DE541201C - Verfahren zur Herstellung von Celluloseester-Koerperfarben - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Celluloseester-KoerperfarbenInfo
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C09B—ORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Celluloseester-Körperfarben Celluloseester dienen bekanntlich als Ausgangsmaterial für Celluloseesterlacke, Celluloid und andereKunststoffe. DieFarbengebung aller dieser Produkte geschieht bisher unter Verwendung von Teerfarbstoffen oder trocknen Körperfarben. Bei Verwendung von Teerfarbstoffen bietet das Anfärben von z. B. Nitrocelluloselacken keine besondere Schwierigkeit, weil sich die Farbstoffe in den in Frage kommenden Celluloseesterlösungsmitteln oder den außerdem in Betracht kommenden Weichmachungsmitteln anstandslos lösen bzw. verteilen. Bei der Verwendung von Körperfarben ist dagegen ein langandauerndes Verreiben - in der Praxis ausgeführt durch Mahlvorrichtungen verschiedener Art - von Celluloseesterlösung mit Körperfarbe notwendig, um eine gleichmäßige Anfärbung der Celluloseesterlösungen zu erhalten. Da als Lösungsmittel für Celluloseester stets verhältnismäßig leichtflüchtige Flüssigkeiten in Frage kommen, geht stets ein Teil des Lösungsmittels verloren und muß wieder ersetzt werden, eine Erscheinung, die deswegen besonders nachteilig ist, weil gewöhnlich als Lösungsmittel nicht eine einheitliche Flüssigkeit in Betracht kommt, sondern ein Flüssigkeitsgemisch, dessen Bestandteile meistens bei verschiedenen Temperaturen flüchtig sind. Auch der bekannte Weg, die Körperfarben in den Weichmachungsmitteln zu lösen, bedingt ein längeres Vermahlen beider Bestandteile, und die Menge der zu verwendenden Körperfarbe ist dann begrenzt durch die Menge Weichmachungsmittel, welche den Celluloseesterlacken zugesetzt werden kann.
- Nach einem bekannten Verfahren werden trockne, auf irgendeine Weise für sich hergestellte anorganische oder organische Farbstoffe mit wasserfeuchter Nitrocellulose unter Zusatz von Wasser vermischt. Diesem Verfahren haftet jedoch der Nachteil an, daß sich die trocknen Farbstoffe nur schwierig mit der wasserfeuchten Nitrocellulose vermischen lassen und selbst durch inniges Vermischen der trocknen Farbstoffe mit der feuchten Nitrocellulose nicht ein in allen Teilen einheitliches Produkt erhalten wird.
- Diese Nachteile werden nun bei dem vorliegenden Verfahren dadurch vermieden, daß man nicht die bereits getrockneten Farbstoffe mit der Nitrocellulose mischt, sondern die Farbstoffe direkt auf die in Wasser suspendierte Nitrocellulose ausfällt oder den betreffenden Farbkörper in Form von Teigfarbe, d. h. in noch nicht getrocknetem, also noch wasserfeuchtem Zustande mit der Nitrocellulose vermischt.
- Der Vorteil der auf diese Weise hergestellten Celluloseester-Körperfarben, welche nach dem für Celluloseester üblichen Verfahren vom wasserfeuchten in den alkoholfeuchten Zustand übergeführt werden können, besteht darin, daß einerseits eine innige Vereinigung von Farbkörper und Celluloseester bereits besteht, bevor eine Lösung in Frage kommt, und daß sich hierdurch andererseits diese neuen Farben, die gewissermaßen in jedem ihrer Teile einen Celluloseesterkern enthalten, leicht in den für Celluloseester in Frage kommenden Lösungmitteln lösen.
- Ausfü-hrwngsbeispiele 1. 50 g Nitrocellulose werden in Wasser suspendiert und dazu eine heiße Lösung von 75 g Bleizucker in Wasser gegeben. Nach einiger Zeit wird unter ständigem lebhaften Umrühren mit einer heißen Lösung von 30 g Natriumbichromat gefällt. Man läßt dann das entstandene Nitrocellulosechromgelb absitzen, zieht die überstehende Flüssigkeit ab, füllt mit warmem Wasser auf, wäscht durch Umrühren aus, läßt absitzen und wiederholt die Waschung noch zweimal. Nach dem Absitzen wird das überstehende Wasser abgezogen, die am Boden sitzende Nitrocellulosefarbe abgeschleudert oder abgepreßt und im Verdränger in alkoholfeuchtes Nitrocellulosechromgelb übergeführt.
- a. So g Celluloseacetat werden in Wasser suspendiert und unter ständigem. und lebhaftem Rühren mit 6o g einer warmen 18 °/oigen wäßrigen Lösung von 6o g schwefelsaurer Tonerde versetzt. Nach einiger Zeit wird dann unter ständigem Rühren eine Lösung von 30 g Soda in Wasser hinzugefügt. Nach Beendigung derKohlensäureentwicklung rührt man noch einige Zeit weiter und läßt dann das entstandene Celluloseacetat-Tonerdehydrat absitzen. Die überstehende Flüssigkeit wird abgezogen und der am Boden lagernde Niederschlag in bekannter Weise zur Entfernung anorganischer Salze vier- bis fünfmal gewaschen. Die Farbe wird dann gepreßt oder geschleudert und, wie im Beispiel I gezeigt, in das alkoholfeuchte Produkt übergeführt.
- 3. 50 g Nitrocellulose werden in Wasser suspendiert. Zu dieser Aufschlämmung gibt man 66 Teile Chromgelb (trocken gerechnet), die aus 75 g Bleizucker und 3o g Natriumbichromat als Teigfarbe erhalten waren, hinzu und rührt so lange, bis die Chromgelb- und Nitrocelluloseteilchen sich völlig vermischt haben. Das Produkt wird nach dem Absitzen gewaschen, abgepreßt und wie im -Beispiel i weiterbehandelt.
- 4. 5o g Nitrocellulose werden in Wasser suspendiert und mit 32 g Krapplack (trocken gerechnet) in Form von Teigfarbe bis zur restlosen Vereinigung verrührt, ausgewaschen und wie im Beispiel i weiterbehandelt.
- 5. 50 g Celluloseacetat werden in Wasser suspendiert und mit 18 g Tonerdehydrat (trocken gerechnet) in Teigform innig verrührt und wie im Beispiel i weiterbehandelt.
Claims (1)
- PA TEN TANSYRUCFl Verfahren zur Herstellung von Celluloseester-Körperfarben, dadurch gekennzeichnet, daß als Träger in Wasser suspendierte Celluloseester dienen, auf die in bekannter Weise Farben ausgefällt werden oder die mit Teigfarben, d. h. solchen Farben, welche nach ihrer Herstellung auf nassem Wege nicht in den trocknen Zustand übergeführt worden sind, innig vermischt werden.
Priority Applications (1)
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| DEH111171D DE541201C (de) | 1927-04-29 | 1927-04-29 | Verfahren zur Herstellung von Celluloseester-Koerperfarben |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE541201C true DE541201C (de) | 1932-01-07 |
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- 1927-04-29 DE DEH111171D patent/DE541201C/de not_active Expired
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