DE543144C - Verfahren zur Herstellung von Kunstseide aus Viskose nach dem Spinntopfspinnverfahren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kunstseide aus Viskose nach dem Spinntopfspinnverfahren

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DE543144C
DE543144C DEA59353D DEA0059353D DE543144C DE 543144 C DE543144 C DE 543144C DE A59353 D DEA59353 D DE A59353D DE A0059353 D DEA0059353 D DE A0059353D DE 543144 C DE543144 C DE 543144C
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DEA59353D
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Akzo NV
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Algemene Kunstzijde Unie NV
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Classifications

    • D—TEXTILES; PAPER
    • D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01D—MECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
    • D01D7/00—Collecting the newly-spun products
    • D01D7/02—Collecting the newly-spun products in centrifugal spinning pots

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Artificial Filaments (AREA)
  • Spinning Methods And Devices For Manufacturing Artificial Fibers (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Kunstseide aus Viskose nach dem Spinntopfspinnverfahren Beim Spinnen von Kunstseide nach dem Spinntopfspinnverfahren wird das Gespinst mittels eines sich auf- und abwärts bewegenden Trichters in den sich schnell drehenden Spinntopf geführt, wodurch sogenannte Kuchen entstehen, die nachher gehaspelt werden.
  • Häufig stellt man hierbei fest, daß der Faden auf seinem Wege von der Glasrolle oder dem anderen Fadenführer zum Topfe in Schwingungen gerät, wodurch oft Ungleichmäßigkeiten im Endprodukt entstehen.
  • Auch kommt vielfach eine Beschädigung des Fadens vor, wodurch die Sortierung auf Qualität weniger günstige Erfolge ergibt. Außerdem erleidet der Faden im Trichter eine nicht unbeträchtliche Reibung. Diese Reibung muß durch die Zugkraft des sich schnell drehenden Spinntopfes überwunden werden, welche Kraft jedoch mit der wachsenden Dicke des gesponnenen Kuchens abnimmt. Es gibt also eine Maximaldicke des Kuchens, die das Ende des guten Spinnens bestimmt.
  • Nach der Erfindung ist man imstande, einer Schwingung des Fadens vorzubeugen, das Auftreten von Beschädigungen der Fäden zu beseitigen und dickere Kuchen zu spinnen, wenn man während des Spinnens den Spinntrichter mit Flüssigkeit gefüllt hält.
  • Das Verfahren nach der Erfindung kann auch derart ausgeführt werden, daß die koagulierende bzw. zersetzende Wirkung des Fällbades durch die im Spinntrichter vorhandene Flüssigkeit vervollständigt wird. Man hat bereits vorgeschlagen, das Fortscbreiten des Fadens durch den Spinntrichter hindurch zu erleichtern und ein Festsetzen des Fadens an der Innenwandung des Trichterrohres zu vermeiden, indem man oberhalb des Spinntrichters den nach unten abwärts gezogenen Faden mit Flüssigkeit beschwert oder auch die Wandung des Trichters mit Flüssigkeit benetzt. In diesen bekannten Fällen hat die Flüssigkeit, welche auch chemisch wirken kann, dann noch den Zweck, ein Auskristallisieren von Salzen zu unterbinden, welche den Faden beschädigen und ein glattes Durchlaufen behindern können.
  • Im Gegensatz zu den bekannten Verfahren wird nach der Erfindung während des ganzen Spinnvorganges Flüssigkeit in den Spinntrichter geführt. Hierbei wird nicht nur die Wand benetzt, sondern der Trichter wird praktisch völlig oder nahezu vollständig mit Flüssigkeit gefüllt gehalten.
  • Zur Ausführung des Verfahrens nach der Erfindung wird z. B. der Kelch des Spinntrichters mit einem Röhrchen versehen, das mittels eines Kautschukrohres oder eines Rohres aus ähnlichem biegsamen Material mit einem Flüssigkeitsbehälter mit konstantem Niveau in Verbindung steht. Dadurch erreicht man, daß die Höhe des Flüssigkeitsspiegels im Trichter praktisch konstant bleibt.
  • Damit die Flüssigkeit, die in den Trichter geführt wird, genügend abgeführt werden kann, ist es erwünscht, einen Spinntopf mit einer Vertiefung im Boden zu verwenden, in welcher Vertiefung Abführungsöffnungen für die Flüssigkeit vorhanden sind. ' Bei Anwendung des Verfahrens nach der Erfindung erhält man bedeutende Vorteile. So ist die Erfindung z. B. bei Verwendung einer längeren Tauchstrecke von größter Bedeutung. Hierdurch erleidet das Gespinst doch einen großen Widerstand, so daß die Zugkraft des schnell umlaufenden Spinntopfes oft nicht genügend groß ist bzw. bald zu klein wird, um den Faden einzuziehen.
  • Außerdem zeigt Kunstseide, die mit einer langen Tauchlänge gesponnen wird, oft die Neigung, im Spinntopf bedeutend zu schrumpfen, wodurch man Kuchen erhält, die nicht öder nur sehr ungenügend gehaspelt Terden können.
  • Schließlich ist es oft erwünscht, eine nicht zu konzentrierte saure Lösung als Fällbad zu verwenden, ohne jedoch ein zweites oder Nachfixierungsbad verwenden zu müssen.
  • Bei Verwendung des Verfahrens nach der Erfindung wird nun durch die im Trichter vorhandene Flüssigkeit auf das Gespinst eine Kraft in der Richtung des Spinntopfes ausgeübt, so daß die Zugkraft des Topfes unterstützt wird. Auch kann man durch die richtige Wahl der Flüssigkeit, die man in den Trichter führt, das Schrumpfen des Fadens im Topfe herabsetzen oder sogar völlig beseitigen und auch eine Nachfixierung des Gespinstes im Topfe erzeugen.
  • Das Verfahren nach der Erfindung erhöht in nicht unbeträchtlicher Weise die Spinndauer, da die sonst im Stiel des Trichters auftretende Reibung praktisch völlig aufgehoben wird. So ist man bei bestimmten Vorrichtungen z. B. nur imstande, bei 15o Deniers eine Totallänge von zo ooo m zu spinnen. Bei Anwendung des Verfahrens nach der Erfindung kann man ungefähr eine doppelte Länge erhalten, bevor der Spinntopf ausgewechselt werden muß.
  • Der Denier der erzeugten Seide ist sehr gleichmäßig. Die bekannte Erscheinung, daß nämlich die Denierzahl an der Innenseite des Kuchens höher ist als an der Außenseite, tritt bei Anwendung des Verfahrens nach der Erfindung aus den oben angeführten Gründen nicht auf. Auch das Anfärbevermögen ist in allen Teilen des Fadens praktisch dasselbe.
  • Da der Trichter fortwährend von der Flüssigkeit durchströmt wird, wird die Gefahr der Salzabsetzung im Trichter vermieden und damit also auch die Gefahr für Beschädigung des Gespinstes. Außerdem ist die Reibung im Stiel praktisch völlig beseitigt. Auch erleichtert das Vorhandensein von Flüssigkeit im Trichter das Einspinnen in großem- Maße.
  • Ferner ist man durch geeignete Wahl der Flüssigkeit im Trichter imstande, eine Nachkoagulation oder Nachfixierung des Fadens auszuführen. Auf diese Weise kann man auf äußerst einfache Weise die Vorteile des Zweibadverfahrens erhalten.
  • Dazu kann man z. B. Fällbäder verwenden, die unter den üblichen Verhältnissen Beschwerden geben würden. So wird man bei Verwendung eines 'Fällbades mit sehr niedrigem Säuregehalt einen Kuchen mit völlig oder teilweise alkalischer Reaktion erhalten, was ohne Nachfixierung ein großer Nachteil ist.
  • Dadurch, daß man nun in den Trichter eine saure Flüssigkeit einführt, kann man diesen Nachteil beseitigen und die Vorteile eines Fällbades mit niedrigem Säuregehalt erhalten, ohne die Nachteile davon zu empfinden.
  • Eine Ausführungsform, die in der -Praxis am leichtesten auszuführen ist, besteht darin, daß man in den Trichter die Flüssigkeit einführt, die vom Spinntopf abgeschleudert wird.
  • Je nach dem Zweck kann man auch Wasser oder bestimmte Lösungen in den Trichter einführen. In allen Fällen wird jedoch, da der Trichterstiel völlig mit Flüssigkeit gefüllt ist, die Schwingung des Fadens zwischen Führungsrolle und Spinntrichter völlig beseitigt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Kunstseide aus Viskose nach dem Spinntopfspinnverfahren unter Einleiten einer gegebenenfalls koagulierenden oder zersetzenden Flüssigkeit in den Spinntrichter, dadurch gekennzeichnet, daß während des ganzen Spinnverfahrens der Stiel und der Kelch des Spinntrichters mit Flüssigkeit gefüllt bleibt.
DEA59353D 1929-10-17 1929-10-17 Verfahren zur Herstellung von Kunstseide aus Viskose nach dem Spinntopfspinnverfahren Expired DE543144C (de)

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