DE52664C - Verfahren zur Abteufung von Schächten etc. in schwimmendem Gebirge - Google Patents

Verfahren zur Abteufung von Schächten etc. in schwimmendem Gebirge

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DE52664C
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DE
Germany
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tunnel
mountains
section
floating
frost
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Expired - Lifetime
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DENDAT52664D
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English (en)
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F. H. POETSCH in Magdeburg, Breiteweg 4
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21DSHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
    • E21D1/00Sinking shafts
    • E21D1/10Preparation of the ground
    • E21D1/12Preparation of the ground by freezing

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Excavating Of Shafts Or Tunnels (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 5: Bergbau.
Soll eine Strecke oder ein Tunnel oder ein Stollen im schwimmenden oder wasserreichen Gebirge aufgefahren werden, so verfahre ich, unter Anwendung des Gefrierverfahrens, in folgender Weise: Ich bohre von der Erdoberfläche aus bis in den Stollen oder Tunnel, oder bis in die Strecke b, welche im Schwimmsande oder in sehr wasserreichem Gebirge fortgesetzt werden soll, ein Bohrloch a, erweitere die vorhandene Strecke, den Tunnel oder Stollen b in den beiden Stöfsen, sowie in der Sohle und Firste und bohre nach irgend einem bekannten Verfahren die Bohrlöcher c mit geringem Ansteigen in das zu durchörternde Gebirge ein, führe in diese Bohrlöcher c Gefrierapparate von bekannter Construction ein oder verschliefse die mit einem Bohrschuh versehenen Bohrlöcher c durch einen Kolben d, welcher durch das Einströmungsrohr e mittelst der auf dem Deckel f des Kreuzstutzens g sitzenden, mehr oder weniger anziehbaren Muffe m fest an den Röhrenschuh h gedrückt werden kann, und verbinde die Einströmungsröhren e mit dem Vertheilungsrohr k, dagegen das Rohr i mit dem Sammelrohr Z. Das Vertheilungsrohr k wird durch das Einfallrohr η mit kalter Lauge gespeist, und aus dem Sammelrohr I wird die zurückkehrende Lauge durch das Steigrohr s zur Kälteerzeugungsmaschine zurückgeleitet. Das Einfallrohr η und das Steigrohr s sind von der Oberfläche der Erde aus durch das Bohrloch α bis in die Strecke, den Tunnel oder Stollen hinabgeleitet und gemeinschaftlich durch ein die Wärme schlecht leitendes Material umhüllt, so dafs möglichst wenig Kälte auf dem Wege bis zu den Gefrierapparaten verloren geht.
Sind sämmtliche Gefrierapparate in die Bohrlöcher c eingesetzt und mit dem Vertheilungs- und Sammelrohr verbunden, so, wird durch das Einfallrohr η kalte Lauge oder kalte Luft durch diese Gefrierapparate so lange geleitet, bis die Frostcylinder um die Bohrlöcher c, Fig. 2, herum zusammengewachsen und so stark geworden sind, dafs man unter dem Schutz des entstandenen liegenden Frostcylinders die Strecke, den Tunnel oder Stollen rr' auffahren bezw. ausschachten oder verzimmern kann.
Ist der Theil der Strecke r r' vollendet, so bohrt man zunächst die Bohrlöcher c', besetzt sie mit Gefrierröhren und bildet durch diesen zweiten Satz Gefrierröhren von beliebiger Länge einen verlängerten Frostcylinder um die Bohrlöcher c' herum, schachtet den Raum r' r" aus und baut ihn ebenfalls einstweilen provisorisch aus. Nachdem man auch durch einen dritten Satz Gefrierröhren den Frostcylinder und die Strecke, den Tunnel etc. noch mehr verlängert hat, nimmt man die provisorische Zimmerung in dem Streckentheil r r' in dem Mafse heraus, als man diesen Streckentheil rr' definitiv mit Holz, Mauerung oder Eisen ausbaut und die
Zwischenräume q mit Thon oder Letten ausstampft.
Nachdem der Streckentheil r r' oder r' r" u. s. w. definitiv ausgebaut und unterstützt ist, werden die Gefrierapparate und die Bohrröhren aus den Bohrlöchern c herausgezogen und zur weiteren Verlängerung der Strecke, des Tunnels etc. benutzt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die Ausführung des unter No. 250*15 patentirten Gefrierverfahrens in der Weise, dais kalte Flüssigkeit oder Luft in Röhren (n s) durch ein Bohrloch (a) oder durch einen Hülfsschacht oder durch eine Hülfsstrecke bis in die vor dem Arbeitsstofs im Strecken- oder Tunnelinnern aufzustellenden Vertheilungs- und Sammelrohren (e und i) geleitet und zurückgeleitet wird, von wo aus diese Kälteflüssigkeit oder -Luft durch Umlauf in verrohrten Bohrlöchern zur Bildung eines liegenden Frostcylinders benutzt wird, um unter dem Schutz dieses waagrechten Frostcylinders in waagrechter oder geneigter Richtung eine Strecke, einen Tunnel oder Stollen im wasserreichen Gebirge absatzweise ausschachten und endgültig ausbauen zu können.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT52664D Verfahren zur Abteufung von Schächten etc. in schwimmendem Gebirge Expired - Lifetime DE52664C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE970101C (de) * 1952-03-07 1958-08-28 Svenska Skifferolje A B Verfahren zum Entgasen bituminoeser geologischer Vorkommen in ihrer natuerlichen Lagerstaette
EP0077943A1 (de) * 1981-10-13 1983-05-04 Linde Aktiengesellschaft Verfahren zur Erstellung eines Tunnels

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DE970101C (de) * 1952-03-07 1958-08-28 Svenska Skifferolje A B Verfahren zum Entgasen bituminoeser geologischer Vorkommen in ihrer natuerlichen Lagerstaette
EP0077943A1 (de) * 1981-10-13 1983-05-04 Linde Aktiengesellschaft Verfahren zur Erstellung eines Tunnels

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