DE521696C - Stehender Ofen zum Trocknen oder Schwelen von stueck- oder staubfoermigem Gut, insbesondere Kohle - Google Patents
Stehender Ofen zum Trocknen oder Schwelen von stueck- oder staubfoermigem Gut, insbesondere KohleInfo
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- C10B—DESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
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Description
- Stehender Ofen zum Trocknen oder Schwelen von stück- oder staubförmigem Gut, insbesondere Kohle Uni ein wirtschaftliches Trocknen oder Schwelen in Großbetrieben zu erreichen, ist es wichtig, daß eine möglichst gute Wärmeübertragung von der Heizfläche auf das zu erwärmende Gut erreicht wird, besonders dann. wenn die Temperaturdifferenz. zwischen Heizmittel und dem zu erwärmenden Stoff nur gering gehalten «-erden darf und das zu trocknende oder ztt schwelende Material nur eine sehr schlechte Wärmeleitfähigkeit besitzt, wie dies z. B. bei der Kohle der Fall ist. -Man hat nun diese Schwierigkeiten dadurch zu beheben versucht, daß man das zu behandelnde Gut in dünne Schichten unterteilte und dauernd wendete (Drehofen). Bei der Unterteilung in dünne Schichten lastete jedoch das Gilt übereinander, so daß dasselbe an den Heizflächen herabrutschte und infolgedessen immer nur dieselben Teile des Schwelgutes reit der Heizfläche in Berührung kamen. Die Folge hiervon war, daß die von der Heizfläche weiter entfernt liegenden Teile weniger erwärmt wurden, so daß die Güte und Menge der Endprodukte nicht den erstrebten Bedingungen entsprach.
- Der liegende Drehofen vermeidet zwar diese Nachteile zum Teil, hat dafür aber eine große Staubentwicklung, die die Eigenschaften der Endprodukte stark beeinträchtigt; außerdem wird die Heizfläche noch unvollkommen ausgenutzt. Ferner kommen die sich entwickelnden Gase, z. B. die Kohlenschwefelgase, mit der nicht von der Kohle bedeckten Heizwand in unmittelbare Berührung, so daß leicht ein Kracken der Schwelgase eintreten kann.
- Es sind ferner stehende Öfen zum Trocknen oder Sch«-elen von stück- oder staubförmigem Gut bekannt geworden, deren einseitig beheizter Schwelschacht von ringförmigem Ausschnitt von wellenrohrförmigen oder ähnlichen Flächen bzw. Flächenteilen begrenzt ist, dergestalt, daß das Gut an den abschüssigen Flächenteilen der beteiligten Wandung in dünner Schicht herabrieselt und unterhalb, also zwischen dieser und der nächsten Rieselfläche durch einen vorspringenden abschüssigen Flächenteil der gegenüberliegenden Schachtwand gestaut und gesammelt wird. Hierbei haben diese Flächen aber eine größere Neigung als die natürliche Böschung des Gutes und können daher die unteren Schichten des Gutes im Schachte nicht so weit als für den Ofenbetrieb wünschenswert entlasten. Erfindungsgemäß werden alle oben angeführten Nachteile beim Trocknen oder Schwelen von stück- oder staubförmigem Gut dadurch vermieden, daß die zwischen die Heizflächen eingeschalteten Sammelräume mit (im Falle der Ruhe) das Rieseln unter'brechend'en Stützflächen (welche also schwächer geneigt sind als die natürliche Böschung) und mit einer Austragsvorrichtung versehen sind in Gestalt einzelner Vorsprünge an einer einem Umdrehungskörper entsprechenden und zu den anderen Wänden des Sammelraumes eine Relativbewegung ausführenden Wand des Sammelraumes. Zwischen den einzelnen mit den Stützflächen der erläuterten Art versehenen Sammelräumen rieselt das Gut bei Drehung der einen Schachtwand kaskadenartig durch die ganze Höhe des Ofens, ohne daß die unteren Schichten eine höhere Belastung erfahren als die höheren Zonen. Das in dünner Schicht über die Heizfläche fließende Gut wird dabei dauernd umgewendet, und die entstehlenden Dämpfe oder Schwelgase können leicht abgesaugt «erden, wobei eine Verunreinigung der Dämpfe oder Gase durch Staub weitgehend vermieden wird. Die entstehenden Gase und Dämpfe haben keine dickere Gutschicht zu durchdringen, und das Gut fällt auch nicht größere Strecken frei herab wie bei anderen Ofen.
- In der Zeichnung ist beispielsweise eine Ausführungsform des Ofens nach der Erfindung im Längsschnitt veranschaulicht. Der Trocken- oder Schwelofen besteht aus einem inneren Hohlzylinder a aus Schamotte oder einem anderen geeigneten Material, welcher von einem äußeren Hohlzylinder b aus Gußeisen o. dgl. umschlossen ist. Dieser äußere Mantel setzt sich als Wehrohr aus einzelnen gleichachsigen, dem Böschungswinkel des Gutes angepaßten Kegelstümpfen c zusammen und dient als Heizfläche für das bei d in den Ofen eingeführte Schwelgut. Zwischen den einzelnen hintereinandergeschalteten Rieselflächen sind durch den Ringmantel e gebildete Sammelräume f vorgesehen, aus denen das Gut durch sich drehende Schaufeln g auf die jeweils nachfolgende Rieselfläche so ausgetragen wird, daß der Rieselvorgang durch Stauung nicht unterbrochen werden kann. Sind die Heizflächen wie bei dem Ausführungsbeispiel teilweise nach unten gerichtet, so rieselt das Gut auf Flächen, die diese Heizflächen in geringem Abstand umgeben, herab, bis die Heizflächen selbst wieder als Rieselflächen dienen können. Aus dem unteren Sammelraum la wird das während seines Herabrieselns über die einzelnen Rieselflächen getrocknete oder geschwelte Gut mittels sich drehender Schaufeln i der Abführungsleitung k zugeführt. Die Drehung der Schaufeln g bzw. i wird dadurch bewirkt, daß sie an dem Hohlzylinder b befestigt sind, der sich seinerseits infolge seines Schneckenantriebes l dreht.
- Natürlich können auch bei feststehenden Rieselflächen die Sammelräume mit oder ohne ihre anschließenden Ahführungsflächen drehbar angeordnet sein oder es können sich bei feststehenden Ringmänteln e und Rieselflächen die in den Sammelkammern angeordneten Austragevorrichtungen allein drehen. Die Flächen der Zu- bzw. Abführungsvorrichtungen werden zweckmäßig einstellbar gemacht, so daß ihre Wirkung dem jeweiligen Rieselvorgang angepaßt werden kann.
- Die Beheizung des Trocken- oder Schwelofens erfolgt durch den Brenner in, aus welchem die Heizgase stichflammenartig in das Innere des als Heizkörper dienenden Hohlkegels a hineinschlagen. Nach erfolgter Umkehrung in dem Hohlzylinder a, der als Strahlkörper dient, werden die Heizgase durch Öffnungen iz in einen zwischen dem als Heizfläche ausgebildeten äußeren Mantel b und dem Hohlzylinder a vorgesehenen Ringraum o geleitet, um nach Abgabe ihrer Wärme an die Heizflächen bei p den Ofen zu verlassen. Bei dieser Führung der Gase wird die Heizfläche nicht nur durch die Gase selbst, sondern auch durch die strahlende Wärme des Ofenzylinders a möglichst wirtschaftlich und gleichmäßig erwärmt.
- Die Heizung kann natürlich auch auf andere Weise erfolgen. Die sich bei der Beheizung der Sammelkörper bil'd'enden Dämpfe bzw. Schwelgase treten durch im Ringmantel e befindliche Öffnungen nach außen und werden durch die Leitung q abgeführt.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Stehender Ofen zum Trocknen oder Schwelen von stück- oder staubförmigem Gut, insbesondere Kohle, bei welchem die Heizfläche in eine Reihe von geneigten und zwischen Sammelräumen für das Gut liegenden Heizflächen unterteilt ist, wobei das Gut aus den Sammelräumen den Heizflächen derart zugeführt wird, daß es in dünner Schicht an den Heizflächen herabrieselt, dadurch gekennzeichnet, daß die zwischen die Heizflächen eingeschalteten Sammelräume mit das Rieseln unterbrechenden Stützflächen und mit einer Austa-agevorrichtung (g) versehen sind in Gestalt einzelner Vorsprünge an einer einem Umdrehungskörper entsprechenden und zu den anderen Wänden des Sammelraumes eine Relativbewegung ausführenden Wand des Sammelraumes.
- 2. Ofen nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß die die Zuführung des Gutes bewirkenden Schaufelflächen (g) der Austragevorrichtung einstellbar sind.
- 3. Ofen nach Anspruch i und 2, .dadurch gekennzeichnet, daß bei der Ausbildung der Heizflächen als wellenförmiges Standrohr (c) im Anschluß an die die weitesten Querschnitte des Wellrohres ringförmig umschließenden Sammelräume (f) im Abstand von der Unterseite der Wellen kegelförmige Führungsbleche angeordnet sind. q.. Ofen nach Anspruch r bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die als wellenförmiges Standrohr ausgebildete Heizfläche eine Drehbewegung ausführt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW62245D DE521696C (de) | 1922-10-06 | 1922-10-06 | Stehender Ofen zum Trocknen oder Schwelen von stueck- oder staubfoermigem Gut, insbesondere Kohle |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| DE521696C true DE521696C (de) | 1931-03-26 |
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ID=7606522
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW62245D Expired DE521696C (de) | 1922-10-06 | 1922-10-06 | Stehender Ofen zum Trocknen oder Schwelen von stueck- oder staubfoermigem Gut, insbesondere Kohle |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE521696C (de) |
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1922
- 1922-10-06 DE DEW62245D patent/DE521696C/de not_active Expired
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