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Verfahren zur Herstellung von Flanschen- und Muffenrohren mit innerer
Armierung Das Schleudern von Formlingen beliebiger Art ist bekannt. Auch Flanschen-
und Muffenrohre werden durch Schleudern hergestellt, meistens derart, daß die Flanschen
und Muffen aus dem gleichen Material wie das eigentliche Rohr gebildet werden.
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Als Beispiele dafürmögendienen: geschleuderte Rohre in Eisenguß, ferner
Schleuderrohre aus Beton und Eisenbeton. Bei letzteren dürfte wohl ausschließlich
das Anschleudern von Muffen üblich gewesen sein.
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Außer diesen Formlingen, als Flanschen- und Muffenrohre ausgebildet,
und zwar durchgängig aus gleichem Material, also Metall, Gußeisen, Beton, Eisenbeton,
sind auch solche bekannt geworden, bei denen verschiedenartige Materialien in Anwendung
gebracht wurden. Hierzu gehören eisenarmierte Betonrohre mit gußeisernen Flanschen
und Muffen. Bei diesen bekannten Ausführungen, zu denen vielleicht auch Gußkörper
gerechnet werden können, die meistens in stehender Anordnung geschleudert werden
und für die man zum Teil die Plattierung von Eisen mit Kupfer oder das Einschleudern
eines anderen festen Körpers durch einen flüssigen Stoff, vielleicht auch durch
Schleudern das Zusammenbringen eines magnetischen Metalles mit einem nichtmagnetischen
behandelt hat, sind der Hauptsache nach stets zwei Materialien zu einem Ganzen durch
Schleudern vereint worden.
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Auch die erwähnten Betonrohre mit Eisenarmierung und gußeisernen Flanschen
und Muffen sind für den Fall eines Bekanntseins hierzu zu rechnen. Es werden bei
diesen die Eisenskelette aus Stahl oder Schmiedeeisen zuerst mit den Flanschen und
Muffen zusammen gegossen, das flüssige Eisen wird in bekannter Weise um das Stahlskelett
gegossen. Es ergibt sich mithin das bekannte Verschweißen, sie bilden einen einheitlichen
Körper. Erst nach dem Erkalten kann dann das gesamte Skelett als Ganzes mit den
entsprechend starr vergossenen Anschlußstücken an einem oder beiden Enden in eine
Schleuderform zweckentsprechender Art zur Formgebung des eigentlichen Rohres durch
Schleudern mittels Zementmörtel kommen und so die Einschleuderung eines festen Körpers
durch einen flüssigen Stoff erfolgen.
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Die sämtlichen Formlinge, welche in dieser bekannten Weise hergestellt
werden, bestehen mithin aus zwei Grundstoffen, z. B. den erwähnten flüssigen Stoffen,
vielleicht flüssigem Kupfer und flüssigem Eisen, die nach Entfernung einer Zwischenwand
zusammengeschleudert werden, vielleicht auch aus dem erwähnten festen Körper, der
irgendeinem Zwecke dient, mit einem flüssigen Metall zur Schleuderung kommt und
nach Erstarrung ein Ganzes bildet, oder es sind die Grundstoffe gebildet aus dem
erwähnten Skelett, einem unverrückbaren Metallkörper, vielleicht Eisen, durch Umgießen
von Eisen verfestigt, so daß auch hier in bekannter Weise nur eine Ausfüllung des
Skeletts mit Betonmörtel durch Schleudern erfolgen würde.
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Nach dem Gegenstand der Erfindung, der in der beiliegenden Zeichnung
dargestellt ist, werden nun stets zwei oder mehrere in einer
Schleuderform
lose oder nur verknüpfte aneinanderliegende feste Körper durch einen dazugebrachten
flüssigen Körper durch Schleudern zu einem Ganzen vereinigt, wobei die Körper untereinander
sich gegenseitig verschieben und einstellen, unabhängig voneinander den Gesetzen
der Zentrifugalkraft entsprechen können. Stets werden die Nachteile vermieden sowohl
in der Herstellung wie auch im Schleuderprozeß selbst, die dadurch gegeben sein
würden, daß zuerst aus zwei oder mehreren Körpern eine feste Verbindung hergestellt
wird und diese so starr verbundenen, also ein Ganzes bildenden Körper dem Schleuderverfahren
unterworfen werden.
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Abb. i zeigt den teilweisen Querschnitt eines Flanschenrohres, Abb.2
den eines Muffenrohres, Abb. 3 ein anderes Ausführungsbeispiel für ein Muffenrohr.
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In Abb. i, der teilweisen Darstellung des Querschnittes eines Flanschenrohres,
bedeutet i den eigentlichen Flansch. In bezug auf Querschnitt und Stärke kann dieser
beliebig gewählt werden, ebenso in bezug auf Material. Die Darstellung wie überhaupt
die Darstellung der nachfolgenden Skizzen ist nur eine beispielsweise. Dieser Flansch
hat bei 2 eine Öffnung, reichlich groß gewählt, rund oder länglich, und es ragt
in diese eine Zugstange 3 hinein, die wiederum mit den Zugspiralen q. und 5 entsprechend
verbunden ist. Am Umfang von i befindet sich eine gewisse Anzahl dieser Öffnungen
2, und dementsprechend sind auch die Zugstangen 3 angeordnet. Da es sich um die
Herstellung eines Rohres handelt, kann auf der anderen Seite das Spiegelbild gedacht
werden. 6 ist der Körper, der durch Schleudern aus dem Schleudergut durch Verdichtung
sich ergeben hat. In Abb. 2, der teilweisen Darstellung des Querschnittes eines
Muffenrohrs, bedeutet in entsprechender Weise 7 die Muffe mit der Öffnung 8, 9 ist
die Zugstange, io und ii sind die Zugspiralen, die in Verbindung mit den Zugstangen
9 stehen. Der eigentliche, durch Schleudern hergestellte Körper ist durch 12 bezeichnet.
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In beiden Fällen ist mithin. ein Rohr dadurch hergestellt worden,
das zur Bildung eines Formlings, also eines Ganzen, zweiverschiedene Grundstoffe,
beispielsweise der Flansch i und die gesamte Spirale, gebildet aus den Zugstangen
3, 4. und 5, zu einem ganzen Formling durch das eigentliche flüssige Schleudergut,
hier mit 6 bezeichnet, verbunden wurden. Oder es werden die Grundstoffe 7 mit 9,
io und ii gemäß Abb. 2 zu einem Ganzen vereinigt.
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Dabei ist nach der Erfindung vor der Schleudereng i und 3 bzw. 7 und
9 in keiner Weise starr miteinander verbunden, sondern es liegen die Teile nur lose
nebeneinander, leicht verhakt, unter Umständen etwas mit Draht umwickelt, in jedem
Falle stets so, daß bei einem Schleudern die Möglichkeit gegeben ist, daß sich das
gesamte System des Rotationskörpers i nach Abb. i vollständig unabhängig von dem
gesamten System des Rotationskörpers 3, q. und 5, also ganz zwanglos einstellen
kann, so daß das aufzugebende flüssige, diese Grundstoffe verbindende Gut 6 auch
die Festlegung der sich so ergebenden natürlichen Rotationslage bewirken kann und
im erstarrten Zustande einen vollständig einheitlichen, mit sämtlichen Einzelteilen
in Schwerpunktslage liegenden Körper erzeugt.
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Jeder Zwang, jede unglückliche zusätzliche Beeinflussung durch ein
vorheriges festes Zusammengießen von zwei Grundelementen wird dadurch vollständig
vermieden und selbstverständlich auch der Arbeitsaufwand dafür.
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Bei einem Arbeitsprozeß in dieser Weise, bei dem zusätzliche Schleuderkräfte
bei Schleudern nicht ausgelöst werden können, besteht auch nicht die Gefahr einer
Unwucht. Das Auftreten von störenden, insbesondere sich addierenden Schwingungen,
die die Schleuderarbeit sehr weitgehend beeinträchtigen, wird dadurch vollständig
vermieden.
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Die Wahl der Grundstoffe, also der Flanschen und Muffen nach Abb.
i, die Ausbildung dieser Teile, die Wahl der verschiedenen sonstigen Grundstoffe,
der Zugstangen und Zugspiralen sowie die Wahl der eigentlichen Schleudermasse 6
und 12 kann ganz nach Erfordernis erfolgen. Die Zugstangen 3 und 9 und die Zugspiralen
q. und 5 bzw. io und i1 können durch Zugelemente beliebiger Art ersetzt werden.
Sind nach Abb. i und 2 Drähte angenommen, so besteht natürlich auch die Möglichkeit,
statt solcher entsprechend geschlitzte oder gelochte zylindrische Einlagebleche,
entsprechend profiliertes Streckmetall o. dgl. in Anwendung zu bringen.
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Besonders auch unter Berücksichtigung, daß solche die Grundstoffe
verbindenden Schleudermassen 6 und 12 nicht nur aus spezifisch schweren, sondern
auch aus spezifisch sehr leichten Körpern sich zusammensetzen können, im Gegensatz
zu den vielleicht sehr schweren Grundstoffen, aus denen die Flanschen und Muffen
i bzw. 7 oder auch die Zugspiralen gebildet sind, kann sich die Möglichkeit ergeben,
daß mit sehr hohen Winkelgeschwindigkeiten und entsprechend sehr hohen Zentrifugalkräften,
vielleicht für i, 2, ¢ und 5, gearbeitet werden muß, und es soll daher nach dem
Gegenstand der Erfindung, um Schäden beim Schleudern zu begegnen, bei allen diesen
Ausführungsmöglich- ; keiten auch für diesen Zweck stets Bedingung sein, daß vor
der Schleudereng die Flanschen und Muffen i und 7 gegenüber den Teilen 3 und 9 und
den damit verbundenen weiteren Teilen nicht starr miteinander verbunden waren, son-
i dern daß entsprechend der Größe der Öffnungen und der sonst gewählten Verbindung
durch
Einbiegen von Haken, so, wie in Abb. i und 2 dargestellt,
oder unter Benutzung einer Verknotung oder Umwicklung der Berührungsteile mit Bindedraht
eine gewisse gegenseitige Bewegung und Verschiebung gegeben ist, so daß sich diese
Hauptteile bei Beginn des Schleuderns einstellen und nach Aufgabe der zu schleudernden
Rohstoffe durch diese selbst erst in eine feste gegenseitige Verbindung und Abhängigkeit
gebracht werden. Es sind mithin die zu schleudernden Rohstoffe das Verbindungsmittel
für zwei oder mehrere Hauptteile, die nicht starr, also durch Vergießen oder Verschweißen
vorher miteinander verbunden waren.
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Abb. 3 zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel eines einfachen Muffenrohres.
13 ist das Skelett, 14 die eigentliche Gußmasse, 15 und 16 sind Muffen, die, wie
aus Abb. 3 ersichtlich, mit 13 ursprünglich verhakt sind. 17 und 18 sind die entsprechenden
Öffnungen hierfür.
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Eine Ausbildung von Flanschen- und Muffenrohren gemäß dem Gegenstand
der Erfindung unter Benutzung von solchen bis zu dem Beginn der eigentlichen Schleuderung
voneinander unabhängigen Konstruktionselementen, mit der Möglichkeit, diese Elemente
und Rohstoffe ganz nach den Erfordernissen, die in physikalischer und chemischer
Hinsicht an die Flanschen, Muffen und den eigentlichen Rohrkörper gestellt werden,
wählen zu können, hat große Vorteile zur Folge.
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Es bietet der Gegenstand der Erfindung dadurch, daß die einzelnen
Konstruktionselemente dem Einfluß der Zentrifugalkraft beim Schleudern unabhängig
voneinander unterlegen sind, auch die Möglichkeit, zum Teil auch gegen Stoß und
Erschütterungen empfindlicher Konstruktionselemente in Anwendung zu bringen, auch
solche keramischer Art, wie daher auch die Möglichkeit gegeben ist, so nach dem
Gegenstand der Erfindung die Endteile eines Formlings auch gegen elektrische Überschläge
isolieren zu können, die elektrischen Eigenschaften eines Rohres in beliebiger Weise
zu ändern, auch Halbleiter herzustellen.