneinander angebrachter senkrechter Träger
C, die oben und unten durch Längsträger A bzw. D und weiter durch Querträger
ß, Pfosten I' und Streben W zu einem würfelähnlichen Gerippe vereinigt sind. Rohre
G, die mit ihren Enden auf den Trägern B zwischen je zwei Trägern C gelagert sind
und sich somit in der Längsrichtung der Horde erstrecken. tragen je ein zu beiden
Seiten bis zum Boden herabhängendes Stück Metallgewebe X, dessen Unterränder mit
einem dem Rohr G gleichlaufenden [J-Eisen S verbunden sind (siehe Abb.8). Im Rauine
zwischen den beiden Strecken jedes Stückes Metallgewebe X ist ein Wellblech R vorgesehen,
das an geeigneten Stellen an dem Metallgewebe befestigt ist. Die die Wellbleche
R enthaltenden Räume stellen die zur Führung der Trockenluft dienenden Abteilungen
und die Räume zwischen den Strecken von zwei aneinander grenzenden Stücken Metallgewebe
X die zur Aufnahme des Trockenhutes dienenden Abteilungen dar.
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jede in der Längsrichtung der Horde verlaufen-de Abteilung zur Aufnahme
des Trokkengutes ist durch eine größere Anzahl hintereinander angebrachter, senkrechter
Querwände E in Zellen unterteilt. Die Öuerwände E liegen zwischen Zungen y aus mittels
Eisendraht am Metallgewebe befestigten Blechstreifen T (siehe Abb. 9 und i i).
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Aus Abb. io geht hervor, daß die Träger C Einschnitte zur Aufnahme
der Querträger B haben und mittels Bolzen Z mit letzteren verbunden sind.
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Jeder Wagen P ist mittels eines gelochten Bleches D abgedeckt, welches
daher den Boden der auf dein Wagen stehenden Horde bildet.
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Wenn eine auf ihrem Wagen stehende Horde sich langsam unter den Auslauf
n des Trichters g hinwegbewegt, werden daher zunächst die in der Fahrtrichtung vorderen
Zellen sämtlicher Trockengutabteilungen gefüllt und dann der Reihe nach die folgenden
Zellen. Die Trockenluft streicht hierbei in der Fahrtrichtung durch die zwischen
den Abteilungen liegenden Luftabteilungen. Es kommt daher jedesmal eine dünne, senkrecht
stehende Schicht des frisch aufgegebenen und daher feuchten Gutes mit der diese
Schicht an vielen Stellen durchbrechenden frischen und daher heißesten Trockenluft
in Berührung,
d. h. es wird das Gut scharf angetrocknet, und zwar
so, elaß -die Trocknung in jeder Zelle in genau derselben Weise vor sich geht und
der Trockenluftstrom somit bei gleichmäßiger Geschwindigkeit der Wagen P konstant
erhalten werden kann.
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Je kleiner die Entfernung zwischen den Querwänden E ist, je dünner
die Schichten sind, in denen das Gut aufgegeben wird, um so gleichmäßiger ist die
Trocknung. Den Grenzfall stellt Abb.12 dar, wobei die Querwände E ganz in Wegfall
kommen können, (Ja das Gut unter seinem natürlichen Böschungswinkel angehäuft wird
und die Stärke jeder Schicht daher dem Durchmesser eines einzigen Gutteilchens entspricht.
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"Zachdem eine Horde mit getrocknetem Gut den Kanal verlassen hat,
werden Augenbolzen,nz (Abb. 8 und 6) in in den Trägern A und B vorgesehene Löcher
gesteckt und mittels Keilen U gesichert, so daß die Horden mit den Laufkatzen
N einer den Schienen Y
gleichlaufenden Hängebahn 0 verbunden werden
können. Es wird der Wagen P mit der darauf stehenden Horde dann nach einer Stelle
weitergefahren, wo die Schienen etwas tiefer liegen, worauf der Wagen P mit dem
Horde werden dann weitergefahren, und die Horde an den Katzen N hängen bleibt, so
claß das getrocknete Gut ausgeschüttet wird. Die Katzen N mit der daran hängenden
leeren Horde werden dann weitergefahren, und die Horde wirr] wieder auf den Wagen
P gesetzt.