DE505604C - Verfahren und Einrichtung zum Trocknen roter Kaffeekirschen, von Pergamentkaffee u. dgl. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Trocknen roter Kaffeekirschen, von Pergamentkaffee u. dgl.

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DE505604C
DE505604C DEH117921D DEH0117921D DE505604C DE 505604 C DE505604 C DE 505604C DE H117921 D DEH117921 D DE H117921D DE H0117921 D DEH0117921 D DE H0117921D DE 505604 C DE505604 C DE 505604C
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drying
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goods
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HENRI JACOB SIEBOLD WILLERS HO
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F26DRYING
    • F26BDRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
    • F26B15/00Machines or apparatus for drying objects with progressive movement; Machines or apparatus with progressive movement for drying batches of material in compact form

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

  • Verfahren und Einrichtung zum Trocknen roter Kaffeekirschen, von Pergamentkaffee uAgl. Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren bzw. eine Einrichtung zum Trocknen roter Kaffeekirschen, von Pergamentkaffee u. dgl. Hierbei wird das Trockengut in bekannter Weise auf Horden im Gleichstrom mit der Trockenluft durch einen Trockenkanal geführt. Gemäß der Erfindung erfolgt die Beschickung so, claß das Gut, zunächst in dünner Schicht innerhalb des Kanals auf die Hordenrahmen niederrieselnd, mit großer spezifischer Oberfläche der Einwirkung der heißesten und trockensten. Luft ausgesetzt und vorgetrocknet wird, während die weitere Trocknung auf -den Horden in größerer Schichtstärke durch weniger heiße,aber feuchtere Luft stattfindet.
  • Bei Anwendung des neuen Verfahrens wird der Trockenvorgang mit besonderer Lebhaftigkeit eingeleitet, d. h. das Gut wird auf seiner Oberfläche scharf angetrocknet, so daß ein Verbrennen der an die Siebwände zu liegen kommenden Teile nicht mehr zu befürchten ist und das Gut in einen Zustand versetzt wird, der es für die Fertigtrocknung in größerer Schichtstärke besser geeignet macht.
  • Zur Ausführung dieses Verfahrens wird zweckmäßig eine Einrichtung benutzt, bei welcher jede Horde durch in der Längsrichtung verlaufende senkrechte Wände aus Metallgewebe o. dgl. in schmale Abteilungen unterteilt ist, die abwechselnd zur Führung der Trockenluft und zur Aufnahme des Trolckengutes dienen. Die Zeichnung veranschaulicht als Beispiel eine Einrichtung nach der Erfindung, und zwar zeigen Abb. i die schematische Draufsicht auf die teilweise waagerecht geschnittene Einrichtung, Abb. a die schematische Seitenansicht der senkrecht geschnittenen Einrichtung, Abb.3 in vergrößertem Maßstabe die Seitenansicht der senkrecht geschnittenen Beschickungseinrichtung, Abb..l die Vorderansicht einer in der Ouerrichtung senkrecht geschnittenen fahrbaren Horde, Abb.5 die Draufsicht auf die waagerecht geschnittene Horde, Abb.6 die Seitenansicht der in der Längsrichtung senkrecht geschnittenen Horde, Abb. ; die Seitenansicht der fahrbaren Horde, Abb. 8 die im vergrößerten M!aßstabe gezeichnete Vorderansicht eines in der Ouerrichtunsenkrecht geschnittenen Teiles der Horde, Abb. 9 die Seitenansicht einer in der Längsrichtung verlaufenden Zwischenwand der Horde, Abb. io die im vergrößerten Maßstabe gezeichnete Draufsicht auf einen waagerecht geschnittenen Teil der Horde, Abb. i i die im vergrößerten Maßstabe gezeichnete Draufsicht auf einen anderen Teil der Horde und Abb. 1a die Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform der Horde, in der Längsrichtung teilweise senkrecht geschnitten.
  • Die Einrichtung besteht im wesentlichen aus einem Trockenkanal d (Abb. i ), der mittels Türen a, b und c in zwei Abteilungen getrennt ist. Auf Schienen F sind die auf Wagen P angebrachten Horden f1, f,2, f, bis f; im Kanal fahrbar. Der Boden des Kanals ist etwas geneigt, so daß die Wagen sich selbsttätig durch den Trockenraum bewegen. Diese Abwärtsbewegung ist aber eine zwangsläufige, da die Wagen mit einer Kette verbunden werden. die von einer ihre Geschwindigkeit regelnden Einrichtung gesteuert wird.
  • Die Trockenluft wird durch Rohre e in den Kanal eingelassen und von einem Schornstein lt abgeführt. Vorzugsweise wird mit natürlichem Zug -arbeitet, nötigenfalls aber kann auch ein Gebläse Anwendung finden. Die Luft strömt in der Bewegungsrichtung der fahrbaren Horden durch den Kanal.
  • Die Kanalwand besteht aus einem Gerippe aus entsprechend dem Querprofil gebogenen Trägern i., die innen und außen mit verputztem Streckmetall l bzw. h verkleidet sind, so daß eine Luftisolierung u entsteht.
  • Xachdem die Tür b geschlossen «-orden ist, wird die Tür a geöffnet, wonach -die leere Horde f, in den zwischen diesen Türen befindlichen Raum gefahren und darin mittels einer Sperrklinke festgehalten wird. Hierauf wird die Tür a geschlossen, die Tür b geöffnet und die Sperrklinke von außen gelöst, wodurch flie Horde durch eigene Schwere in den Kanal fährt und gegen die noch in der Beschickung befindliche Horde f 2 anstößt.
  • Abb. 3 läßt erkennen, wie die Beschickung der Horden etwa bei w-v (Abb. i) vor sich geht. Ein über dem Kanal vorgesehener Trichter g ragt mit seinem Auslauf n in den Kanal d hinein. Der Auslauf ii. .ist mittels einer an einem bei W drehbaren Hebel o befestigten Klappe q abschließbar. Am Hebel o befindet sich weiter noch eine um eine Achse j drehbare Rolle p. Oben an jeder Horde befindet sich eine Schiene s, die vorn bei y- und hinten bei t abgeschrägt ist. Sobald die Schiene bei der Bewegung der Horde durch den Kanal gegen die Rolle p anstößt, wird der Hebel o nach rechts gedrückt, und es öffnet sich demgemäß die Verschlußklappe q, wodurch das zu trocknende Gut, z. B. rote Kaffeekirschen, aus dem Trichter in die Horde niederrieselt. "Die Verschlußklappe q schließt sich erst, wenn die Rolle p von dein hinteren Ende t der Schiene s abläuft, d. h. wenn die Horde gefüllt ist. Da die Auslaufmündung unmittelbar über der Horde liegt, so hört die Aufgabe des Trockengutes selbsttätig auf, sobald sich das Gut in der Horde bis zu dieser Mündung angehäuft hat.
  • Hat eine Horde f,; das Ende des Kanals d erreicht, so wird sie durch eine geeignete Vorrichtung von der Bremskette gelöst, so daß sie durch ihre eigene Schwere gegen die Tür c anstößt, diese öffnet und den Kanal v erläßt. Die Tür c ist ausbalanciert und so angebracht, daß sie sich selbsttätig wieder schließt. Dadurch, daß man sich einer selbsttätigen Signaleinrichtung bedient, kann man dafür sorgen, daß immer in den gewünschten Zeitabschnitten eine Horde in den Kanal ein-bzw. aus dem Kanal ausgelassen und so ein kontinuierlicher Betrieb erzielt wird.
  • Die vordere und die hintere Stirnwand einer Horde bestehen aus je einer Anzahl in gleicher Entfernung voneinander angebrachter senkrechter Träger C, die oben und unten durch Längsträger A bzw. D und weiter durch Querträger ß, Pfosten I' und Streben W zu einem würfelähnlichen Gerippe vereinigt sind. Rohre G, die mit ihren Enden auf den Trägern B zwischen je zwei Trägern C gelagert sind und sich somit in der Längsrichtung der Horde erstrecken. tragen je ein zu beiden Seiten bis zum Boden herabhängendes Stück Metallgewebe X, dessen Unterränder mit einem dem Rohr G gleichlaufenden [J-Eisen S verbunden sind (siehe Abb.8). Im Rauine zwischen den beiden Strecken jedes Stückes Metallgewebe X ist ein Wellblech R vorgesehen, das an geeigneten Stellen an dem Metallgewebe befestigt ist. Die die Wellbleche R enthaltenden Räume stellen die zur Führung der Trockenluft dienenden Abteilungen und die Räume zwischen den Strecken von zwei aneinander grenzenden Stücken Metallgewebe X die zur Aufnahme des Trockenhutes dienenden Abteilungen dar.
  • jede in der Längsrichtung der Horde verlaufen-de Abteilung zur Aufnahme des Trokkengutes ist durch eine größere Anzahl hintereinander angebrachter, senkrechter Querwände E in Zellen unterteilt. Die Öuerwände E liegen zwischen Zungen y aus mittels Eisendraht am Metallgewebe befestigten Blechstreifen T (siehe Abb. 9 und i i).
  • Aus Abb. io geht hervor, daß die Träger C Einschnitte zur Aufnahme der Querträger B haben und mittels Bolzen Z mit letzteren verbunden sind.
  • Jeder Wagen P ist mittels eines gelochten Bleches D abgedeckt, welches daher den Boden der auf dein Wagen stehenden Horde bildet.
  • Wenn eine auf ihrem Wagen stehende Horde sich langsam unter den Auslauf n des Trichters g hinwegbewegt, werden daher zunächst die in der Fahrtrichtung vorderen Zellen sämtlicher Trockengutabteilungen gefüllt und dann der Reihe nach die folgenden Zellen. Die Trockenluft streicht hierbei in der Fahrtrichtung durch die zwischen den Abteilungen liegenden Luftabteilungen. Es kommt daher jedesmal eine dünne, senkrecht stehende Schicht des frisch aufgegebenen und daher feuchten Gutes mit der diese Schicht an vielen Stellen durchbrechenden frischen und daher heißesten Trockenluft in Berührung, d. h. es wird das Gut scharf angetrocknet, und zwar so, elaß -die Trocknung in jeder Zelle in genau derselben Weise vor sich geht und der Trockenluftstrom somit bei gleichmäßiger Geschwindigkeit der Wagen P konstant erhalten werden kann.
  • Je kleiner die Entfernung zwischen den Querwänden E ist, je dünner die Schichten sind, in denen das Gut aufgegeben wird, um so gleichmäßiger ist die Trocknung. Den Grenzfall stellt Abb.12 dar, wobei die Querwände E ganz in Wegfall kommen können, (Ja das Gut unter seinem natürlichen Böschungswinkel angehäuft wird und die Stärke jeder Schicht daher dem Durchmesser eines einzigen Gutteilchens entspricht.
  • "Zachdem eine Horde mit getrocknetem Gut den Kanal verlassen hat, werden Augenbolzen,nz (Abb. 8 und 6) in in den Trägern A und B vorgesehene Löcher gesteckt und mittels Keilen U gesichert, so daß die Horden mit den Laufkatzen N einer den Schienen Y gleichlaufenden Hängebahn 0 verbunden werden können. Es wird der Wagen P mit der darauf stehenden Horde dann nach einer Stelle weitergefahren, wo die Schienen etwas tiefer liegen, worauf der Wagen P mit dem Horde werden dann weitergefahren, und die Horde an den Katzen N hängen bleibt, so claß das getrocknete Gut ausgeschüttet wird. Die Katzen N mit der daran hängenden leeren Horde werden dann weitergefahren, und die Horde wirr] wieder auf den Wagen P gesetzt.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Trocknen roter Ilaffeekirschen, von Pergamentkaffee 1t. rlgl., bei dem das Trockengut auf Horden im Gleichstrom mit der Trockenluft durch einen Trockenkanal hindurchgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschickung innerhalb des Kanals erfolgt, wobei das Gut, zunächst in dünner Schicht innerhalb des Kanals auf die Hordenrahmen niederrieselnd, mit großer spezifischer Oberfläche der Einwirkung der heißesten und trockensten Luft ausgesetzt und vorgetrocknet wird, während die weitere Trocknung auf den Horden in größerer Schichtstärke stattfindet.
  2. 2. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Horde durch in der Längsrichtung verlaufende senkrechte Wände aus Metallgewebe o.(dgl. in schmale Abteilungen unterteilt ist, die abwechselnd zur Führung der Trockenluft und zur Aufnahme des Trockengutes dienen.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Aufnahme des Trockengutes dienenden Abteilungen durch Querwände je in eine größere Anzahl Zellen unterteilt sind. .l.
  4. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wände aus Metallgewebe .durch in den Luftkanälen angeordnete Wellbleche versteift sind.
  5. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die nahe dem Kanaleingang angeordnete Aufgabevorrichtung für das Tröckengut mit ihrem Auslauf bis zur Oberseite der fahrbaren Horden reicht und mit einer Verschlußklappe versehen ist, die von dem darunter hinwegfahrenden Behälter selbsttätig geöffnet und offen gehalten wird.
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnwände des Behälters dem natürlichen Böschungswinkel des Trockengutes entsprechen(] geneigt sind.
DEH117921D 1928-08-22 1928-08-22 Verfahren und Einrichtung zum Trocknen roter Kaffeekirschen, von Pergamentkaffee u. dgl. Expired DE505604C (de)

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