DE524248C - Verfahren zur Gewinnung von Druckwasser in Karstgegenden - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Druckwasser in Karstgegenden

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DE524248C
DE524248C DEG63680D DEG0063680D DE524248C DE 524248 C DE524248 C DE 524248C DE G63680 D DEG63680 D DE G63680D DE G0063680 D DEG0063680 D DE G0063680D DE 524248 C DE524248 C DE 524248C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02BHYDRAULIC ENGINEERING
    • E02B7/00Barrages or weirs; Layout, construction, methods of, or devices for, making same

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Sewage (AREA)

Description

  • Verfahren zur Gewinnung von Druckwasser in Karstgegenden Zu den Karsterscheinungen gehören ganz oder teilweise unterirdisch fließende dauernde oder periodische Wasserläufe oder sonstige Ansammlungen versunkenen Wassers, deren Abflüsse als eine oder mehrere Quellen. Quelltöpfe, Teiche usw. zutage treten.
  • Im Gegensatz zu Grundwasserströmungen stellen unterirdische Karstwasserräume überdeckte felsige Täler dar, auf deren Sohle sich \-ersunkenes Wasser zwischen Gestein hindurchzwängt, sich in Kolken ausbreitet, als Wasserfälle über Steinbarrieren stürzt usw., wie es auch oberirdisches Gebirgswasser tut.
  • Wie über oberirdischen Gewässern, so lagert auch über unterirdischen Karstgewässern Luft, so daß die unterirdischen Karsträume aus einem unteren wassergefüllten und einem oberen luftgefüllten Teil bestehen.
  • Die bisherigen Quellfassungen beschränkten sich auf die Gewinnung von Wasser aus dem unteren, von Natur aus wassergefüllten f-lohlraumteile. Versuche, in den luftgefüllten Hohlraumteil Wasser hineinzuzwängen, scheiterten an dem Nachlassen der Ergiebigkeit der Quellen bis zum völligen Versiegen, weil man eintretende höhere Nebenabflüsse nicht aufzufinden und abzudichten versuchte. Deshalb begnügte man sich bei versinkenden Karstgewässern zwecks Gewinnung eines Höhenunterschiedes und Wasserdruckes bisher darauf, das Wasser vor dem Versinken abzufangen, und stellte statt des natürlichen Hohlraumes künstliche Wasserwege in Gestalt von Stollen, Schächten, Bohrlöchern, Kanälen usw. her, mittels deren man das abgefangene Wasser weiterleitete. Erst diesen in solcher künstlichen Weise gewonnenen Höhenunterschied verwendete man zur Druckwassererzeugung. Man ließ nicht nur den Luftraum unbenutzt, sondern sogar den unteren wassergefüllten Hohlraumteil, indem man ihn durch das oberirdische Abfangen des Wassers trockenlegte.
  • Auch faßte man bisher Karstduellen nicht, um den unterirdischen Naturweg zur Druckgewinnung zu benutzen, sondern nur, um ihre oberirdische Abflußstrecke zu einem Kunstwasserwege umzubauen und dann erst mittels des letzten Gefälle und Druck zu erzeugen.
  • Die Erfindung bezieht sich auch nicht auf unterirdische wassergefüllte Hohlraumteile, welche durch einen Kunstwasserweg in Gestalt eines Bohrloches, Stollens usw. erst erschlossen werden müssen, sondern auf solche unzugängliche Raumteile und insbesondere überlagernde lufterfüllte Hohlraumteile, welche bereits einen natürlichen Abfluß in Gestalt von Quellen aufweisen, also einen wasserführenden Naturweg darstellen.
  • Die Erfindung bezweckt die Erzeugung einer Druckerhöhung in dem von Natur kostenlos dargebotenen, bisher nicht benutzten überdeckten Tal und den Fortfall aller kostspieligen Kunstwasserwegbauten.
  • Die Erfindung besteht darin, daß man den Verschluß nicht mehr am Ausflußende eines Kunstwasserweges anordnet, sondern an demjenigen des Naturweges selbst.
  • Der Verschluß kann in bekannter Weise als Dammauer, Dammtüre, Druckraum, Windkessel, Druckwasserschloß usw. sowie auch ein- oder mehrteilig ausgebildet «-erden.
  • Der Naturwasserweg kann auch mit künstlichen oder natürlichen Wasserspeichern, Stauweihern, Talsperren, Seen usw. kombiniert «-erden, ohne den Rahmen der Erfindung zu überschreiten.
  • Um aus dem luftgefüllten Raumteil die Luft verdrängen und durch Wasser ersetzen zu können, entnimmt man unten aus dem Verschluß weniger Wasser als oben zufließt. Dadurch steigt das Wasser im Raumteile in die Höhe, und es entsteht im \ aturwässerwege Druckwasser.
  • Auf diese Weise ersetzt das gänzlich kostenlos zur Verfügung stehende überdeckte Tal den kostspieligen Kunstwasserweg.
  • Da der Naturwasserweg oft große Entfernungen unterirdisch durchdringt, z. B. .4o km, so ist der wirtschaftliche Erfolg der Erfindung durch Ersparnis der Baukosten für einen langen Kunstwasserweg offensichtlich.
  • Das gemäß der Erfindung gewonnene Druckwasser kann für alle Zwecke verwendet werden, so z. B. für Wasserversorgungs-, Krafterzeugungs- und Bewässerungszwecke u. ä.-

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Gewinnung von Druckwasser in Karstgegenden, dadurch gekennzeichnet, daß am Abflußende eines natürlichen unterirdischen Wasserweges ein oder mehrere regelbare Verschlüsse angeordnet werden, welche den Naturweg selbst dauernd mit Druckwasser anfüllen.
DEG63680D 1925-03-10 1925-03-10 Verfahren zur Gewinnung von Druckwasser in Karstgegenden Expired DE524248C (de)

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