DE552508C - Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb - Google Patents
Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit WaehlerbetriebInfo
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Description
Für Fernsprechanlagen mit mehreren Vermittlungsstellen und Wählerbetrieb ist es bekannt,
daß eine anrufende Leitung, nachdem sie mit einer in bestimmter Verkehrsrichtung
abgehenden Verbindungsleitung verbunden worden ist, auf eine in einer anderen Verkehrsrichtung abgehende Verbindungsleitung
umgeschaltet wird, wenn durch die Nummernwahl bestimmt wird, daß ein Verbindungsweg
in dieser Verkehrsrichtung aufzubauen ist. Die Erfindung bezweckt nun, die Schalteinrichtungen, welche die Umsteuerung
der anrufenden Leitung einleiten, weitgehendst auszunutzen, ihre Zahl möglichst zu
verringern und unter Umständen besondere Schalteinrichtuhgen überhaupt zu vermeiden,
d. h. es können z. B. in einer Vermittlungsstelle zur Umsteuerung vorgesehene Einrichtungen
für die aus jeder Verkehrsrichtung ankommenden Verbindungen benutzt werden, so daß sich die Zahl der Schalteinrichtungen in
den Vermittlungsstellen verringert, wobei gleichzeitig noch dieselben Einrichtungen
auch für andere Schaltzwecke des Fernsprech-Verkehrs (z. B. Zonenzählung) Verwendung
finden können, was erfindungsgemäß dadurch erreicht wird, daß eine in der Vermittlungsstelle
des Anrufenden angeordnete Verbindungseinrichtung, welche eine anrufende An-Schlußleitung
in Abhängigkeit von der Nummernstromstoßgabe mit Verbindungsleitungen verschiedener Verkehrsrichtungen verbindet,
von in verschiedenen Vermittlungsstellen, z. B. in der anrufenden Untervermittlungsstelle
UVSt1 und der Hauptvermittlungsstelle HVSt1, angeordneten unter dem Einfluß des
Anrufenden stehenden Schalteinrichtungen gesteuert wird.
Die Abb. 1 bis 7 zeigen Ausführungsbeispiele der Erfindung, und zwar stellt die
Abb. ι die schematische Anordnung einiger Vermittlungsstellen dar.
In der Abb. 2 ist der von dem Teilnehmer Tw1 in der Abb. 1 gezeigten Untervermittlungsstelle
UVSt1 erreichbare Anruf sucher AS und .Vorwähler VW, der zur Umsteuerung in
die verschiedenen Verkehrsrichtungen dient, dargestellt.
Die Abb. 3 zeigt einen weiteren Teil der in der Untervermittlungsstelle UVSt1 ange- so
ordneten Verbindungseinrichtungen.
Die Abb. 4 stellt einen weiteren Teil der in der Untervermittlungsstelle UVSt1 angeordneten
Verbindungseinrichtung dar und zeigt außerdem die über eine zweiadrige Verbindungsleitung
VL erreichbare Hauptvermittlungsstelle HVSt1.
Abb. 5 zeigt einen Teil der in der Untervermittlungsstelle UVSt5 (s. Abb. ι) angeordneten
Verbindungseinrichtungen. g0
Die Abb. 6 und 7 zeigen die zu der Hauptvermittlungsstelle HVSt1 führenden Verbin-
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dipl.-Ing. Gerhard Radke in Berlin.
dungsleitungen in einer anderen Ausführungsform (dreiadrige Verbindungsleitung).
Zunächst sei an Hand der Abb. ι ein Überblick über die dem Teilnehmer Tm1 zugängliehen
Verkehrseinrichtungen gegeben. Hebt der Teilnehmer Tw1 seinen Hörer ab, so erreicht
er über einen Anrufsucher^^ und einen Vorwähler VW in der Stellung ι des
Vorwählers VW einen Gruppenwähler GW1 to der Untervermittlungsstelle UVSt1. Wünscht
er einen Teilnehmer, z. B. Tw2, derselben
Untervermittlungsstelle UVSt1, so wird er diesen über den Gruppenwähler GW1 und den
Leitungswähler LW1 der Untervermittlungsstelle UVSt1 erreichen. Wünscht er dagegen
einen Teilnehmer einer anderen Vermittlungsstelle, so wird er durch Wahl einer bestimmten
Kennziffer, die eine Umschaltung in dem Gruppenwähler GW1 hervorruft, zunächst
den Vorwähler VW auf den Kontakt 2 umsteuern und dadurch den Gruppenwähler
GW1 in der Untervermittlungsstelle UVSt1
freigeben. Durch diese Umsteuerung belegt der Teilnehmer Tm1 über einen Zwischenwähler
ZW und einen Übertrager Ue eine Verbindungsleitung der Hauptvermittlungsstelle
HVSt1, über welche er einen Gruppenwähler GWi in der Hauptvermittlungsstelle HVSt1
erreicht. Durch Einschaltung eines Zwischen-Wählers, der als Wähler mit freier Wahl
arbeitet, wird erreicht, daß diese Verbindungsleitung auch über andere Zugänge erreichbar
ist. Je nach der ausgesandten Stromstoßreihe wird nun der Teilnehmer Tn1 entweder
über einen Gruppenwähler GW4, und einen Leitungswähler LW4 der Hauptvermittlungsstelle
HVSt1 einen Teilnehmer, z. B. Tn3,
der Hauptvermittlungsstelle erreichen, oder über einen Gruppenwähler GW^ der Hauptvermittlungsstelle
HVSt1 in einer bestimmten Dekade eine Verbindungsleitung zu einer
andefen Hauptvermittlungsstelle belegen. Ferner stehen durch entsprechende Beeinflussung
einer in der Hauptvermittlungsstelle +5 HVSt1 angeordneten Einrichtung (in der
Abb. ι ein Mitläufer MW) dem Teilnehmer-TM!
noch andere Verbindungswege zur Verfügung. Ist nämlich die ausgesandte Stromstoßreihe
so beschaffen, daß unter dem Einnuß des Mitläufers MW der Vorwähler VW
in der Untervermittlungsstelle UVSt1 auf den Kontakt 3 umsteuert, so kann der Teilnehmer
Tm1 unter Auslösung der in der Hauptvermittlungsstelle HVSt1 eingestellten Verbindungseinrichtungen
über einen Gruppenwähler GW9 und einen Leitungswähler LWS in der
Untervermittlungsstelle UVSt3, welche an eine andere Hauptvermittlungsstelle angeschlossen
ist, einen Teilnehmer, z. B. Tm4, dieser Untervermittlungsstelle erreichen. Ist
die ausgesandte Stromstoßreihe dagegen derartig, daß der Vorwähler VW in der Untervermittlungsstelle
UVSt1 auf den Kontakt 1 rückumgesteuert wird, so kann der Teilnehmer
über einen Gruppenwähler GW1 in der Untervermittlungsstelle UVSt1, welcher unter
Umständen derselbe ist wie der bei der Herstellung einer Verbindung zu einem Teilnehmer
derselben Untervermittlungsstelle einzustellende Gruppenwähler, einen Gruppenwähler
GW2 und einen Leitungswähler LW2 in der Untervermittlungsstelle UVSt2
derselben Hauptvermittlungsstelle HVSt1, z. B. den Teilnehmer Tm5, erreichen.
An Hand der weiteren Abbildungen seien nun die obenerwähnten Verbindungsmöglichkeiten
eingehender beschrieben.
Hebt der Teilnehmer Tm1 (Abb. 2) seinen ·
Hörer ab, so wird das Stufenrelais T erregt über: Erde, Batterie, Widerstand Wi, Kontakt
11, Teilnehmer Tm1, Kontakt 21, Wicklung
I des Relais T1 Erde. Dieses Relais schließt zunächst nur seine Kontakte 31 und
S t. Durch Schließen des Kontakts 51 wird das
Relais R erregt über: Erde, Batterie, Relaisi?,
Kontakt 4p, 51, Erde. Durch Schließen
des Kontaktes 13 r wird der Drehmagnet D1
des Anrufsuchers AS erregt über: Erde, Relaisunterbrecher
RU1, Kontakte 11 h, 12 tv
i?,r, 14p, DrehmagnetD1, Batterie, Erde.
Hat der Anruf sucher AS den anrufenden Teilnehmer gefunden, so kommt folgender
Stromkreis zustande: Erde, Kontakte 26v, Wicklungen I und II des Relais P1
des Anruf suchers AS, c-Ader, Kontakt 31, Wicklung II des Relais T1 Batterie,
Erde. In diesem Kreise spricht das Relais P an, welches über den Kontakt 25 p seine hochohmige
Wicklung II kurzschließt, den Anrufsucher AS durch Öffnen des Kontaktes 14p
stillsetzt, über seine Kontakte igp und 20p
die Adern α und b zum Vorwähler VW durchschaltet
und am Kontakt 4p den Erregerkreis des Relais R auftrennt. Im Stromkreise des
Relais P wird auch die Wicklung II des Relais T von Strom durchflossen, so daß dieses
Relais jetzt auch seine übrigen Kontakte betätigt, und zwar erfolgt an den Kontakten 11
und 2 t die Auftrennung des Erregerkreises für die Wicklung I des Relais T.
Nach der Durchschaltung der a- und b-Ader erfolgt eine Erregung des Relais A
über: Erde, Batterie, Wicklung I des Relais A3 Kontakte 221±, igp, %-Arm des Anrufsuchers
AS, c-Ader, Teilnehme» Tw1,
δ-Ader, ü^-Arm des Anrufsuchers AS, Kontakte
20^, 2Si1, Wicklung II des Relais A3
Kontakt 31 s, Erde. Hierdurch erfolgt außer
einer Erregung des Relais V über: Erde, Kontakt 7 a, Relais V, Batterie, Erde ein Anlassen
des Vorwählers VW zur freien Wahl durch Erregung des Drehmagneten D2 über:
Erde, Batterie, Drehmagnet D2, Kontakte 60 s,
59a, 5Si1, 57 Ji, Relaisunterbrecher RU2, Erde.
Hat der Vorwähler VW eine freie Verbindungsleitung gefunden, die beispielsweise
durch die zu der in der Abb. 3 gezeigten Verbindungseinrichtung führenden Adern as, b3,
C3, (Z3, £3 dargestellt sein möge, so wird ein
Stromkreis geschlossen über: Erde, Batterie, Wicklungen I und II des Relais T1, Kontakte
41a, 30X, 37g, 35?i, c2-Arm des Vorwählers
VW, cs-AdeT,' Thermorelais Th1, Wicklung I
des Relais C, Kopfkontakt 64k, Wellenkontakt 65W1 Erde. In diesem Stromkreis sprechen
die Relais T1 und C an. Durch Öffnen des Kontaktes 5Si1 wird der Vorwähler VW stillgesetzt.
Durch Schließen des Kontaktes 2111
wird ein Haltekreis für das Relais A und ein Erregerstromkreis für die Relais H und Y
geschlossen über: Erde, Kontakt24J1, Re-
2ii lais 1", Relais H, Wicklung I des Relais A,
Batterie, Erde. An den Kontakten 23 tt und 29J1 wird die Verbindungsleitung auf die
Adern a3 und h& durchgeschaltet, so daß jetzt
das Relais A1 (Abb. 3) über die Teilnehmerschleife
erregt wird. Nach Erregung des Relais C wird durch Schließen des Kontaktes
67 c ein Haltestromkreis für das Relais V1 geschlossen über: Erde, Kontakt 67c, Wicklung
II des Relais C, Kontakt 69 C1, ReIaISf1,
Batterie, Erde. Durch Schließen des Kontaktes 6Oy1 wird über den Widerstand Wi ein
Nebenschluß zum Relais C an die Ader C3 gelegt.
Sollte der Teilnehmer Tn1 innerhalb einer
bestimmten Zeit keine Stromstöße aussenden, so wird das Thermorelais Th1 in dem schon
beschriebenen Erregerstromkreis der Relais T1 und C beeinflußt, so daß der Kontakt 62 Ui1
geschlossen wird und dadurch eine Erregung des Relais61 erfolgt über: Erde, Kontakt
62 thv 6?3~Ader, da-Arm des Vorwählers VW,
Kontakte 51 x, 543;, 55 a, Wicklung I des Relais
S, Batterie, Erde. Durch öffnen des Kontaktes 39 s wird der Erregerkreis der Relais C
und T1 geöffnet, so daß die in der Untervermittlungsstelle
UVSt1 belegte Verbindungsleitung (Abb. 3) frei wird und der Teilnehmer
TjJ1 ein Besetztzeichen erhält über: Erde,
bes., Kontakt 30s, Wicklung II des Relais ^4,
Kontakte 2Si1, 20 p, O1-ArUi des Anrufsuchers
AS, &-Ader, Teilnehmer Tn1, α-Ader, (Z1-AmI
des Anrufsuchers AS, Kontakte 19 p, 22 tv
Wicklung I des Relais A, Batterie, Erde. Das Relais S hält sich während dieser Zeit
über: Erde, Batterie, Wicklung II des Relais S, Kontakte 32a, 30s, bes., Erde.
Sendet der Teilnehmer dagegen innerhalb einer bestimmten Zeit Nummernstromstöße
aus, so wird durch diese das Relais ^i1 stoßweise
aberregt, so daß über einen Kontakt dieses Relais die Triebmagnete einer in der Untervermittlungsstelle UVSt1 angeordneten,
in der Abb. 3 nicht dargestellten Verbindungseinrichtung (Abb. ι: GW1) zwecks Einstellung
auf eine bestimmte Richtung beeinflußt werden. Bei Aussendung mehrerer Stromstoßreihen,
die beispielsweise aus den Ziffern i, 2, 3 bestehen, kann demgemäß der Teilnehmer
Tm1 den Teilnehmer Tw2 (Abb. 1) derselben
Untervermittlungsstelle UVSt1 erreichen.
Wünscht der Teilnehmer 7'M1 aber einen
Teilnehmer einer anderen Vermittlungsstelle, so muß er zunächst eine Kennziffer wählen.
In diesem Ausführungsbeispiel möge dieKennziffer ο sein. Sendet also der Teilnehmer 10
Stromstöße aus, so wird dementsprechend der in der Untervermittlungsstelle UVSt ± angeordnete,
in der Abbildung nicht dargestellte Wähler (Abb. 1: Gf^F1) in die 10. Dekade gehoben.
Hat er dieselbe erreicht, so wird der Dekadenkontakt 63 ko mechanisch betätigt, so
daß nach dem Abfallen des Relais V2, welches
bei der ersten Unterbrechung zu Beginn der Stromstoßreihe erregt wurde über: Erde,
Kontakte 67 c, 68 C1, Relais V2, Relais V1,
Batterie, Erde folgender Stromkreis zustande kommt: Erde, Kontakte61V2, 63ko,
£3-Ader, £2-Arm des Vorwählers VW, Kontakte
49x, 48 h, 43 X3 42 q, Wicklung II des
Relais U3 Batterie, Erde. Das Relais U legt
sich in einen Haltestromkreis: Erde, Batterie, Wicklung II des Relais U3 Kontakte 42 q, 43 x,
46 u, 52^ 53^ Erde. Durch Betätigung der
Kontakte 35 u und 36 u wird der Erregerkreis des Relais T1 aufgetrennt und der Prüfstromkreis
über dem Arm e2 des Vorwählers VW vorbereitet. Nach Abfallen des Relais T1
fallen auch die Relais H und Y ab, so daß der Drehmagnet D2 des Vorwählers VW erregt
wird über: Erde, Batterie, Drehmagnet D2, Kontakte 60 s3 59 a, 58 it 57Ä, Relaisunterbrecher
HU2, Erde, und der Vorwähler VW so zur freien Wahl einer über einen Übertrager
Ue zur Hauptvermittlungsstelle HVSt1 führenden Verbindungsleitung fortgeschaltet
wird. Es fällt außerdem nach Fortschaltung des Vorwählers VW das Relais A1 (Abb. 3)
ab, so daß infolge Kurzschlusses der Wicklung II des Relais C über den Kontakt 68(Z1 n0
auch dieses Relais abfällt und nach Öffnen des Kontaktes 67 c den Erregerstromkreis des
Relais V1 öffnet. Durch Kontakte dieser Relais kann dann auf irgendeine Weise eine
Auslösung des eingestellten Wählers (nicht dargestellt) herbeigeführt werden. Nach Abfallen
des Relais Y (Abb. 2) wird das Relais X erregt über: Erde, Batterie, Relais X, Kontakte
45V, 46ii, 52s, 53^, Erde und hält sich
später über seinen Kontakt 44x.
Hat der Vorwähler VW eine freie Verbindungsleitung (Z4, b4) C4, dt gefunden, über die
die Hauptvermittlungsstelle HVSt1 erreicht
werden kann, so kommt folgender Stromkreis zustande: Erde, Kontakte 86a3, 88vs,
84A1 und 85A2, Ader d4, cü2-Arm des Vor-"
5 Wählers VW, Wicklung I des Relais U1 Kontakte
36 M., 37 q, 39 s, 41 a, Wicklungen I und II
des Relais T1, Batterie, Erde. In diesem Stromkreis kommt das Relais T1 und, nachdem
nach Durchschaltung an den Kontakten 23 tx und 29 tx eine Erregung des Relais A3
über die Sprechschleife erfolgt ist, auch das bisher über den Kontakt 86 a3 kurzgeschlossene
Relais C2 zum Ansprechen, so daß nach Erregung des Relais T1 der Vorwähler
stillgesetzt und die Relais H und Y in der schon beschriebenen Weise erregt werden.
Die schon erwähnte Erregung des Relais A3 erfolgt über: Erde, Batterie, Relais A3,
a4-Ader, cz2-Arm des Vorwählers VW, Kontakte
23J1, 19 p, %-Arm des Anruf suchers^S",
α-Ader, Teilnehmer Tn1, &-Ader, Jb1-ArIn des
Anruf Suchers AS, Kontakte 20p, 29t, &2-Arm
des Vorwählers VW, &4-Ader, Drossel Dr3,
Erde. Nach Erregung des Relais C2 erfolgt eine Erregung des Relais V5 über: Erde,
Kontakt 89 C2, Wicklung II des Relais C2,
Kontakt 9Ia3, Relais V5, Batterie, Erde.
Durch Schließen des Kontaktes 87^5 (Schleppkontakt)
wird über den Widerstand Wi ein Haltekreis für das Relais T1 geschlossen.
Das Relais C2 hält sich nach Abschaltung seiner Wicklung I über seine Wicklung II in
dem schon beschriebenen Erregerkreise des Relais F5.
Durch Aussendung weiterer Stromstoßreihen können nun durch Betätigung der
Triebmagnete die nicht dargestellten Wähler (Abb. ι: GWi und LW4) in der Hauptvermittlungsstelle
HVSt1 in die gewünschte Richtung eingestellt werden. Dies geschieht
in folgender Weise:
Nach dem Ansprechen des Relais A3 erfolgt,
bevor das Relais V5 erregt ist, durch Schließen des Kontaktes 97<z3 eine Erregung
des Relais C3 in der Hauptvermittlungsstelle HVSt1 (Abb. 4) über: Erde, Kontakt 98V6,
97ö3, ioow7, Ader O0, Kontakt 105W10, Kopfkontakt
106 k3 des Gruppenwählers GW\,
Kontakt 108 V8, Relais C3, Batterie, Erde.
Durch Schließen des Kontaktes 120 cs kommt
eine Erregung des Relais V8 über: Erde, Kontakt I2oc3, Relais vs, Batterie, Erde zustande.
Durch Schließen seines Kontaktes 117 ^8 legt
sich das Relais V8 in einen Haltestromkreis über: Erde, Kontakte 117^81 118J1, 11904,
Relais V8, Batterie, Erde. Erfolgt jetzt kurz nach dem Ansprechen des Relais A3 die schon
erwähnte Erregung des Relais V5 in der Untervermittlungsstelle UVSt1, so fällt das
Relais C3 infolge Auftrennung seines Erregerkreises
am Kontakt 98^5 ab und öffnet seinen
Kontakt 120 C3. Durch die vom Teilnehmer ausgesandten Stromstöße wird das Relais As
in bekannter Weise stoßweise aberregt, so daß eine stoßweise Erregung des Relais A4 in
der Hauptvermittlungsstelle HVSt1 erfolgt über: Erde, Kontakte 104C2, 102a3, Adera6
der Verbindungsleitung VL, Relais A4, Batterie,
Erde. Beim ersten Abfallen des Relais A4 erfolgt durch Aufhebung des Kurz-Schlusses
am Kontakt 119^4 eine Erregung
des Relais V9 über: Erde, Kontakte 117 z>8,
118J1, Relais V9, ReIaJsF8, Batterie, Erde;
desgleichen erfolgt in der Untervermittlungsstelle UVSt1, ebenfalls durch Aufhebung eines
Kurzschlusses (Kontakt 91O3), eine Erregung
des Relais F6 über: Erde, Kontakte89C2,
90 a3, Relais F0, Relais F5, Batterie, Erde.
Beide Relais bleiben während der ganzen Stromstoßreihe erregt und fallen erst nach
Ablauf derselben infolge Kurzschluß über den Kontakt 119(Z4 bzw. 9Oa3 wieder ab. Während
der Erregung dieser Relais werden auch die Relais V7 (Erde, Kontakt 92W0, Relais F7,
Batterie, Erde) und F10 (Erde, Kontakt 114W9, Relais F10, Batterie, Erde) erregt.
Durch das stoßweise Ansprechen des Relais A4 in der Hauptvermittlungsstelle kann nun
der Gruppenwähler GW4 in irgendeiner Weise auf die gewünschte Verbindungsleitung ein- g0
gestellt werden.
Bestand die ausgesandte Stromstoßreihe beispielsweise nicht aus drei, vier, sieben
oder acht Stromstößen, so wird der Gruppenwähler GW4 in bekannter Weise durch Anschaltung
seines Relais P1 über: Erde, Kontakt
113 ^8, Wicklungen I und II des Relais P1
an den c7-Arm die erreichte Verbindungsleitung
prüfen. Ist dieselbe frei, so erfolgt in bekannter Weise eine Erregung des Relais P1
und Durchschaltung der Verbindungsleitung VL auf die vom Gruppenwähler GW4 belegte
Verbindungsleitung.
Bestand die Stromstoßreihe dagegen aus drei oder vier Stromstößen, so wird der
Dekadenkontakt A34 des Gruppenwählers GW4
nach Erreichen der dritten bzw. vierten Dekade mechanisch betätigt. Dadurch kommt
folgender Stromkreis zustande: Erde, Batterie, Widerstand Wi, Dekadenkontakt k34 des
Gruppenwählers GW4, Kontaktverbindung 1,
2, &e-Ader der Verbindungsleitung VL, Kontakt
101^7, Wicklungen I der ReIaJsIZ1 und
H2, Erde. Dieser Stromkreis, in dem nur
das Relais H1 infolge Schwächung des Stromes durch den im Stromkreis liegenden
Widerstand Wi anspricht, wird nach Ablauf der Stromstoßreihe an den Kontakt ioiz>7 abgetrennt,
da, wie schon erwähnt, am Ende der Stromstoßreihe das Relais F0 stromlos wird
und durch öffnen seines Kontaktes 92^0 auch
das Relais F7 zum Abfallen bringt. Vor der
Abschaltung der Wicklungen I der Relais H1
und H2 hat sich das Relais H1 in einen Haltekreis
gelegt über: Erde, Kontakte 94C2, 93It1,
Wicklung II des Relais H1, Batterie, Erde. Durch Schließen des Kontaktes 82Zi1 wird das
Relais Q (Abb. 2) erregt über: Erde, Batterie, Wicklung I des Relais Q3 Kontakte 33 h, 34 x,
c2-Arm des Vorwählers VW, c4-Ader, Kontakte
82 A1, 83 A2, Erde. Das Relais Q hält
sich über seinen Kontakt 8 q in dem Kreise: Erde, Kontakte 7 a, 8 q, Wicklung II des Relais
Q, Batterie, Erde. Durch den Kontakt 37 g wird der über den d2-Arm des Vorwählers
verlaufende Prüfstromkreis aufgetrennt und durch Schließen des Kontaktes 38 g ein
Prüfstromkreis über den Arm e2 des Vorwählers VW vorbereitet. Durch öffnen des
Kontaktes 37 q fällt außerdem das Relais Tx ab,
so daß der Drehmagnet P2 des Vorwählers VW über: Erde, Batterie, Drehmagnet D2 des
Vorwählers VW, Kontakte 60 α, 59α, 58 ίχ, 57Λ,
Relaisunterbrecher RU2, Erde erregt wird,
nachdem durch öffnen des Kontaktes 21 ^1 auch
die Relais H und Y aberregt wurden. Außerdem erfolgt durch Öffnen des Kontaktes 42 q
eine Aberregung des Relais U und danach durch öffnen des Kontaktes 46 η eine Aberregung
des Relais X. Der Vorwähler VW schaltet fort, so daß zunächst das Relais A3
(Abb. 4) abfällt, und durch Kurzschluß über den Kontakt 90 a3 das Relais C2 aberregt wird,
so daß dieses seinen Kontakt 89 C2 öffnet. Hierdurch wird auch das Relais F3 stromlos,
so daß der nicht dargestellte Wähler (Abb. 1: GW4) wie folgt ausgelöst wird.
Nach dem Schließen des mechanisch betätigten Dekadenkontaktes k34 des Gruppenwählers
GW4 kommt folgender Stromkreis zustande: Erde, Batterie, Widerstand Wi,
Dekadenkontakt k34, Kontaktverbindung 1, 2,
Kontakt 105W10, Kopf kontakt 107^3 des
Gruppenwählers GW4, Wicklung I des Relais S1, Erde. Über die Kontakte 115^1 und HOw8
wird das Relais S1 eine Zeitlang gehalten. Durch öffnen des Kontaktes 18J1 wird der
Erregerkreis des Relais VB aufgetrennt. Durch einen weiteren Kontakt dieses Relais kann
nun der eingestellte Gruppenwähler GW4 in irgendeiner Weise ausgelöst werden.
Der Vorwähler VW prüft über seinen e2-Arm auf eine freie, zu der in der Abb. 5 dargestellten Untervermittlungsstelle UVSt3 führenden Verbindungsleitung. Hat er eine solche (Abb. 5: as, b5, es) gefunden, so wird ein Stromkreis geschlossen über: Erde, Batterie, Wicklungen I und II des Relais T1, Kon- takte 41a, 39j, 3Sq1 C2-Arm des Vorwählers VW, £5-Ader, Wicklung I des Relais C1, Kopf kontakt 67 kt, Wellenkontakt 77W1, Erde. In diesem Stromkreise werden die Relais T1 und C1 erregt. Durch öffnen der Kontakte 58 ^1 wird der Vorwähler VW stillgesetzt und durch Schließen des Kontaktes 2111 eine Erregung der Relais H und F herbeigeführt. Über die Kontakte 23^ und 29^ wird die Verbindungsleitung auf die Adern a5 und bs durchgeschaltet, so daß das Relais A2 über die Teilnehmerschleife erregt wird. Durch Schließen des Kontaktes 79C1 kommt ein Haltestromkreis für das Relais C1 und ein Erregerkreis für das Relais V3 über: Erde, Kontakt 79 C1, Wicklung II des Relais C1, Kontakt 81 ö2, Relais V3, Batterie, Erde zustande. Durch Schließen des Kontaktes 78 V3 wird über den Widerstand Wi ein Nebenschluß an die Ader e5 gelegt. Durch Aussenden weiterer Stromstoßreihen, 2, 2, 1, kann nun der Teilnehmer Tm1 den gewünschten Teilnehmer, z. B. Tw4, der Untervermittlungsstelle UVSt3 erreichen.
Der Vorwähler VW prüft über seinen e2-Arm auf eine freie, zu der in der Abb. 5 dargestellten Untervermittlungsstelle UVSt3 führenden Verbindungsleitung. Hat er eine solche (Abb. 5: as, b5, es) gefunden, so wird ein Stromkreis geschlossen über: Erde, Batterie, Wicklungen I und II des Relais T1, Kon- takte 41a, 39j, 3Sq1 C2-Arm des Vorwählers VW, £5-Ader, Wicklung I des Relais C1, Kopf kontakt 67 kt, Wellenkontakt 77W1, Erde. In diesem Stromkreise werden die Relais T1 und C1 erregt. Durch öffnen der Kontakte 58 ^1 wird der Vorwähler VW stillgesetzt und durch Schließen des Kontaktes 2111 eine Erregung der Relais H und F herbeigeführt. Über die Kontakte 23^ und 29^ wird die Verbindungsleitung auf die Adern a5 und bs durchgeschaltet, so daß das Relais A2 über die Teilnehmerschleife erregt wird. Durch Schließen des Kontaktes 79C1 kommt ein Haltestromkreis für das Relais C1 und ein Erregerkreis für das Relais V3 über: Erde, Kontakt 79 C1, Wicklung II des Relais C1, Kontakt 81 ö2, Relais V3, Batterie, Erde zustande. Durch Schließen des Kontaktes 78 V3 wird über den Widerstand Wi ein Nebenschluß an die Ader e5 gelegt. Durch Aussenden weiterer Stromstoßreihen, 2, 2, 1, kann nun der Teilnehmer Tm1 den gewünschten Teilnehmer, z. B. Tw4, der Untervermittlungsstelle UVSt3 erreichen.
Besteht die nach Einstellung des Vorwählers VW auf die Verbindungseinrichtung
der Hauptvermittlungsstelle HVSt1 ausgesandte Stromstoßreihe statt aus drei oder
vier Stromstößen aus sieben oder acht Stromstoßen, so wird der Dekadenkontakt k7S nach
Ablauf der Stromstoßreihe mechanisch durch den Gruppenwähler GW4 betätigt. Es kommt
demzufolge folgender Stromkreis zustande: Erde, Batterie, Dekadenkontakt k7S, Kontaktverbindung
1, 2, &e-Ader der Verbindungsleitung VL, Kontakt 10 Iv1, Wicklungen I der
Relais H1 und H2. Die Relais H1 und H2
sprechen in diesem Stromkreise an und legen sich in einen Haltekreis über: Erde, Kontakt
94C2, 93Zi1, Wicklung II des ReIaIsH1, Batterie,
Erde, und über Erde, Kontakte 94C2, 95 h2, Wicklung II des Relais H2, Batterie,
Erde. Gleichzeitig wird über den Dekadenkontakt k7S das Relais ^1 erregt über: Erde,
Batterie, Dekadenkontakt k7S, Kontaktverbindung
i, 2, Kontakt 105^10, Kopf kontakt 107^3
des Gruppenwählers GW4, Wicklung I des Relais I, Erde. Nach Erregung des Relais S1
erfolgt eine Auslösung der Verbindungseinrichtungen in der Hauptvermittlungsstelle
HVSt1 in der schon beschriebenen Weise.
Durch Erregung des Relais H1 und H2 wird
der über den d2-Arm des Vorwählers VW
verlaufende Prüfstromkreis aufgetrennt und dadurch der Stromkreis der Relais T1 und U
unterbrochen. Durch Schließen des Kontaktes 3 5 μ wird ein Prüf Stromkreis über den
Arm c2 des Vorwählers VW vorbereitet. Nach
Abfallen des Relais T1 wird der Drehmagnet
D2 des Vorwählers VW über: Erde, Batterie,
Drehmagnet D2 des Vorwählers VW, Kontakte
60s, 59a, 5Si1, 57/1, Relaisunterbrecher RU2
erregt, nachdem durch Öffnen des Kontaktes 2iiä auch die Relais H und Y aberregt wurden.
Der Vorwähler V W schaltet fort, so daß das Relais A3 (Abb. 4) abfällt. Durch Kurzschluß
der Wicklung II des' Relais C2 über den Kontakt
90 aa wird dieses Relais aberregt und trennt durch Öffnen seines Kontaktes 89 C2
auch den Haltekreis des Relais V5 auf. Außerdem werden durch Öffnen des Kontaktes
94 C2 die Haltekreise der Relais Zf1 und
Hs aufgetrennt.
Der Vorwähler VW prüft jetzt über seinen c2-Afm auf eine freie Verbindungseinrichtung
in derselben Untervermittlungsstelle UVSt1. Diese Verbindungseinrichtung Gi
kann unter Umständen dieselbe sein wie die schon bei dem Verbindungsaufbau mit einem
Teilnehmer derselben Untervermittlungsstelle erwähnte, in der Abb. 3 dargestellte Verbindungseinrichtung
(die Adern a3, bs, C3, d3 und
der Gruppenwähler GW1).
Der Verbindungsaufbau wird sich jetzt in der schon beschriebenen Weise weiter
vollziehen., wobei der Teilnehmer Tn1 durch
Nummernwahl, Ziffer: 2, die in der Abb. 3 nicht dargestellte Verbindungseinrichtung
■(Abb. ι: GW1) auf einen Kontakt einstellt,
an dem eine zur Untervermittlung.sstelle UVSt2 führende Verbindungsleitung angeschlossen
ist. Durch Aussendung weiterer Stromstoßreihen, Ziffern: 2, 2, 1, und
damit verbundener Einstellung der Verbin- - dungseinrichtungen (Abb. 1: GW2 und Z-J^2)
in der Untervermittlungsstelle UVSt2 kann "der Teilnehmer jetzt den Teilnehmer Tn5
(Abb. 1) der Untervermittlungsstelle UVSt2
erreichen.
Die Freigabe des Anruf suchers AS und Vorwählers VW bei Auslösung der Verbindung
erfolgt in der Weise, daß beim Auflegen des Hörers das Relais A1 stromlos
wird, so daß nach Aberregung der Relais C und V1 durch Öffnen des Kontaktes 66^1 das
Relais T1 stromlos wird und eine Aberregung der Relais H, Y und A herbeiführt. Durch
öffnen des Kontaktes 2γα werden die Relais
P und T stromlos, und durch Öffnen des Kontaktes 7S wird das Relais V aberregt. Der
Anrufsucher AS und der Vorwähler VW sind somit für eine neue Verbindung frei.
Anstatt eine Umsteuerung in die verschiedenen Verkehrsrichtungen durch Betätigung
verschiedener Dekadenkontakte, ksi, A78, herbeizuführen,
kann auch ein Mitlaufwerk MW, wie dies in der Abb. 4 dargestellt ist, Verwendung
finden. In diesem Falle wird die Kontaktverbindung zwischen den Punkten 1
und 2 aufgehoben und durch eine Verbindung zwischen den Punkten 1 und 2' ersetzt. Diese
Anordnung arbeitet dann in folgender Weise. Wird, wie schon beschrieben, das Relais At bei
Aussendung der Stromstoßreihe stoßweise erregt, so erfolgt mit der Einstellung des Gruppenwählers
GW11 eine Einstellung des Mitläufers
MW durch Erregung seines Drehmagneten in ' dem Kreise: Erde, Batterie.
Drehmagnet D3 des Mitläufers MW, Kontaktei2iw9,
I22ß4, Wellenkontakt 123OT3, Kontakt
125 W8, Erde, entsprechend der ausgesandten
Stromstoßreihe. Besteht die ausgesandte Stromstoßreihe aus drei oder vier Stromstößen, so wird das Mitlaufwerk mit
seinem Arm dai auf den dritten oder vierten
Kontakt eingestellt, so daß nach Aberregung des Relais V9 nach- Ablauf der Stromstoßreihe
ein Stromkreis über: Erde, Batterie, Kontakte 127 ^8, 126^9/ <f-Arm 31 des Mitläufers
MW des Widerstandes Wi, Kontaktverbindung 2', i, &6-Ader der Verbindungsleitung
VL, Kontakt 10 τ V7, Wicklung I des
ReIaIsZZ1 und H2, Erde" ein Erregerkreis für
das Relais H1 zustande kommt. Das Relais H2
spricht, wie schon bei der voraufgehenden Beschreibung gesagt, infolge des Widerstandes
Wi in diesem Stromkreis nicht an. Es wird demgemäß durch Schließen des Kontaktes
82A1 eine Umsteuerung des Vorwählers VW
auf die Untervermittlungsstelle UVSt3, wie dies schon erläutert wurde, herbeigeführt.
Besteht die Stromstoßreihe aus sieben oder acht Stromstößen, so befindet sich der
Arm d3i des Mitläufers MW nach Ablauf der
Stromstoßreihe auf dem Kontakt 7 oder 8, so daß jetzt über die Ader bs ein Stromkreis zustände
kommt, in dem die Relais H1 und H«
ansprechen. Durch Auftrennen der Kontakte 84A1UHdSsA2 erfolgt dann die schon beschriebene
Rückumsteuerung auf eine Verbindungseinrichtung der Untervermittlungs-
Anstatt in der Anordnung eine zweiadrige Verbindungsleitung VL, aB, be, zu verwenden,
können auch dreiadrige Verbindungsleitungen, aG, ba, C0, gemäß Abb. 6 und 7 An-
wendung finden. Die Schaltungsvorgänge sind
dieselben wie die oben beschriebenen. In der Abb. 6 erfolgt die Erregung des Relais C3 in
derselben Weise wie in der Abb. 4, nur daß derselbe nicht über die Ader be, sondern über
eine dritte Ader c0 der Verbindungsleitung VL verläuft.
In der Abb. 7 wird die dritte Ader C6 der
Verbindungsleitung VL dazu benutzt, um über dieselbe die Steuerung der Relais Zi1
und H2 gemäß der ausgesandten Stromstoßreihe herbeizuführen.
WTir haben gesehen, daß jeder Teilnehmer,
der einen Teilnehmer einer anderen Vermittlungsstelle zu sprechen wünscht, eine bestimmte
Ziffer, o, wählen muß. Dadurch wird gemäß dem Ausführungsbeispiel eine
Vereinfachung in der Ziffernwahl geschaffen, indem der Teilnehmer, der einen Teilnehmer
seiner eigenen Vermittlungsstelle erreichen will, nur die diesem zugeordnete Rufnummer,
unter Fortlassung der Kennziffern, zu wählen
braucht, so daß eine unnötige Belegung der zur Hauptvermittlungsstelle führenden Verbindungsleitung
vermieden wird. Hierdurch ergibt sich, besonders bei Vermittlungsstellen mit starkem Internverkehr, der Vorteil, daß
die Verbindung von Anfang an in derselben Vermittlungsstelle aufgebaut wird, ohne
überhaupt erst eine stark belastete, zur Hauptvermittlungsstelle führende Leitung zu
ίο belegen, und außerdem auch eine Einheitlichkeit
insofern, als der Teilnehmer bei jeder aus seiner Vermittlungsstelle hinausgehenden
Verbindung stets eine bestimmte Ziffer, o, zu wählen hat, an die sich dann natürlich,
je nach der gewünschten Vermittlungsstelle, weitere Kennziffern anschließen.
In dem Ausführungsbeispiel wurde zur Umsteuerung in die verschiedenen Verkehrsrichtungen ein Vorwähler VVV benutzt. Die
Anordnung kann nun aber auch so getroffen werden, daß zwei oder mehrere parallel
liegende Vorwähler Verwendung finden. Bei einem Anruf können dann entweder alle Vorwähler
gleichzeitig angelassen werden und sich vorbereitend auf die verschiedenen Verkehrsrichtungen
einstellen oder aber das Anlassen des der gewünschten Verkehrsrichtung entsprechenden Vorwählers erfolgt nach
Kennzeichnung der Verkehrsrichtung.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Schaltungsanordnung für Fern-sprechanlagen mit Wählerbetrieb und mehreren Vermittlungsstellen, in welchen eine anrufende Anschlußleitung in Abhängigkeit von der Nummernstromstoßgabe mit Verbindungsleitungen verschiedener Verkehrsrichtungen verbunden wird, dadurch gekennzeichnet, daß eine in der Vermittlungsstelle des Anrufenden angeordnete Verbindungseinrichtung (VlV) von in verschiedenen Vermittlungsstellen, z. B. in der anrufenden Untervermittlungsstelle (UVSt1) und der Hauptvermittlungsstelle (HVSt1), angeordneten, unter dem Einfluß der anrufenden Anschlußleitung stehenden Schalteinrichtungen gesteuert wird.
- 2. Schaltungsanordnung nach An- so spruch i, dadurch gekennzeichnet, daß nach Aufbau eines Verbindungsweges zu einer zweiten Vermittlungsstelle des Netzes die in diesem angeordnete Verbindungseinrichtung in der Vermittlungsstelle des Anrufenden steuernde Schalteinrichtung bei einer eine andere Verkehrsrichtung kennzeichnenden Nummernwahl die Auslösung der in der zweiten Vermittlungsstelle benutzten Verbindungseinrichtungen herbeiführt.
- 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß• nach Aufbau eines Verbindungsweges zu einer zweiten Vermittlungsstelle des Netzes und Kennzeichnung einer anderen Verkehrsrichtung durch die nachfolgende Nummernwahl die Verbindungseinrichtung in der anrufenden Vermittlungsstelle von der Schalteinrichtung in der zweiten Vermittlungsstelle über die Sprechadern gesteuert wird.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES86498D DE552508C (de) | 1928-07-06 | 1928-07-06 | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES86498D DE552508C (de) | 1928-07-06 | 1928-07-06 | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE552508C true DE552508C (de) | 1932-06-17 |
Family
ID=7513069
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES86498D Expired DE552508C (de) | 1928-07-06 | 1928-07-06 | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE552508C (de) |
-
1928
- 1928-07-06 DE DES86498D patent/DE552508C/de not_active Expired
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