DE513802C - Einrichtung zum Fernuebertragen von Urkunden beliebiger Art auf elektrischem Wege - Google Patents

Einrichtung zum Fernuebertragen von Urkunden beliebiger Art auf elektrischem Wege

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DE513802C
DE513802C DEE37151D DEE0037151D DE513802C DE 513802 C DE513802 C DE 513802C DE E37151 D DEE37151 D DE E37151D DE E0037151 D DEE0037151 D DE E0037151D DE 513802 C DE513802 C DE 513802C
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    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
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    • H04N1/00Scanning, transmission or reproduction of documents or the like, e.g. facsimile transmission; Details thereof
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Description

Gegenstand der Erfindung ist eine Einrichtung zum Fernübertragen von Urkunden beliebiger Art auf elektrischem Wege unter optischer Auflösung der beleuchteten Urkunde in eine geordnete Folge punktförmiger Bereiche und Erzeugung eines photographischen Abbildes dieser einzelnen Bereiche auf der empfindlichen Schicht einer lichtelektrischen ZeUe.
Die Erfindung betrifft insbesondere die Anordnung und Gestaltung der für das Erzeugen des photographischen Abbildes notwendigen optischen Vorrichtung, die nach Art eines Objektivs wirkte indem sie das von der zu übertragenden Urkunde kommende Lichtstrahlenbündel auf die in einem Ortsstromkreis liegende lichtempfindliche elektrische Zelle leitet und es dabei einengt, so daß praktisch keine Teile dieses Lichtstrahlenbündels durch Streuung und falsche Lenkung unwirksam gemacht werden. Erfindungsgemäß wird das Abbild des Auflösungsbereichs durch die optische Vorrichtung weiterhin so· weit vergrößert, daß die Wiedergabe aller Farbtonstufungen durch das lichtempfindliche Element vollkommen genau ist. Das ermöglicht das Arbeiten in hellem Licht, sogar in vollem Sonnenlicht und macht die sonst im allgemeinen bei optischen Auflösevorrichtungen notwendigen Abdichtungsmaßnahmen überflüssig. Das erfindungsgemäße Verfahren besteht in folgendem:
1. Die zu übermittelnde Urkunde wird auf eine bewegliche Vorrichtung gebracht, die ein gesetzmäßiges Vorbeiführen des gesamten Dokumentes vor einer punktförmigen Stelle in hinreichend geschlossenen Linienzügen ermöglicht;
2. die Urkunde muß entweder in ihrer Ge- ■ samtheit oder an der gerade aufgelösten punktförmigen Stelle stark beleuchtet werden;
3. es wird eine optische Vorrichtung vorgesehen, die ein Bild der am Auflösungsorte befindlichen punktförmigen Stelle der Urkunde in einem lichtempfindlichen Element erzeugt;
4. das unter 3 erwähnte lichtempfindliche Element wird mit oder ohne Verstärkung in einen Ortsstromkreis geschaltet, der mittelbar oder unmittelbar auf den Übertragungs-Stromkreis einwirkt, der eine elektrische Leitung oder ein Teil eines Strahlungssenders sein kann.
Zum Empfang, der hier nicht besonders beschrieben wird, eignet sich jede passende Einrichtung mit beweglichem Empfänger, der mit der die zu übermittelnde Urkunde bewegenden Vorrichtung synchron läuft. Am besten geeignet ist eine Vorrichtung, bei der die Wirkungen in Abhängigkeit von der Über-Setzung der Lichtwerte der Urkunde in elektrische Werte geregelt werden können.
Zunächst werden die Lichtwerte der Urkunde durch eine lichtelektrische Zelle in
elektrische Werte umgeformt. Im allgemeinen muß man den so modulierten Strom verstärken, und aus dieser Folge der Erscheinungen ergeben sich Änderungen der Modulation, die weiterhin durch die Leitung und durch die gegebenenfalls am Empfangsorte benutzten Verstärker vergrößert -werden, insbesondere im Falle der drahtlosen Übertragung. . ίο Ein Empfänger, dessen Wirkung die wohlbestimmten elektrischen Werte nach einem unveränderlichen Gesetz übertragen würde, vermöchte nur sehr mäßige Ergebnisse zu zeitigen.
Gemäß der Erfindung wird der Gebrauch eines Empfangssystems nach B elin für Farbtonskalen ermöglicht. Die Verwendung dieses Hilfsmittels, dessen Teilung dem angestrebten Zwecke gemäß geschehen kann, geao währleistet an sich und im Gegensatz zu allen anderen Systemen das Erreichen von Ergebnissen, die in allen Einzelheiten genau den gewollten Wirkungen entsprechen. Die Erfahrung hat dies vollkommen bestätigt. Gegenstand der Erfindung ist auch eine Einrichtung zur Ausübung des vorbeschriebenen Verfahrens, und es werden drei Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Einrichtung erläutert mit der Bemerkung, daß diese Ausführungsbeispiele das Wesen der Erfindung nicht erschöpfen.
Die Zeichnung veranschaulicht in Abb. ι schemätisch eine Einrichtung 'zur Ausübung des erfindungsgemäßen Verfahrerts, in
Abb. 2 schematisch eine andere Einrichtung zur Ausübung des erfindungsgemäßen Verfahrens und in
Abb. 3 eines der in der geometrischen Optik gebräuchlichen Diagramme zur Erläuterung der Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Einrichtungen.
Die zu übertragende Urkunde wird bei der Einrichtung nach Abb. 1 auf dem Umfang eines Zylinders 1 angeordnet, der umläuft und sich dabei in der Achsenrichtung verschiebt, etwa nach Art einer Mutter auf einer festen Schraubspindel. Die Urkunde wird von außen durch eine Lichtquelle stark beleuchtet, und zwar entweder, wie dies mit Sonnenlicht möglich ist, in der Gesamtheit oder nur in einem kleinen Bereich«, wie dies in den veranschaulichten Beispielen durch die Lampe 2 und den Kondenser 3 geschieht. Vor dem Zylinder 1 befindet sich eine kegelstumpfartige Kammer 4, dessen kleine Stirnfläche b dem Zylinder sehr nahe liegt und dessen große Stirnfläche c sich nach der lichtelektrischen Zelle S hin öffnet. Die Stirnfläche b bildet oder trägt eine Blende mit sehr kleiner Öffnung. Diese Öffnung wirkt als Objektiv; es entsteht bekanntlich in der vom Kegelstumpf 4 gebildeten Dunkelkammer ein divergentes Lichtstrahlenbiindel, das, wie dies aus Abb. 3 ersichtlich ist, in den verschiedenen Querschnittsebenen zunehmend größere Bilder des Gegenstandes bzw. der kleinen Stelle α liefert.
In diesem Lichtstrahlenbündel ist die empfindliche Fläche d der Kchtelektrischen Zelle S angeordnet, die beispielsweise eine Selenzelle oder Alkalimetallzelle oder eine wirkungsgleiche Vorrichtung sein kann.
Je nachdem an der Stelle α große Helligkeit herrscht oder ein dunkler Teil des Schriftstückes, der Zeichnung o. dgl. liegt, ist der Lichtwert des Bildes in d der Stelle a verschieden; entsprechend ist auch die Wirkung der Zelle S auf den Ortsstromkreis L, L, in den sie eingeschaltet ist, verschieden.
Abb. 3 zeigt, daß die Feinheit der Auflösung vom Verhältnis der Abstände « b: b d abhängt. Auf seinen Wert kann man durch die Lage der im Kegelstumpf 4 befindlichen Blende b oder durch die Bemessung ihrer Öffnung einwirken. Der Strom im Ortskreis L, L kann verstärkt werden, und zwar gleichstromartig oder wechselstromartig, wenn man im letztgenannten Falle die Urkunde« durch eine periodisch abgeblendete Lichtquelle be- go leuchtet, was etwa mittels einer im Wege der von der Lampe 2 ausgehenden Lichtstrahlen angeordneten drehbaren und mit Lochreihen versehenen Scheibe erfolgen kann.
Die Blende b kann durch eine Stanhope-Lupe mit sehr kurzer Brennweite ersetzt werden, wenn man sie ganz nahe bei « an die Zylinderoberfläche heranbringt, so daß sie md ein hinreichend genaues Bild gibt.
Bei der Einrichtung nach Abb. 2 sind die aus Abb. 1 ersichtlichen Teile vereinigt. Das Rohr 4' enthält an einem Ende, wie der Kegelstumpf 4 der Abb. 1, die lichtelektrische Zelle S, an seinem anderen Ende ein mikrophotographisches Objektiv /. Im Innern ist ein in der Mitte von einem elliptischen Loch 6 durchbohrter Spiegel 5. vorhanden, der auf die Stelle« der Urkunde das aus! der Lampe 2 kommende Licht wirft, das durch die Linse 7 parallel gemacht worden ist. Eine einstellbare Blende 8 vervollständigt die Auflösungseinrichtung, die ebenfalls in Verbindung mit Verstärkern und Vorrichtungen zum periodischen Abblenden des Lichtes benutzt werden kann.

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    i. Einrichtung zum Fernübertragen von Urkunden beliebiger Art auf elektrischem iao Wege unter optischer Auflösung der beleuchteten Urkunde in, eine geordnete
    Folge punktförmiger Bereiche und Erzeugung eines photographischen Abbildes dieser einzelnen Bereiche auf der empfindlichen Schicht einer lichtelektrischen Zelle, dadurch gekennzeichnet;, daß eine mit ihrer Blende dem von außen stark beleuchteten punktförmigen Auflösungsbereich der Urkunde sehr nahe liegende Stanhope-Lupe von sehr kleiner Brennweite das photograpIrische Abbild jenes Auflösungsbereichs auf der empfindlichen Schicht der von der Lupe durch ein Rohr mit einstellbarer Blende getrennten lichtelektrischen Zelle erzeugt.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das den punktförmigen Auflösungsbereich erhellende Licht einer elektrischen Lampe über einen im Innern des zwischen der Lupe und der lichtelektrischen Zelle gelegenen Rohres angeordneten geneigten und in der Mittelzone durchbohrten Spiegel dem unmittelbar vor der Lupe gelegenen Teil der Urkunde zugeführt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEE37151D 1927-04-27 1928-03-18 Einrichtung zum Fernuebertragen von Urkunden beliebiger Art auf elektrischem Wege Expired DE513802C (de)

Applications Claiming Priority (1)

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DE513802C true DE513802C (de) 1930-12-03

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