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Verfahren und Vorrichtung zur Prüfung der Bewegungsvorgänge bei Spinnmaschinen
Es ist bereits zur Kontrolle der Arbeitsweise von Wagenspinnern vorgeschlagen worden;
die Bewegungsvorgänge bei diesen Maschinen durch Diägrammaufzeichnung festzulegen.
Durch diese Diagrammaufzeichnung sollen der jeweilige Drall und, der jeweilige Unterschied
zwischen der Umfangsgeschwindigkeit der Lieferzylinder und der Geschwindigkeit des
Wagens selbsttätig auf ein Blatt Papier aufgezeichnet werden. Das erhaltene Diagramm
läßt also die bewirkte Drehung des Fadens und den Verzug desselben erkennen.
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Die Erfindung betrifft ebenfalls ein Verfahren zur Prüfung der Bewegungsvorgänge
bei Spinnmaschinen; jedoch handelt es sich bei der Erfindung um die Prüfung der
Geschwindigkeit der auf und ab gehenden Ringbank von Ringspinnmaschinen. Die Ringbank
bei Ringspinnmaschinen führt bekanntlich während der Bildung des Kopses zwei Bewegungen
aus, erstens eine sich ständig wiederholende Hub- und Senkbewegung für die Bildung
der einzelnen Fadenlagen und zweitens eine allmähliche fortschreitende Hubbewegung
zur Kötzerbildung durch Übereinanderlegen der Kötzerschichten. Es ist nun eine bekannte
Tatsache, daß der Faden bei der Hub- und Senkbewegung der Ringbank am stärksten
beansprucht wird, wenn der Läufer die jeweilige oberste Lage der Kötzerschicht legt,
und daß demgemäß bei dieser Stellung des Läufers die meisten Fadenbrüche auftreten.
Durch Anstellung umfangreicher Versuche ist erkannt worden, daß die Fadenbrüche
mit der Bewegung der Ringbank zusammenhängen und auf die lange Zeitdauer der Umkehr
der Ringbank in der obersten Stellung zurückzuführen sind.
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Gemäß dem Verfahren nach der Erfindung soll nun, wie bereits erwähnt,
die Geschwindigkeit der auf und ab gehenden Ringbank sowie die Zeit der Umkehr in
der obersten Stellung aufgezeichnet werden, so daß durch entsprechende Einstellung
der Bewegungsmittel für die Ringbank die gefährliche Zeitspanne nach Möglichkeit
abgekürzt werden kann und Fadenbrüche vermieden werden.
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Derartige Ermittlungen lassen sich nach dem bekannten Verfahren und
mit der bekannten Vorrichtung nicht anstellen, da eben mit dem Bekannten ein anderer
Zweck verfolgt wird als mit der Erfindung.
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Eine -Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach der Erfindung
ist in der beiliegenden Zeichnung beispielsweise veranschaulicht, und es stellt
dar: Fig. i einen Querschnitt durch die wesentlichen Teile einer Ringspinnmaschine
mit Querschnitten durch den Erfindungsgegenstand, Fig. 2 eine Draufsicht
-auf den Erfindungsgegenstand, teilweise im Schnitt, Fig.3 und q. zwei Kurven
der Hub- und Senkbewegung der Ringbank.
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In der Zeichnunglbedeutet'i einen Teil des Gestelles einer Ringspinnmaschine,
2 die Ringbank, 3 einen Ring in derselben, ¢ einen Läufer auf diesem Ring, 5 einen
Fadenführer, 6 die dazugehörige Fadenführerklappe. 7 bis ii sind Streckwalzen..
Erfindungsgemäß
ist an der Ringbank 2 mittels eines Winkels 15 ein Arm i2 für einen Schreibstift
13 in beliebiger Weise lösbar angebracht. Der Schreibstift ist zweckmäßig in einem
umlegbaren Halter 1q. befestigt. Dei Arm 12 ist mit Schlitzen 16 versehen, so daß
er in verschiedener Höhe an dem Winkelstück ='S' varmitta@ aixiar scauba x7 e ges.
kaut werden kann.
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Weiter ist an der Ringspinnmaschine in beliebiger Weise, z. B. durch
ein Winkelstück 18
und einen Träger i9, eine Welle 2o gelagert, welche von
einem umlaufenden Teil der Ringspinnmaschine, beim gezeichneten Ausführungsbeispiel
durch ein Reibrad 2i, von der Lieferwalze 7 aus gedreht wird. Diese Umdrehung wird
mittels einer Schnecke 22 auf ein Schnekkenrad 23 übertragen. Am Schneckenrad 23
ist ein mit Papier bespannter Zylinder 24 leicht lösbar befestigt, z. B. mittels
winkelförmiger Schlitze oder Aussparungen in dem Zylinder, in welche entsprechende
Klauen 25 des Schnekkenrades eingreifen. Für die Lagerung des Schneckenrades 23
mit dem Zylinder dient beim gezeichneten Ausführungsbeispiel ein Zapfen 26, der
an dem Träger r9 z. B. mittels eines Querstückes 27 befestigt ist, und um welchen
sich eine das Schneckenrad 23 tragende Hülse 28 dreht. '.
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Bei der Hub- und Senkbewegung zeichnet der Schreibstift 13 auf ein
um den Zylinder 24 gelegtes Papier b dreieckähnliche Kurven entsprechend den Fig.
3 und q. auf. In diesen Kurven stellt c die Hubbewegung, d die Senkbewegung und
e die Umkehrbewegung von der Hubbewegung zur Senkbewegung der Ringbank dar.
f, g, A sind die entsprechenden Zeiten für diese Bewegungen.
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In Fig. 3 ist eine Kurve gezeigt, bei welcher die Zeit A für die Umkehrbewegung
sehr gering ist. Eine Ringspinnmaschine mit einem solchen Kurvenverlauf arbeitet
also günstig, da die gefährliche Umkehrzeit auf ein Mindestmaß beschränkt ist. In
Fig. q. dagegen ist ein Kurvenverlauf gezeigt, bei welchem die Zeit h` für die Umkehrbewegung
verhältnismäßig groß ist. Eine Maschine, bei welcher durch das Verfahren nach der
Erfindung ein solcher Kurvenverlauf festgestellt wird, müßte demgemäß verbessert
werden, bis der Kurvenverlauf dem der Fig. 3 entspricht.
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Um die Bildung des Kötzers in jeder beliebigen Höhe desselben mittels
der genannten Kurve nachzuprüfen, wäre ein Zylinder erfo@ae @@. wessen wab@ @ t@@@=.
a@= Kötzerlänge A, vermindert um den Ansatz, entspricht. Dadurch würde dieser Zylinder
unverhältnismäßig lang, und es bestände die Schwierigkeit, diesen Zylinder zwischen
den einzelnen Spulen oder seitlich von denselben an der Ringbank anzubringen. Bei
einer besonders zweckmäßigen Ausführungsform, die in der Zeichnung dargestellt ist,
weist daher der Zylinder im wesentlichen nur eine Länge von etwas mehr als der Höhe
einer Kötzerschicht auf, und die in dem Arm 12 des Schreibstiftes T3 vorgesehenen
Schlitze .dienen dazu, den Arm jeweils so einzustellen, daß die Bildung der Kötzerspitze
an jeder beliebigen Stelle des Kötzers untersucht und festgestellt werden kann.
Sollte z. B. die Bildung der Kötzerspitze bei 29 untersucht werden, so würde z.
B. der Arm i2 mittels seines obersten Schlitzes mit dem Teil 15 verbunden werden.