DE524143C - Flussmittel zum Schweissen oder Hartloeten von Magnesium und magnesiumreichen Legierungen - Google Patents
Flussmittel zum Schweissen oder Hartloeten von Magnesium und magnesiumreichen LegierungenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23K—SOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
- B23K35/00—Rods, electrodes, materials, or media, for use in soldering, welding, or cutting
- B23K35/22—Rods, electrodes, materials, or media, for use in soldering, welding, or cutting characterised by the composition or nature of the material
- B23K35/36—Selection of non-metallic compositions, e.g. coatings or fluxes; Selection of soldering or welding materials, conjoint with selection of non-metallic compositions, both selections being of interest
- B23K35/3601—Selection of non-metallic compositions, e.g. coatings or fluxes; Selection of soldering or welding materials, conjoint with selection of non-metallic compositions, both selections being of interest with inorganic compounds as principal constituents
- B23K35/3603—Halide salts
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Description
. Erich Lüder in Berlin
Zur Erzeugung von Schweiß- oder Hartlötstellen an Magnesium oder magnesiumreichen
Legierungen hat man mehrfach vorgeschlagen, neben einem Zusatzstab aus dem gleichen Material oder einem magnesiumreichen
Hartlot ein Flußmittel zu verwenden, das den für die Zwecke der Aluminiumschweißung
und -hartlötung bekannten Flußmitteln ähnlich ist. Solche Flußmittel bestehen im allgemeinen aus Gemischen von
Halogeniden der Alkali-, Erdalkali- und Erdmetalle. Unter diesen Salzen finden wiederum
die Chloride, insbesondere das hygroskopische Lithiumchlorid, bevorzugte Anwendung.
Bei der Benutzung solcher Flußmittel tritt schon beim Aluminium häufig der Übelstand
auf, daß Flußmittelreste, die infolge nicht ganz korrekter Arbeitsweise auf oder in
der Aluminiumschweiß- bzw. -lötstelle ver-
ao bleiben, nach einiger Zeit den Anlaß zu Anfressungen geben; denn sie ziehen aus der
Luft Wasser an und bilden eine Salzlösung, die das Metall angreift. Man muß also schon
beim Aluminium darauf achten, daß die hygroskopische Chloride enthaltenden Flußmittel
nach der Arbeit gründlich entfernt werden. In weit höherem Grade treten Anfressungen
auf, wenn man solche Flußmittel zum Schweißen oder Löten von Magnesium und Magnesiumlegierungen
benutzt. Dieser Übelstand beruht darauf, daß erstens das Magnesium chemisch leichter angreifbar ist als das Aluminium,
und daß zweitens bei Umsetzungen zwischen dem chloridhaltigen Flußmittel und dem Magnesium stets das außerordentlich
hygroskopische Magnesiumchlorid auftritt, welches in den feinen Poren der Schweißoder
Lötstelle und besonders bei dicken Gußstücken in deren Umgebung haftenbleibt und
sich praktisch nicht entfernen läßt, so daß solche Lot- oder Schweißstellen nach einiger
Zeit beginnen, sich mit einem weißen Beschlag zu bedecken, also zu korrodieren.
Gegenstand der Erfindung ist es nun, diesen Übelstand zu beheben bzw. auf ein Mindestmaß
einzuschränken durch Verwendung von Flußmitteln, die einerseits selbst nicht hygroskopisch
sind, andererseits keine Chlorverbindungen enthalten, so daß bei ihrer Verwendung
kein Magnesiumchlorid auf der Schweiß- oder Lötstelle entstehen kann. Die zu lösende Aufgabe wurde erschwert, da der
vom Aluminium her bekannte Weg, nichthygroskopische Berylliumsalze zu verwenden,
zu keinem günstigen Ergebnis führte, und da es nach den bisherigen Erkenntnissen nur
unter Zuhilfenahme von Chlorverbindungen gelungen ist, gut wirkende Flußmittel herzu-
stellen. Die Umgehung der Chlorverbindungen erforderte zahlreiche systematische Versuchsreihen,
die sich auf die Wirkungsweise einzelner und mehrerer Salze in komplizierten
Mischungen erstreckten.
Hierbei wurden schließlich Mischungen gefunden,
die als Flußmittel für Magnesium und Magnesiumlegierungen vorzüglich geeignet sind. Sie bestehen im wesentlichen aus '
ίο einem MehrstofTgemisch. von nicht hygroskopischen
Bromiden oder Jodiden oder beiden Arten von Halogensalzen der Alkali- und Erdalkali-
und gegebenenfalls auch der Erdmetalle unter Zusatz einer oder mehrerer Fluorverbindungen. Obwohl ihre Wirkungstemperatur und oxydlösende Wirkung der von
chloridhältigen Flußmitteln gleichkommt, zeigen sich an den damit ausgeführten Schweißungen
und Lötungen selbst nach monatelangem Lagern an der Luft keinerlei Anfressungen.
Unter anderem hat sich folgende Mischung als brauchbar erwiesen:
5O°/0 Kaliumbromid,
2o°/0 Natriumbromid,
2o°/0 Calciurnbromid,
5O°/0 Kaliumbromid,
2o°/0 Natriumbromid,
2o°/0 Calciurnbromid,
5°/0 Strontiumbromid,
5°/0 Fluoride.
5°/0 Fluoride.
Claims (1)
- Patentanspruch:
Flußmittel zum Schweißen oder Hartlöten von Magnesium und magnesiumreichenLegierungen, dadurch gekennzeichnet, daß es unter Vermeidung von Chloriden und sonstigen hygroskopischen Salzen aus einem Mehrstoffgemisch besteht, das außer den Bromiden und/oder Jodiden der Alkalien gleichzeitig dieBrom- und/oder Jodsalze der alkalischen Erden und gegebenenfalls auch der Erden sowie ein oder mehrere Fluorsalze enthält.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER79250D DE524143C (de) | 1929-09-17 | 1929-09-17 | Flussmittel zum Schweissen oder Hartloeten von Magnesium und magnesiumreichen Legierungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER79250D DE524143C (de) | 1929-09-17 | 1929-09-17 | Flussmittel zum Schweissen oder Hartloeten von Magnesium und magnesiumreichen Legierungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE524143C true DE524143C (de) | 1931-05-02 |
Family
ID=7415990
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER79250D Expired DE524143C (de) | 1929-09-17 | 1929-09-17 | Flussmittel zum Schweissen oder Hartloeten von Magnesium und magnesiumreichen Legierungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE524143C (de) |
-
1929
- 1929-09-17 DE DER79250D patent/DE524143C/de not_active Expired
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