DE515800C - Verfahren zur Herstellung von Flanschen- und Muffenrohren mit innerer Armierung - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Flanschen- und Muffenrohren mit innerer Armierung

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DE515800C
DE515800C DEN29547D DEN0029547D DE515800C DE 515800 C DE515800 C DE 515800C DE N29547 D DEN29547 D DE N29547D DE N0029547 D DEN0029547 D DE N0029547D DE 515800 C DE515800 C DE 515800C
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D19/00Casting in, on, or around objects which form part of the product

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Centrifugal Separators (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Flanschen- und Muffenrohren mit innerer Armierung Das Schleudern von Formlingen beliebiger Art ist bekannt. Auch Flanschen- und Muffenrohre werden durch Schleudern hergestellt, meistens derart, daß die Flanschen und Muffen aus dem gleichen Material wie das eigentliche Rohr gebildet werden.
  • Als Beispiele dafürmögendienen: geschleuderte Rohre in Eisenguß, ferner Schleuderrohre aus Beton und Eisenbeton. Bei letzteren dürfte wohl ausschließlich das Anschleudern von Muffen üblich gewesen sein.
  • Außer diesen Formlingen, als Flanschen- und Muffenrohre ausgebildet, und zwar durchgängig aus gleichem Material, also Metall, Gußeisen, Beton, Eisenbeton, sind auch solche bekannt geworden, bei denen verschiedenartige Materialien in Anwendung gebracht wurden. Hierzu gehören eisenarmierte Betonrohre mit gußeisernen Flanschen und Muffen. Bei diesen bekannten Ausführungen, zu denen vielleicht auch Gußkörper gerechnet werden können, die meistens in stehender Anordnung geschleudert werden und für die man zum Teil die Plattierung von Eisen mit Kupfer oder das Einschleudern eines anderen festen Körpers durch einen flüssigen Stoff, vielleicht auch durch Schleudern das Zusammenbringen eines magnetischen Metalles mit einem nichtmagnetischen behandelt hat, sind der Hauptsache nach stets zwei Materialien zu einem Ganzen durch Schleudern vereint worden.
  • Auch die erwähnten Betonrohre mit Eisenarmierung und gußeisernen Flanschen und Muffen sind für den Fall eines Bekanntseins hierzu zu rechnen. Es werden bei diesen die Eisenskelette aus Stahl oder Schmiedeeisen zuerst mit den Flanschen und Muffen zusammen gegossen, das flüssige Eisen wird in bekannter Weise um das Stahlskelett gegossen. Es ergibt sich mithin das bekannte Verschweißen, sie bilden einen einheitlichen Körper. Erst nach dem Erkalten kann dann das gesamte Skelett als Ganzes mit den entsprechend starr vergossenen Anschlußstücken an einem oder beiden Enden in eine Schleuderform zweckentsprechender Art zur Formgebung des eigentlichen Rohres durch Schleudern mittels Zementmörtel kommen und so die Einschleuderung eines festen Körpers durch einen flüssigen Stoff erfolgen.
  • Die sämtlichen Formlinge, welche in dieser bekannten Weise hergestellt werden, bestehen mithin aus zwei Grundstoffen, z. B. den erwähnten flüssigen Stoffen, vielleicht flüssigem Kupfer und flüssigem Eisen, die nach Entfernung einer Zwischenwand zusammengeschleudert werden, vielleicht auch aus dem erwähnten festen Körper, der irgendeinem Zwecke dient, mit einem flüssigen Metall zur Schleuderung kommt und nach Erstarrung ein Ganzes bildet, oder es sind die Grundstoffe gebildet aus dem erwähnten Skelett, einem unverrückbaren Metallkörper, vielleicht Eisen, durch Umgießen von Eisen verfestigt, so daß auch hier in bekannter Weise nur eine Ausfüllung des Skeletts mit Betonmörtel durch Schleudern erfolgen würde.
  • Nach dem Gegenstand der Erfindung, der in der beiliegenden Zeichnung dargestellt ist, werden nun stets zwei oder mehrere in einer Schleuderform lose oder nur verknüpfte aneinanderliegende feste Körper durch einen dazugebrachten flüssigen Körper durch Schleudern zu einem Ganzen vereinigt, wobei die Körper untereinander sich gegenseitig verschieben und einstellen, unabhängig voneinander den Gesetzen der Zentrifugalkraft entsprechen können. Stets werden die Nachteile vermieden sowohl in der Herstellung wie auch im Schleuderprozeß selbst, die dadurch gegeben sein würden, daß zuerst aus zwei oder mehreren Körpern eine feste Verbindung hergestellt wird und diese so starr verbundenen, also ein Ganzes bildenden Körper dem Schleuderverfahren unterworfen werden.
  • Abb. i zeigt den teilweisen Querschnitt eines Flanschenrohres, Abb.2 den eines Muffenrohres, Abb. 3 ein anderes Ausführungsbeispiel für ein Muffenrohr.
  • In Abb. i, der teilweisen Darstellung des Querschnittes eines Flanschenrohres, bedeutet i den eigentlichen Flansch. In bezug auf Querschnitt und Stärke kann dieser beliebig gewählt werden, ebenso in bezug auf Material. Die Darstellung wie überhaupt die Darstellung der nachfolgenden Skizzen ist nur eine beispielsweise. Dieser Flansch hat bei 2 eine Öffnung, reichlich groß gewählt, rund oder länglich, und es ragt in diese eine Zugstange 3 hinein, die wiederum mit den Zugspiralen q. und 5 entsprechend verbunden ist. Am Umfang von i befindet sich eine gewisse Anzahl dieser Öffnungen 2, und dementsprechend sind auch die Zugstangen 3 angeordnet. Da es sich um die Herstellung eines Rohres handelt, kann auf der anderen Seite das Spiegelbild gedacht werden. 6 ist der Körper, der durch Schleudern aus dem Schleudergut durch Verdichtung sich ergeben hat. In Abb. 2, der teilweisen Darstellung des Querschnittes eines Muffenrohrs, bedeutet in entsprechender Weise 7 die Muffe mit der Öffnung 8, 9 ist die Zugstange, io und ii sind die Zugspiralen, die in Verbindung mit den Zugstangen 9 stehen. Der eigentliche, durch Schleudern hergestellte Körper ist durch 12 bezeichnet.
  • In beiden Fällen ist mithin. ein Rohr dadurch hergestellt worden, das zur Bildung eines Formlings, also eines Ganzen, zweiverschiedene Grundstoffe, beispielsweise der Flansch i und die gesamte Spirale, gebildet aus den Zugstangen 3, 4. und 5, zu einem ganzen Formling durch das eigentliche flüssige Schleudergut, hier mit 6 bezeichnet, verbunden wurden. Oder es werden die Grundstoffe 7 mit 9, io und ii gemäß Abb. 2 zu einem Ganzen vereinigt.
  • Dabei ist nach der Erfindung vor der Schleudereng i und 3 bzw. 7 und 9 in keiner Weise starr miteinander verbunden, sondern es liegen die Teile nur lose nebeneinander, leicht verhakt, unter Umständen etwas mit Draht umwickelt, in jedem Falle stets so, daß bei einem Schleudern die Möglichkeit gegeben ist, daß sich das gesamte System des Rotationskörpers i nach Abb. i vollständig unabhängig von dem gesamten System des Rotationskörpers 3, q. und 5, also ganz zwanglos einstellen kann, so daß das aufzugebende flüssige, diese Grundstoffe verbindende Gut 6 auch die Festlegung der sich so ergebenden natürlichen Rotationslage bewirken kann und im erstarrten Zustande einen vollständig einheitlichen, mit sämtlichen Einzelteilen in Schwerpunktslage liegenden Körper erzeugt.
  • Jeder Zwang, jede unglückliche zusätzliche Beeinflussung durch ein vorheriges festes Zusammengießen von zwei Grundelementen wird dadurch vollständig vermieden und selbstverständlich auch der Arbeitsaufwand dafür.
  • Bei einem Arbeitsprozeß in dieser Weise, bei dem zusätzliche Schleuderkräfte bei Schleudern nicht ausgelöst werden können, besteht auch nicht die Gefahr einer Unwucht. Das Auftreten von störenden, insbesondere sich addierenden Schwingungen, die die Schleuderarbeit sehr weitgehend beeinträchtigen, wird dadurch vollständig vermieden.
  • Die Wahl der Grundstoffe, also der Flanschen und Muffen nach Abb. i, die Ausbildung dieser Teile, die Wahl der verschiedenen sonstigen Grundstoffe, der Zugstangen und Zugspiralen sowie die Wahl der eigentlichen Schleudermasse 6 und 12 kann ganz nach Erfordernis erfolgen. Die Zugstangen 3 und 9 und die Zugspiralen q. und 5 bzw. io und i1 können durch Zugelemente beliebiger Art ersetzt werden. Sind nach Abb. i und 2 Drähte angenommen, so besteht natürlich auch die Möglichkeit, statt solcher entsprechend geschlitzte oder gelochte zylindrische Einlagebleche, entsprechend profiliertes Streckmetall o. dgl. in Anwendung zu bringen.
  • Besonders auch unter Berücksichtigung, daß solche die Grundstoffe verbindenden Schleudermassen 6 und 12 nicht nur aus spezifisch schweren, sondern auch aus spezifisch sehr leichten Körpern sich zusammensetzen können, im Gegensatz zu den vielleicht sehr schweren Grundstoffen, aus denen die Flanschen und Muffen i bzw. 7 oder auch die Zugspiralen gebildet sind, kann sich die Möglichkeit ergeben, daß mit sehr hohen Winkelgeschwindigkeiten und entsprechend sehr hohen Zentrifugalkräften, vielleicht für i, 2, ¢ und 5, gearbeitet werden muß, und es soll daher nach dem Gegenstand der Erfindung, um Schäden beim Schleudern zu begegnen, bei allen diesen Ausführungsmöglich- ; keiten auch für diesen Zweck stets Bedingung sein, daß vor der Schleudereng die Flanschen und Muffen i und 7 gegenüber den Teilen 3 und 9 und den damit verbundenen weiteren Teilen nicht starr miteinander verbunden waren, son- i dern daß entsprechend der Größe der Öffnungen und der sonst gewählten Verbindung durch Einbiegen von Haken, so, wie in Abb. i und 2 dargestellt, oder unter Benutzung einer Verknotung oder Umwicklung der Berührungsteile mit Bindedraht eine gewisse gegenseitige Bewegung und Verschiebung gegeben ist, so daß sich diese Hauptteile bei Beginn des Schleuderns einstellen und nach Aufgabe der zu schleudernden Rohstoffe durch diese selbst erst in eine feste gegenseitige Verbindung und Abhängigkeit gebracht werden. Es sind mithin die zu schleudernden Rohstoffe das Verbindungsmittel für zwei oder mehrere Hauptteile, die nicht starr, also durch Vergießen oder Verschweißen vorher miteinander verbunden waren.
  • Abb. 3 zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel eines einfachen Muffenrohres. 13 ist das Skelett, 14 die eigentliche Gußmasse, 15 und 16 sind Muffen, die, wie aus Abb. 3 ersichtlich, mit 13 ursprünglich verhakt sind. 17 und 18 sind die entsprechenden Öffnungen hierfür.
  • Eine Ausbildung von Flanschen- und Muffenrohren gemäß dem Gegenstand der Erfindung unter Benutzung von solchen bis zu dem Beginn der eigentlichen Schleuderung voneinander unabhängigen Konstruktionselementen, mit der Möglichkeit, diese Elemente und Rohstoffe ganz nach den Erfordernissen, die in physikalischer und chemischer Hinsicht an die Flanschen, Muffen und den eigentlichen Rohrkörper gestellt werden, wählen zu können, hat große Vorteile zur Folge.
  • Es bietet der Gegenstand der Erfindung dadurch, daß die einzelnen Konstruktionselemente dem Einfluß der Zentrifugalkraft beim Schleudern unabhängig voneinander unterlegen sind, auch die Möglichkeit, zum Teil auch gegen Stoß und Erschütterungen empfindlicher Konstruktionselemente in Anwendung zu bringen, auch solche keramischer Art, wie daher auch die Möglichkeit gegeben ist, so nach dem Gegenstand der Erfindung die Endteile eines Formlings auch gegen elektrische Überschläge isolieren zu können, die elektrischen Eigenschaften eines Rohres in beliebiger Weise zu ändern, auch Halbleiter herzustellen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Flanschen und Muffenrohren aus beliebigen Baustoffen nach dem Schleuderverfahren mit innerer Armierung, dadurch gekennzeichnet, daß die Muffen oder Flanschen (1, 7, 15, 16) mit Zugstangen oder ähnlichen Armierungsteilen (3, q.) vor dem Guß in der Form lose oder in einer zusammenhängenden Verknüpfung, die lose oder nachgiebig ist, aufgehängt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß diese lose oder nachgiebige Verbindung zwischen Muffe und Flanschen einerseits und Zugstangen o. dgl. andererseits durch das Einhaken der Zugstangen in entsprechender Öffnung (2, 8, 17, 18) der Muffen oder Flanschen unmittelbar oder mittelbar geschieht.
DEN29547D 1928-11-10 1928-11-10 Verfahren zur Herstellung von Flanschen- und Muffenrohren mit innerer Armierung Expired DE515800C (de)

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