DE53478C - Längs-Scheermaschine - Google Patents

Längs-Scheermaschine

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DE53478C
DE53478C DENDAT53478D DE53478DA DE53478C DE 53478 C DE53478 C DE 53478C DE NDAT53478 D DENDAT53478 D DE NDAT53478D DE 53478D A DE53478D A DE 53478DA DE 53478 C DE53478 C DE 53478C
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DE
Germany
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roller
lever
shear
cloth
seam
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DENDAT53478D
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E. GeSS-NER JR. in Aue, Sachsen
Publication of DE53478C publication Critical patent/DE53478C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06CFINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
    • D06C13/00Shearing, clipping or cropping surfaces of textile fabrics; Pile cutting; Trimming seamed edges

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der Betrieb der Tuch-Scheermaschinen bringt es mit sich, dafs der Scheercylinder jedesmal aufgehoben werden mufs, wenn die Nähte des laufenden Tuches den Scheertisch passiren. Ein Versäumen dieser Vorsicht würde die Beschädigung der Waare durch den Cylinder zur Folge haben, weshalb eine unausgesetzte. Beaufsichtigung der Maschine erforderlich ist, was aber allgemein als ein grofser Uebelstand empfunden wird.
Die nachstehend beschriebene Maschine soll diesem Uebelstande abhelfen. Ihre Anwendung macht die ständige Beaufsichtigung entbehrlich und ermöglicht es, dieselbe während des Betriebes sich selbst zu überlassen, ohne Gefahr, dafs die Naht der Waare mit dem rotirenden Scheercylinder in Berührung kommt. Das Wesentliche der Erfindung besteht in der Anwendung eines sich an die laufende Waare anlegenden oder in unmittelbarer Nähe derselben gehaltenen Fühlers oder Tasters, wel-, eher, sobald er mit einer Naht oder Unebenheit der Waare in Berührung kommt, direct oder indirect einen Mechanismus in Bewegung setzt,· der entweder den Scheercylinder aufhebt, während die .Tuchnaht über den Scheertisch passirt, oder aber die Maschine oder die laufende Waare zum Stillstand bringt, sobald die Naht oder eine Unebenheit im Tuch in die Nähe des Scheercylinders gelangt. Bei Maschinen mit mehreren Scheercylindern kann entweder für jeden einzelnen derselben ein Fühler mit Mechanismus zum Aufheben in Anwendung kommen, oder es werden durch nur einen Mechanismus mehrere Cylinder nach einander oder gleichzeitig aufgehoben. Um den Arbeiter auf das Herannahen oder Durchpassiren der Naht aufmerksam zu machen, kann durch den Fühler direct oder indirect ein elektrischer Klingelapparat in Bewegung gesetzt werden. Es körinen auch mehrere der angeführten Schutzvorrichtungen an einer Maschine vereinigt werden, sofern dies praktisch erscheint. Es kann z. B. ein Mechanismus für das Aufheben des Cylinders zusammen mit einem solchen für das Arretiren der Maschine angewendet sein, so dafs man nach Belieben die eine oder die andere Vorrichtung wirken lassen kann. Die Erfindung bezieht sich ebensowohl auf Scheermaschinen, bei welchen der Scheertisch vom Cylinder abgehoben wird, d. h. wo das Abheben des Scheertisches von dem Cylinder dem gleichen Zweck dient und durch die gleichen Mittel bewirkt werden kann wie in umgekehrtem Verhältnifs, als es ferner auch für das Wesentliche der Erfindung nicht in Frage kommt, ob der Scheercylinder unter, über oder neben dem Scheertisch gelagert, ist. 1Es versteht sich ferner von selbst, dafs die Waare unabhängig von der Naht an jedem beliebigen Punkte angehalten werden kann, sobald irgend ein auftragender Gegenstand, z. B. eine Nadel oder ein Haken, welche den Fühler heben, an der gewünschten Stelle im Tuch angebracht wird. Die Erfindung kann auch auf alte bestehende Scheermaschinen unter event. Verwendung.' bereits vorhandener Theile angewendet werden.
In den beiliegenden Zeichnungen sind Fühlervorrichtungen dargestellt, welche zu den genannten Zwecken selbstthätig mittel- oder unmittelbar einen Mechanismus in Bewegung setzen, und zwar behandeln die Fig. 1 bis 9 c, 12, 20 bis 24 Einrichtungen, um den Scheercylinder
oder Scheertisch abzustellen, die Fig. ίο, 13 und 16 bis 18 solche, um die Maschine auszurücken , die Fig. 12 und 13 Vorrichtungen, um den Lauf des Stoffes zu hemmen, und die Fig. 14, 15, 17 und 18 solche, um ein Läutewerk in Gang zu setzen. Die Fig. 16 und 19 endlich zeigen verschiedene Ausführungsformen von Fühlvorrichtungen, welche entweder für den einen oder anderen Zweck in Anwendung kommen können.
Es stellen speciell dar:
Fig. ι bis 3 a Mechanismen, welche den oder die Scheercylinder beim Herannahen der Naht emporheben und denselben, nachdem die Naht unter ihm durchpassirt ist, wieder in seine Arbeitsstellung zurücksinken lassen.
Fig. 4 und 4 a zeigen einen Mechanismus, bei welchem sich die Kanten der Scheertische, welche den Scheercylindern am nächsten liegen und über welche das Tuch passirt, durch Drehen der Tische um ihre gegenüberliegende Kante so weit vom Scheercylinder entfernen, dafs die Naht, ohne den Scheercylindern zu nahe zu kommen, an diesen vorübergeht.
Fig. 5 zeigt eine Anordnung, bei welcher die beiden einander gegenüberliegend an zweiarmigen Hebeln befindlichen Scheercylinder gleichzeitig beim Herannahen der Tuchnaht von ihren Scheertischen abgehoben werden.
Fig1. 6 stellt eine Maschine mit mehreren Scheercylindern dar. Diese letzteren 'werden hierbei nach einander entsprechend der Bewegung der Tuchnaht durch eine mit Daumenscheiben versehene Welle emporgehoben. .
Fig. 6 a ist eine ähnliche Maschine, bei welcher jedoch unter Benutzung derselben Mittel, wie in Fig. 6, der Scheertisch vom festliegenden Cylinder abgehoben wird.
Fig. 7 bringt eine Einrichtung zur Anschauung, bei welcher ebenfalls mehrere Scheercylinder entsprechend der fortschreitenden Tuchnaht nach einander mittelst einer endlosen Kette, welche einen Daumen trägt, von ihren Scheertischen wegbewegt werden.
Fig. 8 und 8 a zeigen eine Maschine, an welcher eine umlaufende Klauenkuppelung mittelbar durch. die Tuchnaht in Eingriff gebracht wird, welche wieder mittelbar das Aufheben des Scheercylinders bewirkt.
Bei der in den Fig. 9. und 9 a gezeigten Maschine wird durch die Tuchnaht unter Einwirkung derselben auf Hebel ein elektrischer Strom geschlossen, wodurch eine mittelbar das Aufheben des Scheercylinders bewirkende Klauenkuppelung in Eingriff kommt.
Fig. 9 b zeigt einen bei der letztbezeichneten Maschine zu benutzenden Fühler oder Taster, auf seiner Welle sitzend, in Vorderansicht.
1 Fig. 9 c zeigt eine Modification der in Fig. 9 benutzten Scheercylinderaufhebung.
Fig. 10, 10 a und 11 zeigen eine Einrichtung, bei welcher beim Herannahen der Naht gegen den Scheercylinder durch Verschieben des Treibriemens von der Fest- auf die Losscheibe die Scheermaschine zum Stillstand gebracht wird.
In den Fig. 12 und 12 a bewirkt die Tuchnaht gleichzeitig ein Anhalten der Scheermaschine und geringes Anheben des Scheercylinders.
Fig. 13 zeigt eine Anordnung, nach der durch Ausrücken einer Klauenkuppelung die Scheermaschine zum Stillstand kommt.
In Fig. 14 wird durch die Tuchnaht ein elektrischer und in Fig. 15 ein mechanischer Klingelapparat zwecks Herbeirufung . eines Arbeiters in Thätigkeit gesetzt.
■ Fig. 16 zeigt die Anwendung einer Welle als Fühler, welche in fester Verbindung mit einem Hebel auf eine Klinke einwirkt, durch deren Einfallen entweder die Maschine angehalten oder der Scheercylinder emporgehoben werden kann.
Fig. 17 zeigt die Anwendung einer Kratzenwalze als Fühler, durch deren von der Tuchnaht hervorgerufene Bewegung mittelbar ein elektrischer Strom geschlossen wird, welcher zu dem in Fig. 16 bezeichneten Zweck ausgenutzt werden kann.
Fig. 18 zeigt die Verwendung eines gewöhnlichen Staubbleches als Fühler.
In Fig. 19 ist in Oberansicht und Querschnitt eine besondere Fühlerconstruction zur Darstellung gebracht.
Fig. 20, 20 a und 20 b zeigen eine Ausführungsart, bei welcher die Tuchnaht einen Mechanismus in Thätigkeit versetzt, welcher sowohl den Scheercylinder anheben, als auch die Maschine ausrücken kann.
Fig. 21 bis 23 sind mehr oder weniger von Fig. 20 verschiedene Modifikationen und haben das Aufheben des Scheercylinders zum Zweck.
Fig. 24 zeigt eine Ausführungsform, nach welcher durch Vermittelung der Tuchnaht das Tuch selbst mit gröfserer Fläche mit einer Kratzenwalze in Berührung kommt, durch deren Drehung nachfolgend der Scheercylinder etwas angehoben wird.
Stets wiederkehrende Häupttheile haben gleiche Buchstaben; das Tuch ist durch strichpunktirte Linien und die Bewegungsrichtung desselben durch Pfeile angedeutet.
In Fig. ι ist JD eine Walze, welche auf einem Theil ihres Umfanges mit Kratzenbeschlag bedeckt ist. Eine am Gestell A befestigte Feder j legt sich in die am äufseren Rande der Walze angebrachte Vertiefung η und hält dadurch die Walze in ihrer Stellung fest, α ist eine auf der Walze D befestigte Klinge, an welche sich die Zähne des Kratzenbeschlages anschliefsen. Die Waare passirt, ehe sie an den Scheercylinder C gelangt,, über'den glatten und unbedeckten Theil der Walze D. Die Klinge α ist dicht gegen die als Fühler dienende Welle F gestellt, und die Waare passirt zwischen beiden hindurch. Sobald die Naht des laufenden. Tuches gegen die Klinge a
stöfst, wird die Walze D aus ihrer durch die Feder j fixirten Stellung ,mitgenommen unddurch die in die Waare eindringenden Zähne des Kratzenbeschlages in Umdrehung versetzt, so lange, bis sich der unbeschlagene Theil der Walze wieder der Waare zukehrt und durch Einschnappen der Feder j in die Vertiefung κ die Walze D zum Stillstand kommt.
An den Zapfen D1 der Walze D ist eine Excenterscheibe c befestigt, welche bei Umdrehung der Walze D gegen den in der Gestellwand, verschiebbaren Bolzen E stöfst und durch diesen, auf dem die Stellschraube s des Scheercylinders C ruht, das Aufheben des Scheercylinders bewirkt, während die Tuchnaht über den Scheertisch B passirt. Die Stelle der Klinge α können auch in ähnlicher Weise angebrachte Stifte oder Haken vertreten.
Fig. ι a zeigt einen anderen Weg, um eine Walze D in Bewegung zu setzen, so dafs dieselbe nach dem Passiren der Tuchnaht eine Umdrehung ausführt. Die laufende Waare gleitet in gespanntem Zustande über den glatten Theil der Walze D und giebt derselben das Bestreben, sich zu drehen. Der Fühler F besteht aus einer vorn zugespitzten oder gezahnten Schiene, welche auf dem beweglichen Arm L mittelst Wirbel oder Flügelschraube gehalten und dicht gegen das über die Walze D passirende Tuch gestellt ist. Der Arm L hat eine vorstehende Nase. n1, welche in eine Vertiefung eines mit der Walze D verbundenen Ringes % eingreift und so ein Drehen der Walze verhindert. Sobald die Tuchnaht gegen die Fühlerkante stöfst und den Arm L hebt, wird die Nase n1 aus der Vertiefung des Ringes % herausgehoben, und die Walze D beginnt sich zu drehen. Sobald dies geschieht, kommt der fnit Kratzen beschlagene Theil der Walze D mit dem laufenden Tuch in Berührung, welches durch seine Auflage auf den Kratzenbeschlag genügend Kraft auf die Walze D überträgt, um durch ein auf dem Zapfen D1 der Walze D befindliches Excenter, wie in Fig. ι gezeigt, das Heben des Scheercylinders zu bewirken. Um die Walze D in ihrem Bestreben., sich zu drehen, zu unterstützen, kann in dieselbe an geeigneter Stelle ein einseitig wirkendes Gewicht eingelassen werden.
Wenn der Fühler F ein gewisses Stück (Fig. ι a punktirt) durch die Tuchnaht gehoben ist, wird die Naht infolge Gestalt der Scheibe D wieder frei, und der Fühler fällt infolge seines Eigengewichtes wieder in seine Ruhelage zurück.
Die Walze D vollendet inzwischen eine Umdrehung, bis die Nase κ1 des Armes L wieder in die Vertiefung des Ringes ■{ einfällt und die Walze anhält. Die Fühlerschiene kann beim Einziehen des Tuches in die Maschine zurückgeschlagen werden, wie in Fig. ι a punktirt gezeigt.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Modification besteht der Fühler aus einer Schiene F, welche mit ihrer vorderen zugeschärften Kante dicht gegen die gerundete Fläche h des Maschinengestelles A oder eine demselben Zweck dienende Walze gestellt ist. Zwischen beide hindurch geht das Tuch. Die Schiene F ist durch eine Flügelschraube an dem einen Ende eines beweglichen zweiarmigen Hebels L befestigt und kann beim Einziehen des Tuches zurückgeschlagen werden. Durch die gegen die Schiene F sfofsende Tuchnaht wird die erstere, sowie das mit ihr verbundene Ende des Hebels L bis über die gerundete Fläche h hinausgehoben (in Fig. 2 punktirt), worauf die Schiene F wieder frei wird und in ihre Ruhelage zurückfällt. Auf der mittelst Kette von der Zugwelle u aus betriebenen Welle G ist ein Sperrrad in befestigt, während eine Excenterscheibe c lose auf ihr sitzt. ·
Die Excenterscheibe c trägt eine zweiarmige Klinke i und eine Feder e. Die Klinke i wird dadurch aufser Eingriff mit dem Sperrrad m gehalten, dafs ihr einer Arm von dem freien Arm des Hebels L niedergehalten wird. Der Scheercylinder lagert in einem Winkelhebel H, dessen nach unten gerichtetes Ende Ti2 mit einer gegen die Excenterscheibe c anliegenden Rolle 0 versehen ist.
Sobald die Fühlerschiene F sammt dem mit ihr verbundenen Ende des Hebels L gehoben wird, senkt sich das freie Ende des Hebels L und die hierdurch befreite Klinke i greift in. das fortwährend umlaufende Sperrrad m ein. Dadurch wird die Excenterscheibe c in Umdrehung versetzt und der den Scheercylinder C tragende Hebel H so weit angehoben, dafs die Tuchnaht ungehindert über den Scheertisch B passiren kann. Nachdem die Excenterscheibe eine Umdrehung vollendet hat, stöfst das freie Ende der Klinke i gegen den inzwischen in seine Ruhelage zurückgekehrten Hebel L, wodurch die Klinke i mit dem Rad m aufser Eingriff und die Excenterscheibe c zum Stillstand kommt.
Fig. 3 zeigt eine Einrichtung, nach welcher bei einer Maschine mit drei hinter einander angeordneten Scheercylindern diese entsprechend den Zeiten des Passirens der Tuchnaht über die einzelnen Scheertische nach einander emporgehoben werden. Es ist ein ganz gleicher Fühler angewendet, wie in Fig. 2, ebenso ein' Sperrrad m nebst Klinke i und Feder e.
Das Sperrrad πι und die mit drei Hebedaumen versehene Scheibe c sitzen lose auf einem festen Bolzen G. Das Sperrrad m erhält seine Bewegung durch das mit ihm fest.verbundene Schneckenrad r, in welches die Schnecke w eingreift.
Die zweiarmige Klinke i liegt mit ihrem einen Ende gegen das Unterende einer Stange d und greift in das Sperrrad m ein i sobald die
Stange d durch den mit dem Fühler F verbundenen Hebel L gehoben wird. Durch das Sperrrad wird die Scheibe c in ganz ähnlicher Weise, wie in Fig. 2 beschrieben, in Drehung und wieder in Stillstand versetzt. Ihre Geschwindigkeit ist dabei so bemessen, dafs sie eine Umdrehung vollendet, während die Naht des laufenden Tuches über alle drei Scheertische passirt. Die mit Rollen 0 versehenen und die Stützen T der Scheercylinder tragenden Hebel Z1 Z* Zz liegen mit ihren Rollen ο auf der Scheibe c auf (Fig. 3 und 3 a). Diese letztere ist mit den entsprechenden Hebedaumen X1X2X^ versehen, durch welche, während die Scheibe c eine Umdrehung vollendet, die drei Hebel Z1 Z2 Zz und mit diesen die die Scheercylinder stützenden Stangen T und somit die Scheercylinder selbst nach einander aufgehoben werden, während die Tuchnaht über die entsprechenden Scheertische geht, yist eine Bremse, welche gegen die Scheibe c drückt und den sofortigen Stillstand derselben bewirkt, sobald die Klinke i aufser Eingriff kommt.
Die Fig. 4 zeigt die Erfindung auf ein System angewendet, bei welchem die Scheertische abgestellt werden, während die Scheercylinder festgelagert sind.
Die Scheertische B tragen in ihren Drehzapfen B1 Arme H1, welche durch Zugstangen T1 mit den Hebeln Z verbunden· sind. Eine Scheibe c, welche in der vorher beschriebenen Weise eine Umdrehung macht, sobald die Naht des laufenden Tuches an den (in der Figur nicht gezeichneten) Fühler stöfst, ist mit vier Hebedaumen x1 x'2 xs λγ* versehen, durch welche nach einander die vier Hebel Z abgestellt werden, um die Naht passiren zu lassen.
Fig. 4a zeigt den Lauf des Tuches bei abgestelltem Scheertisch.
Fig. 5 ist eine Maschine zum Scheeren der Rechts- und Linksseiten des Tuches, wobei zwei Scheercylinder durch einen, beweglichen zweiarmigen Hebel P derart verbunden sind, dafs sie durch Drehung dieses Hebels gleichzeitig ab- oder angestellt werden können. An dem Drehzapfen des Hebels P ist ein Arm H2 befestigt, welcher durch die Hebestangen Ts mit dem WTinkelhebel Zh verbunden ist.
Letzterer ruht mit seiner Rolle ο auf der Excenterscheibe c.'
Durch die Drehung der Excenterscheibe, welche in einer bereits beschriebenen Weise erfolgen kann, wird das Abheben der beiden Scheercylinder C von ihren Tischen bewirkt, während die Tuchnaht über diese passirt.
In Fig. 6 ist eine andere Art gezeigt, um mehrere Scheercylinder nach einander zu heben. Auf einer Welle Q sind eine Anzahl Scheiben c1 entsprechend der Anzahl der Scheercylinder C befestigt, welche je mit einer Nase χ-versehen sind. Die Drehung der Welle Q kann durch den Fühler jFveranlafst werden, ähnlich wie in Fig. 2 und 3. Die Scheercylinder ■lagern in den an ihren nach unten gerichteten Armen H2 mit Rolle 0 versehenen Hebeln H. Die Scheiben c1 sind bezüglich ihrer Nasen so gegen die Rollen 0 eingestellt, dafs sie nicht gleichzeitig zur Wirkung kommen, sondern dafs eine nach der anderen, je einen Arm H2 abreckend, ein Aufheben der Scheercylinder C bewirkt.
Die Welle Q macht eine Umdrehung, während die Tuchnaht über sämmtliche Tische passirt. Die in Fig. 6 gezeigte Construction kann auch, wie in Fig. 6 a erkennbar, modificirt werden, wobei die Scheercylinder fest, dagegen die Scheertische beweglich sind.
Fig. 7 zeigt eine Maschine, bei welcher das Abheben mehrerer Scheercylinder von den Scheertischen durch eine endlose Kette bewirkt wird. Das Sperrrad m erhält seine Bewegung durch die in den Fig. 2 und 3 beschriebenen Mittel oder auf ähnliche Weise. Die Scheibe c, welche die Klinke i und die Feder e trägt, dient zugleich als Kettenrad, über welches die Kette q gespannt ist. Ein Stab \l, Daumen n2 und Fangnase b sind derart mit einander verbunden, dafs sie gewissermafsen einen dreiarmigen Hebel bilden, der durch den Fanghebel J gehalten wird, während eine Zugfeder sl bestrebt ist, ihn zurückzuschlagen. Der eine Arm der Klinke i liegt auf dem Stab ^1 auf und ist dadurch aufser Eingriff mit dem Sperrrad m gehalten. Durch eine an dem Fühlerhebel L angebrachte Stange d1 ist der Fühler mit dem Fanghebel derart in Verbindung gesetzt, dafs durch ein von der laufenden Tuchnaht bewirktes Aufheben des Fühlerhebels das Zurückschlagen des dreiarmigen Hebels n2b^1 bewirkt wird, wobei die Klinke i frei wird, in das fortwährend umlaufende Sperrrad m eingreift und dadurch die lose Scheibe c bezw. die Kette q in Bewegung setzt.
Unter jedem der in der Maschine befindlichen Scheercylinder ist ein beweglicher Arm Z5 angebracht, dessen obere Gleitfläche von unten gegen die Stellschraube jedes Scheercylinders drückt. ' .
Die Kette q hat einen Hebedaumen χ 5, der bei fortlaufender Bewegung der Kette nach einander gegen die unteren Gleitflächen Z6 der Hebel Z5 stöfst und, letztere anhebend, das Aufheben der Scheercylinder bewirkt.
Bei seiner Rückkehr zur Scheibe c stöfst das Kettenglied x5 gegen den Daumen n2 des dreiarmigen Hebels n2 b1 ^1 und bringt diesen dadurch wieder in seine frühere gespannte Lage. Die Klinke i stöfst alsdann mit ihrem hakenlosen Ende gegen den Stab ^1 und kommt aufser Eingriff, wodurch die Kette zum Stillstand kommt. · . ' ■ '■
Die Anzahl der Kettenglieder ist zu der Zahl der Zähne des Kettenrades in ein solches Verhältnifs zu bringen, dafs das Glied xb stets
auf derselben Stelle stehen bleibt, wenn die Klinke i aufser Eingriff kommt.
In den Fig. 8 und 9 wird die Aufhebung des Scheercylinders durch eine auf dem Zapfen der Zugwelle befestigte Scheibe bewirkt, welche, sobald sie in Umdrehung versetzt wird, mittelst Schubstange Te den Hebel H, in welchem der Scheercylinder lagert, aufhebt.
Der in Fig. 8 und 8 a dargestellte Mechanismus wirkt in folgender Weise: Der den Fühler F tragende Hebel L ist auf einer Welle / befestigt, die an ihrem äufseren Ende den Arm L1 trägt. Auf der Welle W sind ferner die Arme V, Gewichtshebel g und Arm / angebracht; letzterer umfafst mit seinem oberen' gegabelten Ende einen auf dem Zapfen der Welle u befindlichen Klauenmuff X. Die Kurbel c3 sitzt lose auf dem Zapfen der Zugwelle und bleibt stehen, während die Welle rotirt; sie ist mit Klauenzähnen versehen und hat eine vorstehende Nase O.
Wenn der Fühler durch die Naht des Tuches gehoben wird, so drückt der Arm L1 den Arm V nieder und bewirkt durch Drehung der Welle W mittelst des Armes T, dafs der Klauenmuff X in die Zähne der Kurbel c3 eingreift, wodurch die Kurbel c3 in Drehung versetzt ;wird und unter Einwirkung auf die Stange T%, Hebel H2 und H das Heben des Scheercylinders , bewirkt. Nachdem die Kurbel c3 eine Umdrehung vollendet hat, kommt die Nase O in Berührung mit der Nase des Armes / und stöfst denselben zurück, so dafs der Klauenmuff X wieder aufser Eingriff und die Kurbel c3 zum Stillstand gebracht wird. Das Gewicht des Hebels g unterstützt das Aus- und Einrücken des Klauenmuffes. Die Fühlerschiene F kann, wie. punktirt gezeigt ist, zurückgeschlagen werden; dieselbe kann auch aus mehreren in gewissen Abständen von einander angebrachten Platten bestehen. Anstatt durch die Stange T6 eine schiebende Wirkung auszuüben, kann derselben auch eine ziehende gegeben werden, indem man den Hebel H2 nach oben gerichtet befestigt. Aufserdem kann die Bewegung der Kurbel c3, anstatt, durch Klauenmuffe, auch durch einen anderen'Mitnehmer, z. B. eine Frictionsscheibe, oder durch Verschieben eines Treibriemens bewirkt werden, sofern dies praktisch ist.
In Fig. 9 besteht der Fühler aus einer gebogenen Platte, welche sich gegen das über eine Welle laufende Tuch legt. Auf der Welle / ist der Hebel L befestigt, der auf das kurze Ende des Hebels N drückt und diesen dadurch in einer bestimmten Lage erhält. Der Hebel N trägt an seinem langen Ende eine Metallschraube y, die mit einem Leitungsdraht eines elektrischen Motors oder einer Batterie verbunden und über. einem Metallkörper yl gehalten wird,, welcher den anderen Draht der Leitung hält. Wenn . die Fühlerplatte F mit dem Arm L durch die Tuchnaht gehoben wird, so geht das lange Ende des Hebels N mit der Schraube^ herunter, bis letztere auf den Metallkörper yl aufsitzt und den elektrischen Strom schliefst. Durch das Schliefsen des Stromes wird durch die Wirkung eines Elektromagneten ρ ein Hebel E1 heruntergezogen, welcher dadurch in die Zähne einer Scheibe p greift. Diese Scheibe, welche gerundete Vorsprünge p besitzt und lose auf der Welle u drehbar ist, wird durch einen seitlich verschiebbaren Muff X, welcher, den Vorsprüngen p entsprechend, Vertiefungen besitzt (Fig. 9 a), mitgenommen oder mittelst Keiles und Nuth durch die Wellen in Umdrehung versetzt und. durch eine innen angebrachte Spiralfeder s 1 gegen den ersteren gedrückt. Die als Klauenmuff ausgebildete Scheibe c3 hat eine vorstehende Nase O. Sobald der Hebel E1 in die Zähne der Scheibe p eingreift, bleibt diese stehen, der Muff X wird infolge dessen abgedrängt, greift auf der anderen Seite in die Zähne der Scheibe cB und setzt diese in Umdrehung. Ein am Maschinengestell drehbarer' Hebel t hat einen vorstehenden Arm /', welcher auf dem Muff X aufruht; sobald der letztere abgedrängt ist, fällt der Arm I1 in eine eingedrehte Nuth des Muffes und verhindert ein Wiederzurückdrängen desselben. Sobald die Scheibe c3 eine Umdrehung vollendet hat und mittelst der Stange Te den Scheercylinder C gehoben, stöfst die Nase O gegen "den Hebel f und hebt den Arm I1 wieder aus der Nuth n8 des Muffes X heraus, worauf letzterer in seine ursprüngliche Stellung zurückkehrt. ,
Die Platte F kann auf der Welle I seitlich verschoben werden, zu welchem Zwecke letztere mit einer Nuth versehen ist. Da die Tuchnaht häufig schief durch die Maschine läuft, so ist es vorteilhaft, mehrere Fühlerplatten auf der Welle anzubringen. Das Heben des Scheercylinders mittelst einer Stange T% kann auch auf andere Weise, z. B. dadurch erreicht werden, dafs die Stange Te mittelst eines Hebels T1 auf ein Excenter wirkt, auf welches sich die Stellschraube s des Scheercylinders stützt, wie Fig. 9 c zeigt.
Fig. 10 und ioa stellen einen durch den Fühler in. Bewegung gesetzten Äusrückmechanismus dar. ....
Die Stange K ist auf einem Ende mit einer Stofsnase A:1 und auf dem anderen mit einem Bügel k2 versehen; letzterer umgreift ein Excenter y2, wodurch ihr eine hin- und hergehende Bewegung ertheilt wird. E2 ist eine Stange, welche mit dem Ausrückhebel M verbunden und durch .einen federnden Handhebel J\ welcher mit seiner Nase p in eine Nuth p der Stange E2 eingreift, in ihrer Stellung gehalten ist.
Der Fühler besteht aus einer zugeschä'rften Schiene oder Platte F, welche dicht gegen das über den Scheertisch B passirende Tuch gestellt ist. ' Der Arm L drückt auf das kurze Ende des Hebels JV, welcher am anderen langen Ende eine an dem Handhebel J1 drehbar angebrachte Stofsklinke k hält. Durch die Aufwärtsbewegung des Fühlers fällt diese Klinke herunter, so dafs die Stange K dagegenstöfst und den Hebel J1 zurückdrängt, wobei die Schubstange JS"2 frei wird und der' Ausrückhebel durch die Wirkung einer Feder S das Verschieben des Treibriemens von der Fest- auf die Losscheibe bewirkt. Durch das Zusammenwirken von L und JV wird die vom Fühler F ausgehende geringe Bewegung in eine gröfsere "umgesetzt, so dafs bei der geringsten Be wewegung des Fühlers die Klinke k herabfällt.
Das Abdrängen des federnden Hebels J1 kann in einfacher Weise direct durch die Bewegung des Fühlers bewirkt werden, wie dies in Fig. 11 dargestellt ist. Der Hebel hat eine vorstehende Nase Ö1. Der mit dem Fühler verbundene Hebel L hat einen Stift O2, welcher beim Heben des Fühlers gegen die genannte Nase stöfst und dadurch den Hebel J1 zurückdrängt, worauf in der bei Fig. ib und ioa beschriebenen Weise das Ausrücken der Maschine erfolgt.
Fig. 12 zeigt in einfacher Weise die durch den Fühler bewirkte Unterbrechung des Tuchganges. Der Fühler besteht aus zwei zugespitzten Schienen FF1, zwischen welchen das Tuch hindurchpassirt; sie sind an einem zweiarmigen Hebel L angebracht und so dicht gegen einander gestellt, dafs sich die Naht gegen die Kanten der Schienen stöfst und den Arm L hebt. Der letztere trägt an seinem anderen Ende L1 die Druckwalze v, welche durch das Gewicht des Fühlers von unten gegen die Zugwalze u gedrückt wird.
Durch das Heben der Fühlerschiene wird die Druckwalze ν von der Zugwalze u abgehoben und dadurch das Tuch zum Stillstand gebracht.
Der Arm L ist auf einer Welle / befestigt, welche ein Excenter χ6 trägt. Wenn der Hebel L sich dreht, so drückt dieses Excenter gegen eine Stellschraube, die am unteren Ende des Hebels H2 angebracht ist, und bewirkt dadurch, dafs der Scheercylinder um ein Weniges von der Waare-abgehoben wird, um zu verhüten, dafs die Waare während ihres Stillstehens an einer Stelle nicht zu viel geschoren wird.
Anstatt die Druckwalze abzuheben, kann auch gleichzeitig der Hebel L durch eine Stange d2 und den Arm A:3, Fig. 12 a, mit der Welle G1 verbunden sein, auf welcher die Riemengabel befestigt ist, so dafs beim Heben des Fühlers das Verschieben des Treibriemens von der Festauf die Losscheibe erfolgt. ' Die vom Fühler ausgehende Bewegung kann auch auf solche Ausrückvorrichtungen übertragen werden, bei welchen Frictionsscheiben oder Klauenzähne zur Verwendung kommen.
In Fig. 13 wird, um den Lauf der Waare zu unterbrechen, die Zugwalze zum Stillstand gebracht.
Die Zugwalze U trägt auf ihrer-Welle das Triebrad jR, welches lose ist und durch einen Muff XX1 seine Bewegung auf die Walze überträgt. Die Welle W1 macht bei Berührung der Naht durch den Fühler eine Drehung oder Wendung, was in derselben Weise bewirkt werden kann, wie bei den Wellen W und G1 . in den Fig. 8 und 12.
Ein an der genannten Welle befestigter Arm J1 verschiebt den Muff von dem Triebrad R und bewirkt den Stillstand der'Zugwalze.
Fig. 14 zeigt den Fühler in Gestalt einer Platte, wie in Fig. 9 b gezeigt, welche auf einer Welle / befestigt ist und gegen die Welle oder Walze O2 drückt. Ein Hebel L ist an seinem Ende durch Metallschraubey mit einer elektrischen Leitung verbunden.
Beim Heben der Fühlerplatte durch die Nase drückt die genannte Metallschraube gegen einen an der Feder „s1 befestigten Metallkörper y*, wodurch der Strom der elektrischen Leitung geschlossen und ein elektrisches Läutewerk R1 in Bewegung gesetzt wird.
Die elektrische Klingel kann auch aufserhalb der Maschine angebracht, oder der den Strom schliefsende Mechanismus kann an anderer Stelle befindlich oder mit einem anderen der dargestellten Mechanismen verbunden sein.
Fig. 15 zeigt eine Einrichtung, um dem Arbeiter das Durchpassiren der Naht anzuzeigen.
c3 ist eine Scheibe, welche der gleichbenannten Scheibe von Fig. 8 und 9 entspricht. Auf einem Bolzen sitzt lose der Hebel fl, welcher auf einer am Maschinengestell befindlichen kleinen Auflage ql aufruht und eine Sperrklinke e1 trägt.
Derselbe Bolzen trägt ferner das Sperrrad m1, in welches die Klinke e1 eingreift und auf dessen Nabe ein Zeiger f2 festgeklemmt ist.
Die Scheibe cs hat einen Stift rc2, welcher bei ihrer Drehung zuerst eine Klingel i1 in Bewegung setzt, sodann gegen den Hebel fl stöfst und das Sperrrad ml etwas dreht, wodurch der Zeiger i2 um einen Strich an dem Zifferblatt a1 weiter gerückt wird.
In Fig. 17 dient eine mit Kratzenbeschlag überzogene Walze F als Fühler. Dieselbe ist dicht unter das laufende Tuch gestellt, welches über die Gleitflächen a1 hinwegpassirt, und erhält durch die Berührung mit der Naht des Tuches eine Drehung, wodurch ein an ihrem Zapfen befestigter Arm L2 mit der Metallschraube y gegen, den an der Feder s1 befestigten Metallkörper y1 gedrückt und ein elektrischer Strom geschlossen wird, der seiner-
seits entweder in der in Fig. 9 gezeigten oder in anderer Weise ein Ausrücken der Maschine oder Aufheben des Sperrcylinders bewirken kann. ' . ■ .
Fig. 18 zeigt das gewöhnliche Staubblech des Scheercylinders als Fühler verwendet. Ein an seinem Drehzapfen /, befestigter Arm Z,2 liegt mit einer Metallschraube y auf dem Metallkörperyl auf. Sobald sich das Blech durch die Naht des Tuches hebt, wird der Strom der elektrischen Leitung unterbrochen, um irgend eine Bewegung, z, B. das Fallenlassen einer Klinke etc., zu bewirken.
Fig. 19 zeigt eine Fühlerschiene, welche an Stelle der in den Fig. 1, 2, 3, 8 und 12 dargestellten Schienen angewendet werden kann. Dieselbe besteht aus einer Holzleiste A?, auf welcher eine eiserne Platte oder Schiene B2 aufgeschraubt ist, die an ihrer vorderen Kante ausgezackt und mit Spitzen b3 versehen ist.
Diese Schiene B'2 wird dicht gegen das laufende Tuch gestellt, so dafs sich die Naht an den vorstehenden Zacken oder Spitzen fängt und die Schiene bezw. den Fühler hebt. Das Gewicht des Fühlers kann durch entsprechend angebrachte Gegengewichte ausbalancirt und die Form desselben modificirt werden.
Fig. 20 und 20a zeigen eine auf ihrer ganzen Oberfläche mit Kratzenbeschlag überzogene AValze D, welche durch die Berührung mit der über sie hingeführten Waare in continuirlicher Bewegung gehalten wird. Durch die Vermittelung eines von der Tuchnaht bewegten Fühlers. F wird von der Walze D Bewegung auf ein Excenter c übertragen, das das Heben des Scheercylinders bewirkt. ;
• Das genannte Excenter sitzt lose auf dem Zapfen der Walze D und ist mit der Scheibe c* fest verbunden, welche eine Klinke'i mit einer auf letztere wirkende Feder e trägt. Der Walzenzapfen D1 trägt aufserdem ein festsitzendes Sperrrad m.
Die Fühlerschiene F ist zu beiden Seiten der Maschine an einem Arm L angebracht und dicht gegen die Walze D gestellt, so dafs der Fühler sich heben mufs, wenn die Naht des laufenden Tuches über die Walze passirt.
Der Arm L ist mit einem Haken o3, Fig. 20a, versehen, gegen welchen das hakenlose Ende der zweiarmigen Klinke i anstöfst, so dafs diese aufser Eingriff gehalten ist.
Hebt sich ,der Fühier, so greift die Klinke i in das Sperrrad m ein; infolge dessen wird das Excenter c bewegt und bewirkt durch den Bolzen E, auf welchem die Stellschraube s des Scheercylinders aufliegt, das Aufheben des letzteren. Nach vollendeter Umdrehung stöfst die Klinke i wieder gegen den Haken o3 und bewirkt so den Stillstand des Excenters c.
Fig. 20 a zeigt den soeben beschriebenen Mechanismus in der Vorderansicht, sowie auf der anderen Seite der Maschine einen gewöhnlichen Ausrückmechanismus, welcher nach Erfordernifs mit der Fühlervorrichtung in oder aufser Verbindung gesetzt werden kann. Der mit Riemengabel und einer Feder verbundene Ausrückhebel M wird durch einen Fanghebel /2 in seiner Stellung gehalten; auf, dem letzteren ist ein drehbarer Wirbel oder Handgriff a3 mit einem kleinen vorstehenden Arm η3 angebracht, . . "
Auf der Zeichnung ist der Handgriff a3 so gedreht, dafs der kleine Arm über dem Hebel L steht; dieser ist mit der Fühlerschiene verbunden und stöfst beim Heben des letzteren gegen den Arm nB, wodurch das Aufheben des Fanghebels L2 und durch die Wirkung der Feder S das Abschlagen des Ausrückhebels M bewirkt wird.
Soll die Maschine nicht ausgerückt werden, so ist der Handgriff a3 so zu drehen, dafs der Hebel L nicht mit dem Arm η3 in Berührung kommen kann. Auf diese Weise ist es ermöglicht, je nach Bedürfnifs entweder das automatische Heben des Scheercylinders oder das Ausrücken der. Maschine in Wirkung treten zu lassen, so dafs der Arbeiter in allen vorkommenden Fällen die Maschine sich selbst überlassen kann.
An Stelle einer mit Kratzenbeschlag überzogenen, kann auch eine mit Tuch überzogene Walze D angewendet werden, wenn die laufende Waare noch durch eine Druckwalze ν' an dieselbe angedrückt wird, wie dies Fig. 20b Andeutet. Die Walze D kann auch mit einem anderen rauhen Stoff überzogen sein, z.. B. mit einem Raspelband oder in der Weise, wie die sogenannten Stachelwalzen oder der Sandbaum bei Webstühlen. ·
In Fig. 21 ist die Walze D ebenfalls mit einem zum Heben des Scheercylinders dienenden Excenter verbunden und zum Theil mit· Kratzenbeschlag überzogen, wie dies in Fig. 1 und ι a dargestellt ist. Die Waare ist dicht über den mit Kratzen beschlagenen-Theil der Walze D unter einer Fühlerplatte F hindurchgeführt. ' .
An dem Zapfen der Walze .D ist ein Zahnrad R1 befestigt, welches an einer Stelle seines Umfanges keine Zähne hat und. dadurch aufser Eingriff mit einem zweiten Rade J?2 bleibt. Das letztere ist mit einer Riemscheibe S2 verbunden und läuft fortwährend um.
Die Walze D hat eine Vertiefung n, in welche sich eine an der Gestellwand befestigte Feder j. einlegt und dadurch die genannte Walze in ihrer Ruhestellung erhält. Sobald die Naht des Tuches unter die Platte F gelangt, kommt sie mit dem Kratzenbeschlag der Walze D in Berührung, wodurch letztere aus ihrer Ruhestellung gedrängt und in Bewegung gesetzt wird. Dadurch gelangt das Rad R1 mit dem Rad jR2 in Eingriff und die Walze D bezw. das an ihr befestigte Excenter wird herum-
gedreht, um das Heben des Scheercylinders zu bewirken. Nach vollendeter Umdrehung der Walze D kommen beide Räder wieder aufser Eingriff und die Feder j schnappt wieder in die Vertiefung η ein, so dafs die Walze stehen bleibt. ■
Fig. 22 zeigt eine ähnliche Einrichtung wie Fig. 2i; verschieden ist nur die Anordnung des Fühlers. Dieser besteht in . einer um einen Zapfen drehbaren Platte F, deren scharfe Kante gegen die Walze D, wie mehrfach beschrieben, gerichtet ist. Auf dem genannten Zapfen sitzt fest eine Feder j3, welche mit ihrem freien gekrümmten Ende in eine Nuth n3 einer auf der Welle D1 der Walze D befestigten Scheibe d3 greift. Dadurch wird die glatte Walze D, welche durch das über sie gleitende Tuch das Bestreben erhält, sich zu drehen, in Ruhe erhalten.
Sobald die Naht des Tuches gegen die Fühlerschiene stöfst, hebt sich dieselbe und mit ihr die Feder js, so dafs die Walze D frei wird und sich drehen kann, bis das.Radi?1 mit dem fortwährend umlaufenden Rad i?2 in Eingriff kommt und einen directen Antrieb erhält, mittelst Excenters und Bolzen E das Heben des Cylinders C zu bewirken. Nach vollendeter Umdrehung wird die Walze D wieder durch die Feder j3 in ihre Stellung gebracht.
Fig. 23 zeigt eine Vorrichtung, um das bei den Fig. 21 und 22 erwähnte Zahnrad R1 mit einem Rad i?2 in Eingriff zu bringen. Die an dem Hebel L angebrachte Fühlerplatte jp'ist gegen eine gekrümmte Fläche h gerichtet, über, welche das Tuch gleitet, wie in Fig. 2 dargestellt. Mit dem Radi?1 ist ein Sperrrad m2 verbunden, in welches eine an dem Hebel L angebrachte Sperrklinke i3 eingreift. Sobald sich der Fühler hebt, wird durch die genannte Sperrklinke das Sperrrad W2 etwas gedreht und dadurch das Rad i?1 mit i?2 in Eingriff gebracht, um das Heben des Scheercylinders zu bewirken, bis dasselbe nach Vollendung einer Umdrehung wieder stehen bleibt. .
Fig. 24 zeigt eine Ausführungsform, bei welcher das Tuch eng zwischen dem als Platte ausgebildeten Fühler. F und einer auf ihrem ganzen Umfange mit Kratzenbeschlag versehenen Walze D hindurchgeführt wird, ohne die letztere zu berühren, was dadurch erreicht wird, dafs das Tuch,, nachdem es über eine Walzen4 gegangen ist, über eine zweite, an zu beiden Seiten des Maschinengestelles A drehbar befestigten Hebeln A4 sitzende Walze w5 geführt wird. Diese Walze wird durch Excenterscheiben,ei4, auf welche bezw. in deren Vertiefungen e5 sich die mit Nasen e4 versehenen Hebel A4 stützen, in der aus der Zeichnung ersichtlichen vorbemerkten Lage erhalten. Sobald die Naht zwischen der .Walze D und dem Fühler F hindurchgeht,, giebt sie der Walze D einen leichten Antrieb zur Drehung dergestalt, dafs die mit der Walze auf derselben Welle D' sitzenden Excenter a?4, sich mitdrehend, die Hebel A4 bezw. Walze η B heruntersinken lassen. Hierdurch kommt das Tuch auf einer gröfseren Fläche mit der Walze D in Berührung, so dafs die infolge der kräftigen Reibung weiter herumgedrehte Walze D mittelst des auf der Welle D1 befestigten Excenters c den Scheercylinder hebt. Die Einrichtung kann so getroffen werden, dafs, nachdem die Tuchnaht ein genügendes Stück über den Scheertisch hinweggegangen ist, die Walze bezw. die Excenter eine Umdrehung vollendet haben, wobei die Nasen e4 der Hebel A*, in die Nuthen e5 des Excenters <i4 einfallend, eine weitere Drehung der Walze D verhindern, während gleichzeitig auch der Scheercylinder in seine normale Lage zurückgekehrt ist.
Der Fühler kann in verschiedenen, von den dargestellten Figuren abweichenden Formen ausgeführt sein; ferner können andere Mittel zur Uebertragung der Bewegung, andere Ausrückvorrichtungen oder andere selbsttätige Mechanismen in Verbindung mit dem. Fühler zur Anwendung kommen, um denselben Zweck zu erreichen, ohne dabei das Wesentliche der Erfindung zu beeinträchtigen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Längs - Scheermaschine, deren unausgesetzte Beaufsichtigung dadurch entbehrlich gemacht ist, dafs dieselbe mit einer Fühlervorrichtung ausgestattet ist, welche, sobald Unebenheiten, oder Nähte im laufenden Stoff in die Nähe des Schneidzeuges gelangen, selbstthätig mittel- oder unmittelbar einen Mecha-' nismus in Bewegung setzt, durch welchen entweder:
    a) der Scheercylinder oder Scheertisch abgestellt,
    b) die Maschine ausgerückt,
    c) der Gang des Stoffes gehemmt oder
    d) ein Läutewerk in Gang gebracht wird.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT53478D Längs-Scheermaschine Expired - Lifetime DE53478C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE934287C (de) * 1950-11-17 1955-10-20 Helmut Gubelt Kontrolleinrichtung an Textilmaschinen

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DE934287C (de) * 1950-11-17 1955-10-20 Helmut Gubelt Kontrolleinrichtung an Textilmaschinen

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