DE633295C - Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Anschlussstellen verschiedener Klassenzugehoerigkeit - Google Patents
Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Anschlussstellen verschiedener KlassenzugehoerigkeitInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen, bei
welcher Anschlußstellen verschiedener Klassenzugehörigkeit an eine gemeinsame Vermittlungsstelle
angeschlossen werden und bezweckt, einer die Verbindungen überwachenden Beamtin die Klassenzugehörigkeit einer
angerufenen Anschlußstelle in sicherer und einfacher Weise, ohne z. B. die Nummernschalter
der Anschlußstellen "konstruktiv besonders zu gestalten, kenntlich zu machen.
Gemäß der Erfindung wird dieser Zweck dadurch erreicht, daß die Anschaltung der
Einrichtung zur Kennzeichnung der Anschlußstelle derart unter dem Einfluß der in
der Vermittlungsstelle zum Anruf der Anschlußstelle vorgesehenen Schaltmittel steht,
daß ihre Abschaltung verzögert nach Meldung der angerufenen Anschlußstelle (Abheben des
jo Mikrotelephons) 'erfolgt.
Die erfindungsgemäße Anordnung soll an Hand eines Ausführungsbeispieles im folgenden
näher erläutert werden.
In den Zeichnungen ist unter Fortlassung
as aller für den Erfindungsgedanken unwesentlichen
Teile ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Abb. 1 zeigt eine im ankommenden
Verkehr besonders zu kennzeichnende Anschlußstelle, und zwar eine Münzfernsprechstelle
N, die dieser zugeordneten Einrichtungen in der Vermittlungsstelle sowie
einen Verbindungsweg zu einem Meldeplatz, während in Abb. 2 die von einer Fernbeamtin
bei Verbindungen zu der Münzfernsprechstelle N einzustellenden Wähler dargestellt
sind.
Durch Abnahme des Mikrotelephons seitens der anrufenden Teilnehmerstelle ΛΓ wird
in bekannter Weise ein Stromkreis für die in dem Übertrager der Anschlußstelle angeordneten
RelaisA geschlossen: Erde, Batterie, Wicklung I des Relais A, Teilnehmerleitung
α, Münzfernsprechstelle N, Teilnehmerleitung ö, Wicklung-11 des Relais A, Erde.
Das Relais A spricht an und bringt durch *5 Umschaltung seines Kontaktes Ci1 das Relais C
über: Erde, Batterie, Widerstand Wi, Relais C, Arbeitskontakt Ci1, Erde zum Ansprechen.
Durch Schließen des Kontaktes C2 wird
die im Übertrager zwischen den beiden Verbindungsleitungen angeordnete Brücke über
die Kontakte C1, a2, Drosselspule Dr und
Ruhekontakt V1 geschlossen. Hiermit wird ein Stromkreis für Relais R geschlossen
über: Erde, Batterie, Spule LA, Widerstandswicklung R, Kontakt t±, Leitung a, Kontakt c2,
Kontakt a2, Drosselspule Dr, Kontakt V1, Leitung
b, Kontakt t±, Relais R, Erde. Das
Relais R spricht an und legt über seinen Kontakt rt Batterie an den Drehmagneten
des Vorwählers: Erde, Batterie, Kontakt ru Kontakt ia, Drehmagnet D, Unterbrecher
Un und Erde. Durch den Unterbrecher Un -wird eine schrittweise Vorwärtsbewegung
des Drehwählers bewirkt, bis daß der Schaltarm 0 des Drehwählers auf den
Kontakt einer freien Verbindungsleitung aufgetroffen ist, wodurch das Relais T an Erde
angeschaltet wird..,.-Es entsteht danach ein
Stromkreis VorrErde 'am'"belegten Gruppenwähler
über-·:.Prüfleitutig c, Schaltarm c des
Vorwählers, Wicklungen r und 2 des RelaisT, Kontakt r2, Batterie, Erde. Das Relais ^T
spricht an und schaltet mit seinen Kontakten t± die Teilnehmerleitung a, b auf die
freie zu dem Gruppenwähler führende Verbindungsleitung durch. Gleichzeitig wird durch die Umschaltung von Kontakt t2 die
hdchohmige Wicklung 2 des Relais T kurzgeschlossen und die niedrigohmige Wicklung
I direkt an die Batterie geschaltet, und zwar über: Erde am belegten Wähler, Wicklung
I des Relais T, Kontakt i2, Schaltarm d
des Vorwählers, Batterie, Erde, so daß infolge des in dem c-Stromkreis verbleibenden
geringen Widerstandes der belegte Gruppen-' wähler für weitere Anrufe gesperrt ist. Durch
die Umschaltung von t2 wurde schließlich der Stromkreis für den Drehmagneten D
unterbrochen, so daß der Vorwähler auf dem eingestellten Kontakt einer freien Verbindungsleitung zum Stillstand gebracht ist.
Die weitere Herstellung der Verbindung erfolgt in bekannter Weise durch die Betätigung
eines Stromstoßsenders auf der Anschlußstelle N, dessen Nummernstromstöße über die
in dem Übertrager liegende Brücke (Relais V wird beim ersten Stromstoß jeder Stromstoßreihe
erregt und hält, sich während jeder Stromstoßreihe) und den eingestellten Vorwähler
zu dem belegten Gruppenwähler übertragen werden, und die in bekannter- Weise
die Einstellung des Gruppenwählers auf eine Meldestelle im Fernamt bewirken.
Die Meldebeamtin nimmt den Auftrag des anrufenden Teilnehmers nach Herstellung
einer Fernverbindung entgegen! und gibt diesen vermittels einer besonderen Verbindungseinrichtung, einer Zettelrohrpost o. dgl., zu
einer Fernbeamtin weiter. Die anrufende Teibienmerstelle hat inzwischen das Mikrotelephon
aufgelegt und hierdurch die Auslösung der die Verbindung zum Meldeplatz herstellenden Verbindungseinrichtung · bewirkt.
Hat die Fernbeamtin die Verbindung zu dem verlangten Fernamtsteilnehmer erhalten,
so stellt sie in bekannter Weise die Verbindung zu der anrufenden Teilnehmerstelle AT
her, und zwar, gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel, über einen Gruppen- und
Leitungswähler. Die Herstellung der Verbindung ist aus der Abb. 2 näher ersichtlich
und geht wie folgt vor sich:
Beim Belegen der Verbindungsleitung a', V über einen vorgeordneten Wähler, beispielsweise
durch einen Gruppenwähler GW, wird zunächst ein Stromkreis für das Relais K
geschlossen, und zwar von: Erde am belegenden Wähler GW, Wicklung I des Relais K1
Kontakt kv Verzweigungspunkt x, von hier ,einmal über die Wicklungen II und III des
i^||ais K zur Batterie und das andere Mal
'ÖJ§§I\: Kontakt ei und Verbindungsleitung b',
Jypntakt If1, Widerstand Wi zur Batterie und
Erde. Durch diesen Stromstoß kann vorerst das Relais K am abgehenden Ende der Verbindungsleitung
nicht zum Ansprechen gebracht werden, da die Wicklung I den Wicklungen II und III entgegengesetzt geschaltet
ist.
Durch den ersten Stromstoß, der bei Betätigung des Stromstoßsenders seitens der
anrufenden Fernbeamtin entsteht, wird ein Stromkreis für das Relais E geschlossen über:
Erde am belegenden Gruppenwähler GW, Wicklung I' des Relais E1 Stellung 1 des
Steuerschalters, Relais .4', Batterie und Erde. Die Relais A und E gelangen hierdurch zum
Ansprechen. Durch die Umlegung von Kontakt e2 schaltet sich das Relais E in einen
Haltestromkreis ein. Durch die Öffnung von Kontakt e3 werden außerdem beide Wicklungen
II und III des Relais if über: Erde am Gruppenwähler GW, Prüfleitung c', Kontakte^
Wicklung II des Relais, Wicklungen II und III des Relais K, an die Batterie geschlossen,
so daß Relais K nunmehr zum Ansprechen gelangen kann. Es öffnet seinen Kontakt kx und bewirkt hierdurch die Abschaltung
seiner Wicklung I. Durch die gleichzeitig erfolgte Schließung von Kontakt k2
wird die Wicklung I des Relais E kurzgeschlossen
und am Kontakt ks ein Kurzschluß der Wicklung II des Relais K vorbereitet.
Dieser Kurzschluß gelangt jedoch vorerst nicht zur Wirkung, da der Kontakt es durch
das Relais E geöffnet ist.
Das Relais A schließt bei seiner durch den ersten Nummernstromstoß eintretenden Erregung
seinen Kontakt ~a\ und bildet hierdurch einen Stromkreis für den Hubmagneten
H über: Erde, Kontakt O1, Stellung 1 des
Steuerschalters, Hubmagneti?, Batterie, Erde, so daß der Wähler zunächst um einen Schritt
gehoben wird. Bei jedem folgenden Nummernstromstoß erfolgt eine* weitere Erregung
bzw. Aberregung des Relais A und durch die no
jedesmalige Betätigung des Kontaktes O1 die
Fortschaltung des Wählers auf die gewünschte Leitungsgruppe.
Durch die Schließung von Kontakt a'2 wird
das Relais G erregt, welches durch die Schließung seines Kontaktes g2 die Einschaltung
des Relais B bei Beginn der Stromstoßreihe bewirkt und durch die Schließung seines Kontaktes
gs einen Stromkreis für das Relais C schließt. Außerdem wird durch die Umlegung
von Kontakt ^1 ein Haltestromkreis für das Relais G1 lediglich in Abhängigkeit
von dem Ruhekontakt W1 geschlossen: Erde,
Batterie, Widerstand Wi, Kontakt gu Relais
G, Kontakt W1, Erde. Die bei der Erregung des Relais B eintretende öffnung von
S Kontakt ^1 verhindert ein Ansprechen des
Relais F, bis diel Stromstoßreihe beendigt ist. Nach Beendigung der Stromstoßreihe wird
das Relais B in an sich bekannter Weise abgeschaltet und infolgedessen wird durch die
ίο Schließung von Kontakt bx das Relais F wie
folgt erregt: Erde, Kontakt ^1, Kontakt a3,
Kopfkontakt des Wählers k (beim ersten Hubschritt des Wählers geschlossen), Stellung
ι des Steuerschalters, Relais F, Widerstand Wi, Batterie und Erde.
Das Relais F schließt mittels seines Kontaktes Z1 einen Stromkreis für den Drehmagneten
S des Steuerschalters, so daß dieser von Stellung 1 bis zur Stellung 2 weitergeschaltet
wird. Durch die Schließung des Kontaktes S1 des Steuerschaltermagneten wird
das Relais F kurzgeschlossen, so daß es sogleich wieder zum Abfall gelangt.
In der Stellung 2 wird beim Aussenden der zweiten Stromstoßreihe der Drehmagnet D
des Leitungswählers in derselben Weise in Wirkung gesetzt wie bei der vorhergehenden
Stromstoßreihe der Magnet H. Nach Beendigung der Stromstoßreihe erfolgt wieder
die Erregung des Relais F zwecks Weiterschaltung des Steuerschalters in die Stellung
3, und zwar von: Erde, Kontakt O1, Kontakt
as, Wellenkontakt des Leitungswählers (beim ersten Drehschritt des Wählers geschlossen),
Stellung 2 des Steuerschalters, Relais F, Widerstand Wi zur Batterie nach
Erde.
Da der Stromstoßsender des Fernamtes mit einer Einrichtung versehen ist, welche
selbsttätig nach Beendigung der letzten Stromstoßreihe einen zusätzlichen Stromstoß
aussendet, wird in der Stellung 3 des Steuerschalters das Relais/ auf folgendem Wege
erregt: Erde, Batterie am Platze der Beamtin, Verbindungsleitung a', Kontakt k2l Wicklung
I des Übertragers UB, Stellung 3 des Steuerschalters, Wicklung I des Relais /, nach
Erde. Das Relais / spricht an land verhindert durch die Öffnung seines Kontaktes I1
eine Einschaltung seiner beiden differentialen Wicklungen III. Es hält sich in einem Haltestromkreise
über seine Wicklung II, und zwar von: Erde, Batterie, Wicklung II des Relais/, Kontakt i«, Stellung 3 des Steuerschalters,
Erde. Der Steuerschalter geht durch die1 Erregung des Relais F von Erde über Stellung 3
des Steuerschalters, Relais F, Widerstand Wi zur Batterie und Erde in die Stellung 4, von
der er beim Anlegen von Erde im Fernamt an die Verbindungsleitung a' infolge der hierdurch
eintretenden Erregung des Relais A (Erde am Platz der Beamtin,. Verbindungsleitung a", Kontakt k2, Wicklung I des Übertragers,
Steuerschalterstellung 4, Wicklung II des Übertragers, Relais A, Batterie und Erde)
zur Stellung 5; weiterbewegt wird. Von hier geht der Schalter infolge der sogleich eintretenden
Erregung des Relais F in die Stellung 6, in der die Prüfung der angerufenen
Teilnehmerleitung auf Frei- und Besetztsein erfolgt.
Es sei zunächst angenommen, daß die verlangte Leitung ortsbesetzt sei. Alsdann kann
das Relais P, welches auch die Prüfung bei Ortsverbindungen ausführt, nicht ansprechen,
weil an dem besetzt gehaltenen Wähler durch Kurzschluß der hochohmigenWicklung II des
Prüfrelais dem Prüfrelais P des in der Zeichnung dargestellten Leitungswählers zu viel
Strom entzogen wird, so daß dieses nicht zum Ansprechen gelangen kann. Der Steuerschalter
wird von der Stellung 6 in die Stellung 7 durch Erregen des Relais F über den
Kontakt as weitergeschaltet. In der Stellung 7 des Steuerschalters ist das Relais T
an die Prüfleitung c angeschlossen. Die Wicklung des Relais T ist nun derart bemessen,
daß es bei Einstellung der Schaltarme des Wählers auf eine ortsbesetzte Leitung ansprechen
kann. Werden die Schaltarme des Wählers auf eine fernbesetzte Leitung eingestellt,
so kann das Relais T nicht ansprechen, da in diesem Falle am Prüfarm des besetzthaltenden Wählers Erde direkt, ohne
Zwischenschaltung von Widerständen, angeschaltet ist und demnach das Relais T kurzgeschlossen ist.
Da im vorliegenden Fall angenommen wurde, daß die gewünschte Leitung durch
eine Ortsverbindung besetzt ist, kann das Relais T in folgendem Stromkreise erregt
werden: Erde, Batterie, Wicklung II des Relais I, Kontakt i2, Relais T, Kontakt C1 und
Erde. Durch die Schließung von Kontakt t1 wird der Steuerschalter infolge der hierdurch
eintretenden Erregung von Relais F von: Erde, Kontakt b2, Kontakt tlt Stellung 7 des
Steuerschalters, Relais F, Widerstand Wi, Batterie und Erde nach Stellung 8 weitergeschaltet.
In der Stellung 8 bleibt der Steuerschalter stehen, da das Relais P, wie
obenerwähnt, nicht erregt ist. Das Relais T verbindet außerdem an seinem Kontakt t2 die
ankommenden Adern der Verbindungsleitung mit dem Schaltarm α und b des Leitungs-Wählers.
Die Fernbeamtin kann sich jetzt einschalten und den Teilnehmer von dem bevorstehenden
Ferngespräch und der Trennung der Ortsverbindung benachrichtigen. Hierauf legt sie zwecks Auflösung der bestehenden.
Ortsverbindung Batterie an den einen Zweig a' der Verbindungsleitung, wodurch
033295
das Relais Q auf folgendem Wege erregt wird: Batterie am Platze der Beamtin, Verbindungsleitung
a', Kontakt k2, Wicklung I des Übertragers UE, Relais Q, Stellung 8 des
Steuerschalters, Erde.
Das Relais Q spricht an und erregt durch die Schließung seines Kontaktes q± das Relais
F über folgenden Stromkreis: Erde, Kontakte b2, tit qult Stellung 8 des Steuerschalters,.
Relais F, Widerstand Wi, Batterie und Erde und bewirkt hierdurch die· Weiterschaltung
des Steuerschalters in die Stellung 9, in welcher die Auslösung der bestehenden Ortsverbindung dadurch herbeigeführt wird, daß
Erde an beide abgehende Sprechadern angeschaltet wird: Erde, Stellung 9 des Steuerschalters,
Kontakt t2, Sprechadern b und Erde, Stellung 9 des Steuerschalters, Kontakt ig,
Sprechader a.
In der Stellung 9 des Schalters ist das Prüfrelais P erneut an die Prüfleitung c der
gewünschten Teilnehmerstelle angeschaltet. Das Relais P kann nunmehr nach der Auflösung
der bestehenden Ortsverbindung zum 25' Ansprechen gelangen und bewirkt durch die
Schließung seines Kontaktes P1 die Kurzschließung
seiner hochohmigen Wicklung I und veranlaßt durch Erregung des Relais F über seinen Kontakt p2 die Weiterschaltung
des Steuerschalters in die Stellung 10.
In der Stellung 10 des Steuerschalters wird das Relais B' wie folgt erregt: Erde, Kontatk
J3, Relais JS', Kontakt c'2, Stellung 10 des
Steuerschalters, Auslösemagnet M, Batterie, Erde. In diesem Stromkreis kann nur das
Relais E' ansprechen, dagegen nicht der Auslösemagnet M1 da der Strom für die Erregung
dieses Magneten1 nicht ausreicht. Das Relais E' schaltet durch die Schließung seines
Kontaktes ex die Prüfleitung c direkt an Erde
und bewirkt hierdurch die Besetzthaltung der gewählten Anschlußleitung. Es erregt ferner
über seinen Kontakt e'2 das Relais 0: Erde,
Batterie, Relais O, Kontakt e'%, Ruhekontakt
a\ und Erde. Das Relais 0 öffnet seinen
Kontakt und bereitet durch die Schließung seines Kontaktes O2 einen Stromkreis für das
Relais Q vor, welches durch Drücken einer Taste T seitens der Beamtin von neuem auf
folgendem Wege erregt wird: Erde am Platze der Beamtin,. Taste T, Verbindungsleitung a',
Kontakt k2, Wicklung I des Übertragers UE,
Relais Q, Stellung 10 des Steuerschalters, Kontakt O2, Batterie, Erde. Das Relais Q
spricht an und legt durch die Schließung des Kontaktes-g2 Rufstrom an die Teilnehmerleitung.
Dieser Rufstrom nimmt folgenden Verlauf: Wechselstromquelle, Kontakt q2,
Stellung 10 des Steuerschalters, Kontakt t2,
Sprechader α der Teilnehmerleitung, Anschlußstelle N, Sprechader b der Teilnehmerleitung,
Kontakt t2, Kontakte qs, ts, bs, Erde.
Das Anruforgan der Teilnehmerstelle N wird betätigt.
Gleichzeitig wird durch den Anrufstrom das in dem der Münzfernsprechstelle JV zugeordneten
Übertrager angeordnete Wechselstromrelais R' auf folgendem Wege erregt:
Wechselstromquelle, Kontakt qä, Stellung 10
des Steuerschalters, Kontakt t2, Sprechader a
der Teilnehmerleitung, Kontakt C2 im Übertrager,
Kondensator, Relais R', Sprechader b der Teilnehmerleitung, Kontakte t2, qs, t3, bs,
Erde. Das Relais R' spricht an und bewirkt durch Schließung seines Kontaktes r\ die Erregung
des Relais H, welches vermittels seines Kontaktes Zi1 einen Signalsummer an die
Induktionswicklung III des Relais A legt. Durch die Schließung des Kontaktes h2 wird
gleichzeitig ein Haltestromkreis für das Relais H geschlossen. Das durch die Einschaltung
des Signalsummers entstehende Summerzeichen wird induktiv auf die Wicklungen I und Hi des Relais A und von diesen über die
Verbindungsleitung zur Fernbeamtin übertragen, welche an Sem charakteristischen Zeichen
erkennt, daß die angerufene Teilnehmerstelle N, welche die Fernverbindung verlangt
hatte,- einer besonders zu kennzeichnenden Art angehört und, z. B. wie in der
vorliegenden Ausführungsform, als Münzfernsprechstelle ausgebildet ist.
Die Beamtin kann also ohne Rückfrage mit Sicherheit die für die Verbindung zu zahlende
Gebühr in der richtigen Höhe in Anrechnung bringen. Teilnehmerstellen verschiedener
Klassenzugehörigkeit können auf diese Weise an die gleiche Vermittlungsstelle angeschlossen werden, ohne daß eine besondere
Behandlung der Fernverbindungen zu den besonders zu kennzeichnenden Sprechstellen
erforderlich ist.
Der durch den Anrufstrom zur Wirkung gebrachte Signalsummer bleibt so lange in
Tätigkeit, bis durch das Abnehmen des Mikrotelephons von der Auflagegabel seitens
des Teilnehmers N ein Stromkreis für das Relais A geschlossen wird, welches durch die
Schließung seines Kontaktes at in bereits erläuterter
Weise einen Stromkreis für das Relais C schließt. Das Relais C spricht an
und unterbricht durch die Umlegung seines Kontaktes C2 den Stromkreis für das Relais2?',
welches durch die Öffnung seines Kontaktes r{ die Wicklung I des Relais H abschaltet.
Durch die Schließung des Kontaktes C3
wird außerdem ein Stromkreis für das Thermorelais Th geschlossen, welches nach
Ablauf einer gewissen Zeit anspricht und das durch die Schließung seines Kontaktes
Hix einen Kurzschluß der Wicklung II
des Relais H herbeiführt, so daß dieses zum Abfall gelangt. Das Thermorelais Th ist zu
dem Zwecke vorgesehen, damit der Signalsummer auch bei einer sogleich beim Eintreffen
des ersten Anrufes erfolgenden Abnahme des Mikrotelephones von der Auflage--'1
gabel der Anschlußstelle N für eine zur sicheren Erkennung des Signals ausreichende:
Zeit zur Wirkung kommt. Der den Signalsummer einschaltende Kontakt A1 wird also
infolge des verzögernd eintretenden Abfalles des Relais H verzögert geöffnet, so daß der
Signal summer auch nach der Meldung der Teilnehmerstelle N für eine gewisse Zeitdauer
l-S in Wirkung bleibt.
Durch die Meldung der Teilnehmerstelle N wird im Leitungswähler ein Stromkreis für
die Relais Ä und B auf folgendem Wege geschlossen: Erde, Batterie, Relais Ά, Kon-
zo takt q2, Stellung io des Steuerschalters, Kontakt
t2, Sprechader α der Teilnehmerleitung,
Kontakte c2, a2, Drosselspule Dr, Kontakt V1,
Sprechader b der Teilnehmerleitung, Kontakt t2, Stellung io des Steuerschalters, Kontakt
g2, Relais B, Erde. Das Relais Ä unterbricht
an seinem Kontakt a\ den Stromkreis für das Relais O, welches durch die Schließung
seines Kontaktes O1 Erde an die Ader V
der Verbindungsleitung legt und hierdurch ein Überwachungssignal im Schnurstromkreis
der Fernbeamtin zum Erlöschen bringt. Die Fernbeamtin erkennt hieran, daß sich der gerufene
Teilnehmer gemeldet hat.
Nach Schluß des Gespräches wird die Auslösung des Leitungswählers durch die Aberregung
des Relais E vorbereitet, welches durch Umlegung seines Kontaktes ^1 nunmehr
einen wirksamen Stromkreis für das Relais H' herbeiführt: Erde, Batterie, Wick-
+o lung III des Relais K, Kontakte e3, k3, Verzweigungspunkt
x, Kontakte elt O1, g3, Relais H',
Kontakt -W2, Erde. Das Relais H' unterbricht
an seinem Kontakt h\ den Haltestromkreis für das Relais G, welches seinerseits den
Stromkreis für das Relais C durch Öffnung seines Kontaktes g3 öffnet. Die hierdurch
eintretende Ümlegung von Kontakt C1 bewirkt den Abfall der Relais / und T, wodurch der
Auslösemagnet M wie folgt eingeschaltet wird: Erde, Kontakte bs, i4, C2, Stellung io
des Steuerschalters, Auslösemagnet M, Batterie, Erde. Nach Auslösung des Leitungswählers
xind Schließung des Kopfkontaktes k
wird der Steuerschalter in die Stellung ii weitergeschaltet, indem das Relais F erregt
wird über: Erde, Kontakte &„, ts, c's, Stellung
io des Steuerschalters, Kontakt k, Relais F,
Widerstand Wi1 Batterie, Erde. Der Steuerschalter
geht in die Stellung Ii und von hier in die Stellung 12, da das Relais F über den e°
Unterbrecher UN zugleich wieder erregt wird. In der Stellung 12 wird gleich wieder ein
Stromkreis für das Relais F über die Kontakte b-i, t6, C4, Stellung 12 des Steuerschalters
hergestellt, so daß der Steuerschalter in die Stellung 13 bewegt wird. Von dieser
gelangt er, infolge der sogleich eintretenden Erregung des Relais F, von Erde über Kontakt
α'Ί, Stellung 13 des Steuerschalters in die
Stellung 14, in welcher das Relais F sogleich von neuem über die Kontakte C5 und ps und
Stellung 14 des Steuerschalters erregt wird. Der Steuerschalter geht in seine Ruhestellung
i. Der Leitungswähler befindet sich in seiner Ruhelage. 7^
Die weiteren Schaltvorgänge, Auslösung des Gruppenwählers und der übrigen Schalteinrichtungen
erfolgen in bekannter Weise, so daß sich ein Eingehen hierauf erübrigt.
Claims (4)
1. Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit an eine gemeinsame
Vermittlungsstelle angeschlossenen Anschlußstellen verschiedener Klassenzugehörigkeit,
bei welcher der Vermittlungsstelle die Art der angerufenen Anschlußstelle angezeigt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß die Anschaltung der Einrichtung zur Kennzeichnung der Anschlußstelle
derart unter dem Einfluß der in der Vermittlungsstelle zum Anruf der Anschlußstelle vorgesehenen Schaltmittel
(Schalter T) steht, daß ihre Abschaltung ^ verzögert nach Meldung der angerufenen
Anschlußstelle (Abnahme des Mikrotelephons) erfolgt.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Io°
von der Vermittlungsstelle ausgesandte Rufstrom die Einrichtung zur Kennzeichnung
der Art der Anschlußstelle zur Wirkung bringt.
3. Schaltungsanordnung nach -Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die
die Abschaltung der Signaleinrichtung (Signalsummer) verzögernd bewirkenden Schaltmittel von einem Thermorelais
(Relais Th)· gebildet werden. >i°
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß
jeder zu einer besonders zu kennzeichnenden Anschlußstelle führenden Leitung eine Kennzeichnungseinrichtung zügeordnet
ist.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES87915D DE633295C (de) | 1928-10-11 | 1928-10-11 | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Anschlussstellen verschiedener Klassenzugehoerigkeit |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES87915D DE633295C (de) | 1928-10-11 | 1928-10-11 | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Anschlussstellen verschiedener Klassenzugehoerigkeit |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE633295C true DE633295C (de) | 1936-07-27 |
Family
ID=7514113
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES87915D Expired DE633295C (de) | 1928-10-11 | 1928-10-11 | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Anschlussstellen verschiedener Klassenzugehoerigkeit |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE633295C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE765209C (de) * | 1941-04-17 | 1954-07-05 | Siemens & Halske A G | Schaltungsanordnung fuer Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen, zur Kennzeichnung von Anrufen besonderer Sprechstellen in einer Vermittlungsstelle |
-
1928
- 1928-10-11 DE DES87915D patent/DE633295C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE765209C (de) * | 1941-04-17 | 1954-07-05 | Siemens & Halske A G | Schaltungsanordnung fuer Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen, zur Kennzeichnung von Anrufen besonderer Sprechstellen in einer Vermittlungsstelle |
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