DE545973C - Verfahren zur Darstellung von hochwirksamen Extrakten aus weiblichen innersekretorischen Organen - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von hochwirksamen Extrakten aus weiblichen innersekretorischen Organen

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DE545973C
DE545973C DEG69618D DEG0069618D DE545973C DE 545973 C DE545973 C DE 545973C DE G69618 D DEG69618 D DE G69618D DE G0069618 D DEG0069618 D DE G0069618D DE 545973 C DE545973 C DE 545973C
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Chemische Ind Ges
GESELLSCHAFT fur CHEMISCHE INDUSTRIE
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K31/00Medicinal preparations containing organic active ingredients
    • A61K31/56Compounds containing cyclopenta[a]hydrophenanthrene ring systems; Derivatives thereof, e.g. steroids

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Description

  • Verfahren zur Darstellung von hochwirksamen Extrakten aus weiblichen innersekretorischen Organen Gemäß den bisher üblichen Verfahren zur Gewinnung wirksamer Extrakte aus weiblichen innersekretorischen Organen, wie Ovarien, Placenta, Corpus Iuteum u. dgl., pflegt man die frischen oder getrockneten, zerkleinerten Organe bei erhöhter Temperatur mit Lösungsmitteln zu extrahieren und gegebenenfalls die so erhaltenen Rohextrakte durch geeignete Maßnahmen zu reinigen. Die übliche Zerkleinerung der frischen Organe durch Zerhacken bewirkt naturgemäß nur eine sehr mangelhafte Aufschließung der Zellen, so daß bei der nachfolgenden Extraktion das Lösungsmittel nur in sehr beschränktem Maße in das Innere der Zelle eindringen kann, und daher die Ausbeute bei der Extraktion, auch wenn diese bei erhöhter Temperatur vorgenommen wird, zu wünschen übrig läßt. Sollen die Organe feinerer Zerkleinerung zugänglich gemacht werden, so müssen sie nach den bisherigen Verfahren vorerst getrocknet werden. Diese Trocknung bewirkt jedoch, auch wenn sie bei gewöhnlicher Temperatur durchgeführt wird, insbesondere aber. wenn dabei höhere Temperaturen angewendet werden, mehr oder weniger tiefgreifende Veränderungen an der Zellsubstanz, wie z. B. Oxydationen, Spaltungen u. dgl., die, sei es, daß sie die wirksamen Bestandteile selbst betreffen oder aber schwer entfernbare Zersetzungsprodukte in das Extrakt hineinbringeri, die Ausbeute an reiner, wirksamer Substanz wiederum stark beeinträchtigen.
  • Es wurde nun gefunden, daß es gelingt, diese Nachteile zu vermeiden und unter vollkommener Sprengung der Zellwände einerseits und weitestgehender Schonung der kochempfindlichen Zellbestandsteile anderseits in besonders guter Ausbeute zu hochwirksamen Extrakten aus weiblichen innersekretorischen Organen zu gelangen, wenn man die frischen Organe mit wasserbindenden Mitteln und mit indifferenten Kühlmitteln, wie z. B. Kohlensäureschnee, flüssigem Stickstoff usw., versetzt und das erstarrte Gemisch fein pulverisiert.
  • Diese Vorbehandlung bedingt eine derart weitgehende Aufschließung des Zellinhaltes. daß es bei der nachfolgenden Extraktion mit den üblichen organischen Lösungsmitteln mit Leichtigkeit gelingt, alle löslichen Bestandteile zu gewinnen, und zwar nicht nur bei höherer, sondern auch bei gewöhnlicher Temperatur, d. h. unter Bedingungen, die wiederum eine weitgehende Schonung der empfindlichen Substanzen erlauben.
  • Wesentlich für den Erfolg des Verfahrens ist die gleichzeitige Verwendung von indifferenten Kühlmitteln und von wasserbindenden Mitteln, indem erstere die durch Luftzutritt bedingten oxydativen Prozesse von vornherein verhindern. letztere aber nicht nur die vollständigg. Zertrümmerung der Zellwände in wirksamer Weise erleichtern, sondern insbesondere 4us. dem ..zerkleinerten Organ alles Wasser aufnehmen, wodurch unerwünschte hydrolytische Prozesse beim Auftauen vermieden werden. Bei der nachfolgenden Extraktion mit wasserfreien organischen Lösungsmitteln, z. B. Äther, erhält man. sofort ein wasserfreies Extrakt. Das Verfahren erlaubt also unter Umgehung der üblichen, nachteiligen Trocknungsmethoden eine vollkommene Entwässerung der Organe ohne irgendwelche Schädigung derselben.
  • Die so erhaltenen Rohextrakte können nötigenfalls in üblicher Weise von Ballaststoffen, wie Phosphatiden, Cholesterin, Cholesterinestern, Fetten und Fettsäuren, befreit werden.
  • Das vorliegende Verfahren ist den bekannten Verfahren nicht nur hinsichtlich Einfachheit, sondern insbesonders auch hinsichtlich der erzielten Ausbeuten, und zwar sowohl der Gewichts- als auch der Wirkungsausbeuten wesentlich überlegen.
  • Es ist schon vorgeschlagen worden (vgl. die Patentschrift 33466o), wässerige Chlorcalciumlösung in Form einer Kältemischung zur Gewinnung von Fermenten, Enzymen u. dgl. zu verwenden. Es handelt sich hier um die Verwertung einerseits der kühlenden und anderseits der lösenden Wirkung dieser Mischung. Eine Wasserbindung kam hierbei nicht in Frage. Beispiel i mit Aceton nachgewaschen. Die filtrierte Aceton-Äther-Lösung kann entweder unmittelbar oder aber nach Aufnahme in Oliven- oder Sesamöl im Vakuum unter tunlichstem Sauerstoffausschluß von Lösungsmitteln befreit werden. Be.ispiel2 i -kg frische Placenta wird mit 3 kg entwässertem Natriumsulfat versetzt, durch Zugabe von- flüssigem Stickstoff hart gefroren und vermahlen. Nun wird das erhaltene Pulver bei gewöhnlicher Temperatur mit je 51 absolutem Alkohol zweimal extrahiert. Die vereinigten klaren Filtrate werden im Vakuum bei 2o bis 25° C in Stickstoffatmosphäre eingetrocknet und der Rückstand in i 1 Äther aufgenommen. Die ätherische Lösung dampft man im Vakuum in Stickstoffatmosphäre bei i5° C auf 5o ccm ein. Diese Lösung wird wie in Beispiel i einer Acetonfällung und Tiefkühlung unterworfen und auf Reinextrakt verarbeitet. Beispiel 3 I kg frische Ovarien werden bei Gegenwart von 3 kg entwässertem Caleiumchlorid und Kohlensäureschnee vermahlen. Hierauf wird das erhaltene Pulver bei -2o° C mit je 4 bis 5 1 Aceton mehrmals extrahiert. Nach dem Eindunsten des Acetons bei niedriger Temperatur in Kohlensäueatmosphäre im Vakuum erhält man ohne weiteres ein weitgehend gereinigtes Extrakt. i kg frische Ovarien werden in Kohlensäureschnee gebracht und samt diesem. mit 3 kg entwässertem Natriumsulfat vermahlen. Das so erhaltene feine Pulver wird mit je etwa 4 bis 5 1 Äther bei gewöhnlicher Temperatur mehrmals extrahiert. Die filtrierten und vereinigten ätherischen Extraktlösungen werden im Vakuum bei niedriger Temperatur im Kohlensäurestrom auf etwa 50 ccm eingeengt und letztere mit 300 ccm Aceton, versetzt und die Mischung auf - 70° C abgekühlt. Die entstandene Fällung wird bei niedriger Temperatur abgenutscht und der Rückstand

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCIi Verfahren zur Darstellung von hochwirksamen Extrakten aus weiblichen innersekretorischen Organen, dadurch gekennzeichnet, daß man die frischen Organe mit wasserbindenden Mitteln und mit indifferenten Kühlmitteln versetzt, das erstarrte Gemisch pulvert, darauf das erhaltene Pulver mit organischen Lösungsmitteln extrahiert und das so gewonnene Extrakt gewünschtenfalls in ' üblicher Weise reinigt.
DEG69618D 1927-02-27 1927-02-27 Verfahren zur Darstellung von hochwirksamen Extrakten aus weiblichen innersekretorischen Organen Expired DE545973C (de)

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