DE552748C - Tonbildaufnahmeverfahren - Google Patents

Tonbildaufnahmeverfahren

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DE552748C DEB140416D DEB0140416D DE552748C DE 552748 C DE552748 C DE 552748C DE B140416 D DEB140416 D DE B140416D DE B0140416 D DEB0140416 D DE B0140416D DE 552748 C DE552748 C DE 552748C
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B31/00Associated working of cameras or projectors with sound-recording or sound-reproducing means

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Description

  • Tonbildaufnahmeverfahren Bei der Aufnahme bzw. Herstellung von Tonfilmen, d. h. solcher Filme, bei denen zeitlich, übereinstimmend mit der kinematographischen Aufnahme der Handlung, auch die dabei entstehenden oder erzeugten Töne, Geräusche usw. auf irgendeine Art aufgenommen und festgelegt werden sollen, bestehen noch große Schwierigkeiten, die in der Eigenart des technischen Vorganges bei der Herstellung und Aufnahme der Tonfilme verankert sind. Bekanntlich wurde bisher so verfahren, daß man gleichzeitig mit der Aufnahme der Handlung auch den dabei erzeugten Ton, Geräusche usw. durch geeignete Mittel festlegte. Dabei ist es unmöglich, daß sich der z. B. singende Darsteller einerseits so bewegt und verhält, wie es Szene, Bild und Handlung erfordert, und sich andererseits dabei gleichzeitig so vor das Aufnahmemikrophon stellt, wie dies, um eine gute Tonaufnahme zu erzielen, nötig wäre. Abgesehen von den umständlichen, kostspieligen und hinderlichen Vorsichtsmaßregeln, die getroffen und berücksichtigt werden mußten, um nicht auch andere, nicht gewollte Geräusche ins Mikrophon zu bringen. Diesen Übelständen hat man schon dadurch abzuhelfen versucht, daß man zuerst die Bildhandlung kinematographisch aufnahm und dann, nach Fertigstellung des Filmes, diesen den Tonerzeugern vorführte und bei diesem Vorgange die erzeugten Töne, Musik, Gesang usw., durch ein Mikrophon aufnahm. Dieses Verfahren gestattete wohl, daß sich die Darsteller bei der kinematographischen Aufnahme der Handlung so bewegen durften, wie es mit Rücksicht auf eine gute Bildwirkung erforderlich war, und daß sich die Tonerzeuger so vor dem Mikrophon auf-, stellen konnten, wie es mit Rücksicht auf eine möglichst günstige Tonfestlegung nötig war, brachte aber wieder den Nachteil mit sich, daß dadurch, daß Bild- und Tonaufnahme in zwei getrennten Phasen vor sich ging, die Übereinstimmung zwischen Ton und Bild leiden und störende Verschiebungen entstehen konnten.
  • Man hat auch bereits vorgeschlagen, um eine Verbesserung der Tonaufnahme zu erreichen, die Musikdarbietung getrennt von dem Sprech- oder Gesangsvortrag aufzunehmen, und zwar derart, daß man das Orchester und dessen Vortrag durch eine Wand gegen die Bildbühne und den Sprech- oder Gesangsvortrag abschirmt und diese beiden Tonvorträge getrennt mittels zweier Mikrophone auf das Bildband aufzeichnet. Hierbei handelt es sich aber nicht um eine vollkommene Trennung im Sinne der Erfindung, denn der ganze Vorgang spielt sich in einem einzigen Grcßraume ab, und die vorgesehenen Abteile müssen so beschaffen sein, daß sich die Mitwirkenden in ihren Vorträgen (Musik und Sprache) noch direkt hören können. Es ist klar, daß dadurch die seitherigen Nachteile auch nicht behoben werden.
  • Um diese Mängel zu vermeiden, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, die Aufnahme des Bildes und des Tones zwar wieder gleichzeitig zu bewirken, aber die Bilddarstellung und die Tonerzeugung.. in getrennten Räumen vorzunehmen. In dem einen Raum geht die kinematographische Aufnahme vor sich, während die zur Aufnahme bestimmten Töne, Musik, Gesang usw., in einem anderen separaten Raum von Musikern, Sängern usw. erzeugt und durch ein Mikrophon dem Aufnahmeapparat zugeleitet werden. Damit nun die Darsteller der kinematographischen Aufnahme genau in Übereinstimmung mit den Darbietungen im Tonaufnahmeraum spielen können, wird die gesanglich-musikalische Darbietung usw. der Tonerzeuger mittels Lautsprecher im Bildaufnahmeraum wahrnehinbar gemacht, und zwar derart, daß die so übertragene Tondarbietung die Bildhandlung und Darstellung leitet.
  • Der Vorgang spielt sich wie folgt ab: Nachdem beide Räume aufnahmebereit sind, wird vom Tonerzeugungsraum das Zeichen zum gemeinsamen Beginne der gleichzeitigen Aufnahntte gegeben. In dem Moment, wo die Tonerzeugung beginnt, hören dies auch die Darsteller des Bildes, so daß sie sich in Darstellung, Tempo, Rhythmus usw. bequem nach dem unsichtbaren Orchester bzw. Dirigenten richten können. Gegebenenfalls kann auch im Bildaufnahmeraum ein Dirigent persönlich tätig sein, der sozusagen ein Bindeglied zwischen den im Tonaufnahmeraum und im Bildaufnahmeraum gleichzeitig singenden und spielenden Künstlern bildet. Gleichzeitig wird zwischen den Dirigenten, Aufnahmeleitern usw. eine beliebige Verständigungseinrichtung zur Übermittlung von Signalen verwendet. Ferner ist auf der Darstellerbühne ebenfalls ein Mikrophon aufgestellt, um den Leitern der Tonerzeugung durch Kopfhörer usw. Zeichen bezüglich der Tongebung zu übermitteln. Ebenso können die Vorgänge in den getrennten Räumen durch geeignete Mittel ein- oder gegenseitig sichtbar gemacht werden. ..
  • Die Tonaufnahmeapparatur, die in jedem Falle. mit dem Bildaufnahmeapparat synchron laufen mufi, kann im Bildaufnahmeraum selbst direkt mit dem Bildaufnahmeapphrat gekuppelt aufgestellt sein, sie kann aber auch, z. B. bei beweglicher Kuppelung o. ä., an jedem beliebigen Ort Aufstellung finden. Bringt man aber das Tondiagramm gleich auf den Bildstreifen, dann ist selbstverständlich eine Synchroneinrichtung nicht nötig. Um aber auch nach Fertigstellung der Bild-und Tonaufnahme, d. h. bei den Vorführungen des fertigen Tonfilmes, den synchronen Ablauf zwischen Ton und Bild überwachen und regulieren oder beim Versagen der mechanischen Tonwiedergabe den Film auch durch ein Orchester, Sänger usw. begleiten zu können, ist es- vorteilhaft, in däs Filmbild den Dirigenten der Bildaufnahme oder andere Leitzeichen, insbesondere musikalisch-rhythmischer Natur, in bekannter Weise mititufzunehmen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Tonbildaufnahmeverfahren, bei welchem Bild= und Tonträger miteinander gekuppelt oder Bild und Ton auf einem Filmstreifen vereinigt werden, dadurch gekennzeichnet, daB Handlung und Tondarbietung gleichzeitig vollkommen räumlich getrennt erfolgen und gleichzeitig aufgenommen werden, derart, daß aus dem Tonerzeugungsraum mittels Lautsprechers die Tondarbietung in den Bildaufnahmeraum übertragen wird und dort die Bildhandlung leitet, und daB an sich bekannte Verständigungseinrichtungen zwischen den getrennten Räumen und gegebenenfalls Mittel zur gegenseitigen Sichtbarmachung der Vorgänge vorgesehen sind.
DEB140416D 1928-11-13 1928-11-13 Tonbildaufnahmeverfahren Expired DE552748C (de)

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